Schneelauf für Menschen in Not

Zwar gibt es Stimmen, die Aktionen wie den „Run for the Philippines“ kritisch betrachten. Den Vorwurf, man wolle damit seine eigene Leistung als Läufer und Spender in den Vordergrund stellen, anstatt in aller Stille etwas gegen die Not zu tun, kann ich nicht teilen. Denn was zählt, ist die Mobilisierung möglichst vieler Menschen für die gute Sache. Und wenn es dann viele Läufer sind, die Gutes tun, um so besser.

DSC04253Meinen Morgenspendenlauf heute musste ich jedenfalls nicht allein machen. Dominik hatte gestern Abend noch angekündigt, mich zu begleiten. Und so machten sich heute um 7.45 Uhr zwei gelb bekleidete Männer im Schneeregen auf den Weg zu den Mattheiser Weihern.

DSC04256Auf den Höhen des Petrisbergs kündete ein Hauch von weiß davon, dass es in Eifel und Hunsrück heute mehr schnee gegeben haben muss. Und das ein oder andere Auto mit zehn Zentimeter weiße Pracht auf dem Dach bestätigte diese Annahme.

DSC04259Es wurde ein schöner Lauf. Gut elf Kilometer für mich, 16 Kilometer für Dominik, der in Trier-Nord gestartet war. Wir werden spenden, für jeden Kilometer. Und wenn mich nicht alles täuscht, wird da in ganz Deutschland viel Geld zusammenkommen, um den armen Menschen auf den Philippinen zu helfen.

DSC04262Wer es uns nachtun will: Hier geht’s zum gemeinsamen Spendenkonto: https://www.aktion-deutschland-hilft.de/de/aktiv-helfen/interaktiv-helfen/starte-deine-spendenaktion/?hptitle=run-for-the-philippines

 

 

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Lauft weiter!

cropped-Der-TV-bewegt1.jpgNiemand, der jemals an einer größeren Laufveranstaltung teilgenommen hat, ob aktiv oder als Zuschauer, kann von dem furchtbaren Anschlag beim Boston-Marathon unberührt bleiben. Es entstehen Bilder im Kopf. Was wäre gewesen, wenn?… Diese unheilvollen Vorstellungen und vielleicht sogar Angst werden all jene begleiten, die am Wochenende zum Beispiel in Hamburg oder Leipzig an der Startlinie stehen.
Brutal, menschenverachtend, verwerflich – es lassen sich noch mehr Adjektive finden für jene, die das Blutbad zu verantworten haben und eine friedliche und die Menschen vereinende Veranstaltung zu einem Symbol für Ohnmacht und Terror gemacht haben.
Dennoch dürfen sich Veranstalter und Sportler nicht zu sehr von Boston beeinflussen lassen. Sonst hätten der oder die Attentäter ihr Ziel erreicht. Der Laufsport bringt Menschen zusammen. Er darf nicht zum Spielball für Ideologien und Politik werden.
Lauft weiter! Nur das kann die Konsequenz sein. Wir stehen als Läufer zusammen, auch wenn wir nicht immer gemeinsam unseren Sport betreiben. Runners united to remember Boston – dieser Aufruf im sozialen Netzwerk Facbook hat bereits 65?000 Freunde gefunden. Es werden in jeder Stunde mehr.
Auch wir laufen weiter: „Der TV bewegt!“ ist das Motto für die Aktion, bei der sich ab sofort  wieder 60 Frauen und Männer aus der ganzen Region auf den Internationalen Trierer Stadtlauf am 30. Juni vorbereiten. Sie treffen sich zum gemeinsamen Training, haben Spaß, feilen an ihrer Lauftechnik und arbeiten daran, ihr persönliches Ziel bei dem traditionsreichen Lauf durch die Stadt Trier zu verwirklichen. Wir laufen weiter!

Die wöchentlichen Trainingspläne sind im Internet auf dem TV-Laufportal abrufbar : www.volksfreund.de/laufen/stadtlauf

Wut und Trauer

Die Nachricht von den Bombenexplosionen in Boston haben mich gestern am Abend kalt erwischt. Irgendwie unwirklich. Das liegt vor allem daran, dass mich seit einigen Tagen dem Roman „Boston Run“ von Frank Lauenroth als Hörspiel fesselt. Ich war also quasi auf der Strecke, als die Bomben hochgingen.

Welch ein Trauma. Wut und Trauer! Wie können Menschen nur so verblendet und irregeleitet sein, so etwas zu tun.

DSC01092Mein erneuter Testlauf für die malträtierte A-Sehne wurde also heute früh zu eine Art Gedächtnislauf für die Opfer, Verletzten und Angehörigen der unmittelbar betroffenen. An dem Aufruf zu einem solchen Lauf haben sich heute bereits 50 000 Menschen angeschlossen.

Das Moseltal hatte sich passend in dichten Nebel gehüllt. Gut, dass sich Dominik kurzfristig für die 10er-Runde angeschlossen hatte. So konnten wir Gedanken und Gedenken austauschen.

DSC01093Der Lauf selbst  – zum ersten Mal in kurzer Tight und nur mit Shirt in diesem Jahr – wurde also ein guter. Und die Sehne machte auch keine größeren Probleme. Ganz ausgestanden ist die Sache aber noch nicht. Das wird vermutlich noch etwas länger dauern. Also: immer ein Tag Pause zwischen den Läufen, nicht zu weit, und danach immer schön kühlen. Dann wird das schon wieder.

Dilettanten-Yoga und schlimme Unfälle

Gymnastikübungen  sollten für jeden Läufer mit zum Trainingsplan gehören. Davon war nicht nur in diesem Blog schon häufiger die Rede. Vor kurzem habe ich beim Turnen auf der Matte vor dem Fernseher aus dem Morgenmagazin gelernt, dass Yoga gar nicht so entspannend ist, wie es das Vorurtie predigt. Viel Übungen für Rumpfstabilität und Koordination, die dort als Yoga vorgestellt wurden, gehören auch zu meinem Programm. Allerdings gestaltet sich der Übergang zwischen einzelnen Übungen nicht ganz so fließend, wie es sein müsste, um das Prädikat „Y“ zu bekommen.

Wichtiger ist es mir, zwischen den einzelnen Krafteinheiten eine in etwa gleichlange Entspannungspause einzulegen. So habe ich das von meinem Fitnessguru Jens gelernt. So war es dann auch heute Morgen, wo die Erkenntnis sich durchsetzte, dass die Liegestütz-Einlage wohl doch wieder häufiger gewählt werden will…

Draußen waberte derweil wieder bei Temeperaturen um den Gefrierpunkt der Nebel. Dass der auch etwas Positives hat, durfte ich dann aus der Tageszeitung – natürlich die meines Brötchengebers Trierischer Volksfreund – lernen. Demnach sind die Folgen der langen Zeit ohne Niederschläge in den Nebelgebieten für die Natur weitaus weniger dramatisch als in den Schönwettergebieten.

Daran mag etwas dran sein, denn auf meinen Lieblingsrunden ist die Erde doch einigermaßen feucht, massiv luftbefeuchtet sozusagen.

Ob der Nebel auch mit eine Ursache war für den grausamen Unfall heute früh auf der B51 bei Sirzenich, ist derweil noch unklar. Ein Mercedes ist kurz vor 8 Uhr auf die Gegenfahrbahn geraten und frontal in einen LKW gekracht. Der Autofahrer kann von dem verheerenden Aufprall nicht viel gespürt haben.

Die Hintergründe recherchiert derzeit ein Kollege. Es ist schon der zweite tödliche Frontalzusammenstoß bei Trier innerhalb weniger Tage. Hoffentlich wird das keine Serie!

Das Bild von einer der letzten Rosen in unserem Garten widme ich den Toten.

Kein Anschluss ….

Einen Tag wie heute sollte man mit einem schönen Lauf beginnen. Dabei ließe sich dann über das Leben, die zurückliegenden und die kommenden Jahre meditieren. Dass es nicht soweit kam, daran ist die Telekom Schuld. Das sagenhafte Versprechen, mehr Leistung für denselben Preis zu bekommen, war natürlich mit Fallstricken versehen. Denn aus dem versprochenen „Sie müssen nur an den Briefkasten gehen und den neuen Vertrag herausnehmen“ wurde leider nichts. Seit gestern funktionierte das Telefon nicht mehr. Internet war allerdings da.

Heute morgen also, bereits in Laufklamotten, der Versuch, die Sache mit der Umstellung der Telefonie auf IP schnell hinzubekommen. Installations-CD rein. „Verbindung zum Router nicht möglich“, obwohl eine Zeile darüber der Vermerk zu sehen war, dass der Steuerkasten erkannt ist. Anruf per Handy beim Service-Telefon des Anbieters. Weitervermittlung zu einem Callcenter in Ostdeutschland.

Der geduldige Mitarbeiter, der sich nach gefühlt einer halben Stunde Warteschleife mit meinem Problem befasst, hat ebendieses schnell erkannt: „Der Router, den sie da haben, macht immer bei der Umstellung Probleme. Sie sollten sich vielleicht einen neuen …“ Ich weiß, dass mein Zornausbruch nicht unbedingt den richtigen trifft. Aber der gibt sich nun noch mehr Mühe. Und nach weiteren gefühlt 30 Minuten habe ich unter telefonischer Anleitung doch wieder einen Festnetzanschluss. Und auch das Problem mit den angeblich nicht erreichbaren Notfallnummern ist gelöst.

Kaum funktioniert das Telefon wieder, ruft schon meine Mutter an, um ihre Glückwünsche loszuwerden. Ich fasse mich kürzer als ich sollte, weil ich noch rechtzeitig zum Lehrergespräch in die Schule von Sohn#2 eilen muss.

Also schnell noch eine Tasse Kaffee, raus aus den Laufklamotten. Rein in die Bürokluft und los geht’s.

… Meinen Geburtstagslauf mache ich nun morgen mit den Freunden vom Lauftreff. Garantiert. Selbst wenn das Telefon nicht funktionieren sollte. Und danach gibt’s einen schönen Brunch.

… bis dahin sind dann auch alle lieben Wünsche auf Facebook beantwortet.

Sandige Wege und tödlicher Unfall

Der Prachtherbst macht zunächst mal eine Pause. Zumindest ein Hauch von Sonnenaufgang darf ich dennoch erleben auf meinem Weg nach Ehrang. Ich habe meinem Kollegen Thomas versprochen, ihn in meinem Urlaub einmal auf einen Morgenlauf in seinem Revier in den Wäldern Auf der Bausch zu begleiten.

Zum Glück gibt es um 7.30 Uhr in den Herbstferien nicht den üblichen Stau von Olewig in Richtung Innenstadt, so dass ich den abgesprochenen 8-Uhr-Termin einhaltne kann. Die erste Abzweigung nach Biewer ist allerdings wegen „Vermessungsarbeiten“ gesperrt. Die eingezeichneten Markierungen, die ich dort später auf dem Rückweg bemerke, lassen auf einen schlimmen Unfall schließen. Und wie ich inzwischen weiß, ist dort heute am frühen Morgen ein 44-jähriger Rollerfahrer gestorben, vermutlich „abgeschossen“ von einem Autofahrer, der beim Einbiegen auf die Gegenfahrbahn kam.

Die Formulierung der Polizeimeldung lässt darauf schließen, dass der Unfallverursacher getrunken hatte. Was für eine üble Geschichte!

Bei unserem sehr schönen Rundlauf durch den Ehranger Wald auf wunderbar sandigen Wegen wusste ich davon zum Glück noch nichts. Na ja, dann hätten wir uns zumindest nicht so viel über die Arbeit unterhalten, mitten im Urlaub…

Die Strecke brachte mich dennoch auf die Idee für die nächste Laufkolumne.

Aber die gibt’s erst morgen…

Wettlauf gegen den Hungertod

Unvorstellbar, was da am Horn von Afrika passiert. Hunderttausende sind dort vom Hungertod bedroht. Es erinnert an die großen Hungerkatastrophen vor 30 Jahren, als Benefizaktionene wie Miserior oder „Brot für die Welt“ entstanden.

Nun ist wieder die Solidarität der wohlhabenden Menschen dieser Welt gefragt. Und für einen Verhungernden ist schon der Wohlhabend, der keine Probleme hat, seinen täglichen Nahrungsbedarf zu decken.

Doch nicht nur uns Erwachsene, sondern auch die Kinder bewegt die Situation in Afrika. Mein Sohn kam auf die Idee, etwas zu tun. Gemeinsam mit enem Freund sammelte er Mirabellen und Brombeeren in den Weinbergen und in unserem Garten und verschenkte sie gegen eine Spende an Passanten in der Passage im Treff in Trier. Bei der Infotafel durfte Papa einige Tipps geben und Zeitungsseiten heraussuchen. Und natürlich habe ich auch gerne Taxi für den improvisierten Verkaufsstand und die Spendensammler gespielt.

Die Reaktionen der Passanten war überwiegend positiv. Und so sammelten die beiden Jungs am Samstagnachmittag immerhin fast 50 Euro und haben sich vorgenommen, die Sache am Montag zu wiederholen.

Ich habe kurzerhand meinen langen Samstagslauf wieder zu einem Benefizlauf gemacht und steuere für jeden gelaufenen Kilometer einen Euro bei. Vielleicht finde ich dafür ja Nachahmer?

Wir spenden an Plan International, wo wir bereits die Patenschaft für ein Kind übernommen haben. Eine Spendenaktion eigens für Afrika wurde dort aktuell aufgelegt.

Aber natürlich gibt es noch zahlreiche andere Hilfsorganisationen die seriös sind.

Also liebe Lauffreunde: Lasst uns einen Beitrag zum Wettlauf gegen den Hungertod beitragen.

Motorradfahrer verletzt Joggerin im Weinberg

Nicht nur der blöde Vulkan in Island verhagelt zunehmend meine Laune. Auch Rowdies auf zwei oder mehr Rädern machen mich wütend. Inzwischen müssen sogar arglos in Weinbergen joggende Freizeitsportler um ihre Gesundheit bangen, wie diese Polizeimeldung zeigt. 👿

Waldrach,  Verkehrsunfall im Weinberg – Motorrad fährt Joggerin an
Diese Pressemeldung auf www.polizei.rlp.de
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Am Sonntag, 22. Mai, wurde eine Joggerin kurz vor 17 Uhr in den Weinbergen zwischen Kasel und Waldrach von einem Motorradfahrer angefahren und leicht verletzt.
Die Frau lief in Richtung Waldrach, als sich ihr von hinten zwei Motorräder näherten. Obwohl sie sich noch an den rechten Wegesrand begeben hatte, wurde sie von einem der Motorräder gestreift, worauf sie zu Boden stürzte und sich verletzte.

Die beiden Motorradfahrer fuhren weiter, ohne sich um das Geschehen zu kümmern.
Es handelte sich um Geländemaschinen mit TR- Kennzeichen. Die Fahrer trugen Sporthosen und helle T-Shirts und schwarze Helme.
Die Polizei Schweich – Telefon 06502/9157-0 – sucht Zeugen, die das Geschehen beobachtet haben und sachdienliche Hinweise geben können.
Insbesondere wird ein älterer Herr, der der Verletzten noch geholfen hat, gebeten, sich zu melden

Ich hasse diesen Vulkan…

Mein Vorsatz, gelassen und optimistisch zu bleiben, gelingt mir nicht ganz angesichts des so aktiven Aschespuckers in Island. Die Meldungen sind leider sehr unterschiedlich. Die Einen sagen, die Beeinträchtigungen für den Flugverkehr würden sich auf Schottland und Irland beschränken. Die Anderen prognostizieren weitaus größere Behinderungen für den Flugverkehr.

Es wäre wirklich frustrierend, wenn Mutter Erde so schlecht drauf sein sollte, dass sie uns den Start beim Stockholm-Marathon versaut…

Weit laufen für Japan

Extrem viel zu tun heute. Da komme ich nicht einmal dazu, die Fotos von heute Morgen einzustellen. Dann nehme ich eben den Kolumnentext, der wie immer am Donenrstag in unserer Tageszeitung Trierischer Volksfreund erscheint:

Welch eine Wonne: Dieses Wetter ist für Läufer wie geschaffen, um den Start in die neue Saison mit viel Spaß und Frühlingsgefühlen in Angriff zu nehmen. Besonders toll sind Sonne und wärmere Temperaturen natürlich für alle, die sich auch in den dunklen Monaten nicht vom regelmäßigen Laufen abhalten ließen und in entsprechend guter Form über den Winter gekommen sind.
Ich durfte das am Wochenende in Föhren bei einem wunderbaren Freundschaftslauf erleben, der mir auch auf 25 Kilometern mit 500 Höhenmetern nicht die Luft genommen hat, um laufend gute Gespräche zu führen. Ausnahmsweise lag der Bendersbachtallauf in diesem Jahr zeitlich noch vor dem traditionellen Auftakt der Langstrecken-Volksläufe in der Region in Schweich. Dort warten am 2. April wieder viele Höhenmeter, die bewältigt werden wollen.
Natürlich ist am Sportzentrum in Schweich auch der Start auf die kürzeren Strecken möglich. Fünf oder zehn Kilometer. Uns mehr oder weniger ambitionierten Laufschuhschnürern und Freizeitläufern bringt der Sport Freude und Abwechslung. Er lenkt auch ab von den katastrophalen Meldungen aus Japan oder Libyen, die uns seit Tagen begleiten.
Auf einer meiner bevorzugten Laufblog-Adressen – viele Grüße an Ralph – habe ich eine Anregung gefunden, die ich mit seiner Erlaubnis hier weitergebe: Lasst uns die Läufe eines Wochenendes zu Benefizläufen machen! Das geht ganz einfach: Wir überweisen für jeden gelaufenen Kilometer einen Euro an eine der seriösen Spendenadressen für die Erdbeben-Tsunami-Atomunfall-Opfer in Japan. Zum Beispiel auf das Konto der Deutsch-Japanischen Gesellschaft (DJG) Trier (Konto 102 70 7552; Volksbank Hochwald-Saarburg BLZ 585 647 88).
Ich habe dieses Vorhaben schon umgesetzt und beim Zusammenzählen der Kilometer den Freitag gleich noch integriert. Dezent aufgerundet bin ich so auf einen halben Hunderter gekommen. Aber es müssen ja nicht gleich solche Megastrecken sein. Wer noch nicht so fit ist oder weniger laufen will, wird sicher einen anderen Umrechnungsmodus finden, der sich an der eigenen Brieftasche und Fitness orientiert.