Verlängerung

PortaWenn es beim Fußball Verlängerung gibt, ist es meist ziemlich spannend. In meinem Fall ist es zwar auch spannend. Aber deutlich nerviger. Neues Antibiotikum, nochmal eine Woche striktes Sportverbot. Na ja, daran habe ich mich inzwischen ja so langsam gewöhnt.

Porta ChristophDen frühen Besuch beim Arzt in der City habe ich dann noch zu einem kurzen Rundgang um die Porta Nigra genutzt. Da wird mächitg gewuselt. Die Bühne für den Auftritt unserer Kanzlerin um 17 Uhr muss gebaut werden.

Bühne PortaOb sie wohl wieder die Schlandkette trägt? Auch ein spannende Frage – und die, ob „Mutti“ eine Verlängerung bekommt sowieso. Wobei daran derzeit niemand zweifelt, egal ob mit Gelb oder in einer großen Koalition.

Gute Launefant

Eine dicke Haut hat sie ja, die Frau Merkel. Womit der Bezug zur Elefantenaktion geschaffen wäre, die nach wie vor die Passanten in der Stadt begeistert. Eine tolle Sache, immer wieder. Und als Stimmungsaufheller dienen sie auch.

Timberphant

Ach ja, ein Exemplar für Detailverliebte habe ich auch noch: Timberfant – der mit Briefmarken förmlich zugekleistert wurde. Sehr hübsch.

Timberfant DetailVon mir aus kann die Elefantenaktion gerne verlängert werden. Und jetzt wird das neue Mittelchen geschluckt …

 

 

 

Eiszeit

DSC02451Ein Sommer wie aus dem Bilderbuch. Angenehme 15 Grad am Morgen lassen jene Läufer jubeln, die sich zu dieser Tageszeit aufraffen können. Der Schatten im Wald bietet tagsüber ein wenig Schutz vor der Sonne. Generell taugt jetzt natürlich der späte Abend  besser für unseren Sport als die vielen heißen Stunden, an denen die Sonne scheint.
Für mich gehört ein Eis zu jedem Lauf. Nicht etwa am Stil oder im Getränk, das nach schweißtreibenden Runden reichlich genossen werden will. Ich will mir schließlich nicht den Magen verderben.

Mein Eis nach dem Laufen dient zur äußeren Anwendung. Strapazierte Muskeln und Sehnen, vornehmlich Achillessehnen, lassen sich mit einer zehnminütigen intensiven Kühlung prima beruhigen. Profisportler gehen dafür ins Eisbad. Hobbysportlern seien Coolpacks empfohlen. Die Gelbeutel schmiegen sich zudem in halbgefrorener Form ideal an die strapazierten Extremitäten.

Der Clou ist aber eine Wasserflasche mit gefrorenem Inhalt. Mit der Fußsohle darüber rollen, das bringt nicht nur Kühlung, sondern lockert auch Muskeln, Sehnen und Faszien, also die arg strapazierte und so oft vernachlässigte Haut um die Muskeln. Das empfehle ich als Eiszeit. Nach jedem Lauf.

Versuch(ung)

Waren es tatsächlich nur drei Tage Pause? Ich bin gerade beim Nachzählen etwas irritiert. Gefühlt war es jedenfalls viel länger.

Also: heute früh ein ruhiger flacher Lauf. Test für die Achillessehne, die mir leider wieder einen Streich bei meinen Planungen spielt. Der starke Regen der Nacht hat einem leichten Nieseln Platz gemacht. Die 7 Grad fühlen sich schnell an wie 20. Der Frühling ist da!

DSC01070Davon künden auch die austreibenden Trauerweiden an den Mattheiser Weihern. Die Vögel sind mutiger in ihrem Gesang. Und es liegt ein leckerer Duft von der Natur in der Luft.

DSC01074Was macht die Wade? Ich verwandle mich in diesen Tagen wieder in einen Menschen, der ständig in seinen Körper fühlt. Und? Ein Kribbeln? Nein, da ist doch nichts. Oder doch? Der Kopfmensch lässt grüßen.

DSC01076… Nichts Schlimmes jedenfalls. Die 9 Kilometer machen keine Schmerzen. Nach der Dusche Coolpack um das Fußgelenk. Der Tag lässt sich ohne Probleme überstehen. Inzwischen müsste ein Postbote die Packung Wobyenzym zuhause abgeliefert haben, die ich per Internet bestellt habe. Ich werde es mal parallel zu Kühlung, Wadenlift und Vorsicht mit Enzymen probieren.

Und am Wochenende? Kein Zweiseenlauf! Die 32 Kilometer sind mir doch ein zu großes Wagnis. Morgen ein ruhiger Samstagslauf, nicht zu weit, auf flachem Terrain. Und der sonnige Sonntag gehört dann voll und ganz der Familie. Auch eine gute Sache. Vielleicht wird ja angegrillt …

Allen ein schönes Wochenende!

Sch…

Christian hatte ja schon erkennen lassen, dass er als Heilkundiger nicht unbedingt an Entwarnung glaubte. Er hatte Recht, leider. Heute schon nach dem Aufstehen beim ersten Treppensteigen plötzlich ein schneidender Schmerz in der Sehne.

DSC01063Was ist das denn? Testweises Dehne, Belasten, Entlasten. Bei einer bestimmten Stellung Schmerzen, kurz und schneidend. Nicht das eher dumpfe Dauerrumoren, das ich schon vor zwei Jahren kennengelernt hatte.

Kann nicht sein! – sagt mein Läufer-Ich und schnürt trotzdem die Schuhe zu einem ruhigen Morgenlauf. Vorsichtig, auch nicht so viele Höhenmeter. Es geht, aber so richtig frei kann ich nicht laufen. Sch… Nach fünf Kilometern entscheide ich mich für eine Abkürzung. 9 statt 11 Kilometer.

DSC01067Dann vorsichtiges Dehnen.  Auch beim Dehnen der Wade keine Schmerzen in der Achillessehne. Wenn die gezielt gestreckt wird, meldet sich allerdings der Schmerz.

Dabei war gestern doch gar nichts zu spüren! Ich bin etwas ratlos. Pause also nochmal. Dienstag und Mittwoch in jedem Fall, vielleicht auch noch am Donnerstag.

Gefällt mir gar nicht 🙁

Am A###

… bin ich zum Glück nach dem ersten Testlauf nicht. Ganz im Gegenteil. Keine Probleme und unbändige Freude über den geglückten Wiedereinstieg.

Nervös war ich heute Morgen dennoch: Es stand die Nachuntersuchung an. Und seit heute kann ich noch besser verstehen, warum Frauen in der Regel Ärztinnen bevorzugen. Denn als mich in der Klinikambulanz überraschend Frau Doktor in das Zimmer mit dem Proktologenstuhl bat, musste ich doch kurz schlucken.

Aber egal. Weiße Ärztetracht lässt das Geschlecht relativ werden. Und jetzt gibt es noch eine Frau, die eine meiner intimsten Stellen kennt …

Die Untersuchung war sachlich und kurz. Danach die erfreulich Mitteilung, dass alles gut verheilt. „Und Sie nehmen wirklich keine Schmerzmittel mehr?“ Diese fast ungläubige Frage konnte ich nur mit Ja beantworten.  Keine Schmerzmittel. „Aber sie sollen keine Schmerzen aushalten. Das wäre nicht gut für die Wundheilung.“ Ich habe keine Schmerzen. Diese Versicherung meinerseits wird dann doch akzeptiert.

Möge es so bleiben: Keine Schmerzen (und keine weiteren Begegnungen mit Proktologinnen) 😉

 

Läufer-Longo

Läufer voll am A…

DSC00364An Laufen kann ich derzeit leider nur denken. Mir fehlt zwar die Bewegung. So richtig Lust darauf habe ich aber auch nur im Kopf. Zu sehr beeinträchtigen mich leider noch immer die Folgen meiner OP. Der Eingriff hat zwar nur 20 Minuten gedauert. Die Nachwehen sind dagegen deutlich langwieriger.

„Longo“ ist das Zauberwort für die angeblich effektivste und sanfteste Beseitigung von Hamorrhoiden-Problemen. Was das genau ist, lässt sich im Netz prima recherchieren. Wer also mal auf untere Körperöffnungen blicken will, muss nur die entsprechenden Suchworte in die Suchmaske eingeben. Richtig appetitlich ist das alllerdings nicht.

Aber es ist schon seltsam und interessant, wie schnell das Thema Verdauung ins Zentrum des täglichen Seins rücken kann. Denn das Zentrum des Eingriffs liegt zwar in einem Bereich des Enddarms, der angeblich nahezu schmerzfrei ist. Die Schwellung, die bei der Wundheilung entsteht, vermutlich auch durch die mechanische Reizung bei der OP, sorgen allerdings für reichlich Schmerzmittelbedarf.

Wenn ich dann lese, dass früher ähnliche Eingriffe weiter außen in der Regel vier bis fünf Wochen schmerzhafte Heilung zu Folge hatten, bin ich mit der Prognose eine bis drei Wochen doch schon ganz froh.

Meine Frau habe ich jetzt zum Laufen rausgeschickt. Ihr wird das gut tun. Ich bin zwar kein übellauniger Patient. Aber da ständig einen nicht unbedingt zufriedenen Mann auf der Couch liegen zu haben, das hält ja auch niemand aus.

In diesem Sinne Grüße an alle, die raus können. Und gute Besserung an alle, die das Haus hüten müssen!

Ein-Lauf

Ein letzter Lauf bei sonnigem Prachtwetter. Das musste heute noch sein, bevor ich vorübergehend meine Laufschuhe an den Nagel hänge bzw. im Regal lasse.

1Den Tag vor einer OP verbringt man heutzutage nicht mehr im Krankenhaus. Da geht man zu den Voruntersuchungen hin, lässt sich Blut abnehmen, nachdem der Druck gemessen ist.

2Es folgt das Aufnahmegespräch mit der Aufklärung über die Risiken des Eingriffs. Das hört man besser nicht so genau hin, sonst ist es zu sehr zum Weglaufen.

3Dann Gespräch mit der überaus gut gelaunten Anästhesistin, gefolgt vom ersten EKG in meinem Leben bei einer überaus kurz angebundenen Krankenschwester.

4Schließlich werden einem Thrombosespritze und Klistier mit kurzer Anweisung in die Hand gedrückt. Und tschüss bis zum nächsten Morgen, 7 Uhr.

5Dann wird richtig auf Station eingecheckt. Und um 10 Uhr wartet der Mann mit dem Messer …

7Heute am späten Nachmittag also noch Zeit für einen Lauf über den Petrisberg,  mit den richtigen Schuhen für den Matsch. Das macht dann auch mächtig Spaß.

8Und die buntgestrickten Unterhosen, von denen Anne heute berichtet hatte, musste ich mir auch noch ansehen. Sehr witzig!

Jetzt ist aber Schluss mit lustig …

9

Tschakka!

Noch wirkt das Wochenende in Hamburg nach. Klar, dass auch in der neuen Laufkolumne, die heute im Trierischen Volksfreund erschienen ist, der erfolgreich gefinishte Marathon ein Thema ist:

Experiment beendet: Tschakka!

Kann ein mehrwöchiges diszipliniertes Training zu neuen Bestleistungen führen? Diese Frage kann ich nach Beendigung des Experiments Hamburg-Marathon nun eindeutig beantworten: Ja! Das funktioniert, auch für bisherige Gelegenheits- und Hobbysportler im fortgeschrittenen Alter.
Endlich darf ich mich einmal damit brüsten, wovon ich schon als Jugendlicher vergeblich geträumt hatte: Ich war der beste Teilnehmer aus der Region. Na gut, eine Frau von hier war noch elf Minuten schneller. Aber da Anja Lamberty inzwischen aus der Eifel nach Köln gezogen ist, zählt das nicht wirklich.
Für meine 3:08:52 Stunden – dieses Zahlen stehen seit Sonntag für die Ewigkeit eingraviert auf meiner Medaille – habe ich gelitten, nicht nur auf den letzten sieben der 42,195 Kilometer.
Es begann vor 13 Wochen, als mir mein Laufcoach den ersten Trainingsplan geschrieben hat: Intervall- und Tempodauerläufe zu früher Morgenstunde bei -15 Grad. Danach wurde es morgens zwar heller und etwas wärmer, die wöchentlichen Trainingseinheiten allerdings auch intensiver und ergänzt durch allerlei Übungen zur Verbesserung von Muskelkraft, Lauftechnik und Koordination, oft im Regen. Noch vor einer Woche hatte mein schmerzender Körper signalisiert, dass es reicht. Am Sonntag liefen die Beine dann aber fast wie von selbst das immer wieder erprobte Tempo – bis ins Ziel. Tschakka!
Und jetzt? Ich starte ein neues Experiment: Wie bekämpfe ich Muskelkater am effektivsten?

Gymnastikstunde eines Sitzläufers

Noch immer angeschlagen. Deshalb heute mit Rücksicht auf die Gesundheit nicht gelaufen, sondern eine Gymnastikstunde eingelegt. Dabei waren einige neue Übungen einzubauen. Warum, das ist auch in meiner neuen Kolumne nachzulesen, die heute im Trierischen Volksfreund erschienen ist.

Alles im Blick: Jens Nagel analysiert den Lauf des Kolumnenautors.

 

Sitzläufer

 

Da bleibt nichts verborgen! Wer glaubt, er habe den perfekten Laufstil, dem empfehle ich eine Bewegungsanalyse. Nicht, dass ich grenzenlos von meiner Technik überzeugt wäre. Ganz schlecht kann sie aber nicht sein – dachte ich bislang angesichts der Kommentare ob meiner angeblichen Leichtigkeit.
Nun also die Probe auf das Exempel: zwei schweißtreibende Stunden, für 200 Euro nicht ganz billig, ausgefüllt mit Glieder-, Körperfett- und Blutdruckvermessung, Laufen auf dem Band – barfuß, mit leichten Straßenschuhen, mit Trailschuhen. Videoaufnahmen von vorn, von hinten, von der Seite.
Mit dem Vorsatz, dem Übungsleiter den besten aller Laufstile zu präsentieren, ist es spätestens bei der Ansage vorbei, man(n) müsse in einem Tempo von 11,5 Kilometer/Stunde laufen. „Dann kann niemand mehr seine wirklichen Bewegungsabläufe verbergen …“
Wie wahr das ist, weiß ich, als ich schweißtriefend vor dem Monitor stehe und mein nur mit einem Slip bekleidetes Ebenbild über das Laufband hetzen sehe. Auf den ersten Blick ganz okay, aber als TV-bewegt-Coach Jens Nagel mit der Analyse beginnt, ist es mit der Leichtigkeit vorbei: Ich laufe in leichter Sitzhaltung, bin ein Sitzer mit deutlich einseitigem Armschwung, der die linke Großzehe zu sehr und die Unterschenkel zu wenig anhebt. Gut, dass Jens gleich all die Übungen verrät, mit denen sich das verbessern lässt. Aber zumindest eine Erkenntnis ist erfreulich: Meine leicht gestützten Schuhe, die passen zu mir.

 

Kernseife

Heute morgen, Regen, kein Problem. Also mit Jacke raus auf eine kurze 7,5 Kilometer-Runde durchs Tiergartental. Gerade recht, um sich mit den Crossschuhen auf den Wurzelweglauf einzustimmen.

Als ich vom großen Biest herunterstolpere, laufe ich meiner Lieblingshundeführerin über den Weg.

Dialog:

„Guten Morgen!“

„Guten Morgen! Na, ist die Wade wieder in Ordnung?“

„Ja, danke, die macht derzeit keine Probleme.“

„Prima, beim nächsten Mal Kernseife!“

„Kernseife????“

„Ja, Kernseife, die legen Sie sich unter die Matratze.“

„????“

„Das ist ein Hausrezept: Kernseife unter der Matratze an der Stelle, wo es weh tut. Ist von meiner Großmutter und hilft 100prozentig.“

„Ok, danke, ich werd’s versuchen.“

… oder vielleicht doch nicht 😉