Sterbender Schwan

Nach zwei Tagen Laufen im Schnee muss heute ein Tag Pause sein. Eine Überlastung will ich schließlich nicht riskieren.

Ja, ich werde vernünftig und lerne aus Fehlern der vergangenen Jahre. Aber das bedeutet natürlich nicht, dass der Morgensport ausfällt. Die Gymnasitk vor der Mattscheibe kommt heute gerade recht, um gleichzeitig die Geständnisse von Lance Armstrong zu bestaunen. Im Laufsport vergleichbar wäre in etwa, wenn Haile Gebrselassie verkünden würde, er habe bei seinen Marathon-Weltrekorden gedopt.

Passend zu dem Trauerspiel von Mr. Ex-Tour-de-France mime ich auf dem Stabipad den sterbenden Schwan. Meine Lieblingsübung: Einbeinstand – linker Unterschenkel 90 Grad nach hinten (30 Sekunden halten) – ohne abzusetzen linkes Bein 90 Grad anwinkeln (30 Sekunden) – ohne abzusetzen linkes Bein gerade nach hinten strecken und Oberkörper nach vorne (30 Sekunden) – dnach Standbein wechseln.

Das ist schon Barfuß auf festem Boden ein wackeliger Spaß. Auf der Schaumstoffmatte geht das nur mit großer Konzentration und Körperbeherrschung. Gut für die Fußmuskulatur, die Waden, den Rumpf und die Koordination.

Aber mit dem Stabi- oder Balance-Pad sind noch ganz andere Dinge möglich. Hier eine kleine Übersicht:

stabiuebungen

Am Samstagfrüh geht es dann wieder in den Schnee. 8.30 Uhr mit den Jungs vom Lauftreff. Treffpunkt ist der Sportplatz Olewig. Vielleicht hat ja noch jemand Lust, sich mit uns auszutoben.

Allen anderen schon jetzt ein schönes Wochenende!

 

 

 

Gebrselassie macht weiter

Der Rücktritt vom Rücktritt. Haile kann es doch nicht lassen. Nun setzt er also umso mehr alles auf eine Karte, um bei den kommenden olympischen Spielen auch in der Marathondistanz die Goldmedaille zu holen, möglichst in Weltrekordzeit. Dann wäre er fürwahr unsterblich.

Wenn da nur nicht die Gesundheit auf der Strecke bleibt…

Hier die aktuelle dpa-Pressemitteilung dazu:

Stuttgart (dpa) – Langstrecken-Idol Haile Gebrselassie will seine Karriere nun doch fortsetzen. Nur eine Woche nach seiner Rücktritts- Erklärung verkündete der 37 Jahre alte Äthiopier am Montag über das Netzwerk «Twitter»: «Ich habe das Laufen im Blut und habe mich entschieden, weiterzumachen. Wenn es meinem Knie bessergeht, werde ich beginnen, mich auf mein nächstes Rennen vorzubereiten.» Sein Ziel sei die Teilnahme an den Olympischen Spielen 2012 in London.

Gebrselassie hatte erst am 7. November nach der Aufgabe beim New-York-Marathon überraschend sein Karriereende verkündet. Der Präsident des Leichtathletik-Weltverbandes IAAF, Lamine Diack, würdigte den zweifachen Olympiasieger und vierfachen Weltmeister über 10000 Meter daraufhin als «Sportheld, Legende, Genie».

«Mein Rücktritt in New York war die erste Reaktion nach einem enttäuschenden Rennen», erklärte

Gebrselassie. Sie sei aus der Emotion heraus geschehen. Er hatte den Marathon bereits nach 24 Kilometern wegen Knie-Beschwerden abbrechen müssen.

Nach einem Bericht des Internetportals «EthiopiaFirst.com» kündigte

Gebrselassie sein Comeback bereits am Sonntag am Rande einer Benefizveranstaltung im äthiopischen Nekemte an. Am Montag erfolgte dann die Bestätigung. Die Leichtathletik-Ikone möchte in London unbedingt die Goldmedaille im Marathon gewinnen. Den Weltrekord über diese Distanz hält Gebrselassie mit 2:03:59 Stunden bereits.

Das Ende einer Lauflegende

Haile Gebrselassie hat in New York verletzt und enttäuscht seinen Rücktritt erklärt. Das ist ein Knaller. Die Laufszene verliert damit seine schillernste Figur. Ein Vorbild für eine ganze Generation von Langsreckenläufer tritt damit in die zweite Reihe, als amtierender Marathon-Weltrekordler. Seine Berliner Fabelzeit wird sicher schon bald unterboten werden, ist die Zahl der Weltklasseläufer aus Afrika doch schier unüberschaubar.

Nun zollt Gebrselassie möglicherweise seiner Jagd nach Preisgeldern Tribut, die in den vergangenen Jahren darüber entschieden hat. wo er startet. In Trier, als großer Star des Silvesterlaufs 2009, war er auf der Jagd nach Streckenrekorden ebenso erfolglos wie in Dubai, wo allerdings das Preisgeld mit einer Million Dollar (?) eine astronomische Dimension erreichte.

Ausnahmeläufer Haile sollte das nicht wirklich belastet haben, gehört er doch zu den wirklich Reichen der Sportszene

Den ein oder anderen Start wird er sich bestimmt nicht verkneifen. Und so werden wir den Mannn aus Äthiopien sicher noch einigemale bewundern können. Vor allem aber hoffe ich, dass er sein Können und seine Trainingsmethoden auch weiterhin allen Läufern zur Verfügung stellt.