Unterm Kreuz

DSC03085Eine Weinlage im Trierer Tiergartental heißt Unterm Kreuz. Sie ist benannt nach dem Steinkreuz, an dem ich normalerweise mindestens zweimal wöchentlich vorbeilaufe und dabei jedesmal den tollen Weitblick bis in die Eifel genieße.

sommer 20131Na ja, mit Laufen ist es noch nichts. Aber der Weitblick ist dennoch schön, auch wenn wieder ein sonst kurzes Wegstück zur Stundensache wird. Und die Farben in der schräg stehenen Morgensonne sind einfach traumhaft. Die Natur stellt auf Herbstbetrieb um. Wobei es hier an der Mosel nochmal bis zu 30 Grad warm werden soll.

Ein Traum für alle, die in der Natur unterwegs sein können.

Prächtig …

… und fast ein wenig verborgen zeigt sich die bunte Pracht in diesem späten Frühjahr im Garten. Es gab einfach noch zu wenige schöne Tage, um diesen Anblick zu genießen. Und angesichts des idealen Wachstumswetters verbirgt sich so manche Blüte hinter üppige wucherndem Grün. Aber bevor das Fest der Farben den Sommerblühern Platz macht, hier noch einige Impressionen von diesem lauffreien Dienstag.

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Von Fliehkräften, fliegenden Brillen und schönen Ausblicken

Hoffnung – so langsam scheinen sich meine Fußsohlen von dem Stress zu erholen. Gestern war nur noch links etwas zu spüren. Heute keine Anzeichen von Schmerzen. Gelaufen wird dennoch nicht. Schonprogramm. Und ein Ausflug zum Triolago, der künstlich angelegten Seenlandschaft bei Riol.

DSC01753Unser Jüngster streikt, als nur mit Karin und dem Großen – er ist mir inzwischen ordentlich über den Kopf gewachsen, der dort Wasserski fahren will.  Der jung gebliebene Vater lässt sich natürlich überreden, auch in den Neoprenanzug zu schlüpfen und auf der Seilzuganlage sein Glück zu probieren. Dumm nur, dass die Kontaktlinsen nicht eingesetzt sind. Brille also provisorisch mit einer Schnur gesichert, damit mein Nasenporsche nicht zum U-Boot wird. Der nette Mensch vom Skiverleih hat offenbar auch Sorge und organisiert noch einen kleinen Schwimmkörper, den ich in die Schnur einflechte.

DSC01724Zum Glück, denn am Ende der Runde ist eine fies-eckige Kurve, die Papa Neubert aus den Ski katapultiert – und die Brille vom Kopf … Kurze Panikattacke . Wo ist meine Brille. Dann entdecke ich den Schwimmer sechs Meter entfernt. Einige sorgenvollen Schwimmzüge … Glück gehabt. An einem Bügel meiner Sehhilfe war der Knoten fest genug. Schnell das teure Stück sichern und dann nichts wie an Land …

DSC01733Auf ein weiteres Experiment mit nicht beherrschbaren Fliehkräften verzichte ich. Raus aus dem Ganzkörperkondom. „Bis zur Kurve hat das doch ganz gut ausgesehen“, versucht mich der jungdynamische Starthelfer der Anlage aufzumuntern. Das Versprechen, irgendwann mit Kontaktlinsen wiederzukommen – vermutlich auch die Sonne, die nun einige strahlen durch die Wolken schickt – motiviert den Chef offenbar zu einer guten Tat. Er drückt mir einen Gutschein für zwei Freistunden Wasserski in die Hand. Danke. Meine Jungs wird das freuen.

DSC01741Und während der Eine zu Hause schmollt, dreht der andere voller Energie und Begeisterung Runde um Runde. Na wenn da nicht bald mal die Ski durch ein Wakeboard ausgetauscht werden, würde mich das wundern.

DSC01742Nach eine Tasse Kaffee mit meinem Schatz, machen wir uns für eine gute Stunde zu einem Spaziergang auf. Der „Klettersteig“ von Riol verspricht eine famose Aussicht auf das Moseltal bis Schweich. Der Aufstieg ist sehr steil und in zwei Passagen sogar mit Drahtseilen gesichert. Ein wirklicher Klettersteig ist er trotz seiner Schönheit aber nicht. Zumindest wird diese Bezeichnung Eltern davon abhalten, mit zu kleinen Kindern den Steig zu gehen.

DSC01748Die gesamte Anlage ein Riol hat sich inzwischen übrigens sehr gemacht. Ein wunderbar und ruhig gelegener Campingplatz mit Badesee, Sommerrodelbahn, Wasserskianlage, Kunstrasen-Minigolfanlage (besonders schön!) und demnächst auch noch ein Fußball-Golfplatz. Die Bäume in der gesamten Anlage sind inzwischen schon ordentlich gewachsen. In ein paar Jahren wird es auch dort Schatten geben, wo er derzeit noch fehlt. Aber Schatten braucht bei diesem Frühling eh niemand …

Hier noch einige Fotos – ja, es funktioniert wieder – von einer kurzen, aber schönen Wanderung.

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Petrisberg in grün und braun

Wenn ich könnte, dann würde ich … einige melancholische aber schöne Fotos von meinem Morgenlauf über den Trierer Petrisberg hier zeigen. Allein mein Ärger über die technischen Probleme meines WordPress-Anbieters steigt. Seit Freitag keine Fotos. 🙁

Wer die Bilder dennoch sehen will, kann wieder den Umweg über Facebook gehen. Wer keinen Facebook-Account hat, muss warten. Aber so ein wenig Vorfreude schadet ja auch nicht :mrgreen:

Der Lauf war übrigens sehr schön und von vielen Fotostopps unterbrochen. Kein Wunder. So viele Wasserspiegelungen hatte ich in meinem Laufrevier noch nicht gesehen. Ich bin gespannt, ob die Retensionsflächen und -Teiche in den nächsten Tagen überlaufen werden. Die Wettervorhersage ist jedenfalls übel. Aber vielleicht schneit es ja dann am Wochenende und wir packen die Schlittschuhe wieder aus …

Heiter bis wolkig

Schwer waren die Beine heute früh. Irgendwie im krassen Gegensatz zu dem tollen Wetter an diesem Morgen. Sonne, die Natur erblüht. Es duftet. Auf meinem Shirt steht „get fit“. Kleine Hommage an Jens Nagel. Irgendwie fühle ich mich platt, komme nur schwer in Gang. Vielleicht liegt es ja an dem angekündigten Wetterumschwung.

An den Anblicken, die sich auf der 11er-Runde bieten, kann es nicht liegen. Vielleicht wäre die ja etwas für einen Gemeinschaftslauf am Donnerstag …

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Boten

DSC01061Natürlich scheint die Sonne prächtig von einem blauen Himmel, wenn ich zum Sonntagsdienst in die Redaktion muss. Na ja, vielleicht ist es gar nicht so schlecht. Denn wenn ich frei hätte, wäre ich heute mit Sicherheit gelaufen. Ob das dann gut fürs Sehnchen gewesen wäre, wage ich zu bezweifeln. So gönne ich ihm wieder einen Tag Pause, damit es weiterhin Ruhe gibt. Nachwehen von den 26 Kilometern gestern sind  jedenfalls nicht zu spüren. Das macht gute Laune.

Beim kurzen Mittagsspaziergang um das Verlagsgebäude fällt mein Blick auf die Gänseblümchen, die vor allem auf der sonnigen Seite zahlreich ihre Blüten öffnen. Boten des Frühlings! Auch der eine Löwenzahn, den ich entdecke. Schön!

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Ab ins Unterholz!

Einige freie Tage. Da lässt es sich genießen, nicht am frühen Morgen unterwegs sein zu müssen und abwarten zu können, bis die Sonne die Bewölkung aufgelöst hat.

01-DSC00777-001Ja, tatsächlich Sonne, auch wenn die Temperaturen noch sehr an Winter erinnern. Kein Vergleich zu den Minusgraden im Nordosten. Aber im Wald hält sich zumindest eine dünne Eisschicht auf schattig gelegenen Mega-Pfützen.

06-DSC00786-001Ich habe Zeit, und so darf ich mir auch mehr als die üblichen zehn bis zwölf Kilometer vornehmen. Die längere Runde durchs Goldkäulchen in „verkehrter“ Richtung habe ich mir vorgenommen. So um die 16 Kilometer mit einigen Anstiegen und viel Natur.

Zunächst also den Eselspfad am Sportplatz hoch und auf dem Panoramaweg oberhalb des Tiergartentals in Richtung Stadt, das Große Biest runter und oberhalb des Kandelbachs in Richtung Weingut von Nell. Dort zweigt der Weg hinauf nach Mariahof ab, den ich so gerne hinunterlaufe.

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An diesem Tag also bergauf. Eine schöne Laufmeditation. Und die geht weiter nach dem Stück Ringweg um Mariahof, auf dem langen Anstieg hinter den Hochhäusern, der das ehemalige militärische Übungsgelände der französischen Streitkräfte erschließt. Trier war bis vor 15 Jahren Frankreichs größte Garnisonsstadt außerhalb der eigenen Landesgrenzen. Entsprechend weitläufig erstreckten sich die militärischen Anlagen, die jahrzehntelang für die Öffentlichkeit tabu waren.

03-DSC00783Im Mattheiser Wald werden die dadurch entstandenen Biotope, in denen sich unter anderem seltene Amphibien wie die Gelbbauchunke wohl fühlen, teilweise weiterhin mit Panzern erhalten, die ab und an das Gelände planieren und so Senken und Tümpel bestehen lassen.

04-DSC00784-001Außerdem dient der Mattheiser Wald als Ausgleichfläche für die Airbase Spangdahlem in der Eifel, die als Mega-US-Militärflugplatz gigantische Flächen verbraucht. In dem unter Schutz gestellten Wald bei Trier wird die alte Holzwirtschaft des Mittelwaldes erhalten.

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Alle 20 Jahre wird ein Teil der Bäume „auf Stock gesetzt“, also so gefällt, dass ein Rest bleibt, der wieder neu austreiben kann. So entsteht eine ganz besondere Waldform, die durch nicht zu starke und vergleichsweise niedrige Bäume charakterisiert wird.

07-DSC00787Durch die kontinuierliche Bewirtschaftung gibt es jede Menge Nutzwege an den Hängen, die oft über Jahre nicht in Anspruch genommen werden und entsprechend halb zugewachsen sind und verwunschen wirken.

08-DSC00789-001Genau auf solchen Wegen bin ich bei der Erkundschaftung eines neuen Weges gelandet, der am Ende des Goldkäulchentals in Richtung Olewig rechts abzweigt.

10-DSC0079411-DSC00795-001Erst steil nach oben, dann auf einem frisch mit Schieferschotter planierten Feldweg über freies Gelände mit viel Weitsicht. Da ich mich aber nach rechts orientieren muss, damit ich mein Ziel nicht aus den Augen verliere, stürze ich mich in die nahezu unberührte Natur.

12-DSC00796Ein Reh flüchtet vor mir in graziösen Sprüngen. Ich muss angesichts der vielen Knüppel und Steine auf dem alten Weg vorsichtig sein. Irgendwann erreicht er eine idyllische Aue, in der das Wasser munter sprudelt, das einige Kilometer entfernt vermutlich den Olewiger Bach anschwellen lässt.

13-DSC00797-00114-DSC00798Ich suche mir einen Weg über die Wasseradern und schlage mich einige Hundert Meter durch das Unterholz, bis ich auf einen schmalen Pfad stoße, der wiederum auf einen breiteren Weg mündet. Jetzt weiß ich wieder, wo ich bin und folge dem Trail bis zur Einmündung auf den asphaltierten Sträßchen, das vom Goldkäulchen hinauf nach Kernscheid führt.

15-DSC00799-001Auf der Höhe ist der Wind eisig kalt. Hier war ich zuletzt, als der frische Schnee und das trübe Licht die Landschaft in eine einzige weiße Fläche verwandelt hatte. Wie schwierig das Laufen damals war, zeigt sich beim Anblick der tiefen Spurrillen, die Traktoren in den Boden gefräst haben.

17-DSC00801-00116-DSC00800Heute kein Fehltritt! Dafür wie immer das schöne Panorama auf den Petrisberg und die Hill. Und noch ist die Vegetation nicht so weit, dass sie den Blick in den hinteren Teil des Tiergartentals versperrt.

18-DSC0080219 zum Teil abenteuerliche Kilometer sind es am Ende geworden. Eine besondere Tour.

Distanz 19.02 km

Dauer  01:34:54

Pause  00:23:12

Ø Pace 04:59 min/km

Ø Geschwindigkeit 12.03 km/h

Höhenmeter (aufwärts/abwärts) 402 m / 401 m

Eidechsenwetter

Wieder hat es die Sonne geschafft. Der Wind blies zwar noch eisig. Aber in den geschützten Ecken in den Weinbergen war es bereits so kuschelig, dass sich erstmals die Eidechsen aus ihrer Winterstarre befreiten und die Sonnenstrahlen genossen. So richtig auf Touren sind sie allerdings noch nicht gekommen. Sonst wäre mir das Bild des Tages sicher nicht geglückt.

DSC00453Gänse in Formation am Himmel. Auch die Bienen machten ihre ersten Rundflüge um ihren Stock. Viel zu naschen gibt es für sie allerdings noch nicht, auch wenn im Garten die Krokusse erste Farbpunkte setzen.

DSC00427DSC00430Wieder ein wunderschöner Spaziergang. Diesmal über den Petrisberg. Statt vieler Worte lasse ich die Bilder sprechen.

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Mal sehen, wie der erste Tag in der Redaktion wird.

 

Schnee schnuppe(r)n

Der erste Tag, an dem ich das Gefühl habe, es wird besser. Weniger Schmerzmittel und dennoch weniger Schmerzen.

DSC00367Auch nach Trier ist der Winter noch einmal zurückgekommen und hat die Stadt am Morgen in ein weißes Kleid gehüllt. Der Himmel flockt den ganzen Tag aus. Allerdings taut in den hellen Stunden mehr als hinzukommt.

DSC00366Ein Spaziergang muss heute möglich sein. Das hatte ich mir schon gestern vorgenommen. Die Decke soll mir nicht auf den Kopf fallen.

DSC00372Am späteren Nachmittag ist es dann soweit. Meine bessere Hälfte war schon schwimmen und streikt angesichts der stetig fallenden Flocken. Also werfe ich mich in wetterfeste Montur – unter die gelbe Jacke einen dicken Fleece – und stiefle los.

DSC00369Fast automatisch biege ich in Richtung Weinberge und Petrisberg ab.

DSC00374Schon nach wenigen Höhenmetern präsentiert sich der erste Weg komplett schneebedeckt. Ich habe extra die Kontaktlinsen eingesetzt, um die weißen Flocken im Gesicht spüren zu können. Und in den Augen, ganz wie Volker, der ungefähr zur selben Zeit in Oldenburg unterwegs sein muss. Der Gute widmet mir seinen Lauf! Danke dafür! Dass es ihm Spaß gemacht hat, nehme ich mal als gutes Omen.

DSC00375Und nun freue ich mich über die vielen schönen Sinneseindrücke, die mich immer wieder meine kleine Kamera zücken lassen.

DSC00378Hinauf, am Turm Luxemburg vorbei.

DSC00379Für den Schneemann musste schon ganz schon reichlich das Umfeld abgekratzt werden.

DSC00381Das Wasserband präsentiert sich wie fast immer irgendwie surreal, fast wie aus dem Katalog für fleißige Bausparkassenkunden.

DSC00382Auf dem Panoramaweg vorbei an der Windharfe, dann wieder auf sich windenden Pfaden hinunter ins Tal.

DSC00383DSC00386DSC00380Das ist mein Laufrevier. Der Schnee zeichnet die vielen Varianten weiß in die Hänge.

DSC00387DSC00388Auch wenn schon eine Stunde vergangen ist. Ich kann nicht widerstehen und biege in meinen Lieblingstrail ab.

DSC00389Das schönste Naturkunstwerk des Tages präsentiert sich in Form einer von Schneeflaumen bedeckten Flechte.

DSC00391Und auch meine Lieblingseiche am Petrisberg präsentiert sich einmal mehr beeindruckend.

DSC00392Ein Spaziergang von 90 Minuten … Schön war’s! Hoffentlich nicht zu viel. Bald werde ich hier wieder flotter unterwegs sein.

 

Die Wärme kommt an

DSC00010Die Wärme ist angekommen. Aktuell +5 Grad machen dem Eis auf den Wegen an der Mosel ein Ende. In den etwas höheren Lagen wird das noch etwas dauern.

Bei der  Grillparty gestern Abend auf dem Mont Royal von Traben-Trarbach sah die Sache noch etwas anders aus. Da war der große Feuerkorb eine gern in Anspruch genommene Aufwärmquelle.

DSC00001die Sonne hatte sich leider bereits hinter die Wolken verzogen, als wir vom Tal auf den Berg spaziert sind. Einen Eindruck von der schönen Mittelmosellandschaft gibt dieses Bild vielleicht dennoch. Für mich ist es jedenfalls immer fast wie Urlaub, wenn ich dorthin komme.

Als Laufrevier auch eine schöne Gegend. Erinnerungen an den Hospizlauf von Koblenz nach Trier und an den Mittrnachtslauf in Kröv werden wach. Ich freue mich schon auf diese beiden Veranstaltungen in diesem Jahr!