Das Maß der Dinge

Der „Normalläufer“ träumt davon, diese Distanz einmal zu bewältigen. Sein etwas ambitionierterer Sportkollege will sie in weniger als 60 Minuten schaffen. Als Schallmauer gilt die 40-Minuten-Marke für die Meisten. Die Rede ist von der Zehn-Kkilometer-Distanz.
Der „10er“ ist das Maß der Dinge. Er ist unbeliebt, weil lang, bei den Sprintern. Er ist verhasst, weil kurz und anstrengend, bei den Marathonis.

 
Aber auch die wissen, dass ein schneller 10er die Basis ist für eine gute Zeit über 21 oder 42 Kilometer. Jedes gute Training baut darauf auf: Wie lange kann ich ein möglichst hohes Tempo halten? Als Maßstab gilt die Bestzeit über zehn Kilometer.

 
So ist es kein Wunder, dass im Laufkalender die Wettkämpfe über diese Distanz in der Mehrzahl sind und über reichlich Teilnehmer verfügen. Die Bitcup-Laufserie zeigt zudem, wo der Top-Sponsor unserer Region sein Label sehen will, wenn es um den Laufsport geht.

 
Im Ländchen ist die Brauerei aus der Eifel weniger aktiv. So gibt es heute in Echternach beim „Run for Fun“ das bei Marathonis beliebte alkoholfreie Lieblingsbier eines Mitbewerbers, auch wenn der Lauf „nur“ über zehn Kilometer führt.
Das liegt wiederum daran, dass auf dem Kirchberg am Samstag der Luxemburg-Marathon startet. Vielleicht wird der ein oder andere der insgesamt 10000 gemeldeten Teilnehmer ja die Veranstaltung in Echternach wörtlich nehmen und „nur zum Spaß“ als letzen Trainingslauf vor dem großen Rennen nutzen.

Fauja Singh ist weise und wird sich das vermutlich sparen. Dem mit 101 Jahren betagtesten Marathonfinisher der Welt werden die 42,195 Kilometer am Wochenende genügen. Aber auf eine gute Zeit kommt es bei ihm eh nicht an. Er wird so oder so Weltrekord laufen.

laufen@volksfreund.de

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Schöne Momente

Jetzt habe ich sooo viel über das schlechte Wetter gehört und gelesen. Ich setze mal einen Kontrapunkt: Ich fand den Lauf heute Morgen … erfrischend ;)

Mit Laufjacke ausgerüstet, waren die 7 Grad kein Problem. Und morgen soll es ja schon wieder trocken und etwas wärmer werden. Am Wochenende dann 25 Grad mit Gewittern … dann wird bestimmt auch wieder geschimpft.

 

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Bock auf Bock

So ein freier Tag hat durchaus Vorzüge. Zum Beispiel den, nach langer Zeit mal wieder einen Ausflug ins Ländchen zu machen. Die Stadt auf dem Bockfelsen ist das Ziel. Richtig: Luxemburg. Die Hauptstadt des kleinen aber wohlhabenden Landes, das seine Herkunft einer Schenkung der Trierer Abtei St. Maximin vor mehr als 1000 Jahren zu verdanken hat.

Auf dem so genannten Bockfelsen wurde die erste Befestigung gebaut, aus der sich bis heute eine sehenswerte und dank vieler Banken, des Europäischen Gerichtshofes, des Europarates und anderer EU-Einrichtungen mächtige Stadt entwickelt hat.

Das Herzogtum, dessen Schloss standesgemäß bewacht wird, ist eine UNESCO-Kulturerbe und wirklich auch eine längere Anreise wert. Viel Kultur an allen Ecken und Enden.

An vielen Stellen wird die jahrhundertealte Geschichte mit viel Aufwand und Geld gesichert. So auch im Bereiche des alten Trierer Tores, wo später jede Menge Kasernengebäude entstenden sind. Von dort ist der Besucher nach einigen hundert Schritten über die alten Wehranlagen hinauf auf dem mächtigen Felsen angelangt.

Die Zitadelle, deren größter Ausbau auf denn allgegenwärtigen Festungsbaumeister Vauban zurückgeht, kann gegen Eintritt besichtigt werden. Das spare ich mir allerdings für einen der nächstne Besuche. An diesem Tag gilt es, die Altstadt neu zu entdecken.

Im Dom predigt der Bischof auf Luxemburgisch, was etwas befremdlich wirkt. Ebenso wie die Übertragung der Vorgänge am Altar auf zwei Großfernseher in den Seitenschiffen der Kirche. In der Stadt selbst wird französisch gesprochen. Gute Gelegenheit also, die Fremdsprachenkenntnisse aufzufrischen.

Französisch war auch die Sprache von Robert Schumann, dessen Konterfei von einer großen Plakette auf der Zitadelle dem Besucher entgegenblickt. Der geistige Begründer des neuen Europas wurde in Luxemburg geboren. Minister war er allerdings in Frankreich. Und in Trier ist die Weiterbildungsstätte des Bistums nach ihm benannt; Robert-Schumann-Haus. Das hat eines mit dem Ländchen gemeinsam: Es wurde dafür viel Geld ausgegeben.

 

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Intervalle im Traumwald

Freier Tag, Prachtwetter. Am Donnerstag steht noch einmal eine Herausforderung in Echternach an: Die derzeitige Fitness soll dort über zehn Kilometer zu einer neuen persönlichen Bestzeit führen.

Um den Körper auf das Tempo einzustimmen, heute also auf Rat meines Coaches Jens Nagel fünf Intervalle über je 1000 Meter in einem Tmpo um die 3:50 Minuten. Das knallt rein. Die zwei Minuten Trabpause dazwischen kann ich gut gebrauchen, um den Puls wieder in ruhige Bahnen zu lenken.

Apropos Bahnen: Weil es so schön ist, bin ich zu dieser Einheit ausnahmsweise ins Weißhausstadion gefahren. Die altehrwürdige 400-Meter-Bahn habe ich ganz für mich alleine.

Und beim Auslaufen kommt mir die Idee, doch mal wieder ein paar meter barfuß zu laufen. Der grüne Rasen lädt dazu ein. Eine Runde, nein zwei – aber nicht mehr! Schließlich will ich trotz aller Euphorie nicht Achilles herausfordern.

Ein anderes Mal genieße ich dann wieder einer der schönen Runden im Weißhauswald. Für alle Läufer ist das in Trier ein Premium-Tipp für schöne Routen in waldreicher Natur!

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Landschaft!

Wie traumhaft präsentiert sich die Natur im Mai. Dank der wahrlich ausreichenden Feuchtigkeit von oben prahlen die Pflanzen mit satter Pracht.

Toll an so einem Morgen mit netter Begleitung einen schönen Landschaftslauf zu absolvieren.Und endlich dürfen es auch wieder einige Höhenmeter mehr sein.

Von Olewig hoch nach Kernscheid – hinunter ins Kandelbachtal und von dort wieder hoch über einen schönen Trail in den Mattheiser Wald.

Wir werden an der Pellinger Straße “ausgespuckt” und laufen ein Stück am Straßenrand entlang in Richtung Trier, bevor wir nach links abbiegen und einen meiner Lieblingswege über die Roscheider Höhe nehmen.

Dort bieten sich bei Sonne und klarer Luft fantastische Ausblicke auf das Mosteltal und die Eifel.

Runter an den Häusern der Reichen und ganz Reichen vorbei hinunter zum Estricher Hof. Von dort führt die alte Straße rechts der B51 bis nach Trier-Feyen. Eine Neuentdeckung. Das wäre eine tolle Strecke für Inliner. Mir ist sie allerdings zu laut, weil direkt nebenan die Autos auf der breiten Bundesstraße vorbeibrausen.

Auf bekannten Wegen zurück nach Olewig. Am Ende knapp 21 Kilometer in knapp zwei Stunden. Da komme ich sogar noch rechtzeitig zum gemeinsamen Frühstück mit der Familie nach Hause.

Schön war’s!

 

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Für Rumpf und Tempo

Sommerlich, schweißtreibend, spaßbringend – das sind die drei Attribute für das gemeinsame Training der großen TV-bewegt-Familie im Weißhauswald.

Die betagte Bahn ist nach den extremen Niederschlägen der vergangenen Woche wieder einigermaßen trocken, der Rasen päsentiert sich im prächtigsten Grün.

Ideale Voraussetzungen also für dieses Training, das für alle Teilnehmer mit 30 Minuten Rumpfstabi-Übungen beginnt. Schön etwas für Bauch, Seiten, Adduktoren und Abduktoren getan. Das geht heute auch ohne Gymnastikmatte. Die hatte ich natürlich vergessen. Im Gras zu liegen war allerdings auch nicht schlecht.

Für die Halbmarathonis war dann ein schweißtreibendes Intervalltrianing angesagt. 10×400 Meter im GA2-Tempo. Dazwischen jeweils 2 Minuten Trabpausen.

Für mich sind das nach dem Marathon-Abenteuer die ersten schnellen Einheiten. Das geht prima. Die Beine sind wieder locker. Jeweils ein Tempo von 3:45 auf diesen kurzen Distanzen zu laufen, sind kein Problem.

Grenzwertig ist lediglich die ausbleibende Flüssigkeitszufuhr, da die Wasserflasche im Auto liegt. Aber das lässt sich schnell nachholen.

Besonders gut gefällt mir die Garmin-Grafik, die sehr schön die Intervalle dokumentiert. Nach der achten Runde dachte ich, das wär’s gewesen ;)

Aber bei diesen Temperaturen kann man(n) schließlich einmal durcheinander geraten…

Allen Freunden und Gästen dieser Seite wünsche ich ein wundervolles Wochenende!

 

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Blasenschwäche(n)

Manchmal sind Männer im Vorteil. Das gilt beispielsweise für Laufveranstaltungen. Wer es da nicht schafft, sich vor dem Start zu erleichtern, oder über eine „nervöse Blase“ verfügt, muss irgendwann seinem Drang nachgeben. Zumindest bei großen Läufen steht dafür in der Regel eine Reihe von Plastikklos zur Verfügung. Wer ein solches aufsucht, verliert allerdings viel Zeit, weshalb die meisten Männer in freier Natur oder Stadtparks Büschen und Bäumen gerne eine Sonderbewässerung zukommen lassen.Die Scham hat Grenzen, die Warnung ebenso, dass dies als Ordnungswidrigkeit geahndet werden kann.
Gleiche Chancenverteilung besteht zwischen Männlein und Weiblein allerdings, wenn es um Blasen geht, die sich oft spontan an Zehen, Fußsohle und/oder Ferse bilden. Wahlweise bei neuen, zu engen oder durchnässten Schuhen. Hier baut die kluge Läuferin vor, wie das Beispiel einer Freundin zeigt. Sie umklebt am Abend vor dem Lauf alle neuralgischen Stellen sorgfältig mit Tapeband und lässt den Füßen über Nacht Zeit, sich an die Umpflasterung zu gewöhnen.

„Brauche ich nicht“, war meine Reaktion, um zwei Tage später prompt mit einer dicken Blase am mittleren Zeh eines Besseren belehrt zu werden.
Aber es gibt auch eine gemeine Form, wie sich Frauen bei Läufern rächen. Das habe ich in Schweden erlebt, wo ordnungsgemäßes Anstehen zu den Grundtugenden gehört. Bei jenem Massenlauf taten das auch die Frauen. Die Schlange, die sie vor den Dixieklos bildeten, blockierte die komplette Strecke.

 

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Regen, Matsch, Tiergarten

Jetzt wird es tropisch an der Mosel. Nicht umsonst haben einst die Preußen hier die Widerstandskraft ihrer Soldaten für Einsätze in klimatisch feucht-warmen Gebieten stärken lassen. Und auch Robert Koch empfahl das Moselgebiet zur Erprobung von Medikamenten gegen Malaria.

Nieselregen also auf der Morgenrunde durch das Tiergartental. Dazu Temperaturen um die 14 Grad. Zum Laufen sehr angenehm. Und nachdem die Müdigkeit aus den Füßen geschüttelt war, hat auch der Matsch richtig Spaß gemacht.

Ein wenig habe ich dabei schon an den Strongmanrun gedacht, der am Wochenende 10000 “harte” Männer und Frauen zum Nürburgring gelockt hatten. Allerdings würden die mich sicher angesichts meiner Matschgrübchen nur belächeln.

Aber egal. Hauptsache es hat Spaß gemacht und bereitet den Körper auf einen langen Bürotag vor. Und morgen soll es zu der hohen Luftfeuchtigkeit auch noch richtig warm werden. Leute – vergesst das Trinken nicht!

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Baum-Welt-Pfad: Mammutbäume und Natur pur

Der Föhrenwald ist von den Forstämtern Deutschlands zum “Wald des Jahres”. Er vierdient diesen Titel wirklich. Wäre dieser ausgedehnte Forst zu Fuß von meinem Wohnort leichter erreichbar, wäre ich dort regelmäßig unterwegs.

Da die Anfahrt aber mit dem Auto eine knappe halbe Stunde benötigt, bleiben die Ausflüge in dieses grüne Paradies für mich die Ausnahme, was sie allerdings auch zu etwas Außergewöhnlichem macht: beim Bendersbachtallauf oder beim Gastlauf mit Dirk gegen Ende des Winters.

In diesen Frühlingstagen entfaltet der Forst allerdings seine wahre Pracht. Und wer sich etwas mehr Zeit nehmen will oder kann, dem sei der neue Baum-Welt-Pfad empfohlen. Auf einem Rundkurs von etwas mehr als vier Kilometern kann der Läufer oder Wanderer 22 exotische Baumarten entdecken. Dank der Beschilderung mit ausführlichen Erläuterungen zur jeweiligen Pflanze fällt das nicht schwer.

Besonders beeindruckend sind die Baumriesen, wobei die Mammutbäume  herausstechen. Die lassen sich sogar als “kleine” Schonung erleben. Und wer es etwas niedlicher mag, der geht in den Baumkindergarten, wo nahezu alle für unseren heimischen Forst ungewöhnlichen Baumarten im Jungstadium zu bewundern sind.

Wer allerdings einfach nur laufen und Natur pur genießen will, ist im Föhrenwald auch gut aufgehoben. Das Forstamt Trier-Quint verfügt über einen Parkplatz und ist idealer Ausgangspunkt für alle, die mit dem Auto oder Fahrrad anreisen.

Prädikat: Absolut empfehlenswert

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Überraschungen

Zwei Tage Sendepause, jetzt geht es weiter. Schießlich habe ich noch von einigen Überraschungen zu berichten. Damit meine ich nicht, dass meine Beine heute morgen doch ordentlich in Gang gekommen sind, obwohl ich nicht wirklich Lust auf einen Morgenlauf hatte.

Anne alias Weinbergschnecke hatte mich in der vergangenen Woche angefunkt, ich müsse unbedingt mal bei ihr am Abend vorbeikommen, um eine Überraschung abzuholen, die sie mit Margitta alias Ultra ist gut nach dem Hamburg-Marathon für mich vorbereitet hätten. Als ich dann am Freitagabend bei Anne ankomme, steht wer in der Tür? Margitta!

Herzliche Begrüßung, Gespräche ohne Pause in den folgenden drei Stunden, gerade so, als würden wir uns schon Ewigkeiten kennen. Ist schon verrückt, wie vertraut man einander sein kann, nur über den regelmäßigen Kontakt  über den Laufblog-Stammtisch.

Aus dem gemeinsamen Lauf am Folgetag wurde es leider nichts, da sich Margitta eine unangenehme Verletzung zugezogen hatte (mehr dazu in ihrem Blog). Dafür haben Marcel und ich zu unserem gemeinsamen Samstagslauf dann ihren ebenfalls ultranetten Partner mitgenommen. 15 kurzweilige gemeinsame Kilometer um die Mattheiser Weiher und an der Mosel entlang. Und danach nochmal eine nette Steh-plauder-Runde und ein herzlicher Abschied.

Die süße Überraschung, die meine Lieblingslauffreundinnen für mich bereithielten, hat es übrigens auch in sich. Wie auf diesen Fotos zu sehen ist, freut das aber nicht nur mich.

Und sonst? Keine wirkliche Überraschung war, dass mein Lieblingslaufcoach Jens Nagel in Mainz erstmals unter drei Stunden gelaufen ist. Noch mehr freut mich, dass auch Petra ihren ersten Marathon finishen konnte. Herzlichen Glückwunsch!

Heute Morgen hatte ich übrigens unter meiner Jacke – ja, es war doch einigermaßen frisch – zum ersten Mal das Finishershirt aus Hamburg an. Es trägt sich gut :)

 

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