Verlockender Ausblick

Die Urlaubswoche hat gut getan. Das merkt man besonders am Ende des ersten Arbeitstages, der nicht enden will. Wenn sich die Schultermuskulatur nach zehn Stunden am Rechner zunehmend hart zeigen. Wenn aber die zuvor monatelang rumorende Leiste still hält. Auch am zweiten Tag nach dem ungeplant langen Lauf.

Die Perspelitven sind verheißungsvoll. Auch wenn ich auf das heute montierte Schild an meinem zukünftigen Büro schaue. Besser die 119 als die 110, oder?

Chefreporter

Das richtige Wasser

Mineralwasser ist nach wie vor der beste Durstlöscher. Entweder pur. Oder nach einem Lauf gerne auch mal als Schorle, mit einem Drittel Saft gemischt.

Nachdem ich von einem für Babynahrung bestens geeigneten Wässerchen auf ein besonders mineralreiches aus der Eifel umgestellt hatte, waren Wadenkrämpfe kein Thema mehr. Inzwischen trinkt die ganze Familie das „Mineralienwunder“, dessen Werbeabteilung auch mit dem selbst verliehenen Prädikat „Deutschlands Magensium-Meister“ auf Konsumentenfang geht.

1-logo_TVbewegt_nürburgquelleDa freut es mich natürlich, dass die Quelle mit der Nürburg im Namen ab diesem Monat mein Laufportal als Sponsor unterstützt. Die Aktion „Der TV bewegt!“ als intensive Gruppenvorbereitung auf den Trierer Stadtlauf sollte also in sicheren Tüchern sein. Und dafür dürfen die sogar auf das Logo.

Wie sind Eure Erfahrungen mit Mineralwassern?

Was trinkt ihr vor, bei und nach dem Laufen?

go straight

Heute ganz früh also der Termin beim Orthopäden, nachdem mich in den Wochen davor nur der Urologe gesehen hatte. Im Behandlungszimmer ein Geselle, der mich sofort an das unseren lieben DocRunner erinnert hat. 😉

Foto 1Dann also ein wie immer sehr freundliches Gespräch. Leidensgeschichte erzählt. Ab auf die Behandlungsliege. Mal hier getastet, mal dort das Bein verdreht. Füße sind gleich lang, Muskulatur normal. Keine Schmerzen …

Eine Hüftdysplasie kann also ausgeschlossen werden. „Weiche Leiste“ vermutlich auch. „Ich kann Sie nun durch die ganze Diagnostik-Maschinerie schleusen, um ganz sicher zu gehen. Aber wir können uns eine unnötige Strhelnbelastung auch ersparen und erst einmal sehen, ob die Besserung der vergangenen Tage sich fortsetzt?“

Wie würden Sie entscheiden? … Ich war ziemlich schnell wieder raus aus der Arztpraxis und mache erst einmal weiter in der Hoffnung auf zunehmende Besserung. Nicht ohne die Bemerkung meines Lieblingssportarztes im Ohr: „Schonung war das einzig Richtige in den vergangenen Wochen. Sie haben alles richtig gemacht.“ Na immerhin ….

Kurz und gut

Wenig Zeit am Morgen. Vielleicht ist das auch gut, denn mit neuen Schuhen sollte man erst einmal vorsichtig sein. Die leichten Mizuno Wave Ascend 8 durften auf den ersten sechs Laufkilometern ihres noch jungen Schuhlebens gleich den Matsch im Tiergartental spüren. Als Trailschuhe fühlten sie sich da in ihrem Element. Sehr griffig auf dieser nicht zu schweren Trailstrecke. Und die kurzen Abschnitte auf Asphalt störten auch nicht. Mal sehen, wie das bei nasser Straße sein wird.

DSC03412Zum ersten Einsatz kam die neue Adizero Climaproof Jacke. Ein nichts von Schutzmembran. Super leicht und bei 9 Grad sehr angenehm. Das wärmt nicht wirklich, hält aber Wind und Wetter ab von der Haut. Die Optik ist natürlich gewöhnungsbedürftig. Viel Form ist da nicht. Auch für dieses Teil wird der erste echte Regeneinsatz zur Bewährungsprobe. Eines ist allerdings schon jetzt klar: Das Teil trocknet wie nix.

DSC03407Morgen früh habe ich also nochmal einen Termin beim Doc. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass es nun gar nicht mehr wirklich sein müsste. Aber egal. Ich hoffe mal auf Tipps. wie ich Leistenprobleme in Zukunft vermeiden kann.

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Nummer 3

Auf den Weg in die läuferische Normalität … Der dritte Lauf in dieser Woche: die 7,5 Kilometer lange Runde durch den Tiergarten. Ich merke nun doch, dass meine Fitness deutlich gelitten hat in der wochenlangen Veretzungspause.

DSC03367Jedenfalls fühlen sich danach die Beine an wie sonst nach einer 11 oder 12 Kilometer langen Morgenrunde. Ist aber nicht schlimm. Ich weiß, dass die Fitness fast von alleine kommen wird, sofern ich weiterhin regelmäßig unterwegs sein kann.

DSC03368Der Sonnenaufgang bei dichter Bewölkung war ein Erlebnis. Im Wald ist mir dann ein Läufer entgegen gekommen, der mir in seinen schwarzen Tights, der gelben Jacke und der weißen Mütze wie ein Doppelgänger vorkam. Da wir in entgegengesetzter Richtung die Runde drehten, begegneten wir uns sogar ein zweites Mal und mussten beide ob dieser Doppelerscheinung lachen.

DSC03373Jetzt wieder zwei Tage Ruhe, nur nichts übertreiben. Und am Montag geht es dann wieder auf die Strecke. Dann soll ja auch das Wetter wieder besser werden und das Fest der Farben eine Fortsetzung bekommen.

DSC03377Euch allen ein schönes Wochenende!

 

 

Silberstreif

04-DSC03298Der Jauchzer hätte ein echtes Alpenecho verdient gehabt. So ließ der lautstarke Ausruf von Freude lediglich das Wild und vielleicht auch einige Spaziergänger aufschrecken, die an diesem späten Vormittag im Domherrenwald unterwegs waren.

10-DSC03281Es war kein beschwerdefreier Lauf. Aber zumindest war es seit Wochen die erste Runde, auf der ich zeitweise kein Ziehen in der Leiste gespürt habe. Ein überwältigendes Gefühl, als ich auf der Kernscheider Höhe angelangt war.

11-DSC03274 09-DSC03283 08-DSC03286Ich will nicht verschweigen, dass mir angesichts dieses etwas kräftigeren Silberstreifs am Horizont sogar ein paar Tränen über die Wangen liefen.

07-DSC03289Knapp sieben Kilometer mussten genügen. Ein Wiedersehen mit lieb gewonnenen Ausblicken und Landmarken. Und jetzt warte ich gespannt, wie der Körper reagiert. 06-DSC03292

05-DSC03293 Ich werde nichts übertreiben. Es scheint endlich eine Besserung in Sicht. All die guten Gedanken und das Daumendrücken meiner Lauffreundinnen und -freunde haben mit dazu beigetragen. Ich danke Euch dafür!

02-DSC03300 01-DSC03302Zu euphorisch will ich aber nicht werden ….

 

 

Rumpeltest

Meine besten Laufblogfreunde wussten es: Nach fünf Wochen komplett ohne Laufen sollte an diesem Wochenende ein moderater Text Aufschluss darüber bringen, ob ich wieder langsam daran denken kann, meine geliebten Morgenrunden zu drehen.

3-DSC03260Interessant, wie sehr alleine der Gedanke daran meine Gefühlswelt durcheinander wirbelt. Laufen ist wohl doch eine Sucht. Nach den Entzugserscheinungen der vergangenen Wochen glaube ich das wirklich. Und alleine die Aussicht auf einen Lauf nach dieser langen Zeit und die damit verbundene Sorge, dass es nicht funktionieren würde, hat mich doch sehr in eine innere Unruhe versetzt, vor allem am Morgen, in der Aufwachphase nach einer zum Glück ungestörten Nacht.

1-DSC03257Dass meine Leiste am Samstag schon nach dem Aufstehen zwickte, ist vielleicht auch ein Ergebnis dieser Angst vor dem misslungenen Neustart. Also kein Lauf am Samstag. Neuer Anlauf am Sonntag. Nur vorsichtig, Nur nicht zu lang. Und immer das Radar ganz nach innen gestellt.

Geliebter Tiergarten. Weiche Wege nach dem Regen. Üppige Natur.

2-DSC03259Nur fünf Kilometer. Nicht beschwerdefrei. Die Leiste zwickt merklich, mal links, dann auf beiden Seiten, dann wieder nicht. Bergauf geht gut. Die Kondition ist auch noch da, zumindest reicht es locker für das kleine Biest. Bergab mit besonders viel Vorsicht.

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Keine Überteibung. Locker gedehnt.

Fazit: Es geht noch nicht beschwerdefrei. Aber richtig schmerzhaft ist es auch nicht. Der Orthopäde wird mich in den nächsten Tagen wieder sehen, der Urologe hoffentlich nicht. Abwarten.

Jetzt wählen und dann ab in die Redaktion. Ein langer Abend. Es wird spannend, in mehrfacher Hinsicht.

Homeland

Gestern Abend leider vom Homeland-Fieber gepackt. Dank kompletter Staffel auf DVD wurde die Nacht ziemlich kurz. Seit langem mal wieder mit dem Gefühl aufgestanden, ich hätte noch eine Mütze Schlaf mehr vertragen können. Aber was soll’s. Frühstück für die Familie gemacht, Medikamente gechluckt – ja, immer noch -, Kinder in die Schule verabschiedet. Frau zu Arbeit und dann doch noch einige Schritte an der frischen Luft.

herbst 20131Das war schön und hat die Lebensgeister wirklich geweckt: Heimat statt Homeland. Und zur Belohnung gab’s auf dem ersten Kilometer des Saar-Hunsrück-Pfades sogar einige Sonnenstrahlen.

Unterm Kreuz

DSC03085Eine Weinlage im Trierer Tiergartental heißt Unterm Kreuz. Sie ist benannt nach dem Steinkreuz, an dem ich normalerweise mindestens zweimal wöchentlich vorbeilaufe und dabei jedesmal den tollen Weitblick bis in die Eifel genieße.

sommer 20131Na ja, mit Laufen ist es noch nichts. Aber der Weitblick ist dennoch schön, auch wenn wieder ein sonst kurzes Wegstück zur Stundensache wird. Und die Farben in der schräg stehenen Morgensonne sind einfach traumhaft. Die Natur stellt auf Herbstbetrieb um. Wobei es hier an der Mosel nochmal bis zu 30 Grad warm werden soll.

Ein Traum für alle, die in der Natur unterwegs sein können.