34 – 16 – 1 – 60 – 100 – Hospizlauf

Meine Energie reicht am Abend nur noch dazu, eine Pizza zu essen. Und dann ruft ganz früh das Bett. Aber bei einer knapper Stunde Schlaf innerhalb von 34 Stunden ist das ja auch kein Wunder. Schon gar nicht, wenn in dieser Zeit auch noch reichlichst Bewegung hinzukommt wie beim Hospizlauf 2013

80 Läufer waren am Freitag um 12 Uhr in Koblenz gestartet. Mit meinem Sohn Jan und dessen Freund Niklas sowie Ultraman und Exilbayer Martin im  Auto erreichen wir den Tross um 19.40 Uhr in Poltersdorf. Viele bekannte Gesichter. Großes Hallo. Martin ist sofort im Gespräch mit Mel und Frank.

008-DSC02105Ultraläufer sind schon eine eigene Kategorie unter all den Halbverrückten, die sich auf dem Parkplatz tummeln. Bevor allerdings Gepäckfragen und andere Dinge geklärt werden können, sind die Läufer schon wieder auf dem Weg. Zumindest Sohnemann und Freund schaffen mit ihren Rädern den Anschluss. Ihre Bikes werden sie erst 100 Kilometer und elf Stunden später wieder dem Radständer anvertrauen.

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Meine erste Etappe beginnt also um 20.30 Uhr in Bremm, unterhalb des Bremmer Calmont, dem steilsten Weinberg Deutschlands. Die örtliche Blaskapelle hat gerade am Haus am Rande des Haltpunkts geprobt und entschließt sich spontan, den Läufern den Marsch zu blasen.

020-DSC02124Die neuen Schuhe kommen noch nicht zum Einsatz. Erst einmal die vertrauten Lightweight-Trainer. Dennoch begehrt mein Fuß am Ende der zwölf Kilometer in sehr moderatem Tempo etwas auf, was mir einige Sorgen macht. Denn ab sofort gibt es bis zum Samstagmittag keine wirkliche Ausstiegsmöglichkeit.  Und auf 14 Stunden mit Autofahren und Warten habe ich so gar keine Lust.

023-DSC02132Also schnappe ich mir in Zell erst einmal ein Fahrrad und begleite die Läufer auf den nächsten 12 Kilometern per Velo. Während die Temperaturen für Läufer am späten Abend ideal sind, kommt man als Radler im Tempo 9 km/h nicht auf Temperatur. Ein Trainingshose wäre jetzt gut. Und die Waden signalisieren Krampfbereitschaft …

062-DSC02178Da hilft nichts: Zum Aufwärmen muss die nächste Etappe von Reil bis Traben-Trarbach wieder laufend absolviert werden. In den neuen Mizuno, schön rot. Die ersten Schritte … Was ist das denn? Es läuft sich auf hartem Asphalt plötzlich sehr weich. Und meine Sohle ist kein bisschen zu spüren. Ich kann es kaum glauben, aber dieses unbeschwerte Laufen wird sich auf den nun folgenden 50 Kilometern, die ich bis zur Ankunft beim Hospizhaus in weiteren drei Etappen addiere, nicht ändern.

024-DSC02133Schön, so ein Nachtlauf. Alles ruhig, entschleunigt. So richtig weiß man nicht, wo man sich gerade befindet. Aber Begleitfahrzeug und Radfahrer sichern den Weg, der zum Teil an der Straße entlangführt.

045-DSC02159Ankunft im schönen Traben-Trarbach um 1:05 Uhr. Wieder haben die fleißigen Helfer von den Stadtwerken Getränke und Buffet aufgebaut. Vor allem der Müslikuchen aus Kell schmeckt unglaublich gut. Nussig-zimtig, lecker. Von der flüssigen Götterspeise in Rot oder Grün lasse ich dagegen die Finger. Wasser genügt.

Da das Laufengelchen auf der Schulter dominiert, weil sich Teufelchen schon schlafen gelegt hat, nehme ich im Luxus-VW-Bus Platz, den mein Freund Helli und seine Kollegen von den Stadtwerken für das Laufabenteuer organisiert haben.

033-DSC02144Anders als vor drei Jahren, als ich selbst viel am Steuer saß, werde ich mich bei diesem Hospizlauf auf meine Rolle als Beifahrer begnügen dürfen. Martin O., der mit Heike, Kerstin und Martina bereits um 10 Uhr gestartet war, um den Start in Koblenz zu erleben, hat aber sichtlich Spaß daran, das Schiff auf Rädern zu steuern. Und da er schon mehr Kilometer als ich in den Beinen hat, ergibt es sich fast von selbst, dass ich mehr Laufe als fahre. So fühlt es sich wenigstens an 😉

029-DSC02140Kinheim-Kindel – Bernkastel-Kues. Dort eine knappe Stunde Dösen, bevor Jan und Niklas um 3:45 Uhr auf ihren Rädern die Ankunft der kleinen Läuferschar ankündigen. Derweil hat die fleißige Begleitcrew um die beiden Ralfs (H. und M.) es doch noch geschafft, die tiefgekühlte Suppe auf Temperatur zu bringen. Eine Wohltat zu dieser Stunde, denn es doch frischer als die 15 Grad, die von der Wetter-App angezeigt werden. Es fühlt sich jedenfalls kühler an. Liegt wohl an der hohen Luftfeuchtigkeit direkt an der Mosel.

037-DSC02149Von Martin J., der eigentlich hier auch wieder einsteigen wollte, ist nichts zu sehen. Das Wohnmobil mit den Ultraläufern fehlt in Bernkastel-Kues, als ein Tross von etwa 20 Frauen und Männern aufbricht, um auf dem Weg nach Wintrich in die Morgendämmerung zu laufen.

Diese Etappe ist für mich die schönste. Alles atmet Ruhe. Der monotone und fast synchrone Takt von Laufschuhen auf Asphalt. Gesprochen wird wenig. Als es über den Hügeln zu dämmern beginnt, setzten immer mehr Vögel mit ihrem Gezwitscher ein. Dann vertreiben auch Zikaden die Stille. Die Stirnlampen werden ausgeschaltet und nicht mehr benötigt, bis um 5:15 Uhr der Wohnmobilstellplatz bei Wintrich erreicht ist.

038-DSC02151Herrlich, wieder eine Stärkung. Und die Vorfreude auf den nächsten Stopp in Piesport, wo traditionell Kaffee und der beste Streuselkuchen der Welt warten. So wie zwei Väter, deren Söhne nicht auftauchen und erst ein Anruf Klarheit bringt, dass sie vorausgefahren waren und die falsche Abzweigung genommen haben. „Wir sind in so einem Ort an der Mosel und wissen nicht weiter“, nörgelt ein inzwischen reichlich müder Jan mir ins Ohr.

040-DSC02153So bleibt ihnen der leckere Kuchen verwehrt, während sie warten, bis die Läufer wieder in Sichtweite kommen bzw. ein Begleitfahrzeug ihnen signalisiert, dass sie bei Neumagen (6:50 Uhr) über die Brücke auf die andere Seite des Flusses wechseln müssen. Mel, Frank und Martin sind ab sofort auch wieder dabei.

044-DSC02158Nach Wintrich sind die Etappen alle nur noch 6 bis 8 Kilometer lang. Gerade richtig für immer mehr Läufer, die nun wieder hinzustoßen und ihre blauen Bändchen entgegen nehmen.

In Leiwen (7:33 Uhr) ist bereits bekanntes Gebiet erreicht. Wieder großes Hallo mit Albert Rosch und seinen Läufern von der LGM. Die roten Läufer aus Schweich, die grünen aus dem Meulenwald und die gelben aus Langsur gehören schon seit Beginn beständig zum Läufertrupp auf der Strecke, ebenso die Shirts der Hochwaldläufer aus Schillingen.

009-DSC02106Birthe, Marion, Wolfram, Norbert und all die anderen. Sie profitieren davon, dass die Sonne sich noch hinter eine dicken Schicht Morgennebels verbirgt. Heiß wird es früh genug.

065-DSC02181Das Schwarz-Gold meines Lauftreffs Olewig wird erst ab Detzem dabei sein. Und deshalb wechsle ich dort um halb neun zum dritten Mal auch mein Shirt. Gemeinsam mit Christoph, Achim und Marcel will ich den letzten Teil der Strecke angehen. Die Beine sind noch einigermaßen frisch. Und der Fuß macht immer noch keine Probleme.060-DSC02175071-DSC02190Als die nun schon zu einer beachtlichen Größe angewachsene Läuferschar um 8:40 Uhr in Richtung Mehring aufbricht, ist von meinen Kumpels aus Olewig noch nichts zu sehen. Egal. Foto gezückt und mal das Feld von vorn abgelichtet. Es ist schließlich wieder hell genug, um Bilder von bewegten Menschen zu machen, ohne Bewegungsunschärfe.073-DSC02194Jan und Niklas haben nach 100 tapfer absolvierten Kilometern den Kampf gegen den Inneren Schweinehund verloren. Sobald sie im Bus sitzen, bringt sie niemand mehr auf die Räder. Egal. Gut gemacht!!!

046-DSC02160Meine Kumpels kommen in erhöhtem Tempo von hinten herangerauscht, als ich gerade wieder mit einigen Bekannten ein Schwätzchen halte. Der Quassellauf erfüllt nun voll und ganz seinen Namen.

090-DSC02223Die Moselbrücke bei Mehring (9:20 Uhr) ist schnell erreicht. Nun hat die Sonne alle Dunstschleier besiegt. Es wird wärmer. Und wärmer. Und wärmer. Bei Longuich ermöglicht eine improvisierte Dusche Abkühlung. Martin O. und unseren Bus habe ich seit Detzem nicht mehr gesehen. Immer mehr Benefizläufer schließen sich an. Auch Wolfgang und Jürgen, liebe Freunde vom Lauftreff Schweich, sind jetzt dabei.

Holger, mein rasender Laufportalreporter, ist nun auch wieder zur Stelle. Er hat längst den ersten Bericht und die erste Fotostrecke ins Laufportal hochgeladen. Schon am späten Abend.

087-DSC02220In Schweich warten noch einmal mindestens 100 Läufer, darunter auch Anne, Harald, einige TV-bewegt-Finisher und weitere bekannte Gesichter. Hallo und so … Letzte Stärkung vor den beiden Schlussetappen, die um 10:30 Uhr angegangen werden.

Ich laufe jetzt durch bis zum Hospizhaus, das ist  klar. Denn in Ruwer wird die Situation so unübersichtlich, dass mein Begleitfahrzeug schwer zu finden sein wird. Wie sehr ich mit dieser Einschätzung doch recht behalten werde.099-DSC02242Aber wer kam eigentlich auf die blöde Idee, sein Shirt so nass zu machen? – fragen mich meine Brustwarzen, die das mittlerweile für ziemlich bescheuert finden. Aber egal, wird schon nicht so schlimm werden auf den verbleibenden paar Kilometern.

In Ruwer, dem letzten Halt vor dem triumphalen Zieleinlauf in Trier, ist die Masse der mit der Hitze kämpfenden Laufsportler kaum mehr zu überblicken. Und alle versuchen, die Geduld beim Warten auf einen Becher Wasser nicht zu verlieren. Kompliment an das sensationelle SWT-Team, wie es auch diese Situation gemeistert hat, auch wenn bei den letzten 50 Läufern statt Wasser halbwarmes Weißbier im Becher Schaum warf. Alkoholfrei natürlich.098-DSC02241

Wolfram überlässt mir eine Flasche Wasser aus seinen Privatbeständen. Danke für diese Überlebenshilfe an dieser Stelle! Gemeinsam mit Anne ist das wertvolle Nass schnell einverleibt, bevor die mindestens 350 Köpfe starke Läuferschar die letzten 6,5 Kilometer auf heißem Asphalt in Angriff nimmt.

45 Minuten sind für diese letzte Etappe vorgesehen. Das lange Seil, das in den Vorjahren meist ausreichte, um, getragen von einigen Läufern, die Breite des Läuferkorsos zu beschränken, ist bei der zehnten Auflage des Hospizlaufes mindestens um die Hälfte zu kurz. Aber alle sind sehr diszipliniert. Und auch die Autofahrer im Verteilerkreis Nord, in Paulin-, Christophstraße und Ostallee haben Verständnis.

104-DSC02261Meine Beine sind schwer wie Blei. Noch zwei Kilometer, noch einer. Das Hospizhaus ist nah. Dass sich inzwischen auch drei Bewohner dieser Einrichtung in Rollstühlen dem Tross angeschlossen haben, bekomme ich erst später mit. Dass Dutzende Beschäftigte des Brüderkrankenhauses in blauen Shirts einen Benefizbetriebsauslauf tätigen, lässt sich aber nicht ignorieren.

113-DSC0227711.55 Uhr: Ankunft beim Hospizhaus in Trier. Viel Applaus, Stolz, Freude. Im Garten gibt es allerlei Leckereien. Eine Geburtstagstorte. Livemusik. Noch einige Spendenübergaben.

Wer allerdings schon fünf, zehn, fünfzehn oder 24 Stunden auf den Beinen war, kann das nicht wirklich genießen. Aber zum Glück gibt es jede Menge Gäste, für die das noch ein schöner Nachmittag wird.

Ich bin froh, als ich endlich unter einer richtigen Dusche stehe und danach die Beine hochlegen kann. Allerdings ist der Platz in der Hängematte schon belegt.

120-DSC02290Herzlichen Dank an Ralf Haas und all die Anderen vom Organisationsteam. Es war eine grandiose Sache! Ich werde wieder dabei sein. Dann hoffentlich ab Koblenz.

Die Idee eine Laufbloggerstaffel geht mir übrigens nicht mehr aus dem Kopf …

 

 

 

 

 

 

Angefixt

Sehr schön war’s gestern Abend im Romikulum-Biergarten. Zum Nachtreffen der TV-bewegt-Aktion waren doch 30 Leute gekommen. Super Stimmung. Einige nach der Stadtlauf -Premiere total angefixt und auf der Suche nach weiteren schönen Laufveranstaltungen.

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Jens, Daniel und Michi, die hochgelobten Trainer, durften die Urkunden für die Teilnehmer verteilen. Ein Spaß für alle.

DSC02096In solchen Fällen verweise ich dannn natürlich auf unseren Laufterminkalender im Laufportal  Und gestern natürlich auch auf den Hospizlauf, der gleich in Koblenz startet und dann 24 Stunden und 200 Kilometer an der Mosel entlangführt. Jeder kann zu jeder Zeit einsteigen. Hier der Zeitplan:

Start: Deutsches Eck Koblenz (Freitag, 12 Uhr), Winningen (13.18 Uhr), Lehmen (14.30 Uhr), Moselkern (16.01 Uhr), Pommern (17.02 Uhr), Cochem (18.06 Uhr), Poltersdorf (19.38 Uhr), Bremm (21.04 Uhr), Zell (22.37 Uhr), Reil (rechte Moselseite, 23.54 Uhr), Traben-Trarbach (Samstag, 1.05 Uhr), Kinheim-Kindel (2.13 Uhr), Bernkastel-Kues (3.47 Uhr), Wintrich Wohnmobilstellplatz (5.14 Uhr), Piesport Turnhalle (6.01 Uhr), Neumagen Brücke Eifelseite (6.50 Uhr), Leiwen Ortseingang (7.33 Uhr), Detzem Staustufe (8.36 Uhr), Mehring Moselbrücke (9.20 Uhr), Schweich (10.18 Uhr), Ruwer (11.03 Uhr), Ziel: Trier Hospizhaus (12 Uhr)

Zudem gibt es einen Liveticker auf Twitter, bei dem der jeweilige Standort des Lauftrosses abgefragt werden kann.

Ich werde ab Poltersdorf dabei sein und dann einige Etappen mit Pausen dazwischen laufen. Je nachdem, was mein noch immer nicht ganz fittes Fußwerk dazu sagt.

So wie es aussieht, schaffen wir es doch eine gemischte Staffel aus Läufern und Radfahrern hinzubekommen. Heike, Kerstin, Martina und Martin sind ab Koblenz dabei, Helli meinereiner, unsere Jungs und Mädels (auf Rädern) werden um 19.30 Uhr dazustoßen. So wie es aussieht , ist dann auch Ultra-Martin aus Longuich dabei sein, den ich schon lange mal kennenlernen wollte. Und in Detzem wird dann spätestens der Lauftreff Olewig in Gestalt von Christoph, Achim und Marcel einsteigen. Anne läuft ab Schweich die letzten beiden Etappen. Es wäre doch gelacht, wenn nicht immer einer von uns auf der Strecke wäre. Einen Namen für die Staffel habe ich noch nicht. Hat jemand eine Idee?

hospizlauf 2010 (52)Ich werde gleich mal das Staffel-Shirt von 2010 heraussuchen. Eine gute Gelegenheit, es wieder zu tragen. So heiß wie damals wird es zum Glück nicht.

Ob dann auch der ein oder andere TV-Bewegte einen Teil der Strecke mitläuft, wird sich zeigen. Ich bin gespannt.

 

Mit den Neuen zum Hospizlauf

Die Planung steht: Einstieg beim Hospizlauf 2013 am Freitag um 19.30 Uhr bei Poltersdorf. Alle, die in Koblenz starten, werden dan schon über sieben Stunden unterwegs sein. Bis zum Ziel am Samstag gegen 12 Uhr in Trier bleibt dennoch reichlich Zeit.

Natürlich werde ich die nicht durchlaufen. Drei, vier oder fünf Etappen sind geplant. Je nachdem, wie mir die Belastung bekommt. Jeweils mit Pausen dazwischen, sollte bei dem gemächlichen Tempo, das da angeschlagen wird, aber einiges möglich sein.

DSC02090-1Rechtzeitig zum Lauf hat der Postmann ein Paket aus München mit neuen Schuhen gebracht (danke an Keller-Sports an dieser Stelle). Ein Paar Mizuno Wave Inspire 9. Ein leichter Stabilschuh, wenn es so etwas gibt. Zumindest auf ein oder zwei Etappen werde ich die mal testen. Der erste Eindruck lässt zumindest vermuten, dass die bunten Treter für einen gut gedämpften Lauf auf Asphalt besonders gut taugen.

Ein ausführlicher Testbericht folgt.

Benefizquasseln

hospizlauf 2010 (34)Nicht immer ist es die Hatz auf neue Bestzeiten, die Spaß macht. Wie ich es beim Trierer Stadtlauf erleben durfte, kann es als Läufer auch pure Freude sein, Gleichgesinnte als Schrittmacher ins Ziel zu führen. Zudem liebe ich Läufe in netter Gesellschaft, bei denen das Tempo so moderat ist, dass eine Unterhaltung nicht immer wieder durch Schnappatmung unterbrochen wird.
Das ist es auch, was Ultraläufer generell an ihrem Sport lieben: Laufen, ohne zu schnaufen. Ganz wörtlich darf dieses Motto zwar niemand nehmen. Aber nachweislich ist das Joggen bei moderat gesteigertem Puls die gesündeste Form der Bewegung auf zwei Beinen.
Eine ideale Gelegenheit dafür ist der Hospizlauf, der am Freitag um 12 Uhr in Koblenz startet und 24 Stunden und knapp 200 Kilometer später in Trier endet. Langstreckenläufer können auch bei der zehnten Auflage dieses Benefizlaufes für das Hospizhaus Trier beliebig lange Strecken unter die Schuhe nehmen. Da die einzelnen Etappen an der Mosel jeweils um die zehn Kilometer lang sind, bietet sich dieser Quassellauf bei 9?Kilometern pro Stunde aber auch für Gelegenheitsläufer an.
Einsteigen kann jeder zu jedem Zeitpunkt. Das garantiert Abwechslung. Auch bei den Gesprächspartnern. Ich hoffe, wir sehen uns!

Wer wissen will, wo sich der Läufertross befindet, kann hier anrufen: 0175-8215354. Einen Liveticker auf Twitter gibt es auch: https://twitter.com/hospizlauf.

Die Wärme kommt an

DSC00010Die Wärme ist angekommen. Aktuell +5 Grad machen dem Eis auf den Wegen an der Mosel ein Ende. In den etwas höheren Lagen wird das noch etwas dauern.

Bei der  Grillparty gestern Abend auf dem Mont Royal von Traben-Trarbach sah die Sache noch etwas anders aus. Da war der große Feuerkorb eine gern in Anspruch genommene Aufwärmquelle.

DSC00001die Sonne hatte sich leider bereits hinter die Wolken verzogen, als wir vom Tal auf den Berg spaziert sind. Einen Eindruck von der schönen Mittelmosellandschaft gibt dieses Bild vielleicht dennoch. Für mich ist es jedenfalls immer fast wie Urlaub, wenn ich dorthin komme.

Als Laufrevier auch eine schöne Gegend. Erinnerungen an den Hospizlauf von Koblenz nach Trier und an den Mittrnachtslauf in Kröv werden wach. Ich freue mich schon auf diese beiden Veranstaltungen in diesem Jahr!

 

13 + 1

Wird die 13 Glück bringen? Das ist jedenfalls die Zahl, auf dies sich die Läufe im Jahr 2013 summieren, bei denen ich in jedme Fall an den Start gehen will. Welche das genau sein werden, verrate ich noch nicht. Lediglich drei seien hier bereits genannt:

1. Eifel-Marathon

2. Trierer Stadtlauf

3. Amsterdam-Marathon

Was davor, dazwischen und danach kommt, hängt auch davon ab, wie ich über den Winter komme und gesundheitlich im neuen Jahr drauf sein werde. Wenn es nochmal so wird wie in diesem Jahr, bin ich sehr zufrieden.

Im Frühjahr werde ich geplante drei Wochen Zwangspause machen müssen. Aber wenn ich bis dahin fit bin, wird das die  Vorbereitungen für den ersten Kurz-Ultra am Stück beim Eifel-Marathon am 9. Juni nicht zu sehr stören.

13 … + 1: Den Hospizlauf hatte ich ganz vergessen. Der findet am 5. und 6. Juli statt, also zum Start der Sommerferien. Da werde ich da sein. Mal sehen, ob sich für die 200  Kilometer von Koblenz nach Trier eine Staffel zusammenstellen lässt. Das hat vor zwei Jahren riesigen Spaß gemacht. „17 für 200“ hieß dmals das Motto: 17 Läufer für 200 Kilometer.

Und als 24-Stunden-Lauf hatte ich damals schon einen Ultra gestemmt mit etwas über 70 Kilometern in vier Etappen. 😉

(Un)happy Mosel

Dieser Sonntag ist so ein Tag, an dem es sich wunderbar anbietet, Dinge zuhause zu erledigen, sich faul im Fernsehsessel zu räkeln, oder in der Redaktion zu arbeiten. Leid tut es mir nur für die Veranstalter von Happy Mosel. Bei dem größten Radereignis an der Mosel stellen die vielen Gemeinden am Fluss ein tolles Programm auf. Wegen des stürmischen Regenwetters wurden allerdings nur 20000 Teilnehmer gezählt – vermutlich sehr wohlwollend. Es waren schon einmal deutlich über 100000…

Pech mit dem Wetter kann so eine Veranstaltung schon mal ins Wasser fallen lassen. Hoffentlich wird das nicht am 8./9. Juli auch so sein, wenn der Hospizlauf 2011 lockt. Die hoffenltich vielen Teilnehmer können dann wieder innerhalb von 24 Stunden die gesamte Moselstrecke von Koblenz bis Trier erlaufen. Alleine, als Staffel, in Teilabschnitten oder komplett.

Ich werde in diesem Jahr wegen der zeitlichen Überschneidung mit den Ferien leider nicht teilnehmen können. Schade. Den Veranstaltern dieses tollen Laufes wünsche ich dennoch alles Gute! Der Erlös geht komplett an den Hospizverein Trier.

Benefizläufe waren übrigens auch das Thema meiner Laufkolumne in der vergangenen Woche.

Gut gelaufen

Auch wenn ich nicht beim Silvesterlauf starten kann, ist es Zeit, eine Bilanz über das vergangene Laufjahr zu ziehen. Dazu könnte ich jetzt ein ganzes Buch schreiben (zumindest ein Taschenbuch) mit vielen, vielen schönen Erlebnissen. Viele Freunde haben mich auf meinen Touren begleitet. Oft war ich auch alleine unterwegs. Und nahezu immer hat mich die wunderbare Natur mit ihrer Pracht tief beeindruckt.

Viele Impressionen habe ich in diesem Blog festgehalten, in Text und Bild. Ich hoffe, ich konnte damit einige Gäste dieses Blogs erfreuen, vielleicht sogar ermutigen, dem Fernsehsessel den Rücken zu kehren und Lauf- oder Wanderschuhe zu schnüren.

Zu den Zahlen:

  • 1355,72 Kilometer hat meine Garmin aufgezeichnet. Etwa 200 kommen hinzu, bei denen ich meine Laufuhr nicht dabei hatte bzw. der Akku den Geist aufgegeben hatte.
  • 139 Stunden + X war ich laufend unterwegs und habe dabei mehr als
  • 20 000 Höhenmeter bewältigt.
  • 9,8 km/h war dabei die Durchschnittsgeschwindigkeit, bei der ich
  • 99 882 Kalorien verbraucht habe.

Die schönsten Läufe jenseits der vielen Trainingsrunden alleine und mit meinen Freunden vom Lauftreff Olewig durch Tiergartental, an der Mosel, auf und um den Petrisberg, zu den Mattheiser Weihern, im Weißhaus- und Mattheiser Wald?

Meine Favoriten sind sicher der Götheborg Varvet im Mai, der Halbmarathon mit mehr als 58 000 Teilnehmern. Der verspätete Start beim Nürburgringlauf ist mir ebenso eine schöne Erinnerung wie der Regenlauf beim Berlin-Marathon.

Das intensivste Erlebnis war sicher der Hospizlauf. Gemeinsam mit Freunden haben wir als Staffel die knapp 200 Kilometer von Koblenz bis Trier bewältigt. Meine persönliche Distanz von 78 Kilometern in mehreren Etappen lässt sich sicher noch steigern.

Aber auch Silvesterlauf 2009, Halbmarathon Schweich, Bendersbachlauf, Kammerwaldlauf, Stefan-Andres-Lauf, Wurzelweglauf Konz und natürlich der Deulux-Lauf brachten viel Spaß, sportliche Herausforderungen und neue Freundschaften.

Neben der Praxis durfte ich am Laufportal des Trierischen Volksfreunds feilen, was nicht nur viel Arbeit, sondern auch Freude gemacht hat. Vielleicht gelingt es mir ja im kommenden Jahr, noch mehr Leser und Nutzer zu gewinnen.

Und nicht zuletzt sind da noch die virtuellen Mitläufer in diesem oder anderen Laufblogs, die wir uns fast täglich gegenseitig besuchen, motivieren, unterstützen und nicht selten auch bewundern für die positive Energie, die aus fast jeder Zeile und jedem Foto dringt.

Vielen Dank dafür!

Ich wünsche Euch allen einen richtig guten Lauf für 2011!!!

Gemeinsam um den Trierer Dom

Heute morgen also wieder neun Kilometer durch das Tiergartental. Mit Blick auf den Berlin-Marathon am 26. September wollen nun mindestens 60 Kilometer in jeder Woche bewältigt sein. Und am Wochenende steht dann mit knapp drei Stunden einer der langen Vorbereitungsläufe an.

Wir werden dabei als Lauftreff des SV Olewig am Samstag gegen 8.30 Uhr auch beim Benefizlauf rund um den Dom einige Runden drehen. Am Freitagabend werde ich um 20.30 Uhr allerdings das Shirt meines Laufportals tragen. Der TV bewegt! Ich hoffe, dass ich dann mit einigen Gleichgesinnten vom Stadtlauftraining oder vom Hospizlauf auf die Strecke gehen kann. Aber sicher werden wir auch den ein oder die andere Bekannte/n von diversen Laufveranstaltungen treffen.   Ich freue mich schon darauf. Und vielleicht sind meine Jungs ja auch am Start…