Auf die Matte

Riesengewitter und Sturm heute früh. Da war es doch gut, dass ich heute eh eine Laufpause eingelegt habe und stattdessen auf der Gymnasitkmatte geturnt bin.

DSC00092Denn ob ich wie Anne rechtzeitig die Haustür erreicht hätte, wage ich zu bezweifeln.

Mindestens zweimal in der Woche tue ich aktiv etwas für Rumpf-, Bauch-, Rücken- und Oberkörpermuskulatur. Das soll auch so  bleiben.

Blitz und Donner

Nein, der versprochene Sommertag ist es heute auch nicht in Trier. Aber zumindest hat sich gestern Abend und heute Nacht die fast unerträgliche Schwüle mit Blitz und Donner verflüchtigt.

Es war das letzte gemeinsame Training von „Der TV bewegt!“. Dabei wurden nochmals alle Teilnehmer – einige von ihnen laufen beim Trierer Stadtlauf ihren ersten Wettkampf – auf den Start am Sonntag vorbereitet.Dabei ging es auch darum, wie man am besten trinkt, ohne sich zu verschlucken oder alles aus dem Becher zu verschütten. Tipp: Den Becherrand so zusammendrücken, dass eine Art Schnabeltasse entsteht.

Leider mussten sich einige Teilnehmer aus gesundheitlichen Gründen kurz vor dem Höhepunkt nach zwölfwöchiger Vorbereitung  abmelden. Das ist sehr schade, die Enttäuschung ist ihnen anzumerken. Kopf hoch! Die erworbene Fitness wird sich mit ein wenig Training auch bis zum nächsten Rennen halten.

Nach Theorie und Praxisübung machte sich die 10er-Truppe auf eine entspannte Runde an der Mosel. Mit den Halbmarathonis sind wir in richtung Stadtmitte der Gewitterfront entgegen gelaufen, die sich da imposant über dem Süden Triers auftürmte.

In der Weimarer Alle die ersten Regentropfen, die sich ab den Kaiserthermen zunehmend zu strömendem Regen gesellten. Und als das Gewitter dann in brachialgewalt und mit heftigen Böen auch über der City lospolterte, musste eine Hofdurchfahrt für einige Minuten Schutz bieten.

Danach zurück durch die Innenstadt, in der die Aufbauarbeiten für das Altstadtfest kurzfristig unterbrochen wurden, zum Moselstadion. In die Porta Nigra oder eines der genachtbarten Gebäude ist just in dem Moment ein Blitz eingeschlagen, als wir dort waren. Nichts passiert, aber uns hat es vor Schreck fast aus den nassen Laufschuhen gehoben.

Wie gesagt, die Schwüle ist nun weg. Gute Vorzeichen für den Stadtlauf am Sonntag. Zumindest am Vormittag soll es dann noch trocken bleiben. Aber wer glaubt schon Wettervorhersagen …

 

Donnerhall und Wolkenbruch

Seit langer Zeit heute der erste Lauf im Regen, zumindest teilweise. Aber es hätte auch gerne mehr sein dürfen. Ich habe das dann direkt in der aktuellen Laufkolumne für die Tageszeitung Trierischer Volksfreund verarbeitet.

Hier noch die passenden Fotos dazu:

Donnerhall und Wolkenbruch! Was war das für ein Morgenlauf. Die Gewitter hatten sich schneller als vom Wetterfrosch vorhergesagt den Weg in unsere Region gebahnt. Die Tour auf meinem derzeitigen Lieblingstrail durch die Weinberge im Trierer Stadtteil Olewig wurde so zu einer Grenzerfahrung. Denn der Petrisberg lag zu früher Stunde genau auf der Grenze zwischen „heiter bis wolkig“ und „gewittrig mit Platzregen“.
Im übertragenen Sinne ist es mir in der vergangenen Woche ähnlich ergangen, als es um die Teilnahme am Nürburgringlauf ging. Mein vollmundig verkündetes Ziel, dort endlich auch in die offizielle Wertung zu kommen, ließ sich leider nicht verwirklichen. Eine Reizung in der „Achilleswade“ machte mir die Entscheidung schwer: Starten und eine wirkliche Verletzung riskieren, oder nicht? Am Ende hat der Kopf gesiegt und meine Lauffreunde kämpften sich ohne mich über die Nordschleife. Erfolgreich, wie mir ihr endorphingeschwängertes Dauergrinsen deutlichst signalisierte, als wir uns am Abend trafen.
Der Maare-Mosel-Lauf am Samstag wäre nun eine Chance zur Rehabilitation. Die Einladung eines lieben Freundes zum Grillen wird aber auch das verhindern.
Egal. Ich bin trotz allem ein Gewinner: Die Schmerzen in der Wade sind fast verschwunden. Und zudem darf ich mich für den Titel „Vernünftigster Läufer der Region“ bewerben.
Die nächste Grenzerfahrung folgt dann am 24. September: beim Hochwald-Marathon in Schillingen. Hoffentlich!

Frühaufsteher und Wetterkapriolen

Alles im grünen Bereich heute. Auch wenn das frühe Aufstehen erst einmal gewöhnungsbedürftig ist. Aber da ab sofort Sohn#2 schon um 7:05 Uhr aus dem Haus muss, um den Bus zur Schule zu erreichen, wird die Nacht nun noch eine halbe Stunde kürzer sein als vor den Sommerferien…

Nachreichen will ich noch die Fotos von dem kurzen aber tollen Nachmittagslauf gestern. Etwas Sonne, etwas Regen, viel Wind und tolle Bilder aus dem Laufrevier Geis- und Petrisberg. Und das Tollste daran: Keine Nachwehen in der Wade, auch nach dem Samstagslauf nicht. Es war also hoffentlich nur ein Warnsignal. Ich werde nun vorsichtig sein und nur ganz langsam die Intensität wieder erhöhen.

Gewitterregen hat aus einigen Weinbergen reichlich Erde gespült

Selbst der sonst trockene Bachlauf auf meinem Lieblingstrail führt Wasser

Hier muss Erde wieder neu verteilt werden.

Blick auf Olewig mit Weinfest

Überreste des Feuerwerks vom Freitag. Keine Zierde.

Prachtvoll trotz Gewitterspuren.

Im Amphitheater beginnt der Aufbau für Brot und Spiele.

Ungewohnte Seenlandschaft auf dem Petrisberg

Pilzidylle mit Turm Luxemburg

Das braut sich etwas zusammen…

Abendlauf, zweiter Anlauf

Ein wenig traurig war ich gestern Abend schon, dass es nicht mit der Teilnahme am Spendenlauf geklappt hat. Aber warum müssen auch Fachwerkhäuser wie das in Kleinich mit Vorliebe am Abend brennen und schwere Unfälle wie der bei Föhren immer  dann passieren, wenn die Zeitung eigentlich fertig wäre? …

Heute ein neuer Anlauf für den Abendlauf, und es gibt keine Ausrede. Denn heute müssen beim wöchentlichen Team-Training die TV-bewegt-Shirts an den Mann und an die Frau gebracht werden.

Bitte, liebe Gewitter, macht mir da keinen Strich durch die Rechnung!

Gurken in Stockholm

Heute Sonntagsdienst in der Redaktion. Das Wetter ist schwül und drückend. Hoffentlich richten die erwarteten Gewitter nichts Schlimmes an und bringen nur Kühlung für die 84000 Musikjunkies bei Rock am Ring.

Nachzutragen habe ich hier noch meine Laufkolumne aus der vergangenen Woche. Und weil ich natürlich gar nicht eitel bin 😉 , zur Illustration noch das „offizielle“ Zielfoto vom Stockholm-Marathon.

Gurken in Stockholm

Wie wichtig ausreichendes Trinken für eine gute Laufleistung ist, habe ich in dieser Kolumne ja bereits erläutert. Je länger der Lauf, desto mehr sollte darauf geachtet werden, dass im Getränk ausreichend Kohlenhydrate und Elektrolyte enthalten sind, um den Salzverlust auszugleichen.

Denn die Leistungsfähigkeit ist schon eingeschränkt, wenn auf das eigene Körpergewicht bezogen zwei Prozent Flüssigkeit verloren gehen. Aber natürlich muss jeder selbst ausprobieren, wann, was und wie viel er trinkt. So ist es auch mit dem Essen: Vor einem Lauf sollte der Magen nicht ganz leer sein.

Wer schon einmal mit dem Gefühl gelaufen ist, als hätte er einen Stein im Magen, der weiß auch, dass zu viel kulinarischer Genuss zu knapp vor einem Wettkampf fatale Folgen haben kann. Joghurt, Blaubeeren und Bananen sind die Klassiker für eine leichte und gesunde Kost. Haferflocken sind für Läufer das Maß aller Dinge.

Und natürlich viel Obst und Gemüse. So lautete zumindest bis vor Kurzem nicht nur für Sportler das Credo für eine gesunde Ernährung. Seit die Killermutation des Darmbakteriums Ehec Angst und Schrecken verbreitet, haben Salat und Tomaten, vor allem aber Gurken viel von ihrem guten Ruf verloren.

Doch es gibt sie auch in einer Form, vor der selbst Ehec zurückschreckt: eingelegt, als Salzgurken. Die „entzücken“ nicht nur Spreewald- Touristen. In den zweifellos zweifelhaften Genuss dieses Turbogemüses kamen am Samstag auch die Teilnehmer beim Stockholm-Marathon. Bei Kilometer 22 wurden uns die glibberigen grünen Teile von netten blonden Damen gereicht …

Mein Salzhaushalt war schlagartig wieder in Ordnung. Wer weiß, vielleicht haben die Gurken mir Beine gemacht. Meine bisherige Bestzeit auf 42,195 Kilometern habe ich jedenfalls unterboten: um 14 Minuten.