Die Sache mit den Fesseln

Wer in Städten läuft, begegnet ihnen auf Schritt und Tritt. Gemeint sind Graffitis und auf alle möglichen und unmöglichen Stellen gesprayte Sprüche. Über wahre Kunstwerke in Unterführungen freue ich mich. Über rote Herzen und Spitznamenkürzel auf historischen Gemäuern und Hauswänden weniger.

DSC04128Auf einer Runde um den idyllischen Mattheiser Weiher in Trier ist mir vor drei Tagen ein Abfallbehälter mit aufgesprühtem Sinnspruch förmlich ins Auge gesprungen: „Wer sich nicht bewegt, spürt seine Fesseln nicht!“

Eine Denksportaufgabe für den müden Jogger am Morgen. Sollte man dann seinen Sport nicht besser sein lassen? Schließlich tun Fesseln weh und machen unglücklich. Von Streifzügen zu Fuß oder mit dem Fahrrad durch die Natur lässt sich das mit großer Sicherheit nicht behaupten.Kaum denkbar, dass der sprachlich gewandte Urheber der Aufschrift den Begriff Fesseln im übertragenen Sinn für Fußgelenke verwendet wissen will.

Also doch eher in die andere Richtung denken: Nur wer sich bewegt, nimmt seine Fesseln wahr. Und nur wer seine Fesseln wahrnimmt, wird versuchen, diese abzuwerfen, auch wenn es schwerfällt.

Ja, das musste es sein. Das passte so wunderbar zu dem, was mir an diesem Tag bevorstand. Nur wer sich bewegt, kommt voran, auch wenn es manchmal etwas weh tut.
Nein, ich bin an diesem Tag keinen Marathon gelaufen. Und ich hatte auch keine Therapiestunde am Schlingentisch meines Physiotherapeuten.
Verraten sei nur so viel: Ich werde mich mehr bewegen – und das sollte niemand nur auf das Laufen beziehen – ganz im Sinne dieses Sinnspruchs am Mattheiser Weiher.
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Fünf Minuten schneller …

Im nächsten Jahr werde ich fünf Minuten schneller laufen … Das ist der erste Gedanke, als ich im Zelt unter den spärlichen und zudem reichlich kühlen Sprühnebel der wie immer beim Deuluxlauf improvisierten Männerdusche trete. Den ersten 200 Läufern, die sich hier den Schweiß vom Körper gespült haben, erging es da sicher besser. So war es jedenfalls in den vergangenen Jahre, als ich immer zum ersten Fünftel der Finisher gehört habe.

10-DSC04094Aber so wirklich stört mich das erfrischende Nass in einem der beiden sonst als Desinfektionszelte dienenden Sanitärstationen vor der zum Umkleideraum umfunktionierten Feuerwehrgarage an diesem Tag nicht.

Ich bin gelaufen! Das Wetter war super, sogar einige Sonnenstrahlen haben uns 1840 Starter bei diesem großen deutsch-luxmeburgischen  Laufevent verwöhnt. Und eine Nettozeit von 45:44 Minuten ist nach den Verletzungsproblemen der vergangenen Monate gar nicht übel. Platz 497 von 1545 Finishern. Das Wichtigste aber: Ich bin ohne Schmerzen gelaufen, gemeinsam mit meinem besten Laufkumpel Christoph, und die letzten vier Kilometer dazu noch ordentlich flott.01-DSC04065Aber von vorn: Zum Abschluss der offiziellen Wettkampfsaison, die für mich weitgehend ausgefallen war, rollen aus dem idyllischen Olewig zwei voll besetzte Autos nach Langsur. Christoph hat Marion, Marc und Werner an Bord. Ich darf mich über die Gesellschaft von Anne, Dominik und Michael freuen. Der Umweg über das Gartenfeld und durch Trier-Nord kostet einige Zeit, aber da ich die Wiese oberhalb von Langsur kenne, die jede Menge Abstellplatz für Zugereiste bietet, kommen wir doch noch rechtzeit an der Sauer an, um uns in Ruhe umzuziehen und das ein oder andere Hallo auszutauschen.

02-DSC04066Fünf Minuten Einlaufen bis zum Startbereich, wo sich bereits um die 1600 gut gelaunte Läuferinnen und Läufer zu einer mächtigen Menschentraube versammelt haben. Über Schleichwege haben wir uns in den vergangenen Jahren stets ganz in der Nähe des Startbogens noch unter die schnellen Läufer gemischt.

05-DSC04070Heute nicht. Heute will ich ruhig laufen, also nicht verbal, sondern vom Tempo. Irgendwas um die 50 Minuten, habe ich Christoph gesagt. Er hat versprochen, mit mir gemeinsam zu laufen.03-DSC04068Bevor es aber los geht, ist ganz am Ende des Feldes noch Zeit für einige Schwätzchen – unser Seniorläufer Bernd ist inzwischen ebenso zu uns gestoßen wie Bettina – und Fotos – natürlich.

06-DSC04071Dann 200 Meter weiter vorne der Startschuss … …. …. Starten die heute in Intervallen? Nach fast drei Minuten zockeln auch wir über die Startlinie und schlängeln uns auf dem ersten Kilometer gemütlich durch die Reihen der nicht ganz so Flotten.

07-DSC04075Schön ist es, so ganz ohne Druck unterwegs zu sein. Wir haben Spaß. Christoph ist sich mit mir einig, dass uns die gemeinsamen Samstagsläufe doch fehlen. Aber das mit meiner Abstinenz soll ja nun wieder vorbei sein, wenn die Jungs nur nicht zu weite Touren machen.

08-DSC04081So schlängeln wir uns also weiter durch die sich immer mehr in die länge ziehende Schar der Freundinnen und Freunde des aktiven Lauferlebnisses, rufen Bekannten aufmunternde Worte zu und freuen uns über die Anfeuerungsrufe und Musik in den Dörfern. Es reicht für mich sogar für einen Fotostopp.

09-DSC04086Der nächste, so verkünde ich leicht atemlos, als ich wieder bei meinem Begleiter bin, wird an der Brücke über die Sauer sein. Das ist ziemlich genau auf der Hälfte der Strecke. Ein leicht beschwingter Wechsel auf die luxemburger Seite. Die Fußgängerbrücke bewegt sich im Takt der Schrittfrequenz der darüber eilenden Läufer.

11-DSC04095Jetzt die Kamera weggepackt und stormabwärts das Tempo etwas erhöht. Hoppla. Diese scharfe Rechts-links-Kombination ist neu. Bei Kilometer sechs musste kurzfristig wegen Hochwassers auf dem tief gelegenen Radweg die Streckenführung geändert werden, erfahre ich später. Für das Orgateam hat das am Morgen nochmal richtig Stress gebracht: Der Start musste um 50 Meter verlegt werden, nachdem schon alles fertig aufgebaut war.

Werde ich nun schneller, oder ist es Christoph, der mich zieht? Beides vermutlich, denn die Luft für ausführliche Gespräche wird nun etwas knapp. Aber wir müssen uns auch stärker darauf konzentrieren, wie wir auf der nun engen Strecke zwischen den vor uns laufenden Grüppchen hindurchkommen … Noch zwei Kilometer. Schneller geht bei mir nun nicht mehr. Aber 4:15 ist auch schon wieder fast ein richtig gutes Tempo für zehn Kilometer.

12-DSC04101An der alten Zollbrücke nach Langsur hinüber steht wie in jedem Jahr Jens Nagel und feuert seine get-fit-Schäfchen an. Ich bekomme auch noch einige motivierenden Worte mit auf die letzten paar hundert Meter.

http://zumtv.de?P2888601

Und dann ist das Ziel auch schon da. Super! Hat Spaß gemacht. Abklatschen. Hallo hier, hallo dort. Nach einer Minute hat sich der Puls auch wieder beruhigt.

13-DSC04105Vor dem Umkleidegebäude gibt’s warmen Tee und Mengen euphorisierter Menschen. Wer mag, kann seinen Wasserhaushalt auch mit alkoholfreiem Bier vom Hauptsponsor aus Bitburg in Ordnung bringen und sich auf das Duschen vorbereiten, das wie immer eine enge Sache wird. Im wahrsten Sinne des Wortes. Wer aber schon mal hier war, nimmts  gelassen und mit einem Augenzwinkern. Zumal es bei den Frauen auch nicht gemütlicher zugehen soll.

15-DSC04111Dann der obligatorische Finishersekt auf der Tribüne der von Endorphinen durchfluteten Mehrzweckhalle. Hier trifft sich die regionale Läuferwelt. Freunde aus Schweich, aus Föhren, aus Konz, aus Hermeskeil, Schillingen, Trier und anderen Ecken der Region, in denen wunderbare Menschen wunderbare Läufe organisieren. Danke Euch allen dafür!

16-DSC0411819-DSC04123Heute früh dann vor dem Sonntagsdienst noch flott die Rollup-Werbebanner für mein Laufportal abgeholt. Fleißiges Werkeln und Aufräumen, nachdem die Party bis 3 Uhr in der Nacht gedauert hat – ohne mich 😉

18-DSC0412217-DSC04121Es gab auch wirklich etwas zu feiern: Sensationelle Zeiten. Dem Sieger hat die Streckenverlegung zwar eine 29er Zeit vermasselt. Der Luxemburger mit afrikanischen Wurzeln ist exakt 30:00 Minuten gelaufen. Aber so viele schnelle und persönliche Bestzeiten wie in diesem Jahr gab es zum Saisonabschluss selten.

DSC04124So schnell werde ich zwar niemals nie. Aber fünf Minuten schneller als in diesem Jahr. ganz bestimmt. Auch wegen der warmen Dusche…

Den offiziellen Bericht, viele Bilder und die Ergebnisliste gibt es im Laufportal: www.volksfreund.de/laufen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das richtige Wasser

Mineralwasser ist nach wie vor der beste Durstlöscher. Entweder pur. Oder nach einem Lauf gerne auch mal als Schorle, mit einem Drittel Saft gemischt.

Nachdem ich von einem für Babynahrung bestens geeigneten Wässerchen auf ein besonders mineralreiches aus der Eifel umgestellt hatte, waren Wadenkrämpfe kein Thema mehr. Inzwischen trinkt die ganze Familie das „Mineralienwunder“, dessen Werbeabteilung auch mit dem selbst verliehenen Prädikat „Deutschlands Magensium-Meister“ auf Konsumentenfang geht.

1-logo_TVbewegt_nürburgquelleDa freut es mich natürlich, dass die Quelle mit der Nürburg im Namen ab diesem Monat mein Laufportal als Sponsor unterstützt. Die Aktion „Der TV bewegt!“ als intensive Gruppenvorbereitung auf den Trierer Stadtlauf sollte also in sicheren Tüchern sein. Und dafür dürfen die sogar auf das Logo.

Wie sind Eure Erfahrungen mit Mineralwassern?

Was trinkt ihr vor, bei und nach dem Laufen?

Glücksfee mit Laufuhr

Heute morgen also nach einem Tag Pause wieder die Laufschuhe geschnürt. Ich will zumindest wieder auf drei Läufe pro Woche kommen. Zum ersten Mal seit dem Sommer ist auch wieder die Laufuhr am Handgelenk. Sie offenbart, wie langsam ich derzeit unterwegs bin. Zumindest im Vergleich zum Frühjahr. Der Kilometer nur knapp unter einem 6er Schnitt. Na gut, zum Petrisberg geht es ja auch bergauf 😉

DSC03346Und weil es wieder nur 6 Grad hat, kommt die gelbe Jacke zu ihrer Herbstpremiere. Die lange Jogginghose ist zwar ungewohnt, stört aber bei meinem gemächlichen Tempo nicht.

DSC03337Heute fehlt mir ein wenig die Leichtigkeit vom Montag. Die Stunde Bewegung an der Luft tut aber wirklich gut. Und es gelingt mir sogar, nicht immer nach innen zu hören und möglichen Klagen des Körpers nachzuspüren.

DSC03331Ich muss zu dem sich rot färbenden Ahorn hoch. Das hatte ich mir ja schon am Montag vorgenommen. Angesichts der sich noch eher sporadisch umfärbenden Blätter freue ich mich schon auf das Farbenfeuerwerk in den kommenden Wochen.

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Am Turm Luxemburg noch einen Elefanten fotografiert. Ich müsste inzwischen Fotos von fast allen Rüsselträgern haben. Die Elefantenparade wird mich und die Besucher von Trier nur noch für zwei Wochen entzücken. Ich werde zum Ende nochmal alle Elefanten im Bild zeigen.

DSC03348In der Redaktion durfte ich heute Glücksfee in eigener Sache spielen. Die Gewinner für die 15 Freistarts beim IRT-Läufermeeting in Föhren waren zu ermitteln. Anne hat es mal wieder geschafft. Wirklich ohne mein bewusstes Zutun. Hier die Infos dazu.

DSC03352Allen Gästen meines Blogs wünsche ich einen schönen Feiertag!

 

 

 

 

 

 

Welche Farbe?

Leute helft mir bitte. In welcher Farbe soll das Laufportal in Zukunft erstrahlen?

Hilfe! Lila!

So ist es, wenn IT-Admins eine Seite auf Vordermann bringen. Da bekommt die Homepage schnell einmal ein anderes Aussehen. In diesem Fall mein Laufportal

laufportal

Ist gut so, Jungs, aber warum Lila? Na ja, vielleicht lässt sich da noch etwas verändern.Blau geht nicht … Grün wäre doch auch nicht schlecht. Nur bitte kein Lila, sonst muss ich beim Laufen bald auch noch das Beten anfangen 😉

Angefixt

Sehr schön war’s gestern Abend im Romikulum-Biergarten. Zum Nachtreffen der TV-bewegt-Aktion waren doch 30 Leute gekommen. Super Stimmung. Einige nach der Stadtlauf -Premiere total angefixt und auf der Suche nach weiteren schönen Laufveranstaltungen.

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Jens, Daniel und Michi, die hochgelobten Trainer, durften die Urkunden für die Teilnehmer verteilen. Ein Spaß für alle.

DSC02096In solchen Fällen verweise ich dannn natürlich auf unseren Laufterminkalender im Laufportal  Und gestern natürlich auch auf den Hospizlauf, der gleich in Koblenz startet und dann 24 Stunden und 200 Kilometer an der Mosel entlangführt. Jeder kann zu jeder Zeit einsteigen. Hier der Zeitplan:

Start: Deutsches Eck Koblenz (Freitag, 12 Uhr), Winningen (13.18 Uhr), Lehmen (14.30 Uhr), Moselkern (16.01 Uhr), Pommern (17.02 Uhr), Cochem (18.06 Uhr), Poltersdorf (19.38 Uhr), Bremm (21.04 Uhr), Zell (22.37 Uhr), Reil (rechte Moselseite, 23.54 Uhr), Traben-Trarbach (Samstag, 1.05 Uhr), Kinheim-Kindel (2.13 Uhr), Bernkastel-Kues (3.47 Uhr), Wintrich Wohnmobilstellplatz (5.14 Uhr), Piesport Turnhalle (6.01 Uhr), Neumagen Brücke Eifelseite (6.50 Uhr), Leiwen Ortseingang (7.33 Uhr), Detzem Staustufe (8.36 Uhr), Mehring Moselbrücke (9.20 Uhr), Schweich (10.18 Uhr), Ruwer (11.03 Uhr), Ziel: Trier Hospizhaus (12 Uhr)

Zudem gibt es einen Liveticker auf Twitter, bei dem der jeweilige Standort des Lauftrosses abgefragt werden kann.

Ich werde ab Poltersdorf dabei sein und dann einige Etappen mit Pausen dazwischen laufen. Je nachdem, was mein noch immer nicht ganz fittes Fußwerk dazu sagt.

So wie es aussieht, schaffen wir es doch eine gemischte Staffel aus Läufern und Radfahrern hinzubekommen. Heike, Kerstin, Martina und Martin sind ab Koblenz dabei, Helli meinereiner, unsere Jungs und Mädels (auf Rädern) werden um 19.30 Uhr dazustoßen. So wie es aussieht , ist dann auch Ultra-Martin aus Longuich dabei sein, den ich schon lange mal kennenlernen wollte. Und in Detzem wird dann spätestens der Lauftreff Olewig in Gestalt von Christoph, Achim und Marcel einsteigen. Anne läuft ab Schweich die letzten beiden Etappen. Es wäre doch gelacht, wenn nicht immer einer von uns auf der Strecke wäre. Einen Namen für die Staffel habe ich noch nicht. Hat jemand eine Idee?

hospizlauf 2010 (52)Ich werde gleich mal das Staffel-Shirt von 2010 heraussuchen. Eine gute Gelegenheit, es wieder zu tragen. So heiß wie damals wird es zum Glück nicht.

Ob dann auch der ein oder andere TV-Bewegte einen Teil der Strecke mitläuft, wird sich zeigen. Ich bin gespannt.

 

Formel I auf dem Radweg

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Schnelle Bambinis …

Unglaublich! Als Überraschungsteilnehmer beim Teba-Radweglauf in Hermeskeil hatte sich Maik Petzold angemeldet. Der Spitzen-Triathlet und zweimalige Olympiateilnehmer schockte die regionale Läuferelite. Er pulverisierte locker in 50:09 Minuten den Streckenrekord auf der 15-Kilometer-Strecke, hatte dabei noch fast dreieinhalb Minuten Vorsprung auf den Zweiten, Jörg Berens. Und das, obwohl er sich zwischendurch noch die Schnürsenkel binden musste.

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Vor dem Start

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DasTrio vom Lauftreff des SV Olewig: Bettina, Marion und der schnelle Dominik.

Ursprünglich wollte ich ja doch nicht langsam, aber doch eher locker den Lauf angehen, auch um meine Sehne nicht zu überanstrengen. Nach ordentlichem aufwärmen ging es aber dann doch sehr gut. Die erste Hälfte der Strecke zunehmend zügig – ab und zu nach innen hörend, was Achilles dazu meinte – und auf dem Rückweg dann richtig flott, was trotz des heftigen Gegenwinds Spaß gemacht hat.

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Heute mal wieder mit Brille …

Über etliche Kilometer habe ich da abwechselnd mit Miriam Engel Tempo gemacht, die zu den schnelleren Langstreckeläuferinnen in der Region Trier zählt. Auf den letzten zwei Kilometern wollte/konnte ich ihr aber nicht mehr folgen. Dennoch ist meine Zeit von 1:03:53 gut eine Minute schneller als die vor einem Jahr. Damals war der Radweglauf der letzte Tempodauerlauf vor dem Hamburg-Marathon. Das ging zwar leichter als gestern. Die Freude über einen gelungenen Wettkampf war aber ähnlich groß. Wie fast immer Platz 6 in der Altersklasse M45. Zwischen 5 und 15 liege ich bei regionalen Läufen eigentlich immer.

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Kurz vor Reinsfeld

Mein junger Laufkumpel Dominik stellte mich natürlich in den Schatten. Als Gesamtachter in 58:58 haute unser Lauftreffmitglied einen raus. Zum ersten Mal im Trikot des SV Olewig. Das sei der Grund gewesen, meinte er danach schmunzelnd. Immerhin Platz 2 in der Altersklasse M20.

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Der fliegende Dominik mit der Siegerin bei den Frauen, Tanja Harpes.

Fotos habe ich natürlich auch wieder gemacht. Vor dem Lauf einige Bilder von den Kindern- und Bambinis. Während des Laufs „aus der Hüfte“. Da kommt meine kleine Sony leider bei nicht ganz optimalen Lichtverhältnissen an die Grenzen. Schärfe wird dann relativ. Und Maik Petzold war definitiv zu schnell. Formel I auf dem Radweg!

DSC01144Die Sehne? Ach ja. Dominik bot mir netterweise an, den Kühlakku aus seiner Einkaufstasche zu holen. Und so sorgte ich in der Hochwaldhalle nach dem Lauf für ein wenig Aufsehen, als ich mit dem Monsterteil meine Sehne vorsorglich beruhigte. Sie dankt es mir heute. Da ist kaum etwas zu spüren. Es geht voran mit der Heilung.

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Schön kalt, die Sehne bedankt sich.

Der offizielle Bericht zum Lauf und viele professionelle Bilder gibt es natürlich auf meinem Laufportal: www.volksfreund.de/laufen

Lauft weiter!

cropped-Der-TV-bewegt1.jpgNiemand, der jemals an einer größeren Laufveranstaltung teilgenommen hat, ob aktiv oder als Zuschauer, kann von dem furchtbaren Anschlag beim Boston-Marathon unberührt bleiben. Es entstehen Bilder im Kopf. Was wäre gewesen, wenn?… Diese unheilvollen Vorstellungen und vielleicht sogar Angst werden all jene begleiten, die am Wochenende zum Beispiel in Hamburg oder Leipzig an der Startlinie stehen.
Brutal, menschenverachtend, verwerflich – es lassen sich noch mehr Adjektive finden für jene, die das Blutbad zu verantworten haben und eine friedliche und die Menschen vereinende Veranstaltung zu einem Symbol für Ohnmacht und Terror gemacht haben.
Dennoch dürfen sich Veranstalter und Sportler nicht zu sehr von Boston beeinflussen lassen. Sonst hätten der oder die Attentäter ihr Ziel erreicht. Der Laufsport bringt Menschen zusammen. Er darf nicht zum Spielball für Ideologien und Politik werden.
Lauft weiter! Nur das kann die Konsequenz sein. Wir stehen als Läufer zusammen, auch wenn wir nicht immer gemeinsam unseren Sport betreiben. Runners united to remember Boston – dieser Aufruf im sozialen Netzwerk Facbook hat bereits 65?000 Freunde gefunden. Es werden in jeder Stunde mehr.
Auch wir laufen weiter: „Der TV bewegt!“ ist das Motto für die Aktion, bei der sich ab sofort  wieder 60 Frauen und Männer aus der ganzen Region auf den Internationalen Trierer Stadtlauf am 30. Juni vorbereiten. Sie treffen sich zum gemeinsamen Training, haben Spaß, feilen an ihrer Lauftechnik und arbeiten daran, ihr persönliches Ziel bei dem traditionsreichen Lauf durch die Stadt Trier zu verwirklichen. Wir laufen weiter!

Die wöchentlichen Trainingspläne sind im Internet auf dem TV-Laufportal abrufbar : www.volksfreund.de/laufen/stadtlauf

Das richtige Maß

Mens sana in corpore sano! In einem gesunden Körper wohnt ein gesunder Geist. Mit dieser Hoffnung hat sich der römische Dichter und Satiriker Juvenal unsterblich gemacht. Gesunde Menschen leben in der Regel länger, das steht längst außer Zweifel. Aber wie genau wirkt sich sportliche Betätigung auf die Gesundheit und folglich auf die Lebenserwartung aus? Das haben dänische Forscher in einer Langzeitstudie (Copenhagen City Heart Study) untersucht: Leben Läufer tatsächlich länger? Und wenn ja: Wie viele Lebensjahre lassen sich tatsächlich erlaufen? Die Daten von fast 18?000 gesunden Männern und Frauen zwischen 20 und 98 Jahren wurden über einen Zeitraum von 27 Jahren gesammelt und analysiert. Mehr als zehn Prozent (1887) von ihnen waren bekennende Läufer.
Unabhängig von Risikofaktoren wie Rauchen, Alkoholkonsum oder Übergewicht kommen die Wissenschaftler zu dem Ergebnis, dass Laufen das Sterblichkeitsrisiko bei Männern um 31 und bei Frauen um 40 Prozent im Vergleich zu Nichtläufern senkt.
Aber wie wirken sich Trainingszeit, Intensität und Tempo aus? Auch darüber gibt die Studie Aufschluss: Wer nicht öfter als dreimal pro Woche bei niedrigem bis mittlerem Tempo läuft und dabei insgesamt höchstens 2,4 Stunden unterwegs ist, gewinnt die meiste Lebenszeit – bis zu sechs Jahren. Wer benötigt noch ein Argument, um die Laufschuhe zu schnüren?
Sehr ambitionierten Sportlern kann an dieser Stelle allerdings ein Dämpfer nicht erspart werden: Wer häufiger, länger, vor allem aber schnell läuft, verspielt nach den Erkenntnissen der Forscher aus Kopenhagen einen Teil der zusätzlich zu erwartenden Lebenszeit. Wobei sie keine Angaben darüber machen, was schnell, langsam oder moderat genau bedeutet.

So bleibt für ambitionierte Läufer zumindest ein gewisser Spielraum bei der persönlichen Interpretation dieser Erkenntnisse.

Quelle: http://aje.oxfordjournals.org/content/early/2013/02/27/aje.kws301.abstract