Eine Idee für den Samstag

Jetzt ist so langsam die Luft raus aus dieser Arbeitswoche. So locker wie früher verkrafte ich sechs Arbeitstage in Folge mit insgesamt knapp 60 Arbeitsstunden doch nicht 😉

Aber am Samstag ist Zeit zum Luftholen. Da geht es am Nachmittag zu den Lauffreunden nach Bekond. Wer noch Lust hat, dort eine schöne Runde zu drehen, ist willkommen.

Hier könnt Ihr Euch ansehen, welche strecken dort auf dem Programm stehen.

Ich habe da noch ein paar Fotos aus dem vergangenen Jahr:

DSC00055 DSC00057 DSC00074 DSC00077… und am Sonntag sitze ich dann wieder in der Redaktion … 🙁

 

Zitronen und ein Riesenbiest

DSC00066Von kleinen und großen Biestern war hier ja schon häufiger zu lesen. Nun gibt es eine neue Kategorie: Riesenbiest. Gemeint ist damit der zwei Kilometer lange Anstieg von Moselniveau in Ensch die 175 Höhenmeter hinauf zum Zitronenkrämerkreuz.

DSC00020In gemäßigtem Tempo ist das vielleicht nocht ganz gut zu bewältigen. In einem  Wettbewerb geht das allerdings an die körperlichen Grenzen. So war es am Samstag beim Zitronenkrämerlauf in Bekond.

DSC00022Wie gut, dass Ich mit Dominik nicht auf der letzten Rille unterwegs sein muss. Denn wir haben bereinbart, die Zwölf-Kilometer-Runde noch ein zweites Mal zu laufen, wenn wir die erste Etappe gut verkraften.

DSC00025Wieder ein Lauf, der von meinem Laufportal präsentiert wird. Das habe ich in diesem Fall besonders gern getan, handelt es sich hier doch um einen Benefizlauf zugunsten der Welthungerhilfe. Jeder Teilnehmer gibt als Obulus statt Startgeld eine Spende, um sich mit Zeitnahme auf die 6,7-Kilometer- oder eben auf die längere Runde mit dem „Mörderanstieg“ zu machen.

DSC00027Kaspar Porz und seine Helfer vom austragenden Verein Bekond Aktiv haben prima Arbeit geleistet. Die Rahmenbedingungen sind wunderbar, die Duschen heiß. Zitronen und Kartoffeln sind ebenfalls reichlich vorhanden. Die Zitrujsfrüchte für alle Finisher, die Kartoffeln für die Gewinner der jeweiligen Altersklassen.

DSC00031Angesichts der frostigen Temperaturen behalten viele Läufer ihre Windjacken an. Auch Handschuhe sind sinnvoll.

DSC00029Gemeinsam mit Christoph und Dominik geht es also auf die Piste. Die ersten vier Kilometer überwiegend auf befestigten Weinbergswegen. Wunderbare Ausblicke auf das Moseltal inklusive.

DSC00033Hinunter nach Ensch und hoch auf dem Riesenbiest. Christoph hat leider etwas schwere Beine und muss auch bei unserem etwas gemäßigtem Tempo abreißen lassen. An der Verpflegungsstation am Zitronenkrämerkreuz gibt es süßen Tee. und ein wenig Zeit zum Durchschnaufen, bis unser Lauftreffchef die Steigung besiegt hat.

DSC00040Weiter also durch den Wald. Eine wunderbare Strecke, die eines Crosslaufes würdig ist. Und dann noch einmal ein längerer Anstieg. Wir sind als Duo wieder alleine und laufen nun entspannt hinunter ins Ziel, teilweise durch knöcheltiefen Matsch steil bergab. Nur Fliegen ist schöner!

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Die letzten beiden Kilometer sind entsprechend flott, die erste Runde in 57 Minuten abgehakt. Wieder ein heißer Tee, kurze Toilettenpause, und dann werde wir von allen für verrückt erklärt, auf der Suche nach weiteren Mitläufern für die zweite Runde.

DSC00052Dominik ist wirklich fit, und so macht die Verdopplung der Strecke uns beiden Spaß, zumal das Wetter nun besser ist und sogar einige Sonnenstrahlen die Wolken durchbrechen. Da macht es auch nicht wirklich viel, dass wir einmal falsch abbiegen und 600 Extrameter laufen müssen, bevor wir wieder auf dem richtigen Weg sind.

DSC00055Beim zweiten Anstieg zum Zitronenkrämerkreuz ist unsere Unterhaltung eher einsilbig. Die beiden Männer, an denen wir schon beim ersten Mal mit einem flotten Spruch vorbeigelaufen waren, schauen etwas verdutzt, als wir ein zweites Mal auftauchen. Den Fotostopp am Ende der Steigung gönnen wir uns gerne. Und auch die handvoll Rosinen, die ich bei längeren Touren immer dabei habe,  ist nun eine willkommene Stärkung.

DSC00057Noch tiefer der Boden auf dem Crossabschnitt. Bei tief stehender Sonne denoch ein Traum.

Der TV-Zielbogen steht noch, als wir unsere fast 25 Kilometer abschließen. Vor allem aber: Die Duschen sind noch heiß. Die jungdynamischen Fußballer, die gerade ihr Spiel beendet haben, schauen zwar leicht irritiert. Auf eine Widergabe ihrer Duschgespräche  verzichte ich an dieser Stelle.

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DSC00079DSC00076Noch ein Stärkungsgetränk in der Halle, wo sich noch – wenig überraschend – einige Lauffreunde aus Schweich und Föhren einen schönen Ausklang des Zitronenkrämerlaufes gönnen. Und auch Kaspar Porz ist zufrieden, dass trotz des kühlen Wetters und  der schwierigen Bedingungen fast 200 sportliche Menschen aus der Region ihren Obulus in die Spendendosen gegeben haben.

DSC00081Fazit: Ein tolles Erlebnis mit Reisenbiest und Zitrone!

Distanz 24.50 km

Dauer 02:20:01

Ø Pace 05:42 min/km

Ø Geschwindigkeit 10.5 km/h

Höhenmeter (aufwärts/abwärts) 659 m / 658 m

Gut, steil, geil!

Laufen für den guten Zweck. Das ist die Intention des Zitronenkrämerlaufes bei Bekond. Einen Teil der Strecke durfte schon im November getestet werden.

Laufen für den guten Zweck. Das ist die Intention des Zitronenkrämerlaufes bei Bekond. Einen Teil der Strecke durfte schon im November getestet werden.

Der Schnee ist vorläufig Geschichte. Frühlingshaft präsentiert sich seit gestern das Trierer Land. So bleiben die schweren Trailschuhe heute im Regal. Die leichten Straßenrenner kommen nach einigen Wochen Zwangspause wieder zum Einsatz und machen schnelle Beine. Das kommt für alle Crosslaufverächter gerade rechtzeitig zum ersten richtigen Wettlauf in diesem Jahr.
Richtig flach ist der Zitronenkrämerlauf am Samstag in Bekond zwar nicht. Dafür kann sich jeder Teilnehmer sicher sein, dass er sich im Schweicher Land den zwei Kilometer langen Mörderanstieg kurz vor dem Ziel für eine gute Sache hinaufquält. Ich meine damit nicht nur Test und Zugewinn für persönliche Fitness nach der Hälfte des Winters. Auch wer das Motto „Eine Stunde gegen den Hunger“ als Motivationsspruch für die eigene Schlankheitskur versteht, liegt nicht ganz richtig.
Der Zitronenkrämerlauf ist ein Benefizlauf, dessen Erlös für den Kampf gegen den Hunger in der Welt verwendet wird. Wie viel geholfen werden kann, hängt natürlich von der Teilnehmerzahl und den Spenden ab, die statt einer Startgebühr erbeten werden.
Also Leute: auf nach Bekond! Wir laufen für die gute Sache – und – ganz egoistisch – für den eigenen Spaß.

Danke an Dirk Hoffmann für die Streckendaten. Die lange Steigung ist tatsächlich zur Hälfte der Strecke. Aber wie auch immer. Danach geht es fast nur noch bergab 😉

 

Mehr zum Zitronenkrämerlauf und zum Laufsport in der Region: www.volksfreund.de/laufen

Terra incognita – Freunde laufen zusammen

Terra incognita. Unbekanntes Land im Großraum Trier? Heute ist es an der Zeit, einen weiteren weißen Fleck auf meiner läuferischen Landkarte zu beseitigen. Anlass dazu ein kleiner aber feiner Freundschaftslauf, zu der mich Wolfram Braun von der LG Meulenwald eingeladen hat.

Ziel: Bekond, wo die Meulenwaldläufer gemeinsam mit dem örtlichen Lauftreff einen schönen Quassellauf organisiert haben. Laut Kaspar Portz vom SV Bekond  soll es im „moderaten Lauftempo“ zunächst in Richtung Hetzerath gehen, und dann oberhalb von Rivenich zu den Weinbergen im Salmtal, zur Klüsserather Kieskaul, in die Thörnicher Ritsch und an der Kahlbachmühle und dem „kleinen Fünfseenblick“ vorbei in den Enscher Wald.

Tatsächlich haben sich 45 Frauen und Männer am Sportplatz zum gemeinsamen Lauf über zehn, 14 oder 19 Kilometer eingefunden.

Von meinem Lauftreff des SV Olewig sind noch Bettina, Christoph, Rudi und Marcel mit dabei, um die wunderschöne Strecke zu bewältigen. Natürlich die längste Variante. Die Spuren von Sonnenschein vom Mittag haben sich bis zum Start um 14.30 Uhr zwar verzogen. Für Ende November ist das Wetter aber dennoch gut. Um die zwölf Grad, trocken. Kein Nebel, so dass wir die Ausblicke über die Täler der Wittlicher Senke und der Mosel genießen können.

Weil sich die Mosel so heftig durch das Land schlängelt, geht einem ohne Ortskenntnis hier schnell der Überblick verloren, auf welchen Ort wir da jeweils blicken.

Die Übersicht erkämpft sich die tapfere und gut gelaunte Läuferschar durch die Bewältigung nicht weniger Höhenmeter. 339 hat mein Smartphone aufgezeichnet. Allerdings fehlen die Daten der ersten knapp fünf Kilometer, weil ich vor lauter Gequatsche vergessen habe, die App zu starten. Allerdings war dieser Abschnitt noch einigermaßen flach.

Bei Kilometer 8 zweigt die kürzeste Tourvariante ab. Dort gibt es Wasser und süßen Tee. Wunderbar. Wer sich danach nicht auf die längere Route wagt, versäumt in jedem Fall etwas. Ausblicke auf Mosel und die Orte Klüsserath, Thörnich, Ensch und Detzem.

Im Gänsemarsch ein Stück an der L48 entlang, dann einen laaangen Anstieg durch den Wald hinauf und wieder hinunter nach Bekond zum Ausgangspunkt.

Meine Lauftrefffreunde verabschieden sich rasch, ich nehme die Gelegenheit zur Dusche im Sportheim gerne wahr. Und auch das dezente Nachglühen in der Küche der Anlage.

Thomas Nolles schenkt Winzersekt aus. Er hat Geburtstag. Seit wir beim Mitternachtslauf in Kröv über lange Zeit gemeinsam Gas gegeben haben, freue ich mich immer wieder, ihn auf den Läufen in der Region zu sehen. Ein echt netter Typ, wie sich auch heute wieder zeigt.

Aber das gilt natürlich für alle, die sich hier noch zu einem gemütlichen Plauderstündchen zusammengefunden haben.

Schön war’s. Danke Wolfram für die Einladung! Gerne wieder. Und vielleicht organisieren wir von unserem Lauftreff im kommenden Jahr auch so einen Freundschaftslauf. Dann dürfen andere ein neues Stück wunderbares Laufterrain entdecken.