Sonne!!!!!

IMG_4551Was für ein Tag! Sonne satt. Aber ich war vernünftig und bin nicht schon wieder gelaufen. Auch wenn es in den Füßen juckte. Stattdessen ein schön langer Spaziergang. Natürlich mit der neuen Kamera. Wieder ein wenig ausprobiert. Nicht alle Experimente sind geglückt. Aber keine Sorge, hier zeige ich nur das, was die Vorauswahl überstanden hat.

IMG_4587Ich kann mit nicht überwinden, das in Briefmarkenform zu tun. Deshalb müsst Ihr eben mal wieder scrollen. Ich hoffe, es wird nicht zu viel. Wer sich all das mal selbst ansehen will: es ist der Start des Saar-Hunsrück-Steigs in Trier.

IMG_4552Wie es mir geht? Prächtig, mal abgesehen von dem leichten Kratzen im Hals und einem etwas schmerzenden Nagelbett am Großzeh. Aber … Die Leiste gibt Ruhe! Macht keinen Mucks, kein Störsignal, alles ruhig. Ich kann das gar nicht recht glauben nach dem ungeplant langen Lauf gestern. War tatsächlich eine verdrehte Hüfte Ursache für meine Probleme? Abwarten und weiter hoffen. Daumen drücken, bitte!

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Mehr als 135 bpm

DSC04527Komme gerade von einer schönen Nachmittagsrunde auf dem Petrisberg zurück. Nur ein Hauch von blauem Himmel. Dennoch ein schöner Lauf, zu 95 Prozent auf Erde und Schotter.

DSC04531Und die Fotos illustrieren die Laufkolumne dieser Woche, die ja auch noch in den Blog eingestellt werden will.

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                        Die Zahl für den Winter: 135

Wenn die Außentemperaturen unter den Gefrierpunkt sinken, ist das kein Grund, die Laufschuhe im Schrank zu lassen. Für mich jedenfalls gilt nicht das Motto der Sommerläufer, die sich nur dann auf den Weg machen, wenn das Thermometer T-Shirt-Wetter signalisiert. Jede Jahreszeit hat ihren Reiz. Und wer schon mal dieses herrliche Knirschen bei jedem Schritt auf gefrorener Erde gehört hat, der will die Musik der Natur im Wintertakt wieder genießen.

 

DSC04533Die richtige Kleidung gehört natürlich dazu. Davon hatte ich ja vor einer Woche bereits geschrieben. Es gilt das Zwiebelprinzip: Je kälter, desto mehr Lagen. Idealerweise in atmungsaktiven Stoffen, die den Schweiß nach außen abgeben, aber dennoch warm halten.

DSC04534Apropos! Besonders wichtig ist im Winter das langsame Aufwärmen. Wer bei Eiseskälte glaubt, direkt im Höchsttempo losrennen zu müssen, geht ein wesentlich höheres Risiko ein, sich zu verletzen, als im Sommer. Gemach also. Schön langsam lostraben. Anfersen, Hampelmann- und ähnliche Übungen lassen den Winterläufer auf Touren kommen.

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Für alle, die mit Musik laufen, habe ich auch für die Aufwärmphase einen Tipp: 135! So viele Schläge (Beats) pro Minute sind ideal dafür. Danach dürfen es problemlos einige mehr sein. Aber grundsätzlich gilt im Winter das Prinzip: Lieber etwas länger, aber langsamer laufen!

 

DSC04541Muss ich noch weiter erklären, warum ich die Winterlaufzeit liebe?

 

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Lauf über dem Nebel

Dicker Nebel heute früh. Aber der Blick auf das Wetterradar verspricht wolkenlosen Himmel. Also erst einmal abwarten. In einer Urlaubswoche kein Problem. Und als die Suppe immer noch nicht weg ist, mache ich etwas, was ich sonst vermeide: Ich steige ins Auto und sammle erst einmal schnell Höhenmeter, um dem Nebel zu entfliehen.

DSC04451Schon in Tarforst schimmert blauer Himmel durch. Als Auto in Alt-Tarforst abstellen, lange Überhose aus. Garmin und Smartphone auf „go“ und los geht’s.

DSC04466Es wird ein Traumlauf über zwölf Kilometer. Unglaubliche Eindrücke. Die kleine Kamera – wie war doch diese witzige Beschreibung dafür  … der Flachmann – fühlt sich ungewohnt an, nach zwei Tagen mit der dicken SLR. Aber die Fotos sind auch ganz brauchbar.

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Seht selbst

 

Fotosafari mit der Neuen

02-IMG_4308Ein schöner Samstagslauf bei leichtem Niesel-Nebelregen zum Einstieg in die freie Woche. Die Fotos davon lasse ich heute erst einmal sein. Davor gibt es eine erste Kostprobe davon, was meine neue digitale SLR so drauf hat. Bei schlechtem Licht und ohne Blitz eine Fotosafari durch eine brechend volle Altstadt von Trier.

03-IMG_4313In die Bedienungsanleitung der Kamera habe ich mich noch nicht eingelesen. Deshalb ist der erste Einsatz innovativ und teilweise noch ein wenig hilflos, weil ich erst nachlesen muss, wie sich zum Beispiel schnell der Multispot-Autofokus auf einen zentralen Schärfepunkt umstellen lässt.

05-IMG_4315Das ist ganz einfach per Knopfdruck möglich, wie ich inzwischen weiß. Wie so manche andere Funktion auch. Vertraut ist einem die Canon auf den ersten Handgriff. Die wesentlichen Bedienungselemente sind noch immer dort, wo sie auch bei meiner analogen Spiegelreflex waren. Aber die neue kann viel mehr und hat deshalb auch eine ganze  Reihe mehr Knöpfchen, Wipp- und Drehelemente.

08-IMG_4318 09-IMG_4320Und dann noch dieses Objektiv! Allein Größe und Gewicht signalisieren: Profiteil. Feste Lichtstärke 1/4 bei einem Zoombereich 24-105 MM. Damit lässt sich schon etwas anfangen.

16-IMG_433717-IMG_4338Canon EOS 70D mit Canon Zoom EF 1/4 L IS USM. Das wird Spaß machen. Allerdings ist mein neuer Fotoporsche zu schwer und groß, um ihn beim Laufen mitzunehmen.

Hier weitere Impressionen von einem vorweihnachtichen Trier im Kaufrausch:

10-IMG_4321 12-IMG_4325 13-IMG_4326 14-IMG_4327 15-IMG_4336 18-IMG_4341 20-IMG_4348 19-IMG_4343 22-IMG_4359 21-IMG_4357 24-IMG_4329  04-IMG_4314 06-IMG_4316 07-IMG_431723-IMG_4361

 

 

30 Freunde in Bekond

DSC04328Abfahrt in Trier bei Sonnenschein. Am vereinbarten Punkt gabele ich Anne auf. Wir freuen uns auf einen schönen Freundschaftslauf in Bekond. Ganz einfach wird die Strecke dort nicht, zumal sie zum Teil identisch ist mit der des Zitronenkrämerlaufs. Aber da es sich um keinen Wettkampf handelt, sollten die Höhenmeter einigermaßen entspannt machbar sein.

DSC04326Auf der Autobahn ist spätestens ab dem Kreuz Trier Schluss mit Sonnenschein. Eine graue Wolkenwand nimmt ausgerechnet dort ihren Platz ein, wo wir 20 Minuten später starten wollen. Dann muss auch noch der Scheibenwischer aktiviert werden … Ist zum Glück nur ein Schauer. Am Sportplatz in Bekond hält der Himmel jedenfalls wieder dicht. Kalt ist es dennoch. Bis sich alle 30 Teilnehmer für diesen Lauf eingefunden haben, improvisieren wir also zwischen jedem Hallo ein individuelles Aufwärmprogramm.

DSC04327Kaspar Porz, der dankenswerterweise den Lauf wieder organisiert hat, erklärt das Wichtigste zur Strecke, die wegen Baumfällarbeiten kurzfristig geändert werden musste  und deshalb noch ein wenig anspruchsvoller geworden sei. Er bedauert auch, dass der zweite Guide, der sich vor allem um die langsameren Läuferinnen und Läufer kümmern sollte, kurzfristig ausgefallen ist. Und dass man deshalb zumindest bis Kilometer neun gemeinsam laufen werde.

DSC04332Los geht es also, zunächst eine längere leicht Steigung hinauf. Das Tempo ist gemächlich, so kommt es mir jedenfalls vor. Ich laufe einige Meter hinter Anne, die mit Christiane schnell eine Partnerin gefunden hat, plaudere mit Marion und Wolfram. Freue mich darüber, wieder beschwerdefrei mit Freunden laufen zu können.

DSC04334Es funktionieren sogar wieder die Zwischenspurts, um dem Läuferfeld einige Meter zu enteilen um eben jene Schar fotografisch festzuhalten.

DSC04338Ich fädele wieder bei Anne ein, die mir erzählt, dass der Anstieg für sie in diesem Tempo doch ziemlich flott gewesen sei. Aber zum Glück geht es jetzt bergab.

DSC04345Trotz des inzwischen betrübten Wetters öffnen sich wunderbare Blicke auf das Moseltal. Nach vier Kilometern – wie angekündigt – eine Getränkepause.

DSC04349Gut gewählt, weil genau diese Stelle möglicherweise für die energetische Zukunft der Region sehr wichtig sein wird. Im Kautenbachtal wird sich nämlich just hier, wo sich zwei Weinbergswege treffen, die Staumauer für den unteren der beiden Seen befinden, die als Wasserkraftwerk Strom für bis zu 500 000 Menschen erzeugen sollen. Bis es aber soweit ist, werden mindestens noch sieben Jahre vergehen. Und ob dieses Megainvestition überhaupt realisiert wird, steht auch noch in den Sternen.

DSC04354Ebenso in den Sternen zu finden ist vielleicht die Antwort auf die Frage, warum niemand von den Teilnehmern die hier abzweigenden kürzeren Strecken laufen will. Alle machen sich auf den Weg hinunter in Richtung Minheim auf die lange Distanz. Hätten sie geahnt, welche Kracheranstiege dort bis hinauf zum Zitronenkrämerkreuz warten, wäre die Geschlossenheit der Gruppe sicher aufgebrochen.

DSC04356Am Berg ist es allerdings auch so nicht mehr wirklich weit her damit. Nicht jeder hat nun noch die Luft für ein Späßchen. Die Gruppe zieht sich weit auseinander.

DSC04358Oben wird zwar gewartet, bis auch die Letzten da sind. Allerdings reduziert sich die Pause für diese auf eine Minute, während die Schnellsten schon fünf Minuten gegen die Rückkehr der Kälte kämpfen. Anne kommt mit Christiane den Berg herauf. Kalt ist ihnen auch nicht mehr.

DSC04363Der nächste Halt für alle folgt zwei Kilometer später, mitten im Wald, bei einem Steilen Weg hinunter zu einer äußerst rutschigen Holzbrücke.

DSC04378Warum liegt da auf einem Baumstumpf ein Inhalator? Auf diese Frage haben enige Läufer zwar ironische Antworten. Der wirkliche Grund dafür wird uns aber für immer verborgen bleiben.

DSC04374Wie ich eine halbe Stunde später von Anne erfahren werde, muss hier der Punkt gewesen sein, an dem das Band der 30 Freundschaftsläufer gesprengt wurde. Denn spätestens nach dem nächsten Anstieg, der auf den höchsten Punkt der Tour führt, sind die Schnellen nicht mehr zu halten.

DSC04381Ein Grund dafür sind sicher auch die roten Pfeile, die die letzten sechs Kilometer prima markieren. sie zeigen den Streckenverlauf eines Mountainbike-Rennens, dessen Ziel genau dort lag, wo wir hinwollen: am Sportplatz in Bekond.

DSC04382Ich nutze die Gelegenheit, um mich etwas länger mit Miri zu unterhalten, die ich bislang nur vom Sehen bei anderen Läufen kannte. Eine sehr angenehme Begleitung. Und dann geht es hinunter über eine wellige Piste, die ich niemals mit dem Rad fahren würde. Es hat zu regnen begonnen. Aber im Wald stört das nicht.

DSC04384Irgendwie ergibt es sich, die letzten Kilometer wieder mit Marion und Wolfram zu laufen und auf kurzen An- und Abstiegen, Kehren und Kuppen Spaß zu haben.

DSC04385Wir kommen aus dem Wald, als gerade auch Anne auf dem Weg am Rand herunter trabt. Nicht sehr gut gelaunt, weil sie sich auf dem ersten Teil des Laufes etwas zu sehr verausgabt hatte. Den Anschluss zu halten war danach für sie schwer. Schade. Mein schlechtes Gewissen meldet sich. Hätte ich das geahnt, wäre ich mit ihr zusammen gelaufen.

DSC04386Und dennoch waren es für mich 15 wunderbar anspruchsvolle Kilometer. Danke an Kaspar Porz und seine Helfer! Noch einen Becher warmer Tee, trockenes Shirt an, dann geht es zurück nach Trier – bei inzwischen äußerst trüb-regnerischem Wetter. Glück gehabt!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

336

Gefühlt 3000, aber es waren real „nur“ 336 Höhenmeter, die mir heute bei unserem Samstagslauf die Beine schwer werden ließen. Da macht sich das wochenlange Aussetzen und vorsichtige Herantasten an alte Umfänge doch bemerkbar.

1-DSC04263Christophs Vorschlag, zum Weißhauswald zu laufen, musste ich noch ablehnen, da diese Runde zwar wunderschön, mit mindestens 22 Kilometern aber für mich noch definitiv zu lang ist. Einen erneuten gesundheitlichen Rückschlag will ich jedenfalls nicht riskieren. Und die etwas mehr als 17 Kilometer in 1:42 Stunden heute werden ja schon eine Steigerung um fast zwei Kilometern und zehn Minuten im Vergleich zum vergangenen Samstag sein.

2-DSC04264Birthe hatte gestern Abend noch gemailt, dass sie sich uns vielleicht mal wieder anschließen würde. Und tatsächlich steht sie um 8 Uhr gemeinsam mit Marc und Marcel am Sportplatz, um Christoph und mich zu empfangen. Wir laufen von unseren Haustüren immer die 300 Meter zum Treffpunkt.

Viermal gelb, einmal blau. So machen wir uns also noch etwas müde in der Morgendämmerung auf den Weg in Richtung Irsch. Denn wenn nicht Weißhauswald, dann soll es die Filscher Höhe sein, die wir uns auf der kürzeren Runde erkämpfen. Die 330 Meter hoch zum Heidkopf sind tatsächlich ein Kampf. Vor alllem, wenn wir sie wie heute fast komplett auf direktestem Weg angehen. Das ist selbst für Birthe ein Kracher. Allerdings nur, weil sie erst vor einer Woche den 51 Kilometer langen Obersauertrail gelaufen ist – und in der Damenwertung gewonnen hat.

3-DSC04267Es ist schön, mal wieder mit ihr zu reden. Auch wenn meine Form derzeit 35 Kilometer von ihrer entfernt ist. Angesichts dessen hätte ich auch auf die Winterhose verzichten und wie Marcel in kurz laufen können. Das Merinoshirt unter der Jacke wärmt auch ordentlich, obwohl die Morgendämmerung nicht so recht weichen will. Ein trüber Tag, der meine nicht sehr lichtstarke Kamera vor Herausforderungen stellt. Jetzt wird es doch mal Zeit, die GoPro mitzunehmen., die im Handling allerdings etwas komplizierter ist.

4-DSC04268Ein fotografischer Trick bei solchen Verhältnissen ist es, die Kamera in die Bewegungsrichtung der Läufer mitzuziehen. Wenn dann ein wichtiger Bereich des Bildes einigermaßen scharf ist, gelingt in der Regel eine dynamisch wirkende Aufnahme.

5-DSC04270Schön sind die Ausblick von da oben. Da lohnt sich der anstrengende Anstieg auf jeden Fall. Weniger anfreunden kann ich mich allerdings derzeit noch mit langen Gefällstrecken. Die bekommen meiner Leiste noch nicht wirklich.

6-DSC04273Hinunter also zur Domäne Avelsbach, hinauf nach Tarforst und über den Unicampus in Richtung Petrsiberg. Kurz nach dem Geozentrum verabschiede ich mich von den Anderen, die noch bei zum Aussichtpunkt an der Sickingenstraße laufen wollen. Das würde mir zu weit werden. Alleine also gemütlich die zwei Kilometer durch die Weinberge hinunter nach Hause.

8-DSC042809-DSC04285Ein schöner Lauf. Es geht voran. Ich freue mich auf den Winter!

Schneelauf für Menschen in Not

Zwar gibt es Stimmen, die Aktionen wie den „Run for the Philippines“ kritisch betrachten. Den Vorwurf, man wolle damit seine eigene Leistung als Läufer und Spender in den Vordergrund stellen, anstatt in aller Stille etwas gegen die Not zu tun, kann ich nicht teilen. Denn was zählt, ist die Mobilisierung möglichst vieler Menschen für die gute Sache. Und wenn es dann viele Läufer sind, die Gutes tun, um so besser.

DSC04253Meinen Morgenspendenlauf heute musste ich jedenfalls nicht allein machen. Dominik hatte gestern Abend noch angekündigt, mich zu begleiten. Und so machten sich heute um 7.45 Uhr zwei gelb bekleidete Männer im Schneeregen auf den Weg zu den Mattheiser Weihern.

DSC04256Auf den Höhen des Petrisbergs kündete ein Hauch von weiß davon, dass es in Eifel und Hunsrück heute mehr schnee gegeben haben muss. Und das ein oder andere Auto mit zehn Zentimeter weiße Pracht auf dem Dach bestätigte diese Annahme.

DSC04259Es wurde ein schöner Lauf. Gut elf Kilometer für mich, 16 Kilometer für Dominik, der in Trier-Nord gestartet war. Wir werden spenden, für jeden Kilometer. Und wenn mich nicht alles täuscht, wird da in ganz Deutschland viel Geld zusammenkommen, um den armen Menschen auf den Philippinen zu helfen.

DSC04262Wer es uns nachtun will: Hier geht’s zum gemeinsamen Spendenkonto: https://www.aktion-deutschland-hilft.de/de/aktiv-helfen/interaktiv-helfen/starte-deine-spendenaktion/?hptitle=run-for-the-philippines

 

 

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Premierenglück

Der Schädel brummt noch etwas von Sekt und Rotwein am Vorabend. Aber die Füße kribbeln dennoch heute früh. Und das Bedürfnis nach möglichst viel frischer Luft ist überwältigend. Also auf zum ersten Morgenlauf im Alter von 48 Jahren.

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Zur Feier des Tages kommen mal wieder Kontaktlinsen zum Einsatz, der sich nur beim linken Auge angesichts der Ungeübtheit nach mehr als einem Viertel Jahr als etwas schwierig erweist. Aber im vierten Versuch flutscht auch diese Tageslinse auf die Hornhaut … ein ungewohntes Gefühl. Und als sich die Augen neu fokusiert haben, frage ich mich, warum ich die Brille in den vergangenen Monaten so selten zuhause gelassen habe.

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Eine schön flache Runde zu den Mattheiser Weihern steht auf der Agenda. Mal spüren, was die Leiste meint, die am Samstag am Ende der 16 hügeligen Kilometer doch wieder ganz schön mürrisch war. An den Füßen die bequemsten Aspahlttreter aus dem Schuhregal geht es also los.

Heute könnte ich doch mal zunächst rechts der Straße auf dem untersten Weinbergspfad laufen, kommt mir in den Sinn … noch eine Premiere. Ein schöner Wiesenweg, der wegen heftiger Wildschweinwühlarbeiten zeitweise viel Aufmerksamkeit fordert. Aber das ist durchaus eine schöne Alternative zum schlecht gepfalsterten Radweg entlang des kanalisierten Olewiger Bachs.

03-DSC04210Durch die Kleingärten im Tempelbezirk geht es weiter in Richtung Stadt. Es fühlt sich gut an. Die Luft ist herrlich. Keine Warnsignale aus der Mitte des Seins. Die neue Kreuzwegtreppe hoch nach Heiligkreuz. Für ausgiebige Kniehubübungen etwas zu kurz, aber immerhin.

04-DSC04212Die Mattheiser Weiher sind wie immer ein Traum. Da ich eine Stunde später unterwegs bin als sonst, tummeln sich für mein Gefühl ungewöhnlich viele Spaziergänger, Gassigeher und Läufer auf den Pfaden um die beiden Fischteiche. Keine Chance, ich zwinge alle freundlich dazu, meinen Guten Morgen-Gruß zu erwidern. Bei mir läuft’s. Und es gibt so wunderbare Megablätterhaufen …

05-DSC04224Weiter also Richtung Tiergarten, nicht ohne bei einem der Autohändler auf dem Weg kurz die Gebrauchten zu sichten. Im Dezember stellt sich der TÜV zwischen unseren kleinen Corsa und Karin. Angesichts der vielen notwendigen Taxidienste für unsere Jungs werden wir ohne günstigen Zweitwagen wohl nicht auskommen.

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Im Tiergarten kommt mir dann die Idee, einige Videomitschnitte zu machen. Schließlich habe ich mir zum Geburtstag eine hoffentlich gute Bearbeitungssoftware gegönnt. Das Ergebnis der ersten Videoversuche gibt’s dann hier demnächst.

06-DSC04228Da meine Garmin schon an den Weihern die letzte Energie ausgehaucht hat, laufe ich längst ohne Blick auf Zeit und Distanz. Es fühlt sich alles gut an. Besonders die wunderbar weichen Singeltrails und Pfade auf der Waldrunde.

09-DSC04236Noch das Kleine Biest hoch. Immer wieder muss ich daran denken, welch ein großes Ziel es vor acht Jahren war,  hier mal ohne Pause hochzulaufen …

10-DSC04237Inwischen ist sogar etwas blauer Himmel und ein Hauch von Sonne zu sehen. Sie wird ihre Versprechen nicht einlösen und sich schon wenig später für den Rest des Tages verhüllen.

11-DSC04238Es stehen wieder graue Tage an. Schneeregen bis in die Täler ist vorhergesagt. Und in Hunsrück und Eifel könnte sogar der erste Schnee fallen.

12-DSC0423913-DSC0424114-DSC04244Da freut sich das Auge über die verbliebenen Farbtupfer auf dem Weg und im Garten. Und unser Schweinedrache – befreit von allem Sichtschutz des Sommers – blickt verwundert: Wie sich die Natur doch verändert hat!

15-DSC04247 17-DSC04249 16-DSC0424812 Kilometer in 75 Minuten. Gemütlich war’s. Vor allem aber: Keine Probleme mit der Leiste. Eine gelungene Premiere mit 48.

 

Vier Monate

Es war am 20. Juli, als dieses schöne Foto entstanden ist. Fünf glückliche Männer die gemeinsam ihre Freude am Laufsport genießen.

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Viel ist seitdem passiert. Für mich haben die folgenden Wochen und Monate vor allem die längste Verletzungspause meiner Laufkarriere bedeutet. Beruflich war es dafür umso heftiger. Um so mehr fehlten mir in dieser Zeit die gemeinsamen Samstagsläufe und meine Morgenrunden unter der Woche.

Nun komme ich langsam wieder in Tritt. Und nach Wurzelweg- und Deuluxlauf an den vergangenen beiden Wochenenden war es heute, fast auf den Tag genau vier Monate nach dem letzten Mal, wieder so weit: Samstagslauf mit Freunden.

3-DSC04190Dass Rudi, Achim, Dominik und Marcel heute nicht dabei sind, ist natürlich schade. Aber da ich weiß, dass Rudi nach ebenfalls langer Verletzung auch wieder auf dem Weg der Besserung ist, wird er hoffentlich bald wieder dabei sein. Marcel und Dominik sind heute verhindert. Von Achim habe ich – leider – schon länger nichts mehr gehört. Aber Christoph – der „Vater“ des Samstagslauftreffs – ist dabei. Marc als noch relativ frisches Mitglied im Samstagsteam, habe ich in Konz und Langsur schon kennengelernt. Und Michael, der Gast aus Ludwigsburg, war auch schon einige Male mit dabei.

1-DSC04184Auf meine Bitte also heute eine Runde mit nicht mehr als 16 Kilometern. Tiergarten – Goldkäulchen – Mattheiser Wald – Mariahof – Olewig. Diese klassische Winterroute wird es heute sein, allerdings ohne Schnee, dafür mit viiiiel Matsch. Schön tief sind die Wege im Tal. Und irgendwie freue ich mich über jede Pfütze.

2-DSC04188Dass Christoph seine neuen Schuhe an hat … Die sehen nun jedenfalls nicht mehr so fabrikneu aus. Und die langen Steigungen nehmen mir auch noch ein wenig den Atem. Das liegt aber vielleicht auch ein wenig an der guten Unterhaltung mit den anderen Jungs. Nach gut zehn Kilometern glaube ich auch wieder ein leichtes Ziehen in der Leiste zu spüren. Bis ich auf Halbmarathon- bzw. Marathondistanz bin, wird es also noch einige Zeit dauern. Aber Ziele braucht der Mensch, und so suchen Christoph und ich den Luxemburg-Marathon am 31. Mai 2014 heute als Fixpunkt für das kommende halbe Jahr aus.

4-DSC04196Schön war’s! Der Samstag ist wieder fest gebucht. Durch den Winter kommen und dabei Form finden und Verletzung vergessen. So lautet das Motto.

5-DSC04198Euch allen ein schönes Wochenende!

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Nebel kann so schön sein

Ich wollte nur kurz unterwegs sein heute Morgen. War ich im Prinzip auch. Nur knappe 9 Kilometer. Dass ich dafür brutto 1:02 Stunden gebraucht habe, war nicht geplant.

DSC04143Aber …

1. habe ich auf dem Höhenpfad im Tiergartental im Nebel einen Hauch von blauem Himmel entdeckt. Statt auf die Runde im Tal ging es also …

DSC041442. die komplette Sickingenstraße hoch bis auf den Petrisberg. Und auf dem Weg sind mir …

DSC041463. so viele Fotomotive begegnet, dass ich nicht anders konnte, als die Kamera zu zücken.

DSC041484. immer wieder. Die Ergebnisse gefallen Euch hoffentlich.

DSC04155 DSC04156 DSC04161 DSC04162 DSC04163 DSC04164 DSC04165 DSC04166 DSC04170 DSC04171Fazit: Nebel kann so schön sein.