Funkstörung statt Funkstille

DCIM100GOPRODas war er also: drei Wochen Urlaub. Funkstille auf meinem Blog. Die soll nun eine Ende haben. Funkstörungen werden allerdings bleiben, da ich leider nicht wie erhofft auch körperlich komplett erholt zurückkomme. Leider war ein Testlauf gestern alles andere als erfolgreich. Und so werde ich wohl in der kommenden Woche nicht um einen Arztbesuch herumkommen, um diese vermaledeiten Leistenschmerzen abklären zu lassen.

DCIM100GOPRONur zwei Läufe in vier Wochen. Keine Probleme bei normalen Aktivitäten. Radfahren, Paddeln, Wandern, Schwimmen, Faulenzen, Lesen – alles ohne Probleme. Nur wenn es ans Laufen geht, zieht es nach ein paar Hundert Metern in der Leiste und wird dann auch nicht besser …

11-DSC02813Mein erster Blogeintrag sollte eigentlich rundum positiv sein. Er sollte von einer wunderbaren Zeit erzählen. 14 Tage Campingurlaub im Spessart, bei nahezu idealem Sommerwetter. Ausflüge nach Frankfurt, Lohr, Karlstadt, natürlich auch in meine Heimatstadt Würzburg. Viel Wald, fränkische Kulturlandschaft mit Getreidefeldern und Weinbau. Jede Menge Burgruinen, kulinarische Genüsse und Treffen mit der fast kompletten Verwandtschaft, in kleinen Mengen dosiert, so dass es Spaß gemacht hat.

1-DSC03003Und dann in der letzten Woche wieder das einleben Zuhause in Trier. Etwas Gartenarbeit, Treffen mit Freunden, eine fantastische Wanderung in den Steillagen des  Bremmer Calmont. Auf dem steilen letzen Bergab-Teil nach fast vier Stunden, da hatte ich dieses Ziehen wieder gespürt. Der kurze Testlauf zwei Tage später im Tiergartental war dann ein Desaster und vermiest mir das Ende des Urlaubs ordentlich.

Aber zumindest hat der Start an einem Sonntag den Vorteil, dass ich mich nicht gleich wieder voll ins Redaktionsgetümmel werfen muss. Ruhig wird es dennoch nicht, denn auch dem Verlagsgelände ist einer dieser inzwischen legendären Kinderflohmärkte. Da wird eine Stimmung herrschen wie im überfüllten Freibad.

DCIM100GOPRODas hatte ich an einigen Tagen auch in Gemünden am Main, wo unser diesjähriges Urlaubsfamilienbild entstanden ist. Nach dem Motto: komplett untergetaucht!

Fotos habe ich natürlich jede Menge mitgebracht. Viel zu viele, um sie hier zu zeigen. Aber zumindest eine Auswahl stelle ich mal ein.

09-DSC02765 10-DSC02782 08-DSC02753 12-DSC02828 13-DSC02831 14-DSC02842 15-IMG_0160 DCIM100GOPRO 04-DSC02597 05-DSC02610 06-DSC02639 07-DSC02656 2-DSC02969 4-DSC02925 3-DSC02963

Mein kleiner Freund

Das Equipment für meine Gymnastikstunden hat Zuwachs bekommen. Klein aber fein – wie ich übrigens häufiger zu sagen pflege 😉

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So ein Mini-Blackroll ist prima für die Fußsohle. Das löst wie mit der großen Schwester die Faszien, also die Muskelhaut. Am Anfang schmerzhaft, aber dann wohltuend und hilfreich.

DSC01974In diesem Sinne: roll on!

Durchschnaufen

Foto

Heute kurzfristig zum Termin beim Orthopäden. Ist schon eine tolle Praxis, da oben im Spothomedicum auf dem Petrisberg. Alles neu und hochwertig, insgesamt 500 Quadratmeter für Ärzte und Therapiebereich. Um 8 Uhr noch die Ruhe vor dem Sturm. Ich bin der erste Patient.

 

Dr. Christian Fink, ein junger Arzt wie aus dem Bilderbuch, läuft selbst, versteht meine Beschwerden, nicht nur die körperlichen. Wir tauschen uns auch über das Laufen aus, dann Tastbefund: Tut es weh, wenn ich hier drücke? Hier? Hier? Ist es schlimmer als am anderen Fuß? … Meine Antwort bleibt bei Nein. „Dann ist es keine Sache mit der Plantarsehne.“

Ich atme durch, berichte von den neuen Laufschuhen und meiner Vermutung, dass verändertes Fußbett in Verbindung mit einer intensiven Trainngseinheit für den Druckschmerz am Fußgewölbe verantwortlich sein könnten. „Das scheint eher etwas mit den Mittelfußgelenken zu sein“, so die ärztliche Vermutung.

Also ab zum Röntgen. Fuß von oben und von der Seite. Zurück im Sprechzimmer. Blick auf die Röntgenaufnahmen. Interessant, wie viele Knochen und Gelenke unser liebstes Laufwerkzeug hat. „Sehen Sie diesen Spalt, der ist leicht verengt, ein Anzeichen von Verschleiß, aber kein Grund zur Sorge.“ Dann versichert der laufende Orthopäde, dass er über dieses Ergebnis sehr froh ist. Keine ernsthafte Verletzung.

„Wir versuchen es mit Magnet- und Elektrotherapie, vielleicht hilft das ja schon.“ Dazu entzündungshemmdes Schmerzmittel und ein strikter Belastungsstopp bis Donnerstag. Dann geht es nochmal zur Laufband-Analyse.

Ein dezentes Aufatmen ist also angesagt. Ich werde pausieren, wickeln, schlucken und hoffen. Und dann … ❓

Um 10 Uhr war die Praxis übrigens dann rappelvoll ….

 

Longjog in der Regenpause

8 Uhr, 5 Grad, leichter Regen. Trinkgürtel mit zwei Fläschchen angeschnallt, Rosinen und Gel in der Tasche. Kompressionssocken. 3/4 Tight, Sportunterhemd, Halstuch und die gelbe TV-bewegt-Jacke. So die Eckdaten für den geplanten und ersehnten Longjog heute. Christoph ist ähnlich gut präpariert. Und sogar Marcel – der Hungerkünstler – hat eine Stärkung eingepackt.

01-DSC01198Wir einigen uns schnell auf die grobe Strecke: Zur Kyll in Ehrang und dann mal sehen. Drei Stunden Laufspaß sind das Ziel. Aber bitte möglichst erst mal zur Mosel und nicht den wenig schönen Weg durch Kürenz.

In der Kleingartenanlage „Tempelbezirk“ leuchtet uns die gelbe Jacke von Anne entgegen, die es auch geschafft hat, zu frühen Stunde unterwegs zu sein. Zu mehr als einem freudigen Hallo und Winken reicht es an diesem Morgen nicht. Wir wollen nicht nur an, sondern vor allem in den Fluss kommen, den „flow“, den Margitta in einem ihrer Blogeinträge in der vergangenen Woche so hübsch beschreiben hat.

02-DSC01200Über die Kaiser-Wilhelm-Brücke auf die andere Moselseite. Der Regen hat aufgehört, und die grauen Wolken geben ein imposantes Schauspiel über der glatten Mosel. Durch das falsche Biewertal läft es sich schöner als auf dem Moselradweg. Zudem lässt sich auf dem Weg dorthin der wunderschöne Blick auf Trier genießen.

03-DSC01201Alles grünt, blüht und duftet. Es ist ein Traum und eine Meisterleistung, wie sich die Welt in dieser Woche verändert hat. Eine riesige Magnolie zieht im bewohnten Teil des Tals unsere Blicke auf sich.

04-DSC01202Durch Biewer geht es auf den Moselradweg. Am Trierer Hafen beeindrucken die vielen Bauteile von Windrädern, die hier warten, um auf irgendwelche Höhen in der Region transportiert und dort montiert zu werden.

09-DSC01215Weiter geht es in das idyllische Pfalzel. Ein Stadtteil mit großer Geschichte und mächtigem Verteidigungswall. Da ob war ich noch nie, also nutzen wir die Chance und sind überrascht von den Dimensionen.

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07-DSC01207Gute Gelegenheit für einen Schluck aus der Pulle und ein Gruppenbild fürs Jahrbuch.

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Als die Autobahnbrücke bei Ehrang in Sicht kommt, ist Christoph überrascht, dass wir schon 1:45 Stunden unterwegs sind und 18 Kilometer in den Beinen haben. Es fühlt sich noch gar nicht so an. Dennoch wird es nichts mit dem Abstecher zur Burg Ramstein. Da hätten wir am Ende sonst fast 50 Kilometer auf dem imaginären Tacho …

10-DSC01216An der renaturierten Kyllmündung entlang – die Natur hat sich dieses nun wieder idyllische Stück Land zurückerobert – peilen wir den Aufgang zur Autobahnbrücke an. Der Weg auf die andere Flusseite ist nciht gerade der schönste und leiseste, dan man sich vorstellen kann. Aber die paar hundert Meter sind schnell vorbei und auf dem Radweg in Richtung Ruwer ist der Lärm schnell vergessen. Erinnerungen an den Hospizlauf leben auf.

13-DSC01224In Ruwer lassen wir uns von Jürgen anfeuern, der hier überraschenderweise unseren Weg kreuzt. Er hatte mit uns vor zwei Jahren in Stockholm den Marathon gefinisht. Unsere kleine Laufgruppe kann von wirklich vielen schönen Erinnerungen zehren, die auch lange Läufe kurzweilig werden lassen.

Durch die Riverisstraße geht es nach Kürenz, wo Marcel vorschlägt, durch das Avelertal hinauf nach Tarforst zu laufen. Ist schöner als durch den Stadtteil. Also gehen wir es an, obwohl wir schon 2:30 Stunden unterwegs sind. Einige Rosinen eingeworfen, noch ein Schluck Wasser. Das Halstuch ist längst in der Jackentasche verstaut. Christoph wird es unter der Laufkappe auch zu heiß.

11-DSC01220Hinauf – das zweite Gruppenfoto zeugt davon, dass wir noch nicht auf dem Zahnfleisch robben -, an der Domäne Avelsbach vorbei, dann noch einige Meter hoch und hinüber zum Unicampus. Der wurde am Donnerstag vom Bundesverband der Landschaftsarchitekten zu einem von 100 besonderen Orten in Deutschland ernannt. Zur Liste gehört beispielsweise auch der Olympiapark in München.

12-DSC01223Die vielen Kunstwerke auf dem Trierer Campus sind nun mit erklärenden Hinweisschildchen versehen. Laokoon 86 von Waldemar Otto musste für die Feierstunde die gehäkelten Hosen wieder runterlassen und streckt seinen bronzenen Bauch wie eh und jeh in Richtung Tal.

14-DSC01225Am Geozentrum nimmt Marcel schließlich den Weg in Richtung Petrisberg, um nach Hause zu kommen. Christoph und ich laufen durch die Weinberge hinunter nach Olewig. Der Ausblick auf blühende Büsche und ergrünende Hänge ist auch bei bedecktem Himmel ein Traum.

15-DSC01228Nach 3:10 Stunden und etwas über 33 Kilometern erreichen wir schließlich wieder unseren Startpunkt.

16-DSC01229Wir sind glücklich. Endorphine schwappen über. Heute hätten wir auch einen Marathon laufen können … Und die Sehne? Bei Kilometer zehn glaubte ich sie zu spüren – kleine Sorgen – dann war der psychosomatische (?) Anflug von Schmerz aber wieder weg und kam nicht wieder. Möge es so bleiben!!!!

P.S.: 30 Minuten nach dem Lauf setzt der Regen wieder ein 😉

28 – 101

Wieder ein Zahlenspiel. 28 Kilometer heute und 101 Kilometer innerhalb einer Woche. So viel bin ich zuletzt innerhalb von sieben Tagen 2010 gelaufen, als alleine bei den 24 Stunden des Hospizlaufes 74 km zusammengekommen waren.

06-DSC00965Der Ruhetag gestern hat mir nach der heftigen Belastung vom Donnerstag gut getan. Und so ist heute früh beim Start zum Samstagslauf mit Christoph, Achim und Marcel das Laufwerk zwar etwas schwergängig. Keine Spur allerdings von Muskelkater, Gelenk- oder Sehnenproblemen.

01-DSC00955Mit Marcel habe ich mir 28 Kilometer vorgenommen. Eine Steigerung zu den 25 vom Bendersbachtallauf vor einer Woche muss sein. Achim und Christoph werden sich mit der Halbmarathondistanz zufrieden geben. Und ziemlich genau 21 Kilometer hat die Runde, die wir zunächst in Angriff nehmen.

02-DSC00956Die Runde zur Pfalzeler Brücke steht an. Heute in einer leicht modifizierten Variante. Zunächst also hinauf nach Tarforst und dann durch das Aveler Tal hinunter bis Kürenz.

03-DSC00959In der Riverisstraße grüßen die zum Teil baufälligen Häuser der Riverissiedlung. Hier lebt die Großfamilie Kling, die sich einst den Plänen der Stadt widersetzten, dieses „Problemgebiet“ zu räumen und einem benachbarten Unternehmen so Fläche für eine Erweiterung zur Verfügung zu stellen. Damals war ich noch schreibender Journalist und habe so manchen Bericht über den Kampf der Bewohner gegen die Verwaltung geschrieben. Ich erinnere mich an viele interessante Gespräche.

Das einst expansionslustige Unternehmen kam nicht zum Zug. Investiert wird in die alten Häuser aber auch nicht mehr. Und so bietet das Viertel einen traurigen Anblick.

04-DSC00960An der Kläranlage besteht die Möglichkeit, die Schienen zu unterqueren. Wir nehmen diesen Weg und laufen im Industriegebiet an allerlei Müll vorbei auf die Eisenbahnbrücke, die über die Mosel nach Pfalzel führt.

05-DSC00961Es ist diesig heute. Die Sonne eine helle Scheibe. Temperatur um den Gefrierpunkt. Da sind meine kurzen Tights reichlich optimistisch, wie ich auf der Höhe gespürt habe, wo auch noch leichter Wind kühlt. Aber wenigstens sind die Waden nicht kalt, angesichts der Kompressionsstrümpfe, die ich zur Feier des Tages übergezogen habe.

07-DSC00966Zurück geht es heute nicht an der Mosel entlang, sondern durch Biewer in den Weißhauswald. Immer wieder schön. Die Naturwege viel angenehmer als der Asphalt davor. Und die Ruhe ist eh ein Genuss.

08-DSC00969Ob Christoph und Achim das auch wahrnehmen, weiß ich nicht. Denn die beiden haben heute offenbar Quasselwasser zum Frühstück getrunken. Ohne Unterlass wird da gequatscht. So ist es, wenn ein Landschaftsplaner und ein Stadtentwickler zusammentrefffen, die auch noch einige Projekte gemeinsam betreuen.

09-DSC00971Ohne Ausblick vom Felsenpfad geht ein Ausflug durch den Weißhauswald natürlich gar nicht.

11-DSC00976Und so nehmen wir den Anstieg hinauf und genießen den Blick hinunter.

10-DSC00975Die Silhouette von Trier hat bei diesem Wetter einen eigenen Reiz.

12-DSC00978Hinunter geht es, dann über die Kaiser-Wilhelm-Brücke und moselaufwärts, wo der Herzhintern grüßt, den ich  gestern im Blog von Anne schon gesehen hatte.

13-DSC00979Durch die Hohenzollernstraße und die Kleingartenanlage Tempelbezirk führt der Weg nach Olewig. Wie mir Christoph am Donnerstag doziert hatte, hält dieses Gebiet weltweit den Rekord für hochwertige archäologische Funde auf so kleinem Areal.

21 Kilometer sind geschafft, als wir Achim und Christoph das Kleine Biest hinaufschicken. Marcel will heute drei Stunden laufen. Ich habe mir 28 Kilometer als Ziel gesetzt. Weiter also zu einer schönen Runde im Tiergartental. Der Wald wartet auf den Frühling. Es ist fast körperlich zu spüren. Auch mich dürstet, nicht nur nach wärmeren Temperaturen. Der Trinkgürtel leistet also gute Dienste. Und auch mein Begleiter ist froh über einige Schlucke Wasser, die ich ihm anbiete.

14-DSC00984Dann trennen sich unsere Wege. Marcel wird nochmal den Kleeburger Weg hochlaufen und von dort den Heimweg in die Güterstraße antreten. Ich stapfe das Große Biest hoch und genieße die Wärme, die der Schieferuntergrund sofort speichert. Dazu braucht es nur einige Sonnenstrahlen. Und die vergolden mir die bewusst erlebte Überschreitung der 100er Marke.

15-DSC00990Aber was ist das? Noch so ein Herzhintern! Na ja, am Fuße des historischen Kreuzes über dem Tiergarten brauche ich das nicht unbedingt.

16-DSC00992Noch ein guter Kilometer bis Nachhause. Jetzt reicht es dann aber auch. Ein schöner Lauf, eine schöne Woche!

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02:41:14
05:45 min/km
457 m

 

13 – 22 – 19

Schwere Beine, Dauergrinsen und die Freude über einen Tag selbst verordnete Laufpause. So lässt sich in aller Kürze mein Gemütszustand beschreiben nach drei Laufeinheiten in zwei Tagen. Meine Wochenilometerzahl liegt damit schon bei 74 – und wenn am Samstag wirklich nochmal 27 hinzukommen, werde ich wohl einen neuen persönlichen Rekord aufstellen.

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Die Sonne strahlt an diesem Mittwochvormittag vom Himmel. Da steht außer Frage, dass nach einem Tag Sightseeing in Köln die Laufschuhe geschnürt sein wollen. Meine gelben Trabuco hatten sich so sehr über den Ausflug am Montag durch das Unterholz gefreut, dass sie fast automatisch wieder den Mattheiser Wald anpeilen.

01-DSC00903Da bis zum gemeinsamen Mittagessen mit der Familie nur 1,5 Stunden Zeit sind, verwerfe ich die Pläne für eine weite Runde über Konz-Roscheid und nehme am Weingut von Nell den Weg hoch in Richtung Heiligkreuz, am noch frostigen Anglerteich vorbei, weiter hinauf zum Hofgut Maria Hof.

02-DSC0090603-DSC00907Nach dem Hundesportplatz noch zwei Kilometer weiter und dann einen krassen Trail hinunter ins Goldkäulchen.

04-DSC0090805-DSC00911Zurück geht es diesmal nicht über die Kernscheider Höhe, sondern wieder hinunter in den Tiergarten, wo auf  Mountainbike-Fahrer zwei natürliche Wegesperren warten. Bitte nicht zu schnell also!

07-DSC0091508-DSC00916Ach ja, nach gefühlt Jahren laufe ich erstmals wieder zu Musik. Gar nicht so übel. Culcha Candela und die Fantastischen Vier sind meine Favoriten. Hip-Hop und deutscher Rap-Gesang. Das passt gut zum Laufen.

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Meinem Schatz habe ich gerade angeboten, am späten Nachmittag nochmal eine ruhige Runde gemeinsam zu laufen, als Christoph anklopft. Ob ich nicht Lust habe, mit ihm vor dem Mittwochslauftreff ein Stündchen voranzustelllen und dann noch ganz ruhig mit der Gruppe zu laufen?

09-DSC00918Ja, wenn es nicht zu flott wird, höre ich mich sagen, obwohl ich schon ahne, dass das mit dem ruhigen Laufen nichts werden könnte. Und tatsächlich kommt es, wie es kommen muss: Herr Lauftreffleiter verschätzt sich bei der Runde über Tarforst, Avelertal – hier wird mit viel Aufwand der Aveler Bach renaturiert – und Kürenz erheblich. Ich gebe meine Bedenken nicht wirklich deutlich zur Kenntnis. Und schon werden die letzten fünf dieser zwölf statt zehn Kilometer zu einem Tempodauerlauf.

Dennoch ist die Lauftreffgruppe schon weg, als wir um zehn Minuten verspätet am Treffpunkt ankommen. Sie sind auf den Petrisberg gelaufen, wie ich später von meinem Schatz erfahre. Dumm nur, dass Christoph und ich den Trupp genau in der anderen Richtung vermuten, so dass wir bis zur Moselschleuse bei Konz laufen und am Fluss entlang zurück. 22,23 Kilometer sind es am Ende. Meine Beine, wer hat die einbetoniert?

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Dass ich heute mit meinem Arbeitskollegen Oliver eine Verabredung hatte, ließ sich nur schwer ändern. Aber da sich auch Dominik angekündigt hatte, kam das eh nicht in Betracht. Bedingung: keine schnelles Tempo bitte.

10-DSC00919Um 9 Uhr kommt also mein junger Lauffreund den Berg heraufgespurtet. Er hat immerhin schon mehr als drei Kilometer hinter sich, bevor wir gemeinsam weiterlaufen. Wieder hinauf nach Tarforst. wo wir 30 Minuten später mit Oliver verabredet sind. Oberhalb vom Weingut Schleimer werden Weinberge mit neuer Erde planiert.

Vor allem die Hüftbeuger zwicken nach den hügeligen 35 Kilometern vom Vortag ordentlich. Aber sobald die Muskulatur warm ist, geht es erstaunlich gut.

12-DSC00924Oliver ist sofort auf dem Sprung, als wir bei ihm klingeln. An so einem sonnigen Morgen müssen wir einfach hinauf auf den Heidenkopf und weiterhoch zur Schell.

13-DSC00925Eine wie immer traumhafte Aussicht belohnt für die verbrannten Kalorien.

11-DSC0092114-DSC00935Das ist auch bei der ehemaligen Fluchtburg auf Naumett so, wo wir uns eine kleine Pause gönnen, um über Waldrach und das Ruwertal zu blicken.

15-DSC0093716-DSC00938Vor 14 Tagen lag hier im Schatten noch reichlich Schnee. Der bewaldete Hang, an dem wir nun entlanglaufen, hat den interessanten Namen Gotterberg. Die gefrorenen Pfützen und skurrile Eiszapfen dokumentieren die Kälte, die auch unsere Nasen am Laufen hält.

17-DSC00944Diese fünf Kilometer lange Runde bis zum Wegekreuz des Saar-Hunsrück-Steigs, die uns Birthe im Herbst gezeigt hat, ist längst eine meiner Lieblingsstrecken. Auch wenn hier ordentlich Höhenmeter zu bewältigen sind. Faszinierend, wenn auf der einen Seite des Weges lichtdurchfluteter Laubwald die Augen verwöhnt, auf der anderen Seite der dunkle Nadelwald den Tieren Zuflucht bietet.

19-DSC00946Oliver schlägt sich tapfer. Für ihn ist das sicher eine herausfordernde Routenwahl. So schlägt er vor, nun den direkten Weg hinunter nach Tarforst zu suchen. Auf diesem Verbindungsstück zum Wanderweg war ich noch nie. Es bietet eine prächtige Aussicht. Und im Wald hält sich der letzte Flecken Schnee des Winterfrühlings.

18-DSC00945Nachdem wir unseren durchschwitzten Trainingsanzugträger bei ihm Zuhause abgeliefert haben, suchen wir für den Rückweg den Trail, dessen Einstieg wir auf dem Hinweg entdeckt hatten. Ein steiler Weg an einer wunderbar grün leuchtenden Natursteinmauer entlang führt hinunter ins Tal. Jetzt noch ein Kilometer auf dem Radweg, dann ist auch diese 19 Kilometer lange Tour bewältigt.

20-DSC00949Jetzt ist aber genug. Morgen gönne ich mir definitiv eine Laufpause. Und dennoch: Es fühlt sich gut an 😉

 

 

 

 

Neuer Anlauf

DSC00676Nun soll es also wieder wie gewohnt weiterlaufen. Nach dem langen Lauf am Samstag startet die Vorbereitung auf die Ziele des Jahres 2013. Vorläufiger Höhepunkt wird der Eifelmarathon am 9. Juni sein, bei dem erstmals eine Ultravariante über 51,4 Kilometer lockt.

Bis es soweit ist, werden noch viele Trainingskilometer notwenidg sein – vorwiegend durch hügeliges Gelände, den der Eifelmarathon ist ein Landschaftslauf mit vielen Höhenmetern. Genau das richtige also, um in den Ultrabereich vorzustoßen.

DSC00679Letzter Vorbereitungslauf wird aber der flache Mittelrheinmarathon am 26. Mai sein. Und davor gibt es noch einen Trainingsmarathon. Es wird also spannend.

Heute morgen schien übrigens überraschend die Sonne. Und so machte es auch nichts, dass ich für den 10er zu den Mattheiser Weihern in ungewohntem Schwarz gelaufen bin.

DSC00681Im Tiergartental konnte ich damit weder die große Gruppe Hund mit Gassigehern verschrecken, noch die Arbeiter, die ab sofort damit beschäftigt sind, den gesperrten Weg wieder befahrbar zu machen.

Hier noch die Bilanz der vergangenen Woche. Es geht aufwärts.

 

Deine Woche

Hier siehst du deine sportlichen Aktivitäten im Vergleich zur Vorwoche.

letzte Woche vorletzte Woche Differenz
Anzahl deiner Sessions 4 2 2
Zurückgelegte Distanz 52,73 km 16,70 km 36,02 km
Durchschn. Distanz/Session 13,18 km 8,35 km 4,83 km
Durchschn. Dauer/Session 1h 14m 55s 0h 48m 44s 0h 26m 11s
Verbrannte Kalorien 3169 kCal 1010 kCal 2159 kCal

 

 

 

Es läuft noch

Ideale Bedingungen heute früh, um wieder in längere Distanzen zu starten. 20 Kilometer sollten es sein, so mein Vorsatz, mit dem ich mich kurz vor 8 Uhr bei -2 Grad zum Olewiger Sportplatz aufmache.

DSC00632Christoph, unser Lauftreffleiter, muss leider krankheitsbedingt passen. Aber Achim, Marcel und Rudi sind da. Großes Hallo. Vor allem mit Marcel, denn wir sind in diesem Jahr noch gar nicht gemeinsam gelaufen. Er ist voll im Training, aber auch Achim und Rudi haben nichts gegen den Vorschlag, auf die Höhe zu laufen, der Sonne entgegen.

DSC00637Vom „Tiefschnee“ am Mittwoch ist nicht mehr viel da. Vor lauter Gequassele mit Marcel – ja, er wird mit mir Mitte Juni den ersten offiziellen Ultra beim Eifel-Marathon in angriff nehmen – verpasse ich die moderate Aufstiegsvariante zum Heidkopf. So müssen wir also den steilen Tarforster Kreuzweg hinaufschnaufen. Ist aber gar nicht so schlimm wie befürchtet.

DSC00645Hier oben haben sich auf den Wegen noch große Schnee- und Eisplatten gehalten. Vorsicht ist also angesagt. Bei unserem moderaten Tempo kann aber eh nicht viel passieren.

DSC00640Über die Höhe und dann den wunderbaren Weitblick auf den Hunsrück genießen, bevor wieder Aufmerksamkeit gefragt ist. Denn auf der Abzweigung Richtung Fluchtburg liegt doch noch erstaunlich viel Schnee.

DSC00647So wird diese 5 Kilometer lange Schleife oberhalb des Ruwertals zu einem echten Winterlauf. Vor allem in den schattigen Waldpassagen ist der weiße Untergrund noch richtig weich und tief. Das geht mächtig in die Beine, macht aber rieig Spaß – zumindest mir.

DSC00653Grandios, wie leichtfüßig zwei Rehe vor uns über den Weg den Berg hinauf springen – federn wäre eigentich das bessere Wort. So leichtfüßig und sprunggewaltig müsste man sein …

DSC00648Am Einstieg zum Saar-Hunsrück-Steig-Abstieg ins Ruwertal spuckt uns der Wald wieder aus. Die Oberschenkel glühen, zumal gerade der letzte Kilometer bergauf durch den weitgehend ungespurten Schnee Kraft gekostet hat. Achim und Rudi kündigen auch deshalb an, sie würden nun gerne auf dem direkten Weg nach Hause laufen.

DSC00656Dagegen spricht nichts, zumal wir schon fast zwei Stunden unterwegs sind. Ich will aber Marcel nicht alleine auf den Weg nach Trier-Ost schicken, und sol begleite ich ihn noch auf den Petrisberg, nachdem sich Rudi und Achim an der Uni verabschiedet haben.

20 Kilometer haben wir jetzt schon auf der Uhr. Meine Beine signalisieren nun langsam, dass sie ihren letzten langen Lauf vor vier Wochen hatten. So ganz spurlos ging die lange Pause auch nicht an ihnen vorüber. Marcel dagegen ist wirklich fit und zeigt es mir auch am letzten Berg hinauf zum Panoramaweg Sickingenstraße.

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Am Ende der Wohnbebauung verabschiede ich mich von Marcel und trabe über hier matschige Sonnenwege hinab ins Tal. Die Ration Rosinen tun vor den letzten beiden Kilometern gut.

DSC00665Noch ein Kilometer. Rums. Da mache ich mich lang. Ein umgebogener Drahthering am Rand des Weinbergswegs stellt mir ein Bein. Nichts passiert, aber Hose, Jacke und Handschuhe sind vom Schlamm, in dem ich gelandet bin, versaut. Da bekommt die Waschmaschine also etwas zu tun.

DSC00667Mit schweren Beinen ist nach 24 Kilometern das Ziel erreicht. Die Familie hat lange geschlafen und richtet gerade das Frühstück. Auch das passt also. Und danach noch shoppen in Trier. Ein neues Skateboard für den Jüngsten, der nun ein großes Board braucht. Und – auf Drängen meiner Liebsten – allerlei Frühlingsklamotten für mich. Für sie nicht ganz so viel. Um meinen Laufschuhdealer mache ich bewusst einen großen Bogen.  Die neuen Straßenschuhe müssen noch ein wenig warten …

Schmerzen? Nein. Nur schwere Beine. 😀

Zeit: 2:43:51
Zeit in Bewegung: 2:28:03
Elapsed Time: 2:43:51
Ø Pace: 6:48 min/km
Avg Moving Pace: 6:09 min/km
Beste Pace: 4:21 min/km

Laufen macht glücklich!

Heute ganz plakativ und klar: Laufen macht glücklich!

DSC00571Wer anderer Meinung ist, sollte mal zweieinhalb Wochen Pause von seinem Lieblingshobby machen und dann wieder beginnen. Die Ausschüttung von Glückshormonen wird im Sport natürlich noch einmal verstärkt.

DSC00567So freue ich mich noch heute über den schönen Gesellschaftslauf in Schweich. Und als heute Morgen dann auch noch der erste Lauf mit allen Steigungen und Rampen auf den Petrisberg so richtig beschwerdefrei Spaß gemacht hat, war der Tag für mich definitiv gerettet.

DSC00574Den Ärger, der im Büro auf mich lauerte, habe ich einfach nicht an mich heran gelassen. Und dass es inzwischen auch im Moseltal schneit lässt mich zwar ein wenig mit dem Kopf schütteln. Ein wirkliches Problem ist es nicht.

DSC00575Morgen ist eh Rumpfstabi angesagt. Und am Mittwoch soll ja sogar die Sonne wieder scheinen. Dann ziehe ich aber wieder Handschuhe an … 😉

 

Nachschlag

Nochmal Schnee in Trier. Dann also der vierte Tour in Folge. Da passt es gut, dass ich noch frei habe und die Gelegenheit nutzen kann, mit dem Lauftreff unterwegs zu sein.

DSC00240Angesichts des Schneefalls haben bis auf Christoph und Laufphilosoph Werner – optimistisch wadenfrei und ohne Mütze – allerdings alle gekniffen.

DSC00244Durch den Grünzug der ehemaligen Landeslehr- und Verssuchsanstalt also ins Tiergartental.

DSC00245Wunderbar weiß die Weg. Gedämpft der Tritt. Im Wald knirscht es unter den Sohlen. Ein Wintertraum. Für Werner nehmen wir etwas das Tempo heraus. Für ihn ist es dennoch flott, vor allem die Serpentinen hinauf auf die Kernscheider Höhe.

DSC00248Christoph läuft eine kleine Extrarunde, bis unser Nachzügler den Berg heraufkommt. Eine schöne Gelegenheit, meinen Lieblingsbaum mal mit Läufer abzulichten.

DSC00249Dann geht es an dem neuen Wanderschild vorbei hinunter ins Goldkäulchen. Winteridylle, wunderbar zu laufen. Lediglich auf dem Trail hinauf zum Hundesportplatz müssen wir extrem aufmerksam sein, weil der von Pferden und Wildschweinen durchpflügte Matsch gefroren ist und unter der dünnen Schneedecke darauf wartet, bei unachtsamen Läufern die Bänder und Knöchel zu malträtieren.

DSC00254Es geht aber alles gut, so dass wir über Mariahof und dem wenig Panorama bietenden Panoramaweg bis zu dem schmalen Weg laufen können, der wieder hinunter ins Tiergartental führt.

DSC00255An der Brücke zum Kandelbach verabschiedet sich Werner erleichtert. Für ihn war es eine fordernde Runde. Ich würde nun auf direktem Weg nach Hause laufen, aber Christoph schlägt vor, die Variante durch die Weinberge zu nehmen. Also auf zum Amphitheater! Das steile Stück Straße hoch bis zur Einmündung des Weinlehrpfads. Ich kann mich gar nicht daran erinnern, dass es hier so lange hinauf geht. Normalerweise bin ich ja in der anderen Richtung hier unterwegs.

Aber die Beine fliegen. Es macht richtig Spaß, mal wieder fast am Anschlag zu laufen. Der Schnee stört nicht. Immer wieder könnte ich jubeln, wie sehr die Kontakktlinsen das Laufen bei Regen, Schnee und überhaupt erleichtern. Nichts beschlägt. Freie Sicht, die allerdings von der hereinbrechenden Dunkelheit doch etwas beeinträchtigt wird. Aber das Restlicht genügt bis nach Hause.

Das war gestern. Heute wirklich ein Ruhetag. Angesichts des grauen Wetters fällt das leicht.

Distanz 16.80 km

Dauer 01:47:19

Ø Pace 06:23 min/km

Höhenmeter (aufwärts/abwärts) 312 m / 315 m