Sterbender Schwan

Nach zwei Tagen Laufen im Schnee muss heute ein Tag Pause sein. Eine Überlastung will ich schließlich nicht riskieren.

Ja, ich werde vernünftig und lerne aus Fehlern der vergangenen Jahre. Aber das bedeutet natürlich nicht, dass der Morgensport ausfällt. Die Gymnasitk vor der Mattscheibe kommt heute gerade recht, um gleichzeitig die Geständnisse von Lance Armstrong zu bestaunen. Im Laufsport vergleichbar wäre in etwa, wenn Haile Gebrselassie verkünden würde, er habe bei seinen Marathon-Weltrekorden gedopt.

Passend zu dem Trauerspiel von Mr. Ex-Tour-de-France mime ich auf dem Stabipad den sterbenden Schwan. Meine Lieblingsübung: Einbeinstand – linker Unterschenkel 90 Grad nach hinten (30 Sekunden halten) – ohne abzusetzen linkes Bein 90 Grad anwinkeln (30 Sekunden) – ohne abzusetzen linkes Bein gerade nach hinten strecken und Oberkörper nach vorne (30 Sekunden) – dnach Standbein wechseln.

Das ist schon Barfuß auf festem Boden ein wackeliger Spaß. Auf der Schaumstoffmatte geht das nur mit großer Konzentration und Körperbeherrschung. Gut für die Fußmuskulatur, die Waden, den Rumpf und die Koordination.

Aber mit dem Stabi- oder Balance-Pad sind noch ganz andere Dinge möglich. Hier eine kleine Übersicht:

stabiuebungen

Am Samstagfrüh geht es dann wieder in den Schnee. 8.30 Uhr mit den Jungs vom Lauftreff. Treffpunkt ist der Sportplatz Olewig. Vielleicht hat ja noch jemand Lust, sich mit uns auszutoben.

Allen anderen schon jetzt ein schönes Wochenende!

 

 

 

If you’re going …

Als dieses Lied auf den Straßen geträllert wurde, war ich gerade mal 2 Jahre alt. Und dennoch ist es auch für mich ein Klassiker. Nun Ist Scott McKenzie gestorben. Eine kleine Träne und eine kleine Gedächtnisrose sei also erlaubt. Möge Scotty fortan im Himmel für Flowerpower sorgen.

Und sonst? Heute nochmal Laufpause, auch wenn es in den Beinen juckt. Aber Gymnastikmatte, Balancepad und Blackroll wollen auch mal wieder genutzt werden.

 

Keine Beißhemmungen

Ein wenig hat es heute Morgen schon geschmerzt, sich an den Trainingsplan zu halten: Kein Lauf! Und das bei dem Wetter!

Aber ich werde stark sein und das Experiment zu Ende bringen. 13 Wochen Trianing nach Plan.

  • 5 Minuten Aufwärmen
  • 15 Minuten Koordination für Fortgeschrittene
  • 30 Minuten Rumpfstabi-Übungen
  • 3×15 Wiederholungen pro Seite einbeiniges Wadenheben.
  • Stretching und Black Roll

Das stand an. Balancepad und Isomatte also wieder im Einsatz. Je frühlingshafter es wird, desto schwieriger fällt es, nicht zu laufen, sondern den Körper zu stählen. Für beides habe ich leider zu wenig Zeit.

Frühlingsgefühle auch beim Blick auf die noch überschaubare aber prächtige Blütenpracht im Garten. Da war dann klar, wovon die neue Laufkolumne handelt, die morgen in unserer Regionalzeitung Trierischer Volksfreund erscheint.

Hier der Text:

Keine Beißhemmungen

Läufer sind mutige Menschen. Wenn Bäume ausschlagen und Knospen schießen, haben sie besonderen Spaß an der Bewegung in freier Natur.
Der Frühling ist da. Darüber können auch die frostigen Temperaturen am Morgen nicht mehr hinwegtäuschen. Sonne pur – die lange Variante der Laufhose bleibt ab sofort wieder im Schrank. Dreiviertel lang und über kurz oder lang definitiv kurz ist angesagt. Halstücher werden verräumt. ebenso die Handschuhe … na gut, die dürfen für die frühen und späten Stunden des Tages noch bereitliegen.
Blasse Waden blenden ab sofort Gassigeher, die von ihren Vierbeinern durch die erwachende Natur gezogen werden. Noch in dicke Mäntel gehüllt, beobachten sie die alljährlich sich wiederholende Verwandlung der schnelleren Weggefährten mit freundlichem Interesse.
Diese wiederum passieren mit großer Aufmerksamkeit Hundeführer und Tier. Wie werden die hechelnden Fangzahnträger auf die neuen, bunten Schuhe reagieren? Aber viel wichtiger ist ja die hübsche Joggerin, die endlich wieder Form zeigt.
Frühlingsgefühle – höchste Zeit, dem Winterspeck den Kampf anzusagen. Dreimal 30 bis 60 Minuten laufen pro Woche soll die beste Dosis sein, um gesund fit zu werden. Zudem ist die Fortbewegung im Laufschritt – auch das ist wissenschaftlich bewiesen – wesentlich effektiver sprich Körperfett killender sein als schnelles Gehen. Aber selbst das ist viel besser, als nichts zu tun. Also auf , Ihr Zögerlichen! Schluss mit dem Winterschlaf! Läufer sind mutige Menschen: Sie zeigen ihrem inneren Schweinehund die Zähne.
laufen@volksfreund.de

 

Blau und wackelig

Jetzt habe ich also auch eines. Die Zeit der doppelt gefalteten Isomatte ist vorbei. Ich bin Eigentümer eines Luxus-Stabi-Pads!

Immer schön auf die Fußaußenkanten. Das hilft bei Plattfüßen.

Heute morgen gleich ausprobiert. Ganz schön wackelig, die Halteübungen auf einem Bein. Und die doppelfüßigen Übungen sind anspruchsvoll. Für die Fußmuskulatur sollte das aber höchst effektiv sein. Erster Eindruck: absolut empfehlenswert.

Und danach gab’s noch Rumpf-Stabi-Übungen, Strecksprünge und Wadenlift (3×15 Wiederholungen je Seite), Stretching.

Morgen dann wieder auf der Piste. Vielleicht ist der morgendliche Hochnebel dann ja verschwunden. Und nicht erst um 12 Uhr.