Der Letzte vor dem Fest – mit den Neuen

Viel Weihnachten morgen in unserer Zeitung. Muss auch so sein, schließlich muss das Blatt für drei Tage Unterhaltung und Besinnlichkeit ausreichen …

DSC04601Viel Lichterglanz heute über der Stadt, als ich zu früher Morgenstunde meine neuen Fujitrabuco zum erstenmal ausgeführt habe. Und wie es sich für wasserdichte Trailschuhe gehört, mussten sie ihr Profil durch reichlich Matsch fräsen.

DSC04609Rauf auf den Petrisberg also auf meinen Lieblingspfaden, die zu dieser Jahreszeit teilweise reichlich von Wildschweinen durchgepflügt werden. Aber das Schmatzen – nicht der Schweine, sondern – der Schuhsohlen, wenn sie versuchen, sich festzukrallen.

DSC04615Schön ist das. Auch die steile Rampe hoch zum Aussichtpunkt Sickingenstraße geht gut. Super Grip, würde man bei Reifen sagen. Und auf feuchtem Asphalt? Ausreichend. Aber richtig Spaß machen die bunten Treter in Matsch, auf feuchtem Blätterwerk und Gras.

DSC04618In der Stadt sind derweil schon die Lichter ausgeschaltet, obwohl es noch ziemlich düster ist. Dafür bietet der Morgenhimmel ein ziemliches Spektakel.

DSC04619Weinberge oder Unicampus? Mein Beine entscheiden sich für den Campus, um wieder hinunter ins Tal zu kommen. Ist auch immer wieder schön, der Skulpturenpark.

DSC04620Und die spiegelnde Oberfläche der Uniweiher ziehen bei Wolkenstimmung auch immer die Blicke an.

DSC04621Ein schöner Morgenlauf, der letzte vor Weihnachten. Die neuen Schuhe taugen.

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Allen Freunden und Gästen meines Blogs wünsche ich ein schönes Weihnachtsfest!

 

 

 

 

 

Fast wie Weihnachten

Gestern Abend erwartet mich zuhause ein Paket aus München. Inhalt: ein paar Asics Fujitrabuco GTX in interessanter Farbgestaltung. Vielen Dank an Moritz und Robert für das interessante Testmaterial. Ich freue mich schon auf die ersten Schneeläufe.

IMG_4614Heute Morgen bei der Tour zu den Mattheiser Weihern trage ich aber andere Schuhe: zum ersten Mal seit dem vermaledeiten Treppentraining im Frühjahr, bei dem ich mit die Fußsohle ruiniert hatte die Ascis DS Gel-Trainer 18. Denen hatte ich damals Mitschuld an den folgenden wochenlangen Problemen mit dem Mittelfuß gegeben und sie deshalb im Schuhschrank gelassen.

Heute … Keine Probleme. Ganz im Gegenteil. Die Schuhe fühlen sich ausgezeichnet an und machen Spaß. Leicht und schnell. Dass ich am Ende nicht so schnell bin, wie es sich anfühlt, liegt wohl eher an mir. Vor acht Monaten hätte ich eine Pace etwas über 5 Minuten jedenfalls nicht als schnell bezeichnet … Aber die Dinge ändern sich. Die flachen und leichten DS werde ich ab sofort jedenfalls regelmäßig nutzen.

Ach ja. Als Zugabe in dem Vorweihnachtspaket waren zwei Shirts. Die Aufschrift ist etwas zweideutig und ich muss erst einmal in der Firmenphilosophie von Keller-Sports nachlesen, was es damit auf sich hat:

Was von uns anfangs noch als doppeldeutige Catchphrase benutzt wurde, passt so gut zu unserer Firmenphilosophie, dass es in die Riege unserer Core Values aufgenommen wurde.

 

keller-sports.de ist anders. Wir heben uns von der Konkurrenz ab und beschreiten neue Wege. Deshalb scheuen wir uns nicht vor Herausforderungen, ganz im Gegenteil, diese spornen uns zusätzlich an. Seit dem Beginn der Firma wurden mutige Entscheidungen getroffen um Innovationen voran zu treiben, Geschäftspartner von uns zu überzeugen und den eigenen Ansprüchen gerecht zu werden.

 

Um uns in unserer Branche durchzusetzen, wollen wir unser Potential nicht einschränken, sondern durch Risikobereitschaft vom konventionellen Pfad abweichen. Unseren Kunden das gewisse Etwas zu bieten ist uns wichtig, weshalb wir uns nicht damit zufrieden geben immer auf Sicher zu spielen.

 

Lasst euch überraschen welche Neuerung keller-sports.de demnächst parat hat. Auf jeden Fall werden wir alle davon überzeugen: „We got balls!“

 

Ich weiß noch nicht, ob ich mich trotz dieser Erklärung mit den Teilen wirklich anfreunden werde …

Im Test: Mizuno Wave Ascend 8 – HW13

Leicht, griffig, schnell – so lassen sich die wichtigsten Attribute eines Laufschuhs zusammenfassen, der für mich Überpronierer ein Experiment darstellt.

1-DSC03385Die Rede ist vom Mizuno Wave Ascend 8 – HW13. Ein Trailschuh, der nach Aussage des Herstellers für jeden Untergrund geeignet ist.  Wobei damit vor allem alles außer Asphalt gemeint ist. Denn dort greift der Ascend zwar noch ausreichend. Im Vergleich zu Straßenschuhen kann der in aggressive Gelb-schwarz-rot-Kombination gekleidete Geländeliebhaber aber natürlich nur verlieren.

2-DSC03386Bekommt die Sohle mit der x-förmigen Stollenstruktur und den für Mizuno typischen Flexkerben am Vorderfuß aber erst mal Schotter, Erde, Gras oder Matsch zu greifen, dann wird sofort klar, wofür dieser Schuh gemacht ist: zur leichtfüßigen Fortbewegung abseits planierter Pisten.

4-DSC03401Die neu konzipierte „WetTraction“ Außensohle – die Gummisohle mit eingearbeiteten Fasern aus Kunstleder – hält tatsächlich, was sie verspricht. Da rutscht nichts, auch nicht auf Asphalt! Zudem sorgt die für Mizuno charakteristische Kombination aus unterschiedlichen Materialien und Formen in der Zwischensohle für ein angenehmes Abrollverhalten. Auch wenn die Trailvariante im Vorderfuß etwas direkter und härter ist als zum Beispiel beim Wave Inspire 2, der ebenfalls zu meinem Schuhsortiment zählt.

5-DSC03403Die zunächst ungewöhnliche Breite im Vorderfußbereich zeichnet beide Schuhe aus. Dennoch schwimmt auch der geländegängige Treter nicht, sobald die Schnürung mit den äußerst griffigen Senkeln richtig eingestellt ist. Das vermittelt ein leichtes Laufgefühl, zumal der sehr leichte Außenschuh viel Luft an die Füße lässt. Eine leicht verstärkte Zehenkappe schützt zumindest bei leichten um mittelschwerem Gelände ausreichend vor der schmerzhaften Begegnung mit Steinen oder Ästen.

DSC03407Warum der 330 Gramm schwere Schuh dennoch für mich nicht zum Lieblingsschuh wird, liegt eher an meinen Füßen. Der Mizuno Wave Ascend 8 HW13 ist für Menschen mit deutlicher Überpronation leider nicht stabil genug, um damit längere Strecken zu laufen.

DSC03414Allen Neutralläufern, die nicht das Gefühl eines eng anliegenden Schuhs brauchen, kann ich diese leichte Geländemaschine aber sehr empfehlen.

Vielen Dank an Stefan Hof von Kelller-Sports für das Testmaterial.

 

Leichter geht es nicht

Der Herbst macht nun seinem Namen alle Ehre. Mit Wind, Regen und Temperaturen zwischen Null und 15 Grad verlangt er von uns Laufsportlern viel Flexibilität bei der Wahl von Schuhwerk und Kleidung.

DSC03422Es ist Jackenzeit, und spätestens seit ich einmal mit meinem relativ dicken Gore-Tex-Oberteil auf einem längeren Lauf fast verglüht bin, wechsle ich durchaus meine zweite Haut je nach Temperatur und Windstärke. Mit der Adidas-Laufjacke Adizero Climaproof gehört nun seit einigen Wochen ein besonderes Leichtgewicht zu meiner Laufkleiderkammer.

1-DSC03391Eine Liebe auf den ersten Blick ist das durchscheinend graue Teil mit dem gelben Kragen und den aufgedruckten drei Streifen für mich zwar nicht. Keine Jacke für jeden Tag. Allerdings wird bereits beim ersten Begreifen deutlich, wo der unschlagbare Vorteil dieser Jacke liegt: 88 Gramm bedeuten grenzenlose Leichtigkeit!

3-DSC03393Alleine die beiden Reißverschlüsse machen vermutlich die Hälfte des Gesamtgewichts der Jacke aus, bei der auf allen unnötigen Schnickschnack verzichtet wurde. So muss eine kleine dreieckige Brusttasche als Staufach genügen. Und weil wir gerade beim Thema sind: Zusammengeknüllt benötigt die Adizero gerade einmal so viel Platz wie eine große Faust – und passt in die eigene Brusttasche.

5-DSC03396Aber noch wichtiger als die Packmaße ist natürlich die Funktionalität beim Laufen: Natürlich sind 88 Gramm so gut wie nicht zu spüren. Das Climaproof-Material ist angenehm weich und geschmeidig. Eingenähte Gummizüge an den Armbündchen halten die Ärmel in Position, auch wenn man sie über den  Unterarm zurückschiebt.

4-DSC03394Wind? Kein Problem. Das durchscheinende Etwas lässt nichts durch.

Wärmeaustausch? Die Jacke verhindert ein Auskühlen des bewegten Körpers bis Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt. Vor allem über die Ventilationszonen unter und hinter den Achseln wird Schweiß und Wasserdampf nach außen abgegeben. Wenn es kälter wird, sollte die Wahl allerdings doch auf eine dickere Jacke fallen. Oder Läufer lässt es unter dem Windschutz vielschichtig werden. Aber nicht vergessen! Diese Jacke wärmt nicht. Immer schön in Bewegung bleiben!

Regen? Na ja. Hier kommt die Climaproof natürlich an ihre Grenzen. Vor allem klebt der nasse Stoff dann etwas unangenehm auf der Haut. Allerdings ist die Zeitspanne, die er zum Trockenen braucht, auch rekordverdächtig kurz.

1-DSC03407Fazit: Die Adidas Adizero Climaproof Jacket (warum eigentlich immer so komplizierte Namen?) ist ein superleichter Wetterschutz für windige und nicht zu nasskalte Tage. Ideal ist sie für Trail- und Langstreckenläufer, die mit kleinem Rucksack oder Hüfttasche unterwegs sind. Hier findet das Jäckchen immer einen Platz und fällt nicht ins Gewicht.

 

Mit Flügeln

06-DSC03882Ein vorletztes Aufbäumen des Altweibersommers. Temperaturen um 19 Grad. Nach dem strömenden Regen der Nacht und des frühen Morgens wechselnd bewölkt. Ideale Voraussetzung, um noch einmal in Kurz-kurz zu laufen. Es soll eine beflügelte Runde durch den Tiergarten werden, denn mein neues Laufshirt will unbedingt getestet werden.

07-DSC03886Dass ein Getränke-Hersteller aus Österreich Flügel verleiht, ist leidlich bekannt. Ich mag das Zeug nicht. Dass die bekannteste deutsche Sportmarke das auch vermag, ist eine andere Sache, aber irgendwie komme ich mir mit dem Adizero Sprint Web Tee – interessanter Name für ein Laufshirt – fast so vor wie der Typ mit der roten Nase in rotbulligen Zeichentrickwerbung. Gelbe, reflektierende flügelartige Konturen geben dem sonst schwarzen Kompressionsshirt einen unverwechselbaren Look.

05-DSC03877Größe M ist für S-Typen wie mich, die sonst kaum Kompressionswäsche wählen, angenehm zu tragen. Auch so modelliert das schnelle Teil den Körper ohne Gnade nach und bringt jedes Fettpölsterchen in Stellung. Nach dem verletzungsbedingten Rumpfstabi-Schlendrian der vergangenen Monate drängen sich die drei Kilogramm Zusatzgewicht, die sich da wohl vor allem im Bereich Bauch und Hüfte konzentriert haben, mehr in den Blick als mir lieb ist. (Wehe es kommt kein Widerspruch in den Kommentaren zu diesem Artikel!)

04-DSC03871Wer sich also so ein Teil anschafft, sollte entweder einigermaßen hüftschlank sein, oder über ein gesteigertes Selbstbewusstsein verfügen. Wer aber das Shirt erst einmal an hat, wird daran gefallen finden. Es ist angenehm weich, keine Nähte stören, und gibt der Muskulatur halt, was angeblich zu besseren sportlichen Leistungen führt. Daher vermutlich auch der Name. Aufgescheuerte Brustwarzen sollten mit dem Adizero kein Thema sein.

08-DSC03892Mir ist es trotz der versprochenen Climacool-Funtkion heute ziemlich warm. Aber das liegt  sicher auch an dem wunderbar tiefen Boden im Tiergartental. Dort noch eine nette Begegnung mit einem Läufer, der dort nach eigenen Angaben seit 20 Jahren regelmäßig seine Runden dreht. Vielleicht gewinnt unser Samstagslauftreff ja einen Gast.

09-DSC03901Und danach? Erst mal aus dem Kompressionsshirt schälen. Wenn schon das Anziehen etwas schwierig ist. Sich auszupellen, war noch eine Tick komplizierter. Hat aber doch geklappt. 😉

Ein schöner Lauf. Am Dienstag soll es dann kühler werden, spätestens. Die Jackenzeit steht vor der Tür.

P.S.: Die Bildergalerie zeigt – ahm, nicht mich, sondern meine großen Sohn. Der hat in Sachen Köperform inzwischen mehr zu bieten als ich. As Time goes by …

Test: Mizuno Wave Inspire 9

DSC02090-1Ein Stabilschuh für mich? Vor der ersten Anprobe des Wave Inspire 9 von Mizuno war meine Skepsis groß. Zwar benötige ich wegen meiner Überpronation zumindest eine leichte Innenstütze, um eine dauerhafte Fehlbelastung der Gelenke zu vermeiden. Aber nach einigen Jahren problemlosen Laufens in mäßig gestützten Lightweight-Schuhen glaubte ich nicht, irgendwann noch einmal mit Spaß einen Stabilschuh zu tragen. Zu schwammig, zu schwer – so mein Vorurteil.

5-DSC02456Nun also mein erster Mizuno. „Der sanfte unter den Stabilschuhen“ – so wirbt der Hersteller für das  optisch ansprechende Sportgerät mit der für Mizuno charakeristischen Zackensohle. Es handelt sich bei diesem optischen Merkmal vielmehr um die ap-Zwischensohle, die für die maximale Kraftübertragung bei jedem Schritt verantwortlich sein soll.

3-DSC02454Gemeinsam mit der auffällig gekerbten Sohle verspricht Mizuno eine sanfte Abrollbewegung, die gleichzeitig die natürliche Vorwärtsbewegung des Läufers dynamisch unterstützt. Die Aufprall- und Bewegungsenergie, so die Absicht der Entwickler,  soll wie in Wellen absorbiert und umgewandelt werden. Daher der Name Wave-Technologie. Ziel: Eine fließende Laufbewegung.

6-DSC02457Und wie ist die Realität?

Passform:

Zunächst einmal ist der Schuh mit 295 Gramm angenehm leicht, ein leichter Stabilschuh, sofern es so etwas gibt. Der Außenschuh mit leichtem Mesh-Material und aufgenähten Applikationen ermöglicht eine gute Durchlüftung. Wie zu erwarten sitzt die Ferse in der stabilen Fersenkonstruktion angenehm fest. Der Vorderfußbereich ist angenehm weit und lässt sich über die Schnürung mit den gut haltenden Schnürsenkeln ausreichend regulieren.

Laufgefühl:

Die ersten Schritte … Unglaublich. Ich bin ein wenig irritiert, wie enorm jeder Schritt gedämpft wird. Ungewohnt. Von direktem Kontakt zu den Unebenheiten des Untergrunds lässt sich kaum sprechen. Der Wave schluckt das weg. Wer über die Ferse läuft, wird bei diesem Schuh nicht bestraft. Im Gegenteil: er verleitet dazu, auch wegen der für Stabilschuhe typischen Sprengung. Die Ferse steht 9,1 Millimeter höher als der Vorderfuß.

Anwendung:

Dennoch. Nach einigen Kilometern bin ich überzeugt. Das Laufen mit dem Inspire 9 macht viel Spaß: Vor allem bei mäßigem Tempo auf Asphalt und hartem Untergrund lässt sich dieser Schuh auch auf langen Strecken genießen. Er wird niemals schwer, was auch an der großen Flexibilität der Sohle im Mittel und Vorderfußbereich liegt. Die Kerben und das spezielle „Flex-Kontrollsystem“ sollen für die fließende Abrollbewegung verantwortlich sein. Nach 100 Test-Kilometern kann ich bezeugen: Es funktioniert.

Und auch auf Feldwegen und nicht zu steilen Trails macht dieser Schuh Freude. Die Sohle greift überraschend gut. Die Kerben erweisen sich nicht als „Steinchensammler“. Bei Nässe und in wirklich profiliertem Gelände kann er natürlich nicht mit Trailschuhen mithalten. Aber dafür ist der Wave Inspire 9 auch nicht gemacht.

Haltbarkeit:

Die Entwickler werben intensiv mit der angeblichen großen Haltbarkeit dieses Schuhs, auch mit Blick auf die Dämpfungseigenschaften. Ob das zutrifft, kann ich nach 100 Kilometern noch nicht sagen. Die geringen Abnutzungserscheinungen an der Sohle deuten allerdings darauf hin, dass sie recht behalten könnten.

Fazit:

Der Mizuno Wave Inspire 9 ist ein leichter Stabilschuh mit hervorragender Passform und einer unglaublichen Dämpfung, der sich auch für heiße Sommertage eignet. Es ist kein Schuh für Bestzeiten, sondern für ruhige Läufe auf hartem Untergrund, gerne auch auf langen Distanzen. Wer über die Ferse abrollt, wird sich allerdings mit diesem Schuh nicht zum Mittelfußläufer entwickeln. Ich trage ab sofort regelmäßig auch wieder einen Stabilschuh.  2-DSC02178

Technische Daten:

Mizuno Inspire Wave 9

Stabilschuh

295 Gramm

Höhe Vorderfuß: 24 Millimeter

Höhe Ferse: 33 Millimeter

Vielen Dank an Keller-Sports für das Testmaterial.

Ein Thriller für lange Läufe

Viele Läufer haben Musik im Ohr. Manche nutzen ihre Ausflüge auf zwei Beinen, um einem Vorleser zu lauschen. Für ungewöhnliches Hörbuch kann ich eine Empfehlung geben. Es hat für mich eine zusätzliche Brisanz erhalten, weil just in den Tagen in Bosten die Bomben explodierten, als ich virtuell mit auf der Strecke war.

Ein verstörendes Erlebnis.

 

Boston Run – Ein Hörbuch-Thriller für lange Läufe

Hochspannung nicht nur für Läufer. Das verspricht der Roman „Boston Run“ von Frank Lauenroth. Unser Redakteur Rainer Neubert hat sich das von Johannes Steck gesprochene Hörbuch angehört.

Wieder einmal wird Fiktion von der Realität überholt: Bombenanschläge beim Boston Marathon. Die Explosion in dem Roman und Hörbuch von Frank Lauenroth spielt zwar nicht auf der Zielmeile des legendären Laufs. Es werden auch keine unschuldigen Zuschauer getötet oder verletzt. Dennoch erlangt das spannende Nervenspiel um einen Ex-Mitarbeiter des Geheimdienstes NSA und seines laufenden Kumpels Brian durch den realen Terror eine noch größere Brisanz.

Mit 345 Minuten Spielzeit entspricht die Länge des von Johannes Steck gesprochenen Hörbuchs in etwa der Zeit, die ein Freizeitläufer für Startvorbereitungen, das Absolvieren einer Strecke über 42 Kilometer und die Dusche danach benötigt. Auch dank der immer wieder eingeschobenen Kommentare von Fernsehreportern erlebt der Hörer also eine Laufveranstaltung fast in Echtzeit, aber sicher mit mehr Dramatik und überraschenderen Wendungen als sie jemals ein Marathon haben kann – wäre bis vor den Anschlägen von Boston die passende Formulierung gewesen.

In dem fiktiven Thriller geht es um Doping, um viel Geld und um Rache: Der geniale Ex-Geheimdienstmitarbeiter Christopher Johnson hat eine Wunderdroge entwickelt, die Menschen zu schwer kontrollierbaren Supersportlern macht. Das besondere daran: die Substanz baut sich während des Laufes ab und ist bei richtiger Dosierung und Disziplin des Sportlers im Ziel nicht mehr nachweisbar.

Johnsons Freund Brian, der verkleidet und unter falschem Namen in Boston an den Start geht, soll die 150000 Dollar Siegprämie gewinnen. Durch einen anonymen Anruf kommt der Geheimdienst diesem Plan auf die Schliche. Eine wilde Jagd beginnt, denn Einsatzleiterin Rachel Parker muss an das Blut des gedopten Läufers kommen, bevor dieser das Rennen beendet. Aber der rennt im Team der Spitzenläufer – permanent im Fokus der Livekameras. Bis ins Ziel?

Frank Lauenroth: „Boston Run – Der Marathon-Thriller“, gelesen von Johannes Steck, Sportwelt Verlag, 5 CDs, 345 Minuten, 19,95 Euro

 

Testbericht: Recovermax

Lange Läufe brauchen viel Kraft, besonders bei hohem Tempo, vielen Höhenmetern oder der Kombination von beidem. Besonders wichtig wird da die ausgewogene Ernährung inklusive der Wahl des mineralstoffreichen Wassers.

1-DSC09689Müssen zusätzlich Nahrungsergänzungsmittel sein? Die Meinungen darüber gehen auseinander. Aber es gibt meiner Meinung nach auch für Freizeitsportler zumindest einige sinnvolle Produkte. Dazu gehört nach einem ausgiebigen Test sicher der Sportdrink Recovermax. von maxinutrition.

Das in einer 700 Gramm-Dose gelieferte Pulver soll besonders nach anstrengenden Läufen zur schnellen Regeneration beitragen.

„Die 3:1 Mischung aus Kohlehydraten und Proteinen sowie fünf wichtigen Elektrolyten – Magnesium, Calcium, Natrium, Kalium und Phosphat – fördert das Wiederauffüllen der Nährstoffspeicher und vermindert das Müdigkeitsgefühl nach dem Sport.“ Soweit das Versprechen des Herstellers. Aber wie ist es in der Realität?

Da der Drink (500 ml) innerhalb von 20 Minuten nach dem Training empfohlen wird, trinke ich in der Regel ein Glas vor dem Duschen und eines danach.

Geschmack: Orange, nicht zu süß, angenehm.

Wirkung: stillt den Durst und nimmt das erste Hungergefühl.

Wie groß nun der Unterschied nach dem Laufen mit und ohne den Sportdrink ist, kann ich zwar nicht wirklich sagen. Allerdings hatte ich schon das Gefühl, dass mir Recovermax gut getan und dazu beigetragen hat, dass ein langer Morgenlauf nicht die einzige körperliche Betätigung an diesem Tag bleiben musste.

Die Dose ist bald leer, dann werde ich mal sehen, ob die Regeneration ohne länger braucht. Und dann werde ich entscheiden, ob es die 25 Euro wert ist, die Maxinutrition dafür verlangt.

Vielen Dank an Maxinutrition für die kostenlose Überlassung der Testdose.

 

Echte Renner fürs Gelände: Asics Fuji-Racer

Das habe ich nun davon… Diese ganze Trainiererei hat dazu geführt, dass mir meine Trabuco doch ziemlich schwer und klobig vorkommen. Von der leichteren Alternative meines Lieblingsschuhherstellers hatte ich bereits gelesen. Und als sie nun im Regal vor mir standen, konnte ich nicht widerstehen.

Natürlich passten sie bei der spontanen Anprobe sehr gut. Und als mir der freundliche Verkäufer nach einer kleinen Fachsimpelei auch noch einen ordentlichen Preisnachlass gab, war auch die letzte Zurückhaltung verflogen.

Die neuen Fuji-Racer ergänzen nun mein Laufschuh-Arsenal.

Der leichteste und dynamischste Trailschuh aus der FUJI-Serie ist der GEL-FUJI RACER. Bei einem Gewicht von nur 250 Gramm und dank seiner extrem flachen Mittelsohle mit einer Sprengung von 15 mm/ 7 mm besitzt er eine sehr dynamische Abstimmung und ein sehr direktes Bodengefühl. Der GEL-FUJI Racer kann sich über zwei Auszeichnungen freuen: den RUNNER´S WORLD Editor´s Choice und den aktuellen Kauftip des Trail Magazins.

O.k., den ersten Test hat der neue Schuh mit Bravour überstanden. Allerdings werde ich mich langsam an ihn gewöhnen. Denn ohne Stütze ist er. Und das erfordert von einem Überpronierer wie mir eine saubere Lauftechnik, die ein Abrollen über die Ferse möglichst ausschließen sollte.

Nach ausgiebigem Test steht fest: Das ist die absolute Empfehlung für schnelle Läufe im Gelände. Superleicht, supergriffig. Die Sohle ist der Hammer. Der Grip lässt auf Feldwegen und Trails keinerlei Wünsche übrig.Und wenn es mal durch die Löcher in der Sohle nass wird im Schuh, ist das auch kein Problem. Das Wasser fließt auch wieder ab. Kalte Füße ist für Läufer eh ein Fremdwort.

Für die Straße taugt dieser Renner natürlich nicht. Das macht wenig Spaß und beschleunigt die Verschleißerscheinungen enorm.

 

 

Grüne Renner: Asics Gel Trainer DS

Wer sie noch nicht in einer meiner diversen Facebook-Accounts und -Laufgruppen gesehen hat: Hier sind sie, meine neuen Lightweight-Schuhe. Asics Gel Trainer DS 17.

Die Vorgänger waren gelb, was mir ein wenig besser gefallen hat. Aber so etwas grell Grünes an den Füßen hat auch etwas.

Der erste Testlauf damit war prima, auch weil nach zwei Tagen Ruhe mein Knie wieder beschwerdefrei war. Nur zehn flache Kilometer zu den wieder auftauenden Matteheiser in moderaten 54 Minuten. Keine Probleme.

Meine Füße haben sofort mit den Neuen Freundschaft geschlossen. Das passt. Auf die leichte Pronation werde ich vorerst jedenfalls nicht verzichten. 280 Gramm sind dafür doch erfreulich leicht (ich weiß, leichtfüßige Margitta, dir wäre das zu schwer 😉 )

Heute war nochmal Laufpause angesagt. Damit der Ruhetag aber nicht zu ruhig wurde, durfte sich meine Gymnastikmatte mal wieder über ihren Einsatz freuen.

Morgen dann wieder eine etwas flottere Einheit. Da werde ich nicht wieder Tempo und Strecke überziehen ;o)