Longjog in der Regenpause

8 Uhr, 5 Grad, leichter Regen. Trinkgürtel mit zwei Fläschchen angeschnallt, Rosinen und Gel in der Tasche. Kompressionssocken. 3/4 Tight, Sportunterhemd, Halstuch und die gelbe TV-bewegt-Jacke. So die Eckdaten für den geplanten und ersehnten Longjog heute. Christoph ist ähnlich gut präpariert. Und sogar Marcel – der Hungerkünstler – hat eine Stärkung eingepackt.

01-DSC01198Wir einigen uns schnell auf die grobe Strecke: Zur Kyll in Ehrang und dann mal sehen. Drei Stunden Laufspaß sind das Ziel. Aber bitte möglichst erst mal zur Mosel und nicht den wenig schönen Weg durch Kürenz.

In der Kleingartenanlage „Tempelbezirk“ leuchtet uns die gelbe Jacke von Anne entgegen, die es auch geschafft hat, zu frühen Stunde unterwegs zu sein. Zu mehr als einem freudigen Hallo und Winken reicht es an diesem Morgen nicht. Wir wollen nicht nur an, sondern vor allem in den Fluss kommen, den „flow“, den Margitta in einem ihrer Blogeinträge in der vergangenen Woche so hübsch beschreiben hat.

02-DSC01200Über die Kaiser-Wilhelm-Brücke auf die andere Moselseite. Der Regen hat aufgehört, und die grauen Wolken geben ein imposantes Schauspiel über der glatten Mosel. Durch das falsche Biewertal läft es sich schöner als auf dem Moselradweg. Zudem lässt sich auf dem Weg dorthin der wunderschöne Blick auf Trier genießen.

03-DSC01201Alles grünt, blüht und duftet. Es ist ein Traum und eine Meisterleistung, wie sich die Welt in dieser Woche verändert hat. Eine riesige Magnolie zieht im bewohnten Teil des Tals unsere Blicke auf sich.

04-DSC01202Durch Biewer geht es auf den Moselradweg. Am Trierer Hafen beeindrucken die vielen Bauteile von Windrädern, die hier warten, um auf irgendwelche Höhen in der Region transportiert und dort montiert zu werden.

09-DSC01215Weiter geht es in das idyllische Pfalzel. Ein Stadtteil mit großer Geschichte und mächtigem Verteidigungswall. Da ob war ich noch nie, also nutzen wir die Chance und sind überrascht von den Dimensionen.

06-DSC01204

07-DSC01207Gute Gelegenheit für einen Schluck aus der Pulle und ein Gruppenbild fürs Jahrbuch.

08-DSC01214

Als die Autobahnbrücke bei Ehrang in Sicht kommt, ist Christoph überrascht, dass wir schon 1:45 Stunden unterwegs sind und 18 Kilometer in den Beinen haben. Es fühlt sich noch gar nicht so an. Dennoch wird es nichts mit dem Abstecher zur Burg Ramstein. Da hätten wir am Ende sonst fast 50 Kilometer auf dem imaginären Tacho …

10-DSC01216An der renaturierten Kyllmündung entlang – die Natur hat sich dieses nun wieder idyllische Stück Land zurückerobert – peilen wir den Aufgang zur Autobahnbrücke an. Der Weg auf die andere Flusseite ist nciht gerade der schönste und leiseste, dan man sich vorstellen kann. Aber die paar hundert Meter sind schnell vorbei und auf dem Radweg in Richtung Ruwer ist der Lärm schnell vergessen. Erinnerungen an den Hospizlauf leben auf.

13-DSC01224In Ruwer lassen wir uns von Jürgen anfeuern, der hier überraschenderweise unseren Weg kreuzt. Er hatte mit uns vor zwei Jahren in Stockholm den Marathon gefinisht. Unsere kleine Laufgruppe kann von wirklich vielen schönen Erinnerungen zehren, die auch lange Läufe kurzweilig werden lassen.

Durch die Riverisstraße geht es nach Kürenz, wo Marcel vorschlägt, durch das Avelertal hinauf nach Tarforst zu laufen. Ist schöner als durch den Stadtteil. Also gehen wir es an, obwohl wir schon 2:30 Stunden unterwegs sind. Einige Rosinen eingeworfen, noch ein Schluck Wasser. Das Halstuch ist längst in der Jackentasche verstaut. Christoph wird es unter der Laufkappe auch zu heiß.

11-DSC01220Hinauf – das zweite Gruppenfoto zeugt davon, dass wir noch nicht auf dem Zahnfleisch robben -, an der Domäne Avelsbach vorbei, dann noch einige Meter hoch und hinüber zum Unicampus. Der wurde am Donnerstag vom Bundesverband der Landschaftsarchitekten zu einem von 100 besonderen Orten in Deutschland ernannt. Zur Liste gehört beispielsweise auch der Olympiapark in München.

12-DSC01223Die vielen Kunstwerke auf dem Trierer Campus sind nun mit erklärenden Hinweisschildchen versehen. Laokoon 86 von Waldemar Otto musste für die Feierstunde die gehäkelten Hosen wieder runterlassen und streckt seinen bronzenen Bauch wie eh und jeh in Richtung Tal.

14-DSC01225Am Geozentrum nimmt Marcel schließlich den Weg in Richtung Petrisberg, um nach Hause zu kommen. Christoph und ich laufen durch die Weinberge hinunter nach Olewig. Der Ausblick auf blühende Büsche und ergrünende Hänge ist auch bei bedecktem Himmel ein Traum.

15-DSC01228Nach 3:10 Stunden und etwas über 33 Kilometern erreichen wir schließlich wieder unseren Startpunkt.

16-DSC01229Wir sind glücklich. Endorphine schwappen über. Heute hätten wir auch einen Marathon laufen können … Und die Sehne? Bei Kilometer zehn glaubte ich sie zu spüren – kleine Sorgen – dann war der psychosomatische (?) Anflug von Schmerz aber wieder weg und kam nicht wieder. Möge es so bleiben!!!!

P.S.: 30 Minuten nach dem Lauf setzt der Regen wieder ein 😉

Geduld

… zahlt sich aus, auch wenn es nicht unbedingt meine Stärke ist, zumindest wenn es ums Laufen geht. Heute also ein etwas mulmiges Gefühl, als ich meine Laufschuhe anziehe. Meine schwersten und stabilsten. Wird die Sehne halten?

DSC01046Gestern Abend – nach zwei Tagen Pause –  war von Schmerzen nichts mehr zu spüren. Und beim normalen Gehen hatte ich schon am Tag davor keine Probleme. Das Wetter? Da könnte ich wieder unkontrolliert fluchen, aber ich lasse das mal. Es ist grimmig kalt, so eine ekelige Kälte. Der Himmel grau, hohe Luftfeuchtigkeit, ein zwar nur leichter Wind, der allerdings Frosterqualität hat. Das Outfit ist also eher winterlich, 3/4 Hose und Kompressionsstrümpfe ersetzen die lange Tight. Das lange Shirt aus  Merino-Wolle ist das tollste Teil, das ich mir in diesem Winter zugelegt habe. Meine gelbe Lieblings-Gore-Jacke drüber. Handschuhe und … nein, keine Mütze, sondern eine Kappe. Schließlich könnte es laut Wetterbericht regnen oder sogar schneien.

Christoph kommt aus dem Haus, als ich nach dem Satelliten suche. Auch in Gelb, auch mit Sehnenproblemen, wie er erzählt. Auch er hat etwas zum Trinken auf die Hüften geschnallt. Wir werden also versuchen, zumindest um die 25 Kilometer zu laufen. Die Vorbereitung auf den Mittelrhein-Marathon muss schließlich fortgesetzt werden.

DSC01048Am Treffpunkt wartet Achim. Rudi, Marcel und Dominik haben andere  Verpflichtungen. Und so machen wir uns nach kurzer Absprache, wo es hingehen soll, zu dritt den Eselspfad hinauf auf die Hill und hinunter ins Tiergartental. Von dort durch das Goldkäulchen zur Pellinger und durch das Konzer Tälchen zurück in Richtung Trier. So ist der Plan.

Und? … Schon die ersten Schritte lassen mich aufatmen. Keine Schmerzen. Auch die Serpentinen hoch in Richtung Kernscheid sind problemlos möglich. Nach dem steilen Stück bergab ins Goldkäulchen – knapp fünf Kilometer sind vorbei – glaube ich ein leises Ziehen zu spüren. Also heißt es weiterhin, bewusst zu laufen, schön auf dem Mittelfuß, geruhsam.

DSC01050Das Ziehen verschwindet wieder, ist auch nicht zu spüren, als wir die Pellinger Straße überqueren und in das leider unter bleischwerem Himmel liegende Konzer Tälchen blicken. Vorsicht auch bei den abschüssigen Passagen hinunter nach Niedermennig. Eine sehr hübsch restaurierte Marienkapelle zieht unsere Blicke an. Kurzer Fotostopp. Jetzt geht es fast nur noch flach zurück nach Hause.

DSC01051Die Pfade, die rechts im Wald neben dem Radweg zu erkennen sind, werden beim nächsten Mal unsere Streckenwahl sein. Heute bleiben wir auf festem Untergrund. Auch in Konz. Eine einst von Eisenbahn und Industrie geprägte Stadt. Wenig hübsch, um mal etwas euphemistisch zu bleiben.

DSC01052Eine „interessante“ Bahnunterführung öffnet uns den Weg zur Mosel und auf die laaaange Gerade in Richtung Trier.

DSC01053Hier begegnen wir einigen anderen Läufern und Hundebesitzern. Rottweiler und Bullterrier werden aber zum Glück an der kurzen Leine geführt, so dass auch die beiden Schwäne nichts zu befürchten haben, die hier zwischen Fluss und Bahntrasse brüten.

DSC01054Zeit für eine Handvoll Rosinen. Etwas Wasser. so lassen sich auch die folgenden zehn Kilometer bis nach Olewig überstehen.

DSC01059Achim nimmt jetzt konsequent die Ideallinie. Er ist froh und sicher auch zufrieden, als wir nach 2 Stunden und 35 Minuten den Olewiger Sportplatz wieder erreichen. 26 Kilometer – und die Sehne hat gehalten! Auch Christoph ist glücklich, dass er keine größeren Probleme hatte. Unser gemeinsames Ziel Mittelrhein-Marathon ist also nicht gefährdet. Wen kümmert da noch das Wetter? 😉

 

Grau

DSC01041Grau ist der Himmel, nicht viel farbiger meine Gemütsverfassung bei dem eisigkalten Morgenlauf heute. Irgendwie passt es nicht. Schlecht geschlafen, zu früh wach geworden, noch im Dunkeln aufgestanden. Dann die leichten Trailschlappen angezogen … und prompt spüre ich seit Monaten zum ersten Mal wieder meine Achillessehne. Na hoffentlich ist das nur eine Irritation. In den nächsten Tagen kommen jedenfalls wieder die gestützten Schuhe an die Füße …

Super Winter-Frühling-Sonne

Es läuft wieder, und so langsam will ich auf die normale Wochenkilometerzahl für einen Marathon kommen, bevor ich Mitte April die nächste Stufe zünde.

DSC00696

Aber was ist das? Die Sonne scheint am Morgen durch die weiß befrosteten Dachfenster. Da steht eh außer Frage: ich muss raus! Eine etwas kürzere Strecke soll es sein, weil ich zum ersten Mal in dieem Jahr die leichten Fuji-Racer tragen werde. Die mit dem Loch in der Sohle, was wenig erfreuliche Folgen hat, sobald es richtig matschig wird.

DSC00699Als ich am Fuße der Weinberge Kerstin, eine gute Bekannte, in meinen Lieblingsweg laufen sehe, schiebe ich allerdings meine Bedenken beiseite, nach dem vielen Regen könnte das Geläuf dort zu tief sein. Und tatsächlich war es in der Nacht so frostig, dass der Matsch so weit erstarrt ist, dass Leichtgewichte wie wir federnden Schrittes darauf laufen können, ohne zu versinken.

DSC00704-3 Grad, wolkenloser Himmel. Ein Traum. Das findet auch Kerstin, die sonst um diese Zeit immer ihre Mädchen in die Schule begleietet. Aber in Rheinland-Pfalz sind Osterferien, und so können wir ein gutes Stück Weg gemeinsam laufen und plaudern, bevor sie eine andere Wegvariante nimmt. Ich wähle die steilere Strecke und nehme vom Weinbergsweg unterhalb des Aussichtspunktes Sickingenstraße den direkten Weg noch oben. Das spart einen Kilometer zu der üblichen 11er Runde.

DSC00702Vergleichsweise viele Läufer und Spaziergänger sind heuite schon unterwegs. Die Sonne lockt. Blanke Waden wie ich zeigt aber niemand sonst. Dabei ist das trotz der tiefen Temperaturen sehr angenehm.

DSC00707

Angenehm ist auch das Gefühl der leichten Trailschuhe. Echte Flitzer, vor allem im Gelände. Da sie keine Stütze bieten bin ich vorsichtig, um eine Überlastung zu vermeiden.

DSC00705Es ist einfach schön und befreiend, an so einem Morgen zu laufen. Vorbei am Turm Luxemburg nehme ist die zweite Abkürzung, die durch die Weinberge direkt hinunter nach Olewig führt. Auch hier ist der Matsch vom Mittwoch schockgefrostet.

DSC00709Nach knapp 9 Kilometern ist diese schöne Tour zu Ende. Schön Dehnen, ein paar Liegestütz. Ich bin für den Tag gerüstet.

DSC00714Am Samstag dann der Bendersbachtallauf. Wiedersehen mit vielen Lauffreunden. 25 Kilometer Landschaftsgenuss. Vielleicht zeigt sich ja wieder die Sonne.

DSC00716DSC00718

 

Es läuft noch

Ideale Bedingungen heute früh, um wieder in längere Distanzen zu starten. 20 Kilometer sollten es sein, so mein Vorsatz, mit dem ich mich kurz vor 8 Uhr bei -2 Grad zum Olewiger Sportplatz aufmache.

DSC00632Christoph, unser Lauftreffleiter, muss leider krankheitsbedingt passen. Aber Achim, Marcel und Rudi sind da. Großes Hallo. Vor allem mit Marcel, denn wir sind in diesem Jahr noch gar nicht gemeinsam gelaufen. Er ist voll im Training, aber auch Achim und Rudi haben nichts gegen den Vorschlag, auf die Höhe zu laufen, der Sonne entgegen.

DSC00637Vom „Tiefschnee“ am Mittwoch ist nicht mehr viel da. Vor lauter Gequassele mit Marcel – ja, er wird mit mir Mitte Juni den ersten offiziellen Ultra beim Eifel-Marathon in angriff nehmen – verpasse ich die moderate Aufstiegsvariante zum Heidkopf. So müssen wir also den steilen Tarforster Kreuzweg hinaufschnaufen. Ist aber gar nicht so schlimm wie befürchtet.

DSC00645Hier oben haben sich auf den Wegen noch große Schnee- und Eisplatten gehalten. Vorsicht ist also angesagt. Bei unserem moderaten Tempo kann aber eh nicht viel passieren.

DSC00640Über die Höhe und dann den wunderbaren Weitblick auf den Hunsrück genießen, bevor wieder Aufmerksamkeit gefragt ist. Denn auf der Abzweigung Richtung Fluchtburg liegt doch noch erstaunlich viel Schnee.

DSC00647So wird diese 5 Kilometer lange Schleife oberhalb des Ruwertals zu einem echten Winterlauf. Vor allem in den schattigen Waldpassagen ist der weiße Untergrund noch richtig weich und tief. Das geht mächtig in die Beine, macht aber rieig Spaß – zumindest mir.

DSC00653Grandios, wie leichtfüßig zwei Rehe vor uns über den Weg den Berg hinauf springen – federn wäre eigentich das bessere Wort. So leichtfüßig und sprunggewaltig müsste man sein …

DSC00648Am Einstieg zum Saar-Hunsrück-Steig-Abstieg ins Ruwertal spuckt uns der Wald wieder aus. Die Oberschenkel glühen, zumal gerade der letzte Kilometer bergauf durch den weitgehend ungespurten Schnee Kraft gekostet hat. Achim und Rudi kündigen auch deshalb an, sie würden nun gerne auf dem direkten Weg nach Hause laufen.

DSC00656Dagegen spricht nichts, zumal wir schon fast zwei Stunden unterwegs sind. Ich will aber Marcel nicht alleine auf den Weg nach Trier-Ost schicken, und sol begleite ich ihn noch auf den Petrisberg, nachdem sich Rudi und Achim an der Uni verabschiedet haben.

20 Kilometer haben wir jetzt schon auf der Uhr. Meine Beine signalisieren nun langsam, dass sie ihren letzten langen Lauf vor vier Wochen hatten. So ganz spurlos ging die lange Pause auch nicht an ihnen vorüber. Marcel dagegen ist wirklich fit und zeigt es mir auch am letzten Berg hinauf zum Panoramaweg Sickingenstraße.

DSC00664

Am Ende der Wohnbebauung verabschiede ich mich von Marcel und trabe über hier matschige Sonnenwege hinab ins Tal. Die Ration Rosinen tun vor den letzten beiden Kilometern gut.

DSC00665Noch ein Kilometer. Rums. Da mache ich mich lang. Ein umgebogener Drahthering am Rand des Weinbergswegs stellt mir ein Bein. Nichts passiert, aber Hose, Jacke und Handschuhe sind vom Schlamm, in dem ich gelandet bin, versaut. Da bekommt die Waschmaschine also etwas zu tun.

DSC00667Mit schweren Beinen ist nach 24 Kilometern das Ziel erreicht. Die Familie hat lange geschlafen und richtet gerade das Frühstück. Auch das passt also. Und danach noch shoppen in Trier. Ein neues Skateboard für den Jüngsten, der nun ein großes Board braucht. Und – auf Drängen meiner Liebsten – allerlei Frühlingsklamotten für mich. Für sie nicht ganz so viel. Um meinen Laufschuhdealer mache ich bewusst einen großen Bogen.  Die neuen Straßenschuhe müssen noch ein wenig warten …

Schmerzen? Nein. Nur schwere Beine. 😀

Zeit: 2:43:51
Zeit in Bewegung: 2:28:03
Elapsed Time: 2:43:51
Ø Pace: 6:48 min/km
Avg Moving Pace: 6:09 min/km
Beste Pace: 4:21 min/km

Auf der sonnigen Seite

DSC00618Nach dem Fehltritt am Mittwoch gestern eine Laufpause und heute der Test: Was macht das Fußgelenk? Gestern Abend war bereits kein Schmerz mehr zu spüren. Und … heute auch nicht.

DSC00620Der Plan, mal wieder zu den Mattheiser Weihern zu laufen änderte sich spontan beim Blick auf die sonnenüberfluteten Weinberge. Auf der sonnigen Seite des Olewiger Tals ist der Schnee bereits weitgehend getaut. Gefahr von verdeckten Stolperfallen droht dort also nicht. Und Matsch ist angesichts der knackigen Kälte von -8 Grad auch nicht zu befürchten.

DSC00624Dennoch nehme ich hinauf auf den Petrisberg die sichere Variante über zunächst befestigte Wege. Der Fuß macht keine Probleme, OP-Nachwehen gibt es beim Laufen inzwischen auch keine mehr.

DSC00625So wird es ein sonniger Wonnelauf, auf dem Weg zurück auch über unbefestigte und besonders schöne Trailabschnitte.

DSC00626Alles bereit also für den Samstag. Da steht erstmals seit dreieinhalb Wochen wieder ein Lauf über 10 mehr als 10 Kilometer auf dem Programm. Ich freu‘ mich d’rauf!

DSC00628

Halblang

Es wäre auch kurz möglich gewesen. Aber diese Privileg will ich Volker nicht nehmen. Deshalb heute halblang. Zur üblichen Stunde, kurz vor 8 Uhr.

DSC00472Es ist hell, tatsächlich. In den gut 14 Tagen meiner Laufpause hat sich der Zeitpunkt des Sonnenaufgangs ganz offensichtlich deutlich nach vorne verschoben.

DSC00474Sogar im Tiergarten würde ich zu dieser Zeit die Sonne sehen, wenn da nicht die Wolken wären, die vom Wetterumschwung künden.

DSC00475Aber am Samstag soll es noch mild sein. Vielleicht ein bisschen Regen. Beim Fährturmlauf in Scheich wird das nicht stören.

DSC00476Ich werde vorsichtig sein. Versprochen. Und locker mitlaufen. Anne als Aufpasserin dabei. Da kann nichts schief gehen. 😉

DSC00480

 

Wieder unterwegs

Wieder so ein Tag, an dem man nicht so recht weiß, wo einem der Kopf steht. Wie gut, dass es heute früh mit dem läuferischen Neustart nach der Zwangspause so gut geklappt hat. Dabei war ich davor ganz schön nervös. Würde das ohne Beschwerden funktionieren?

DSC00460Ausnahmsweise bin ich sogar mit dem Auto den Berg hochgefahren, um mich nicht zu übernehmen. Start also auf dem Uni-Laufpfad … Die Sonne scheint. Erste vorsichtige Schritte. Nichts zwackt. Nichts schmerzt. Ungewohnt ist es. Am Ende der ersten Runde klingelt das Smartphone. Freund und Kollege Oliver ist dran. Wo ich denn sei, und ob er sich mir anschließen könne. Natürlich! Wir sind schon ewig lange nicht mehr gemeinsam gelaufen.

Ich ziehe also noch eine Runde in dem von der Morgensonne gefluteten Teletubbiland, wo ich auch vor inzwischen acht Jahren meine ersten intensiveren Laufübungen absolviert hatte. Zeit für ein Foto. So kritisch wie ich da schaue ist es gar nicht.

DSC00467Mit Oliver zusammen geht es dann hinüber zum Petrisberg, auf den Panoramapfad der Sickingenstraße und wieder zurück. Gemütlich, schön, auch wenn sich die Sonne wieder hinter leichter Bewölkung versteckt.

DSC00468

Ein weitere Erinnerungsfoto muss natürlich noch sein. Neben Oli wirke ich schon ziemlich spargelig. Dabei habe ich gar nicht abgenommen in den vergangenen zwei Wochen. Im Gegenteil: ein Kilo mehr …

DSC00464

Zurück an den Uniweihern vorbei zum Auto. 9,5 Kilometer in brutto einer Stunde. Der Anfang ist gemacht. Der Spaß ist wieder da!

Von der Rolle

Die Überschrift dieses Blogeintrags ist wirklich mehrdeutig gemeint. Bezogen auf meine läuferische Situation trifft sie zu, weil ich es noch immer nicht gewagt habe, wieder schneller als im Fußgängertempo unterwegs zu sein. Am Mittwoch soll sich das ändern. Dann startet der nächste Versuch.

FotoEin moderates Rumpfstabitraining gestern war jedenfalls schon mal möglich. Etwas Muskelkater zeugt heute von meiner Untätigkeit in den vergangenen beiden Wochen. Weitere Folgen hatte es nicht. Das stimmt mich positiv.

Zum Gymnastikprogramm gehört in der Regel auch der Einsatz der Blackroll. Die Lockerung der Waden und auch der Rückenmuskulatur mit der harten Styroporrolle tut wirklich gut.

Das meint auch meine Frau, die das Teil kurzerhand mal ihren Patientinnen und Kolleginnen in der Physiotherapie ihrer Klinik präsentiert hat. Ergebnis: Der Hersteller dürfte inzwischen ein sattes Verkaufsplus verbuchen. Das Mutterhaus der Borromäerinnen hat sich jedenfall mit Blackrolls eingedeckt. Und viel Patienten meiner Frau wohl auch. Die Welt sehnt sich nach Lockerheit, besonders wenn es um Muskeln und Faszien geht.

Alle von der Rolle also. Ich kann’s nachvollziehen.

Run with the Flo

Wie zaubere ich einem Normalläufer den Angstschweiß auf die Stirn? Ganz einfach. Bringe zum Samstagslauf Florian Neuschwander mit.

2-DSC00338So ist es heute Achim ergangen – leider der einzige Wackere, der heute neben mir zum Samstagslauf erschienen ist -, als der Ausnahmeläufer der hiesigen Region am Olewiger Sportplatz auftauchte. Flo hat gerade mal locker die 50 Kilometer von Rodgau gewonnen. Und beim Berlin-Marathon war er mit Paula Radcliffe zeitgleich ins Ziel gekommen.

Rund-with-the-flow heißt sein noch ganz frischer Laufblog, der natürlich auch auf den folgenden acht Kilometern ein Thema war. Denn leider nur 45 Minuten hatte Flo Zeit, bevor er zur Arbeit musste. Acht Kilometer in 45 Minuten. Der flotte Gastflitzer kann also auch langsam. Ich wusste das von der Aktion der TV bewegt, wo er im vergangenen Jahr schon mal eine Trainingseinheit geleitet hatte.

3-DSC00345„Ich wollte doch mal wissen, wo das große Biest ist.“ Diesen Wunsch erfülle ich gerne. Wenn auch nicht bergauf, weil wir in Richtung Mattheiser Weiher unterwegs sind. Das Tiergartental kennt Florian bislang auch nur aus meinem und Annes Blogs. Er wird dort in Zukunft sicher häufiger unterwegs sein.

Auf den Wegen um die Weiher ist es teilweise noch ziemlich eisig. Die Aufmerksamkeit gilt deshalb nicht nur dem Gespräch. Ein Foto aus erhöhter Achimposition muss natürlich auch sein.

Am Hauptmarkt setzen wir Flo ab, den wir gerne wieder einmal mitnehmen. Davor wird er allerdings am kommenden Wochenende bei den Britischen Crosslaufmeisterschaften an den Start gehen. gemeinsam mit 2000! anderen, die sich auf 12 Kilometern eine Schlacht liefern werden.

4-DSC00346Eine flache Brückenrunde an der Mosel und zurück durch den ebenfalls teilweise noch eisigen Palastgarten machen für Achim und mich noch die 20 Kilometer komplett.

Gut war’s!

Zeit: 2:04:02
Zeit in Bewegung: 1:56:34
Elapsed Time: 2:04:02
Ø Pace: 6:01 min/km
Avg Moving Pace: 5:40 min/km
Beste Pace: 3:48 min/km