336

Gefühlt 3000, aber es waren real „nur“ 336 Höhenmeter, die mir heute bei unserem Samstagslauf die Beine schwer werden ließen. Da macht sich das wochenlange Aussetzen und vorsichtige Herantasten an alte Umfänge doch bemerkbar.

1-DSC04263Christophs Vorschlag, zum Weißhauswald zu laufen, musste ich noch ablehnen, da diese Runde zwar wunderschön, mit mindestens 22 Kilometern aber für mich noch definitiv zu lang ist. Einen erneuten gesundheitlichen Rückschlag will ich jedenfalls nicht riskieren. Und die etwas mehr als 17 Kilometer in 1:42 Stunden heute werden ja schon eine Steigerung um fast zwei Kilometern und zehn Minuten im Vergleich zum vergangenen Samstag sein.

2-DSC04264Birthe hatte gestern Abend noch gemailt, dass sie sich uns vielleicht mal wieder anschließen würde. Und tatsächlich steht sie um 8 Uhr gemeinsam mit Marc und Marcel am Sportplatz, um Christoph und mich zu empfangen. Wir laufen von unseren Haustüren immer die 300 Meter zum Treffpunkt.

Viermal gelb, einmal blau. So machen wir uns also noch etwas müde in der Morgendämmerung auf den Weg in Richtung Irsch. Denn wenn nicht Weißhauswald, dann soll es die Filscher Höhe sein, die wir uns auf der kürzeren Runde erkämpfen. Die 330 Meter hoch zum Heidkopf sind tatsächlich ein Kampf. Vor alllem, wenn wir sie wie heute fast komplett auf direktestem Weg angehen. Das ist selbst für Birthe ein Kracher. Allerdings nur, weil sie erst vor einer Woche den 51 Kilometer langen Obersauertrail gelaufen ist – und in der Damenwertung gewonnen hat.

3-DSC04267Es ist schön, mal wieder mit ihr zu reden. Auch wenn meine Form derzeit 35 Kilometer von ihrer entfernt ist. Angesichts dessen hätte ich auch auf die Winterhose verzichten und wie Marcel in kurz laufen können. Das Merinoshirt unter der Jacke wärmt auch ordentlich, obwohl die Morgendämmerung nicht so recht weichen will. Ein trüber Tag, der meine nicht sehr lichtstarke Kamera vor Herausforderungen stellt. Jetzt wird es doch mal Zeit, die GoPro mitzunehmen., die im Handling allerdings etwas komplizierter ist.

4-DSC04268Ein fotografischer Trick bei solchen Verhältnissen ist es, die Kamera in die Bewegungsrichtung der Läufer mitzuziehen. Wenn dann ein wichtiger Bereich des Bildes einigermaßen scharf ist, gelingt in der Regel eine dynamisch wirkende Aufnahme.

5-DSC04270Schön sind die Ausblick von da oben. Da lohnt sich der anstrengende Anstieg auf jeden Fall. Weniger anfreunden kann ich mich allerdings derzeit noch mit langen Gefällstrecken. Die bekommen meiner Leiste noch nicht wirklich.

6-DSC04273Hinunter also zur Domäne Avelsbach, hinauf nach Tarforst und über den Unicampus in Richtung Petrsiberg. Kurz nach dem Geozentrum verabschiede ich mich von den Anderen, die noch bei zum Aussichtpunkt an der Sickingenstraße laufen wollen. Das würde mir zu weit werden. Alleine also gemütlich die zwei Kilometer durch die Weinberge hinunter nach Hause.

8-DSC042809-DSC04285Ein schöner Lauf. Es geht voran. Ich freue mich auf den Winter!