Eindeutig gelb!

samstahgslauf 081212 (8)Als ich vor drei Jahren unseren Fotoreporter, einige aktive Kollegen und mich selbst mit Laufjacken ausgestattet habe, war ich auch ein wenig stolz auf mich. Denn kaum jemand sonst wagte es damals, in so wunderbarem Gelb durch die Gegend zu joggen. Besonders in den Morgen- und Abendstunden, bei Nebel und Zwielicht wurden wir fortan zu laufenden Leuchtbojen: Nicht zu übersehen und auch wiedererkennbar – mit dem Signet „Der TV bewegt!“ auf Rücken und Brust.
Wenn also jemand versicherte, er habe am Morgen vom Küchenfenster aus gesehen, wie ich in 400 Metern Entfernung meine Joggingschuhe ausführte, entsprach das in der Regel den Tatsachen. Keine Verwechslungsgefahr. Und immer war die schön grelle Jacke für andere ein willkommenes Thema, um ein Gespräch zu beginnen.
Damit ist es nun vorbei. Nicht etwa, weil ich die Jacke nicht mehr trage. Ganz im Gegenteil. Aber plötzlich leuchtet es überall in den Weinbergen und Wäldern, auf Pfaden und Wegen. Das ist mir spätestens klar geworden, als beim Samstagslauftreff vier von fünf Teilnehmer in gelb erschienen sind.
So weiß ich nun also zum ersten Mal in meinem Leben, wie es sich anfühlt, ein Trendsetter zu sein. Allerdings stellt sich zunehmend die Frage, welche Farbe nun sinnvoll wäre, um werbewirksam etwas aus der Reihe zu fallen. Grün? Violett?? Rosa??? … Nein! Gelb bleibt eine schöne Farbe. Vielleicht lasse ich mir ja noch einen Spruch auf das gute Teil drucken: Ich war der Erste!

Wetter-Tourette

DSC00687Wie war Euer Ostern? Menschen mit einem Hang zur Ironie sollen das höchste Fest der Christen angesichts der dauerhaft tiefen Temperaturen wenig kirchenkonform in „Ei-nachten“ umbenannt haben. Wobei es an Weihnachten ja deutlich wärmer war als in diesen frostigen Frühlingstagen. Eisblumen statt Osterglocken, Schneeglöckchen statt Tulpen. Sogar die Palmkätzchen scheuen sich, ihre pelzigen Köpfe in die eisige Luft zu recken.
Aber wer ein echter Läufer ist, lässt sich von ein wenig Kälte nicht schrecken. Es lebe das Zwiebelprinzip bei der Wahl der richtigen Kleidung. Das Laufshirt aus Merinowolle wird noch nicht zu den Wintersachen geräumt. Gemeinsam mit der winddichten Jacke sichert es das Überleben bei der Tour durch die karge Landschaft.
Kahle Bäume und Büsche geben den Blick frei auf allerlei Müll, der illegal in die Landschaft gekippt oder vom Wind verweht wurde.
Aber die Bewegung an der frischen Luft tut gut – immer. Und wenn doch einmal die Sonne scheint, lässt sich die enorme Verspätung dieses Deutsche-Bahn-Frühlings fast vergessen. Dann ist es beinahe so, als wäre es Ende Februar: Der Winter scheint Abschied zu nehmen. Tut er es nicht, werden noch mehr Menschen am Wetter-Tourette-Syndrom erkranken. Symptom: unkontrollierbares lautes Fluchen beim Blick auf den Wetterbericht.

Kontaktlinsen-Frühling

Während der Winter den Nordosten Deutschlands und auch die Höhen von Eifel und Hunsrück in seinem frostigen Griff hält, stehen die Zeichen in den Tälern von Mosel und ihren Nebenflüssen eindeutig auf Frühling. Der Schnee ist dort Geschichte, was sich hoffentlich in den kommenden Wochen nicht mehr ändert. Angesichts der kühlen Temperaturen scheinen die Vögel fast verzweifelt die neue Jahreszeit herbeizuzwitschern, denn der astronomische Winter Frühling hat gestern begonnen.

Auf den Höhen streifen die Läufer und Walker noch vereinzelt und dick vermummt durch die Landschaft. Im Tal hat die derweil Rudelbildung begonnen. Immer mehr blanke Läuferwaden leuchten nach den dunklen Monaten bleich im trüben Tageslicht.
Privilegiert sind in diesen nassen Tagen alle Freiluftsportler, die gut sehen. Denn bei Regen und hoher Luftfeuchtigkeit fehlt Brillenträgern oft der Durchblick.

Böse Zungen behaupten ja, der würde mir so oder so fehlen. Aber zumindest macht es aus persönlicher Perspektive keinen Spaß, wenn Stock und Stein, Schlagloch und Bürgersteig durch beschlagene Gläser nicht mehr deutlich zu unterscheiden sind.
Antibeschlagsprays verdienen erfahrungsgemäß diese Bezeichnung nicht. Entweder versagt die Wirkung, oder der auf das Glas gesprühte Chemiecocktail reizt die Augen derart, dass die Sicht auch ohne Korrekturbrille nicht schlechter wäre.
Ein Hoch deshalb auf den Fortschritt! Weiche Tageslinsen sind ein Traum. Es gibt sie inzwischen auch für halb blinde Maulwürfe wie mich. Ich rufe deshalb eine neue Jahreszeit aus: Willkommen, Kontaktlinsenfrühling!

Kein Durchblick

„Brite überlebt dank Kontaktlinsenflüssigkeit“ – das ist so eine Meldung, die müde Gehirnzellen richtig auf Trab bringt. Warum hatte der Mann bei seinem Lauf in der australischen Wildnis Kontaktlinsenflüssigkeit dabei?

Der als leidenschaftlicher Läufer bekannte Rucksacktourist war bei Temperaturen um die 40 Grad zu einer Joggingtour aufgebrochen. Dass er sich alleine und ohne Handy oder Smartphone in unbekanntes Terrain wagte, lässt vermuten, dass er nicht gerade überlegt handelte. Gut, wenn einen die Lust aufs Laufen packt, dann setzt manchmal das Hirn etwas aus. Und 18-Jährigen fehlt auch noch ein wenig Lebenserfahrung.

Aber warum in Gottes Namen hatte er Kontaktlinsenflüssigkeit dabei? Offenbar in nicht zu geringer Menge, wenn das Trinken dieser Lösung ihn vor dem Verdursten retten konnte. Na gut, sein eigener Urin half auch noch ein wenig. Fünf Kilometer vom Ausgangspunkt seines Irrweges wurde der vollkommen entkräftete und dehydrierte Brite in letzter Minute entdeckt.
Er ist nun um eine Erfahrung reicher. Ob er allerdings den Hubschrauber sehen konnte, dessen Besatzung ihn ausmachte, glaube ich nicht. Denn für den eigentlichen Zweck, die Kontaktlinsen feucht und geschmeidig zu halten, dürfte nicht genug Flüssigkeit übrig geblieben sein.
Wetten! Für den nächsten Landschaftslauf in der Fremde hat er gelernt! Hoffentlich nicht nur, dass er eine größere Flasche Kontaktlinsenflüssigkeit mitnehmen muss!
Nicht vor dem Verdursten fürchten müssen sich die Teilnehmer am 2. Bitburger-Fährturmlauf in Schweich am 9. März. Startplätze dafür gibt es unter www.volksfreund.de/laufen

 

Nichts zu kamellen

Ansichten„Du brauchst mal einen neuen Kopf.“ Mit dieser Aussage hat mich meine Frau jüngst in Verwirrung gestürzt. Wie meint sie das? Ist ihr mein Aussehen nach den vielen gemeinsamen Jahren nicht mehr frisch genug? Oder meint Sie damit mein Gedächtnis, das mir vor allem im Bezug auf Namen Streiche spielt. Na gut, wohin ich meine Laufhandschuhe gelegt hatte, war mir vor kurzem entfallen. Und meine Uhr habe ich auch schließlich an einem Ort gefunden, wo ich sie ganz und gar nicht vermuten konnte.
Oder sollte es als Anspielung für die bevorstehenden närrischen Tage gelten, der auch Läufer nicht ganz entrinnen können. Zumindest dann, wenn sie am Samstag in Wasserliesch starten. Dort machen sich wieder reichlich närrische Gesellinnen und Gesellen auf, um beim 25. Fastnachtslauf in allen möglichen und unmöglichen Verkleidungen möglichst rasch und mit möglichst viel Spaß die Strecke zu bewältigen. Und damit es wieder ein ausgiebiges Schaulaufen wird, geht die närrische Hatz im nachmittäglichen Hauptlauf sogar über zwei Runden durch den Ort an der Mosel.
Ich persönlich werde dort nichts zu kamellen haben. Als berufsgeschädigter Journalist gehe ich der Narretei aus dem Weg und werde ganz unspektakulär eine ruhige, aber dafür etwas längere Runde drehen. So wird mir die Begegnung mit rennenden Hexen und Superhelden zwar entgehen. Bei den aktuellen Wetterkapriolen kann es aber durchaus sein, dass der eine oder andere Schneemann meinen Weg kreuzt.
Einen neuen Kopf werde ich dann übrigens nicht dabei haben. Muss auch nicht sein. Meine Frau meinte – den Kopf meiner Zahnbürste. Helau!

Wenn sich 14 Beine treffen

Mit besonderer Widmung an Anne die aktuelle Laufkolumne:

Läufer und Tierwelt. Das passt gut zusammen. Nicht nur, weil der Mensch streng wissenschaftlich gesehen die Tiergattung ist, die am weitesten laufen kann und nur dadurch im Laufe der Evolution seine außergewöhnliche Position auf diesem Planeten einnehmen konnte. Wer das nicht glaubt, sei an die ungleichen Wettrennen „Läufer gegen Pferd“ erinnert, die immer wieder für Schlagzeilen sorgen. Scheinbar überraschend gewinnt der Zweibeiner fast sicher, wenn die Distanz mehr als 30 Kilometer beträgt.
Da unsereins aber normalerweise nicht die Gelegenheit bekommt, in einem solchen Wettbewerb zu starten, konzentriert sich unser läuferischer Kontakt zur Tierwelt häufig auf die Begegnung mit Hunden. Manchmal auch mit Kühen. Das glauben Sie nicht? Als ich vor einigen Tagen gemeinsam mit einem Freund auf meiner Lieblingsstrecke im – nomen est omen – Tiergartental unterwegs war, stand plötzlich so ein Rindvieh vor uns und versperrte gemächlich grasend den Weg. Das Vieh hatte offenbar ein Gatter der benachbarten Wiese überwunden.
Nun war der Ort unserer Begegnung so eng, dass wir nicht an dem Tier vorbeikamen. So trabte die Hornträgerin träge vor uns hin, statt Platz zu machen. Nach einiger Zeit kam eine Frau mit ihrem Hund entgegen. Die erschrak sich offenbar heftig und nahm ihren nicht sehr großen Bello an die kurze Leine, als wolle sie verhindern, dass sich dieser auf das Fleckvieh stürzt. „Gehört die nicht zu Ihnen?“, rief sie uns zu, die wir just in diesem Moment an dem Rind vorbei kamen. Die eigentlich passende Antwort ist uns in diesem Moment leider nicht eingefallen: „Keine Angst, die will doch nur spielen!“ …
Weder Hunde noch Pferde noch Kühe werden uns hoffentlich am Samstag beim Deuluxlauf in Langsur begegnen. Auf den inoffiziellen Abschluss der Wettkampfsaison freue ich mich dennoch – tierisch!

Schlammschlachten

Um Schlammschlachten zu erleben, muss man kein politisch interessierter Mensch sein. Es ist auch nicht nötig, an einem Strongmanrun oder ähnlich martialischen Veranstaltungen teilzunehmen. Läufer wie du und ich müssen einfach weiterhin regelmäßig auf die Piste gehen.

Wenn der Herbst seine nasse Seite zeigt, verwandeln sich asphaltierte Laufpfade in Seenplatten. Noch schöner ist es allerdings, auf Schlammpfaden durch den Modder zu pflügen. Wenn es ordentlich aufspritzt und die Klamotten am Ende eines Laufes vor Dreck strotzen, steigt die Freude auf das nächste Mal. Ein guter Lauffreund hat es einmal so formuliert: „Jeder Schlammspritzer auf den Waden ist nach einem gelungenen Herbstlauf für mich wie eine Trophäe.“

Wer solche Trophäen nicht alleine sammeln will, dem sei einer der Crossläufe im Wittlicher Land empfohlen. Die Formulierung „Quick and dirty“ bekommt hier eine neue Bedeutung. Wem diese maximal knapp acht Kilometer langen Läufe zu kurz sind, für den bietet sich am kommenden Sonntag in Konz eine Alternative: Wahlweise geht es beim 37. Wurzelweglauf über zehn oder 15 Kilometer.

Bei dem Regen in diesen Tagen versprechen beide Varianten einen Großeinsatz für die Wurzelbürsten. Mitsamt Wasserbottichen stehen sie bereit, um nach dem Lauf den Dreck von den Schuhen kratzen zu können. Den Wurzelweglauf habe ich übrigens schon einmal gewonnen. Na ja, fast. Jedenfalls so lange, bis die Zeitnehmer bemerkten, dass sie mich in die Wertung für die Walker genommen hatten. Das wird dieses Mal wohl nicht passieren.

Vielleicht sehen wir uns ja am Sonntag!

Zauberhaft

Harry Potter ist kein guter Läufer. Wenn er schnell an einen anderen Ort kommen will, benutzt er seinen fliegenden Zauberbesen. Oder er „disappariert“, rauscht also entmaterialisiert durch Raum und Zeit wie einst Captain Kirk vom Raumschiff Enterprise.
Ich bin dazu nicht in der Lage; will das auch nicht. Zumal die mit dem Laufen verbrachte Zeit Erholung und Meditation bedeutet. Trotzdem habe ich etwas mit dem zaubernden Romanhelden gemeinsam!
Kennen Sie die „Karte des Rumtreibers“? Dieses magische Potter-Utensil zeigt auf wunderbare Weise, wo sich eine Person auf dem weitläufigen Schulgelände von Schloss Hogwarts befindet.
Als sich die Schriftstellerin Joanne K. Rowling das vor Jahren ausgedacht hat, waren Smart?phones noch Zukunftsmusik, ganz zu schweigen von den vielen kleinen Programmen, die es heute für iPhone und Co. gibt.
Einige dieser Apps genannten Applikationen sind speziell für Läufer gemacht. Und mein derzeitig liebstes Hosentaschenrechnerprogramm kann genau das, was die Karte für Rumtreiber kann: Sie zeigt bei Bedarf auf einer Karte live an, wo und wie schnell sich der sportliche Smartphoneträger fortbewegt.
Besser noch! Alle Freunde im sozialen Netzwerk können das verfolgen und unmittelbar motivierende Fanfarentöne, Händeklatschen, La-Ola-Wellen oder Sprüche an den Läufer schicken. Zauberhaft.
Bislang habe ich mir nur im Nachhinein angesehen, wer da wann und wie virtuell mit mir gelaufen ist. Eine spannende Sache. Wenn ich allerdings an den ein oder anderen nicht zitierfähigen Kommentar denke, der da schriftlich dokumentiert ist, dann werde ich wohl auch in Zukunft darauf verzichten, mir das während des Laufes mittels Kopfhörer ins Ohr rufen zu lassen. Das bewahrt mich ganz sicher vor dem Bedürfnis, sofort zu disapparieren.

Diese und weitere Laufkolumnen: www.volksfreund.de/laufen

Gemeinster Muskel der Woche

Jeder gesunde Mensch besitzt 656 Muskeln, die beim Mann etwa 40 Prozent, bei der Frau rund 23 Prozent der Gesamtkörpermasse ausmachen. Interessante Zahlen, auch wenn man beim Blick auf die durchschnittlich beleibten Passanten in einer ganz normalen Fußgängerzone daran zweifeln könnte.
Das Internet-Lexikon Wikipedia verrät zum Bewegungsapparat des Menschen noch mehr: Zum Beispiel, dass der Muskel mit dem größten Volumen sich am Gesäß befindet. Am stärksten ist der Kaumuskel (wer kommt da mit Blick auf Körperumfänge auf böse Gedanken?), am aktivsten sind die Augenmuskeln. Und der kleinste seiner Art ist der Steigbügelmuskel im Innenohr.
Der Titel „gemeinster Muskel“ ist nicht offiziell und auch nicht fest zugeordnet. Er kann von heute auf Morgen wechseln wie ein Wanderpokal. Und der geht in dieser Woche an den „Muskulus tibialis anterior“, auch vorderer Schienbeinmuskel genannt. Zuständig ist der für das Heben des Vorderfußes. Eine wichtige Funktion, besonders, wenn es bergauf geht.
Schmerzen in der Schienbeinmuskulatur sind eine typische Läuferverletzung, die nach Überlastung auftreten kann. Sie sind ein Anzeichen dafür, dass Schienbein- und Wadenmuskeln nicht im Einklang stehen, die Wade also möglicherweise kräftiger ist, als es sein Gegenspieler verträgt.
Warum all diese Erläuterungen? Na ja. Der Nürburgringlauf ist eine tolle Sache. Das ständige Auf und Ab verlangt den Startern aber viel ab, auch den mehr als durchschnittlich trainierten. Viele Grüße also vom gemeinsten Muskel der Woche.

Vorletzter!

Sprüche auf Laufshirts: ein gutes Thema das bedichtet werden sollte. In meiner aktuellen Laufkolumne im Trierischen Volksfreund habe ich das getan. Der kurzfristig und kurze Aufruf über Facebook, mir solche Trikotsprüche zu nennen, hat schnell ziemlich viel Resonanz erzeugt und mir gestern einige lustige Momente beschert. Danke dafür an alle.

Und hier der Kolumnentext, in dem zumindest einige Anregungen genannt sind. Die Textbegrenzung verhinderte leider, noch mehr zu nennen.

Nur überleben!

„Laufen mit Herz“, so war auf dem Shirt eines Sportlers zu lesen, der beim Maare-Mosel-Lauf in der Reihe vor mir auf den Startschuss wartete. Vielleicht war er ja für eine Koronarsportgruppe dabei. Fragen konnte ich nicht. Er war zu schnell?…
Was da alles werbewirksam oder witzig auf den Synthetik?leibchen von Läufern prangt, ist wirklich beachtenswert. „Der TV bewegt!“ – na klar, dieses Wortspiel geht regelmäßig mit mir auf die Strecke. Sofern Sportler nicht ihrem Verein, einer Benefizaktion oder ihrem Sponsor huldigen, sind Finishershirts von erfolgreich überstandenen Wettläufen beliebt, je bunter, je länger und exotischer der Lauf, umso besser.
Mit humorvollen Sprüchen ließe sich derweil ein ganzes Buch füllen: „Quäl dich, Du Sau!“ ist ein Klassiker – „Eigentlich wollte ich nur Brötchen holen gehen …“ bei einem Marathon allerdings deutlich kreativer. „Zeit egal, überleben ist das Ziel“ zeugt von einer realistischen Selbsteinschätzung. „Wer nicht kotzt, läuft nicht am Limit“ ebenfalls, dokumentiert allerdings auch einen gewissen Leistungsdruck.
„Ich bin Dein schlechtes Gewissen“ als Trikotspruch ist wohl mehr für einen Lauf in bevorzugten Revieren behäbiger Gassigeher geeignet. „Überhol’ doch, Du Angeber!“, „Schnell kann jeder“ oder „Ich keuche nicht, das ist mein Turbo!“ spricht für einen gewissen Hang zur Ironie, „Man kann im Schweiß nicht ertrinken“ ebenso. Mein persönlicher Favorit unter den Trikotsprüchen? Der hat nur ein Wort: „Vorletzter!“

 

Und weil es hier keine Beschränkung gibt, noch einige Sprüche mehr:

  • Wer läuft, ist nur zu faul zum fahren!
  • Überhol doch, du Angeber!
  • Schnell kann jeder!
  • Aufgeben kann man bei der Post
  • Mach# es wie ein dummes Pferd: Denk nicht nach, laufe!
  • Hetz mich net
  • Wenn Du das liest, binich nicht Letzter!
  • Es gibt keine Verlierer, nur den langsamsten Gewinner!
  • Darüber nachenken, ob man laufen sollte, verbrennt genau 0 Kalorien!
  • Wenn Du das lesen kannst, läufst Du in die falsche Richtung! (Auf der Vorderseite des Shirts)
  • … running gag
  • Der Schmerz vergeht, der Stolz bleibt
  • running sucks
  • Das Wort Vegetarier kommt aus dem Indianischen und heißt: Zu blöd zum Jagen.
  • Irgendwer muss ja Letzter werden
  • Einige nennen mich uns Jogger … wenn die wüssten

 

to be continued…