Gespannt bis zum Zerreißen

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Läufer sind schon ein besonderes Völkchen. Hart im Nehmen, wie der Beitrag eines Facebookfreundes zeigt: „Achillessehne gerissen, aber schon vor sieben Wochen bei den 100 Meilen. Und ich Idiot bin seitdem noch zwei Ultras gelaufen, hab mich nur gewundert, warum ich so langsam bin …“ Na ja, nicht nur mir bleibt da die Spucke weg. Die Zahl der ungläubigen, mitleidigen und ironischen Kommentare halten sich die Waage. Leider habe ich bei meinem Besuch beim Orthopäden gestern die Chance verpasst und gefragt, ob und wie ein Lauf über mehr als 42 Kilometer mit gerissener Achillessehne überhaupt möglich ist.
Ausprobieren will ich das nicht. Auch Florian Neuschwander, unser Ultratrail-Vizeweltmeister, will mit so etwas nichts zu tun haben. Zumal er bei seinem Comeback auf der Straße am Sonntag beim Essen-Marathon angreifen will. Eine Zeit unter 2:20 Stunden ist das Ziel. Kluge Menschen wollen angesichts seiner Trainingszeiten errechnet haben, dass er sogar noch vier Minuten schneller sein könnte. Aber nur ohne schmerzende Sehne.
Für Sportler, die nicht ganz so schnell unterwegs sind, bietet sich am Samstag die Chance, beim neuen IRT-Läufermeeting in Föhren einen flachen Rundkurs zu testen. So eine Premiere mitten in den Herbstferien ist ein Wagnis. Aber die Organisatoren von der LG Meulenwald sind zuversichtlich, dass die Zahl der Teilnehmer auf dem Zehn-Kilometer-Kurs den Aufwand lohnt. Für Rekonvaleszenten und Laufeinsteiger gibt es dort etwas Besonderes: einen Drei-Meilen-Lauf. 4828 Meter – aber bitte nur mit heiler Achillessehne.

Ausgebremst

5-DSC00357Wenn Sportler ausgebremst werden, ist das alles andere als erfreulich. Passieren kann das nicht nur auf den Rallye- oder Formel-1-Pisten. Auch für Läufer gibt es kaum etwas Schlimmeres. Eine Erkältung nach wochenlanger Vorbereitung, nur wenige Tage vor einem Wettkampf ist ein Schreckgespenst. Aber auch ein nachlässig gebundener Schnürsenkel kann den Traum von der Bestzeit zunichtemachen. Auch der Gedanke an Blasen erzeugende Sockenfalten oder Brustwarzen blutig scheuernde Laufshirt-Stoffe erzeugt keine wohlige Gänsehaut. Und von Vollbremsungen wegen Verletzungen an Fuß, Achillessehne, Knie oder Leiste soll hier gar nicht die Rede sein.
Thema ist eine andere Form der Vollbremsung: So musste am Wahlssonntag beim Baden-Marathon in Karlruhe ein Zug eine solche vollziehen, um Opfer unter der über die Gleise spurtenden Läuferschar zu vermeiden. Zu Schaden kam zum Glück niemand. Nur stand der Güterexpress nach dem Bremsmanöver für geschlagene zehn Minuten und blockierte den Bahnübergang für die folgenden Läufer des Halbmarathons, die sich damit begnügen mussten, an Ort und Stelle die Muskulatur warm zu halten und mental von der persönlich avisierten Zielzeit Abschied zu nehmen. Warum die Bahn ausgerechnet an diesem Tag zu dieser Stunde einen Zug fahren ließ, obwohl der Laufwettbewerb wie seit 25 Jahren für diese Strecke angemeldet war, ist noch nicht geklärt. Zumindest haben aber die Zuschauer im Ziel ziemlich schnell erfahren, warum es nach dem ersten Drittel der Finisher eine mehrere Minuten dauernde Pause gab, bevor die nächsten Läufer ihr Rennen beendeten. Ausgepumpt, vor allem aber ausgebremst.
Mehr zum Thema Laufen: www.volksfreund.de/laufen

Dreckig, steil, geil

37. Wurzelweglauf

Nicht jeder Läufer ist gleich. Da gibt es jene, die am liebsten im Stadion ihre schnellen Runden drehen. Andere lieben asphaltierte Wege im Flachen. Es gibt Bergläufer und jene verschworene Gemeinschaft, die am liebsten auf schmalen Pfaden den Weg durch die Wildnis suchen, um dort die Schönheit der Natur laufend zu entdecken. Diese Trailläufer folgen gegebenenfalls auch den Spuren von Wildwechseln oder schlagen sich komplett querfeldein durch Wald und Flur. Dass sie danach oft aussehen, als hätten Sie sich auf allen Vieren durch den Schlamm gewühlt, nehmen sie gerne in Kauf. Jeder Dreckspritzer gilt für sie als Trophäe.
Solche feuchtbraunen Auszeichnungen auf Waden und Beinen werden am Samstag die Teilnehmer beim Volkslauf in Schillingen sammeln können. Nach dem heftigen Regen in diesen Tagen ist für das Wochenende zwar eine deutliche Wetterverbesserung und sogar der ein oder andere Sonnenstrahl in Aussicht. Die unbefestigten Abschnitte auf den Strecken im Hochwald werden dennoch schön weich sein. Und davon gibt es nicht wenige, vor allem beim Halbmarathon und Marathon. Bei der Schuhwahl sollten also wenig profilierte Straßenschuhe zu Hause bleiben. Profil ist nicht nur auf der Strecke, sondern auch an den Füßen gefragt. Dann wird zum Beispiel der Wurzelweg hinauf zur Ruwerquelle keine Rutschpartie. Anstrengend ist er, der Hochwald-(Halb-)Marathon in Schillingen – aber schön. Auf meiner persönlichen Hitliste der Landschaftslauf-Wettbewerbe in der Region steht er auf Platz 1.

Einer geht noch

stafen-andres-lauf 2010 (30)Es gelingt mir nicht ganz, die Gedanken an alle Läufe auszublenden, die ich derzeit verpasse. Im Fall des Stefan-Andres-Laufs ist das allerdings geglückt, zumindest was den Termin betrifft. Denn irgendwie hatte ich bis heute morgen nicht auf dem Schirm, dass der schon am Sonntag stattfindet. Deshalb hatte ich ihn auch nicht in meiner Laufkolumne berücksichtigt, die heute im Trierischen Volksfreund erschienen ist.

Die Folge: Der Anruf eines verärgerten enttäuschten Vorsitzenden heute morgen, bei dem ich mich – einigermaßen peinlich berührt – nur entschuldigen konnte.  Natürlich hätte der Hinweis auf diesen schönen Landschaftslauf in den Kolumnentext gepasst, wie die ergänzte Version (siehe unten) zeigt.

Also Leute: Der Stefan-Andres-Lauf startet am Sonntag um 10 Uhr in Schweich. Lauft mit! Ich will nicht dafür verantwortlich gemacht werden, wenn zu wenige Teilnehmer kommen. Vielleicht warten im Ziel ja wieder Weinkönigin und Prinzessinnen.

Einer geht noch

Die Monate September und Oktober bringen für ambitionierte Läufer wahre Festtage. Die Auswahl an Veranstaltungen ist groß, auch für die Freunde der Königsdisziplin. Ich meine dabei den Marathon.

Die Bewältigung von 40 Kilometern plus X auf den eigenen Beinen ist seit dem heroischen Lauf des Pheidippides von Marathon nach Sparta der Traum jedes Läufers – natürlich möglichst ohne sich dabei körperlich zu ruinieren. Einige Jahre lang jede Menge Trainingskilometer und Läufe über wachsende Distanzen lautet das Rezept dafür. Wer dann beim großen Lauf nicht nur lang, sondern auch flott unterwegs sein will, muss auch über zehn Kilometer eine gute Zeit haben. Vielleicht liegt in dem Streben danach ja die Ursache für die Beliebtheit der Zehnkilometerläufe.

Nun wird es im Oktober noch eine Möglichkeit geben, Tempohärte zu zeigen. Die Laufgemeinschaft Meulenwald will nicht mehr nur im Frühjahr einen der schönsten Landschaftsläufe organisieren. Auf dem Gelände des Industriegebiets Region Trier in Föhren soll es am 12. Oktober auch schnell zugehen. Anmeldungen zum 1.?IRT-Lauf sind ab sofort möglich (www.lg-meulenwald-foehren.de).

Ein sehr schöner Landschaftslauf mit großer Tradition ist natürlich auch der Stefan-Andres-Lauf, der am Sonntag über 22 anspruchsvolle Kilometer von Schweich nach Leiwen führt.

Wer schon vorher seine Tempohärte testen will, hat dazu am Freitag beim Flutlichtmeeting im Trierer Moselstadion die Möglichkeit. Wobei wir wieder bei Pheidippides wären. Hätte sich der rennende Grieche einst gut vorbereitet, wäre es ihm nach dem langen Lauf sicher besser ergangen – er wäre nicht tot umgefallen.

Gehen geht auch

DSC03117„Nicht laufen zu dürfen, das ist grausamer, als nicht laufen zu wollen.“ So hat Christian in meinem Blog kommentiert. Niemand wird widersprechen, der schon mal für längere Zeit verletzt war. Natürlich gibt es Alternativen: Radfahren, Gymnastik, Schwimmen. Wer noch stärker angeschlagen ist, kann zumindest spazieren gehen.
Wer läuft, kann auch gehen, lautet dann das Motto.
Die Bewegung in der Natur bei gemäßigtem Tempo schärft zwar den Blick für die Schönheit derselben. Auf der anderen Seite bringt die neue Langsamkeit den gewohnten Tagesablauf aber gehörig durcheinander. Da wird eine kurze Runde am Morgen schnell zu einer Sache von 70 Minuten und mehr.
Eine Veranstaltung nach der anderen wird also aus dem persönlichen Laufkalender gestrichen. Dazu gehört an diesem Samstag der legendäre Lauf über die Nordschleife des Nürburgrings. Und auch der Bitburger Stadtlauf am Sonntag ist für Verletzte keine Alternative. Allen Startern in der Eifel viel Spaß! Nicht laufen zu dürfen ist grausamer, als nicht laufen zu wollen. Definitiv.

herbst 2013

Schöne Eifel für Genießer

1-DSC02586So langsam geht es für ambitionierte Hobbyläufer nach der Sommerpause wieder auf die längeren Strecken. Dafür bieten sich am kommenden Wochenende gleich zwei schöne Gelegenheiten, gesteigerte sportliche Herausforderungen mit dem Genuss einer herrlichen Landschaft zu verbinden:
Beim Maare-Mosel-Lauf am Samstag führt die längste der angebotenen Strecken von Daun zwar nicht bis an die Mosel. Die 21 Kilometer bis Gillenfeld mit der wunderbaren Runde um das Schalkenmehrener Maar sind aber längst ein Klassiker. Es ist eine der schönsten Wettkampfstrecken in der Region. Und wer nicht so weit laufen will, geht auf eine der kürzeren Etappen oder startet ganz ohne Zeitdruck beim Gesundlandlauf über sieben entspannte Kilometer.
Wer dann noch nicht genug hat, muss nur einmal schlafen. Denn schon am Sonntag lockt der TV-Wandertag in Wittlich nicht nur die Freunde eines gemütlichen Spaziergangs durch schöne Natur. Erstmals wird es bei einem TV-Wandertag möglich sein, die besonders schönen Strecken mit ortskundigen Sportlern laufend zu absolvieren. Der Start für die 10 und 17 Kilometer langen Touren ist um 9 Uhr. Die Führung übernehmen die Grünewaldläufer des SV Lüxem. Ein Geheimtipp für fitte Laufindividualisten ist allerdings die Königsetappe durch den Grünewald. Aber Achtung: Wer diese 19 Kilometer laufen will, darf auch am Berg nicht schlappmachen!

 

P.S.: Wie Ihr lesen könnt, lassen sich also Laufkolumnen auch von lahmen Autoren schreiben. Ich werde natürlich bei keinem dieser schönen Läufe dabei sein können. C’est la vie! Dafür war ich heute wieder 1300 Meter im Wasser unterwegs. Bewegung tut gut!

Dünn, stark, schnell

Verletzungsbedingte Laufpause. Soll ich überhaupt eine Laufkolumne schreiben? Das war heute früh die Frage. Ich will unseren Lesern und auch den Freunden im Blog ja nicht ständig die vorweinen, wie sehr mir meine morgendlichen Touren fehlen. Heute zumindest ein früher 45-minütiger Spaziergang … Ohne Fotoapparat oder Smartphone. Deshalb auch keine Fotos von einer wunderbaren Spätsommerlandschaft. Ein Traum! Aber zumindest hat der kleine Ausflug dazu geführt, doch ein Kolumne zu schreiben. Hier das Ergebnis, ganz ohne Gejammere:

Was bleibt von der Leichtathletik-Weltmeisterschaft im Gedächtnis? Vier Goldmedaillen für Deutschland natürlich. Dass davon keine in Laufwettbewerben erspurtet wurde, überraschte nicht. Dennoch setzten einige unserer Läufer Ausrufezeichen. Allen voran der Homiyu Tesfaye, der beim 1500-Meter-Finale sensationell Fünfter wurde.

Dass die Wurzeln des 20-Jährigen in Äthiopien liegen, überrascht nicht. Mit seiner langen, schlanken Gestalt und den extradünnen Beinen ähnelt er sehr den Spitzenläufern aus Afrika.

Wobei das so unterschiedliche Erscheinungsbild der Läufer in den verschiedenen Disziplinen immer wieder in Erstaunen versetzt: Auf den Sprintdistanzen die Muskelprotze, die jede Faser ihres hochtrainierten Körpers in Tempo umsetzen. Je länger aber die Strecken werden, desto mehr möchte man den ausgezehrt wirkenden Spitzenläufern einen Essensnachschlag gönnen.

Was lerne ich daraus? Ich bin nicht groß und kein Muskelprotz. Aber zumindest habe ich dünne Beine. Kein Wunder also, dass ich nie gut sprinten konnte.

Trinken, trinken, trinken

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Die Frage, warum man als Sportler an den Hundstagen so saumäßig schwitzt, beinhaltet einen gewissen Sprachwitz. Das Lachen kann einem aber durchaus vergehen, wenn das oberste Gebot für die heißesten Tage des Jahres – und da hatten wir in diesem Monat ja schon einige – missachtet wurde: Trinken, trinken, trinken. Tagsüber, vor einem Lauf, danach, bei diesen Temperaturen aber auch zwingend während eines  Laufs.

Die übliche Regel, dass es erst nach ungefähr einer Stunde notwendig ist, seinen Flüssigkeitsverlust auszugleichen, gilt an heißen Tagen nicht. Auch darf dann durchaus ein isotonisches Getränk oder eine  Saftschorle (Mischung: 1/3 Saft, 2/3 Wasser) in die Trinkflasche. Wer dennoch bei Wasser bleiben will, sollte etwas Salz zufügen. Vor allem bei längeren Läufen hilft die zusätzliche Natriumgabe, Muskelkrämpfe zu vermeiden. Eine Alternative sind Salztabletten (Natriumchlorid). Eine oder zwei vor dem Lauf mit einem Glas Wasser herunter spülen. Das ist geschmacksneutral und magenverträglich.

Mein Lieblingsgetränk nach einem intensiven Lauf ist übrigens ein alkoholfreies Hefeweizen. Die Belohnung gibt es aber erst, nachdem ein oder zwei große Gläser nicht zu kaltes Mineralwasser den größten Schweißverlust ausgeglichen haben.

An heißen Hundstagen wie diesen ist es natürlich besser, am frühen Morgen oder späten  Abend zu laufen, wenn die Sonne noch nicht, oder nicht mehr vom Himmel brennt. Dann lässt es sich auch auf  unangenehme Sonnencreme verzichten.  So wie beim Sommernachtslauf am Samstag in Ralingen. Startschuss für die dreieinhalb Runden durch Ralingen und Rosport ist um 22 Uhr. Atmosphäre und Stimmung bei der Spätstartpremiere im vergangenen Jahr waren super. Das wird auch in diesem Jahr so sein. Bei Temperaturen um 25 Grad wird der Sommernachtslauf seinem Namen alle Ehre machen.  Und wenn alle Läufer genug trinken, kann eigentlich nichts mehr schief gehen.

 

 

Eiszeit

DSC02451Ein Sommer wie aus dem Bilderbuch. Angenehme 15 Grad am Morgen lassen jene Läufer jubeln, die sich zu dieser Tageszeit aufraffen können. Der Schatten im Wald bietet tagsüber ein wenig Schutz vor der Sonne. Generell taugt jetzt natürlich der späte Abend  besser für unseren Sport als die vielen heißen Stunden, an denen die Sonne scheint.
Für mich gehört ein Eis zu jedem Lauf. Nicht etwa am Stil oder im Getränk, das nach schweißtreibenden Runden reichlich genossen werden will. Ich will mir schließlich nicht den Magen verderben.

Mein Eis nach dem Laufen dient zur äußeren Anwendung. Strapazierte Muskeln und Sehnen, vornehmlich Achillessehnen, lassen sich mit einer zehnminütigen intensiven Kühlung prima beruhigen. Profisportler gehen dafür ins Eisbad. Hobbysportlern seien Coolpacks empfohlen. Die Gelbeutel schmiegen sich zudem in halbgefrorener Form ideal an die strapazierten Extremitäten.

Der Clou ist aber eine Wasserflasche mit gefrorenem Inhalt. Mit der Fußsohle darüber rollen, das bringt nicht nur Kühlung, sondern lockert auch Muskeln, Sehnen und Faszien, also die arg strapazierte und so oft vernachlässigte Haut um die Muskeln. Das empfehle ich als Eiszeit. Nach jedem Lauf.

Der kleine Blonde mit dem großen Schuh

16-DSC01905Es war einmal ein Läufer. Er lief und lief: Erst dreimal, dann vier-, dann fünfmal in der Woche. Über Stock und Stein. Immer längere Strecken. Der Läufer – nicht mehr der Jüngste – war begeistert. Gut fühlte es sich an, nicht – wie früher – auf jeder Treppe außer Atem zu kommen. In der Mitte des Lebens glaubte er sich so fit wie vor 20 Jahren, fitter noch.
Da unser Läufer sich zunehmend auch für die Theorie interessierte, für Trainingspläne und für die vielfältigen Erzeugnisse der Sportindustrie, mauserte er sich zu dem, was gemeinhin als Experte bezeichnet wird. Er wusste darüber Bescheid, dass nicht jeder Laufschuh für jeden Läufer taugt. Er kannte den Unterschied zwischen Vorderfuß-, Mittelfuß und Fersenlauf, wusste über Normal-, Minimal-, Stabil- und Trailschuhe bescheid. Und schmerzhaft erfuhr er, wie es sein kann, zu viel zu laufen und das Trainieren von Muskeln zu vernachlässigen, die einen Läufer unmittelbar oder mittelbar in Form halten.
Als er wieder einmal eine Verletzung am Fuß fast überwunden hatte, kaufte sich unser Laufexperte neue Schuhe. Schön grün waren die, bequem, wunderbar. Das hatte er gerade all seinen Freunden verkündet, als ihn eine freundliche Schuhverkäuferin anrief: Ob er zwei unterschiedlich große Schuhe eingepackt habe? Undenkbar – meinte unser Laufexperte und blickte gelassen auf die Größenangaben seiner Treter … rechts 43, alles klar, und links … 45! Und wenn sie nicht gestorben sind, dann lästern sie (die „Freunde“) noch heute.