Prächtig …

… und fast ein wenig verborgen zeigt sich die bunte Pracht in diesem späten Frühjahr im Garten. Es gab einfach noch zu wenige schöne Tage, um diesen Anblick zu genießen. Und angesichts des idealen Wachstumswetters verbirgt sich so manche Blüte hinter üppige wucherndem Grün. Aber bevor das Fest der Farben den Sommerblühern Platz macht, hier noch einige Impressionen von diesem lauffreien Dienstag.

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Von Fliehkräften, fliegenden Brillen und schönen Ausblicken

Hoffnung – so langsam scheinen sich meine Fußsohlen von dem Stress zu erholen. Gestern war nur noch links etwas zu spüren. Heute keine Anzeichen von Schmerzen. Gelaufen wird dennoch nicht. Schonprogramm. Und ein Ausflug zum Triolago, der künstlich angelegten Seenlandschaft bei Riol.

DSC01753Unser Jüngster streikt, als nur mit Karin und dem Großen – er ist mir inzwischen ordentlich über den Kopf gewachsen, der dort Wasserski fahren will.  Der jung gebliebene Vater lässt sich natürlich überreden, auch in den Neoprenanzug zu schlüpfen und auf der Seilzuganlage sein Glück zu probieren. Dumm nur, dass die Kontaktlinsen nicht eingesetzt sind. Brille also provisorisch mit einer Schnur gesichert, damit mein Nasenporsche nicht zum U-Boot wird. Der nette Mensch vom Skiverleih hat offenbar auch Sorge und organisiert noch einen kleinen Schwimmkörper, den ich in die Schnur einflechte.

DSC01724Zum Glück, denn am Ende der Runde ist eine fies-eckige Kurve, die Papa Neubert aus den Ski katapultiert – und die Brille vom Kopf … Kurze Panikattacke . Wo ist meine Brille. Dann entdecke ich den Schwimmer sechs Meter entfernt. Einige sorgenvollen Schwimmzüge … Glück gehabt. An einem Bügel meiner Sehhilfe war der Knoten fest genug. Schnell das teure Stück sichern und dann nichts wie an Land …

DSC01733Auf ein weiteres Experiment mit nicht beherrschbaren Fliehkräften verzichte ich. Raus aus dem Ganzkörperkondom. „Bis zur Kurve hat das doch ganz gut ausgesehen“, versucht mich der jungdynamische Starthelfer der Anlage aufzumuntern. Das Versprechen, irgendwann mit Kontaktlinsen wiederzukommen – vermutlich auch die Sonne, die nun einige strahlen durch die Wolken schickt – motiviert den Chef offenbar zu einer guten Tat. Er drückt mir einen Gutschein für zwei Freistunden Wasserski in die Hand. Danke. Meine Jungs wird das freuen.

DSC01741Und während der Eine zu Hause schmollt, dreht der andere voller Energie und Begeisterung Runde um Runde. Na wenn da nicht bald mal die Ski durch ein Wakeboard ausgetauscht werden, würde mich das wundern.

DSC01742Nach eine Tasse Kaffee mit meinem Schatz, machen wir uns für eine gute Stunde zu einem Spaziergang auf. Der „Klettersteig“ von Riol verspricht eine famose Aussicht auf das Moseltal bis Schweich. Der Aufstieg ist sehr steil und in zwei Passagen sogar mit Drahtseilen gesichert. Ein wirklicher Klettersteig ist er trotz seiner Schönheit aber nicht. Zumindest wird diese Bezeichnung Eltern davon abhalten, mit zu kleinen Kindern den Steig zu gehen.

DSC01748Die gesamte Anlage ein Riol hat sich inzwischen übrigens sehr gemacht. Ein wunderbar und ruhig gelegener Campingplatz mit Badesee, Sommerrodelbahn, Wasserskianlage, Kunstrasen-Minigolfanlage (besonders schön!) und demnächst auch noch ein Fußball-Golfplatz. Die Bäume in der gesamten Anlage sind inzwischen schon ordentlich gewachsen. In ein paar Jahren wird es auch dort Schatten geben, wo er derzeit noch fehlt. Aber Schatten braucht bei diesem Frühling eh niemand …

Hier noch einige Fotos – ja, es funktioniert wieder – von einer kurzen, aber schönen Wanderung.

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Petrisberg in grün und braun

Wenn ich könnte, dann würde ich … einige melancholische aber schöne Fotos von meinem Morgenlauf über den Trierer Petrisberg hier zeigen. Allein mein Ärger über die technischen Probleme meines WordPress-Anbieters steigt. Seit Freitag keine Fotos. 🙁

Wer die Bilder dennoch sehen will, kann wieder den Umweg über Facebook gehen. Wer keinen Facebook-Account hat, muss warten. Aber so ein wenig Vorfreude schadet ja auch nicht :mrgreen:

Der Lauf war übrigens sehr schön und von vielen Fotostopps unterbrochen. Kein Wunder. So viele Wasserspiegelungen hatte ich in meinem Laufrevier noch nicht gesehen. Ich bin gespannt, ob die Retensionsflächen und -Teiche in den nächsten Tagen überlaufen werden. Die Wettervorhersage ist jedenfalls übel. Aber vielleicht schneit es ja dann am Wochenende und wir packen die Schlittschuhe wieder aus …

Die erste Runde

DSC01343Und wieder ist der Beweis erbracht: Laufblogger kennen sich, auch wenn sie sich noch nicht persönlich gesehen haben. Und wenn es dann endlich einmal mit einem Treffen klappt ist es so, als treffe man einen alten Bekannten.

DSC01345So ist es auch bei Christian und Doris, die als erste Gäste zum Bloggertreffen nach Trier gekommen sind. Anne, die das gemeinsam mit mir oganisiert hat, erging es genauso. Der erste gemeinsame Lauf am Donnerstagnachmittag: ein Genuss. Wie gut die Stimmung war, muss ich nicht beschreiben. Die Fotos dokumentieren es. Und am Abend kamen dann auch noch Martin und Pia hinzu. Da gab es dann viel zu erzählen, nicht nur über das Laufen.

DSC01348Heute also ein Tag in Trier. Etwas Kultur, viel Spaß und hoffentlich weiterhin Sonne.

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Heiter bis wolkig

Schwer waren die Beine heute früh. Irgendwie im krassen Gegensatz zu dem tollen Wetter an diesem Morgen. Sonne, die Natur erblüht. Es duftet. Auf meinem Shirt steht „get fit“. Kleine Hommage an Jens Nagel. Irgendwie fühle ich mich platt, komme nur schwer in Gang. Vielleicht liegt es ja an dem angekündigten Wetterumschwung.

An den Anblicken, die sich auf der 11er-Runde bieten, kann es nicht liegen. Vielleicht wäre die ja etwas für einen Gemeinschaftslauf am Donnerstag …

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Blütenträume

Nach zwei Tagen mit regnerischem und kühlem Wetter strahlt heute wieder die Sonne über der Mosel und ihren Nebentälern. Wegen der Sehnenprobleme war ich zwei Woche nicht mehr in den Weinbergen unterwegs. Was mich dort an vor Kraft strotzender Natur und Blütenpracht  erwartet hat, ist unbeschreiblich. Deshalb hat der elf Kilometer lange Morgenlauf etwas länger gedauert. Einen Teil der Ausbeute zeige ich hier.

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Möge die Solaranlage noch viel zu tun bekommen!

Die A-Sehne scheint sich wieder beruhigt zu haben. Ein beruhigendes Gefühl!

 

 

Longjog in der Regenpause

8 Uhr, 5 Grad, leichter Regen. Trinkgürtel mit zwei Fläschchen angeschnallt, Rosinen und Gel in der Tasche. Kompressionssocken. 3/4 Tight, Sportunterhemd, Halstuch und die gelbe TV-bewegt-Jacke. So die Eckdaten für den geplanten und ersehnten Longjog heute. Christoph ist ähnlich gut präpariert. Und sogar Marcel – der Hungerkünstler – hat eine Stärkung eingepackt.

01-DSC01198Wir einigen uns schnell auf die grobe Strecke: Zur Kyll in Ehrang und dann mal sehen. Drei Stunden Laufspaß sind das Ziel. Aber bitte möglichst erst mal zur Mosel und nicht den wenig schönen Weg durch Kürenz.

In der Kleingartenanlage „Tempelbezirk“ leuchtet uns die gelbe Jacke von Anne entgegen, die es auch geschafft hat, zu frühen Stunde unterwegs zu sein. Zu mehr als einem freudigen Hallo und Winken reicht es an diesem Morgen nicht. Wir wollen nicht nur an, sondern vor allem in den Fluss kommen, den „flow“, den Margitta in einem ihrer Blogeinträge in der vergangenen Woche so hübsch beschreiben hat.

02-DSC01200Über die Kaiser-Wilhelm-Brücke auf die andere Moselseite. Der Regen hat aufgehört, und die grauen Wolken geben ein imposantes Schauspiel über der glatten Mosel. Durch das falsche Biewertal läft es sich schöner als auf dem Moselradweg. Zudem lässt sich auf dem Weg dorthin der wunderschöne Blick auf Trier genießen.

03-DSC01201Alles grünt, blüht und duftet. Es ist ein Traum und eine Meisterleistung, wie sich die Welt in dieser Woche verändert hat. Eine riesige Magnolie zieht im bewohnten Teil des Tals unsere Blicke auf sich.

04-DSC01202Durch Biewer geht es auf den Moselradweg. Am Trierer Hafen beeindrucken die vielen Bauteile von Windrädern, die hier warten, um auf irgendwelche Höhen in der Region transportiert und dort montiert zu werden.

09-DSC01215Weiter geht es in das idyllische Pfalzel. Ein Stadtteil mit großer Geschichte und mächtigem Verteidigungswall. Da ob war ich noch nie, also nutzen wir die Chance und sind überrascht von den Dimensionen.

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07-DSC01207Gute Gelegenheit für einen Schluck aus der Pulle und ein Gruppenbild fürs Jahrbuch.

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Als die Autobahnbrücke bei Ehrang in Sicht kommt, ist Christoph überrascht, dass wir schon 1:45 Stunden unterwegs sind und 18 Kilometer in den Beinen haben. Es fühlt sich noch gar nicht so an. Dennoch wird es nichts mit dem Abstecher zur Burg Ramstein. Da hätten wir am Ende sonst fast 50 Kilometer auf dem imaginären Tacho …

10-DSC01216An der renaturierten Kyllmündung entlang – die Natur hat sich dieses nun wieder idyllische Stück Land zurückerobert – peilen wir den Aufgang zur Autobahnbrücke an. Der Weg auf die andere Flusseite ist nciht gerade der schönste und leiseste, dan man sich vorstellen kann. Aber die paar hundert Meter sind schnell vorbei und auf dem Radweg in Richtung Ruwer ist der Lärm schnell vergessen. Erinnerungen an den Hospizlauf leben auf.

13-DSC01224In Ruwer lassen wir uns von Jürgen anfeuern, der hier überraschenderweise unseren Weg kreuzt. Er hatte mit uns vor zwei Jahren in Stockholm den Marathon gefinisht. Unsere kleine Laufgruppe kann von wirklich vielen schönen Erinnerungen zehren, die auch lange Läufe kurzweilig werden lassen.

Durch die Riverisstraße geht es nach Kürenz, wo Marcel vorschlägt, durch das Avelertal hinauf nach Tarforst zu laufen. Ist schöner als durch den Stadtteil. Also gehen wir es an, obwohl wir schon 2:30 Stunden unterwegs sind. Einige Rosinen eingeworfen, noch ein Schluck Wasser. Das Halstuch ist längst in der Jackentasche verstaut. Christoph wird es unter der Laufkappe auch zu heiß.

11-DSC01220Hinauf – das zweite Gruppenfoto zeugt davon, dass wir noch nicht auf dem Zahnfleisch robben -, an der Domäne Avelsbach vorbei, dann noch einige Meter hoch und hinüber zum Unicampus. Der wurde am Donnerstag vom Bundesverband der Landschaftsarchitekten zu einem von 100 besonderen Orten in Deutschland ernannt. Zur Liste gehört beispielsweise auch der Olympiapark in München.

12-DSC01223Die vielen Kunstwerke auf dem Trierer Campus sind nun mit erklärenden Hinweisschildchen versehen. Laokoon 86 von Waldemar Otto musste für die Feierstunde die gehäkelten Hosen wieder runterlassen und streckt seinen bronzenen Bauch wie eh und jeh in Richtung Tal.

14-DSC01225Am Geozentrum nimmt Marcel schließlich den Weg in Richtung Petrisberg, um nach Hause zu kommen. Christoph und ich laufen durch die Weinberge hinunter nach Olewig. Der Ausblick auf blühende Büsche und ergrünende Hänge ist auch bei bedecktem Himmel ein Traum.

15-DSC01228Nach 3:10 Stunden und etwas über 33 Kilometern erreichen wir schließlich wieder unseren Startpunkt.

16-DSC01229Wir sind glücklich. Endorphine schwappen über. Heute hätten wir auch einen Marathon laufen können … Und die Sehne? Bei Kilometer zehn glaubte ich sie zu spüren – kleine Sorgen – dann war der psychosomatische (?) Anflug von Schmerz aber wieder weg und kam nicht wieder. Möge es so bleiben!!!!

P.S.: 30 Minuten nach dem Lauf setzt der Regen wieder ein 😉

Gut war’s! Und jetzt?

DSC01186Welch ein Kontrast! Gestern Abend traumhafte Verhältnisse beim ersten Training der TV-bewegt-Aktion im Trierer Weißhauswald. Ein richtiger Frühsommerabend. Und heute: Regen. Die Natur freut sich. Noch ist es warm. Aber bis zum Samstag soll der Regen kälter werden. Die Luft wird dann nur noch 8 Grad warm sein, wenn die Wetterprognosen zutreffen. Ich zweifle leider daran nicht, das es so kommt.

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Dann eben mal wieder Kontaktlinsenwetter. Es steht der erste lange Lauf seit drei Wochen an. Es sollten drei Stunden werden, denn in fünf Wochen steht schon der Mittelrhein-Marathon an. Den will ich zwar nur locker laufen. Aber damit die letzten zehn der 42 Kilometer nicht zur Qual werden, müssen erfahrungsgemäß einige lange Läufe im Vorfeld sein.

Die Sehne scheint zwar wieder in Ordnung. Ob sie wirklich ruhig hält, wird sich morgen zeigen.

Zu „Der TV bewegt“ führe ich einen Parallelblog: Der TV bewegt