Formel I auf dem Radweg

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Schnelle Bambinis …

Unglaublich! Als Überraschungsteilnehmer beim Teba-Radweglauf in Hermeskeil hatte sich Maik Petzold angemeldet. Der Spitzen-Triathlet und zweimalige Olympiateilnehmer schockte die regionale Läuferelite. Er pulverisierte locker in 50:09 Minuten den Streckenrekord auf der 15-Kilometer-Strecke, hatte dabei noch fast dreieinhalb Minuten Vorsprung auf den Zweiten, Jörg Berens. Und das, obwohl er sich zwischendurch noch die Schnürsenkel binden musste.

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Vor dem Start

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DasTrio vom Lauftreff des SV Olewig: Bettina, Marion und der schnelle Dominik.

Ursprünglich wollte ich ja doch nicht langsam, aber doch eher locker den Lauf angehen, auch um meine Sehne nicht zu überanstrengen. Nach ordentlichem aufwärmen ging es aber dann doch sehr gut. Die erste Hälfte der Strecke zunehmend zügig – ab und zu nach innen hörend, was Achilles dazu meinte – und auf dem Rückweg dann richtig flott, was trotz des heftigen Gegenwinds Spaß gemacht hat.

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Heute mal wieder mit Brille …

Über etliche Kilometer habe ich da abwechselnd mit Miriam Engel Tempo gemacht, die zu den schnelleren Langstreckeläuferinnen in der Region Trier zählt. Auf den letzten zwei Kilometern wollte/konnte ich ihr aber nicht mehr folgen. Dennoch ist meine Zeit von 1:03:53 gut eine Minute schneller als die vor einem Jahr. Damals war der Radweglauf der letzte Tempodauerlauf vor dem Hamburg-Marathon. Das ging zwar leichter als gestern. Die Freude über einen gelungenen Wettkampf war aber ähnlich groß. Wie fast immer Platz 6 in der Altersklasse M45. Zwischen 5 und 15 liege ich bei regionalen Läufen eigentlich immer.

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Kurz vor Reinsfeld

Mein junger Laufkumpel Dominik stellte mich natürlich in den Schatten. Als Gesamtachter in 58:58 haute unser Lauftreffmitglied einen raus. Zum ersten Mal im Trikot des SV Olewig. Das sei der Grund gewesen, meinte er danach schmunzelnd. Immerhin Platz 2 in der Altersklasse M20.

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Der fliegende Dominik mit der Siegerin bei den Frauen, Tanja Harpes.

Fotos habe ich natürlich auch wieder gemacht. Vor dem Lauf einige Bilder von den Kindern- und Bambinis. Während des Laufs „aus der Hüfte“. Da kommt meine kleine Sony leider bei nicht ganz optimalen Lichtverhältnissen an die Grenzen. Schärfe wird dann relativ. Und Maik Petzold war definitiv zu schnell. Formel I auf dem Radweg!

DSC01144Die Sehne? Ach ja. Dominik bot mir netterweise an, den Kühlakku aus seiner Einkaufstasche zu holen. Und so sorgte ich in der Hochwaldhalle nach dem Lauf für ein wenig Aufsehen, als ich mit dem Monsterteil meine Sehne vorsorglich beruhigte. Sie dankt es mir heute. Da ist kaum etwas zu spüren. Es geht voran mit der Heilung.

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Schön kalt, die Sehne bedankt sich.

Der offizielle Bericht zum Lauf und viele professionelle Bilder gibt es natürlich auf meinem Laufportal: www.volksfreund.de/laufen

Marathon mit Licht und Schatten

Philippides, die Finisher-Trophäe,  macht eine gute Figur, während ich doch noch etwas angestrengt meine Schritte setze. Die Auslaufrunde heute morgen nach dem Hochwald-Marathon gestern tut ganz schön weh. Aber das Laktat muss weg. Vor allem die Hüftbeuger mucken nach all den Höhenmetern.

Würde Waden- und Schienbeinmuskulatur mir wieder einen Strich durch die Rechnung  machen? Diese Frage hat mich vor dem Lauf doch mehr beschäftigt als mir lieb war.  Aber bis auf ein diskretes Ziehen in den Schienbeinen auf den letzten Metern des zweiten Wurzelwegaufstiegs zur Ruwerquelle war zum Glück nichts zu spüren. Zwei etwas gemäßigter gelaufene Kilometer, dann war dieser Anflug von Überlastung wieder verschwunden.

Mit Marcel am See im Kell.

Marcel war bald wieder eingeholt, ohne dass ich bewusst schneller gelaufen bin. Ich hatte ihm zuvor signalisiert, er solle sein Tempo laufen. Vielleicht hatte es mich ja auch mein Liebingslaufcoach Jens Nagel motiviert, der beim Halbmarathon startete und mich als genau auf dieser Passage mit aufmunternden Worten überholte. Auch Hans-Peter Rohden, der meinen Krampflauf im Jahr zuvor miterlebt hatte, glaubte mich in einer besseren Verfassung zu sehen. Er selbst konnte wegen einer Verletzung dieses Mal leider nicht laufen.

Schön und anspruchsvoll: Der Weg hinauf zur Ruwerquelle.

Oben angekommen, mache ich erst einmal langsamer.

Auf dem langen Anstieg zum Rösterkopf habe ich dann auch zu Birthe aufgeschlossen, die auf der ersten Hälfte der Strecke sehr flott unterwegs war. Als Favoritin für die Frauenwertung war sie an den Start gegangen. Aber wie es eben so ist, taucht dann überraschend noch jemand Stärkeres auf. In diesem Fall eine Läuferin aus Weimar, die mit ihren sehr starken Lauftreff-Freunden zu einer Marathonreise in den Hochwald gekommen war. Nahezu in jeder Wertung hatten die Gäste aus Weimar eine Platzierung.

Dass sie danach von dem Lauf schwärmten, lag aber auch an der landschaftlich tollen Strecke. Und die Befürchtung, dass es ein Hochnebellauf würde, hat sich auch bereits drei Kilometer nach dem Start zerschlagen, als die Sonne durchkam und den Wald verzauberte.

Mir gab das auch einen wichtigen „Kick“, war ich doch an diesem Tag nicht so locker wie sonst. So half das ein oder andere Schwätzchen mit anderen Startern, darunter einige ganz alte Hasen mit Dutzenden Marathons oder gar Ultras in den persönlichen Teilnehmerlisten.

Dass Marcel auf dem letzten Anstieg gehen musste, habe ich nicht wirklich ernst genommen. Im Ziel tat es mir ein wenig leid, nicht gewartet zu haben. Aber vermutlich wäre es mir dann auf den letzten sechs Kilometern noch übler gegangen. Die waren wirklich schwer, auch wenn ich vermutlich nochmal Tempo gemacht habe. Genau sagen kann ich das nicht, weil auf meiner Garmin der Speicher ausgerechnet da voll war.

Zielfoto mit Birthe – die Welt ist wieder in Ordnung.

Richtige Freude kam also erst wieder im Ziel auf, als ich eine Zeit unter 3:40 Stunden registriert habe. Vor einem Jahr war ich mit Krämpfen noch knapp über 4 Stunden geblieben. Birthe kam eine halbe Minute nach mir rein – meine Tempomacherqualitäten sind wohl noch ausbaufähig. Marcel hatte tatsächlich größere Probleme, war unterzuckert und musste auf den letzten sechs Kilometern alle Steigungen gehen. Dennoch war er superglücklich mit seiner Zeit unter 3:45 Stunden – und nicht sauer auf mich.

Meine Zeit: 3:37:59 Stunden – so verriet es die offizielle Ergebnisliste an der Wand der Hochwaldhalle. Platz 10. Eine Frau war schneller.

Jens auf Platz drei im Halbmarathon – Die Euphorie ist entsprechend groß.

Richtig schön wurde es dann noch im Anschluss, beim Plaudern mit Bekannten, Freunden und anderen netten Läuferinnen und Läufern.

Bericht, Fotos und Ergebnislisten gibt es natürlich auf dem Laufportal: www.volksfreund.de/laufen

Und nun? Keine Ziele mehr für den Rest des Jahres. Ich bin gespannt, wie lange ich das genießen kann.

 

 

Angemeldet

Nun gibt es (fast) kein Zurück mehr. Die Anmeldung zum 3. Hochwald-Marathon in Schillingen ist gebucht. Ein toller Landschaftslauf, den die Spiridon-Läufer da auf die Beine gestellt haben

Ich kann das beurteilen, weil ich vor einem Jahr schon mal dabei war. Damals haben mir heftige Krämpfe allerdings den Genuss auf den letzten zehn Kilometern kräftig vermiest.

Seitdem trinke ich das sehr mineralhaltige Wasser vom Nürburgring und schlucke vor besonders schweißtreibenden Läufen Salztabeltten, um ein ähnliches Erlebnis dieser Art zu verhindern.

Eine Rechnung mit dem Hochwald-Marathon habe ich also noch offen. Und die wird am 22. September beglichen. Ganz bestimmt. Und dann hole ich mir schmerzfrei wieder ein kleines Drahtmännchen namens Phillipides.

Nach dem Sturm

Jetzt ist es wieder ruhig im Trierer Land. Alles nicht so schlimm wie befürchtet. Lediglich im Hochwald gab es einige größere Einsätze der Feuerwehr. Wie vereinzelt in der Eifel machte aber nicht der Sturm zu schaffen, sondern der Regen. Denn nach einigen Tagen mit viel Niederschlag ist der Boden gesättigt, was bei den Sturzfluten der letzten 24 Stunden zu Überschwemmungen führte.

Daumen halten also, dass es sich Sturmtief Joachim nicht anders überlegt und sich doch noch hier ähnlich cholerisch zeigt wie im Schwarzwald.

An Laufen war heute am frühen Morgen jedenfalls nicht zu denken. Aber das eh freitags die Gymnastikstunde ansteht, war das nicht weiter schlimm. Und der Blick aus dem Fenster in den Garten erzeugte auch nicht wirklich großes Bedauern über den üblichen Laufruhetag.

Morgen früh geht es dann wieder raus. Mit den Jungs der Laufgruppe. Mädchen wollen sich da ja leider nicht anschließen…

Traumschleife Schillingen

Gleich geht es noch zum Rosenmontagsabendlauf. Heute geht das, da ich nicht arbeiten muss und mir die Narren diverser Rosenmontagszüge erspart bleiben. Als Alternativprogramm stand die erste Traumschleifen-Wanderung in diesem Jahr an: Der Panoramaweg in Schillingen.

Gut 14 Kilometer im Hochwald, weil wir die letzten beiden abgekürzt haben. Warum? Weil am Ende das eckige Umkreisen diverser eingezäunter Felder genervt hat. Insgesamt ist das aber dennoch eine schöne Strecke, die an der Spießbratenhütte startet und mit reichlich Höhenmetern einige Kondition abverlangt. Als Laufstrecke wäre das sicher eine noch schönere Sache. So waren wir im nicht zu langsamen Wanderschritt inklusive Picknickpause fast vier Stunden unterwegs.

Zum Glück waren Mütze und Handschuhe (nicht lange) im Rucksack, denn der eisige Wind hat die plus sechs Grad besonders auf der Höhe in gefühlt minus drei Zittergrädchen verwandelt. Und in schattigen Ecken waren tatsächlich die Pfützen noch gefroren.

Also: Diese Tour ist nichts für Familien mit kleineren Kindern. Dazu hat sie einfach zu wenige Kletterfelsen oder ähnliches zu bieten. Und falls wir die Tour noch einmal gehen sollten, dann bestimmt erst, wenn die Bäume wirkliches Grün zeigen und das Thermometer mehr als zehn Grad anzeigt. Plus, versteht sich.

P.S.: Der blaue Himmel und die Weitsicht über die Höhen von Hochwald und Hunsrück waren wirklich eine Wucht 😉

Ein toller Lauf in Schillingen: Kompliment an Spiridon

Was war das für eine toller Halbmarathonlauf am Samstag in Schillingen. Super Wetter, super Strecke, super Verpflegung, supernette Leute. Und wer dabei war, kann bezeugen, dass der Hochwald einfach eine grandiose Kulisse für solche Veranstaltungen bietet.

Jetzt steht an Sonntag Köln an, mit der doppelten Distanz. Für mich eine Premiere. Mal sehen, wie sich 42 Kilometer aus Asphalt anfühlen…