7000 … und der Winter kommt!

Gerade durfte ich den 7000. Kommentar in meinem Blog notieren. Das ist doch schon mal was. Aber das ist nicht der Grund, warum ich heute schon den zweiten Beitrag einstelle.

Ich habe von heute Morgen noch einige Fotos, die will ich einfach nutzen, bevor morgen der große Schnee kommt. Dass dem so sein wird, steht außer Frage, wenn ich mein Knie spüre. Das gute Teil, das mir vor meiner Laufkarriere regelmäßig Sorgen und Schmerzen bereitet hat, meldet sich inzwischen nur noch sehr selten. Vor allem dann, wenn ein extremer Wetterumschwung ansteht.

So wird er also kommen, der Schnee, der in den Höhenlagen und in Norddeutschland bereits die Landschaft verzaubert. Heute Nacht. Und wenn morgen früh dann ein weißer Teppich über meinen Lieblingswegen liegt, werde ich mich auch von Störfeuern aus dem Knie nicht von einem schönen Lauf abhalten lassen.

Und dann gibt es neue Fotomotive …

… bis(s) zum Sonnenaufgang

Der frühe Vogel fängt den Wurm. So oder so ähnlich lautet ein Sprichwort. heute früh hätte der Piepmatz allerdings nur ein tiefgekühltes Exemplar bekommen oder sich den Schnabel gestaucht.

  • Fünf Minuten Einlaufen
  • Fünf Minuten ABC-Training
  • 15 Kilometer im Tempo 5:30
  • Stretching

So lautete das Programm heute. Also: Start um 7.30 Uhr, mit Stirnlampe für die erste Viertelstunde. Die Runde führte durch den Wald, um dem eisig zubeißenden Wind ein Schnippchen zu schlagen.

Dennoch war die Ausstattung winterlich inklusive Gesichtsmaske und dicken Handschuhen.

Eisig der Trail im Tiergarten. Da war das ungeliebte ABC-Trainung nur etwas eingeschränkt möglich. Zu Anfersen, Beinhubübungen und Hopserlauf reichte es dennoch.

Und dann weiter hoch nach Kernscheid, runter in Richtung Brubacher Hof, hoch – laaaanger Anstieg – bis fast zur Pellinger, zurück durch den Mattheiser Wald.

Der hässlichere Teil von Mariahof wirkt in der aufgehenden Sonne malerisch.

Auf dem Rundweg des Statteils den bekannten Trail hinunter in den Tiergarten. Dort noch die Waldrunde und das kleine Biest hoch. Und da ist Sie, die Sonne wagt sich endlich über den hügeligen Horizont.

Leider kann ich diesen Anblick nur einen Kilometer lang genießen, dann sind die 16 Kilometer fast voll – perfektes Timing mit einem Durchschnitt von 5:30 – und ich muss mich nach dem Dehnen sputen, um Duschen und Frühstück und ausreichend rechtzeitigen Arbeitsbeginn unter eine Mütze zu bekommen.

Dass Tränen bzw. kondensierte Atemluft an den Wimpern gefroren waren, ließ keinen Zweifel daran, dass es richtig kalt war. – 9 Grad noch um kurz vor 10 Uhr, als ich zur Arbeit gefahren bin.

Schön war’s trotzdem!

Bei Wind und Wetter

Wenn der Donnerstag naht, beginnt die Suche nach einem schönen Thema für meine Laufkolumne. Dinge, über die sich schreiben ließe, gibt es viele. Allerdings ist das Dichten in einem Blog etwas Anderes als das Verfassen einer Kolumne für die Tageszeitung.

Denn auch wenn es um das Thema Laufen geht, sollen dort möglichst auch noch Leserinnen und Leser angesprochen werden, die (noch) nicht zur wachsenden Gemeinde der Laufschuhschnürer gehören.

Laufen bei Wind und Wetter, auch im Winter, und im schlimmsten Fall im Winter bei Kälte und Regen. Warum soll man sich das antun? O.K. Das ist das Thema in dieser Woche. Und nachdem ich den Text gestern spät in der Nacht noch entworfen hatte, war es klar, dass ich – auch wegen der Glaubwürdigkeit – heute morgen unterwegs sein musste: im Winter bei Kälte und Regen.

Und tatsächlich: Es hat Spaß gemacht!

Hier der Kolumnentext:

Du bist wohl so ein ganz Verrückter. Wie kannst Du nur bei so einem Wetter laufen?!
Wer solche Sprüche häufiger zu hören bekommt, muss hier nicht weiterlesen. Oder vielleicht doch. Schließlich tut es gut, nicht der einzige Außenseiter zu sein, der unumwunden zugeben kann, dass er den inneren Schweinehund besiegt und zu einem nur noch selten aufbegehrenden Weggefährten gemacht hat.
Ja, das Laufen macht auch bei Wind und Wetter gute Laune! Und sofern die nicht ganz unvoreingenommenen Interpretationen brandaktueller medizinischer Erkenntnisse zutreffen, ist die ursprünglichste Fortbewegungsart sogar dann gesund, wenn sie bei Kälte, Schnee oder Regen ausgeübt wird.
Das Laufen bei winterlichen Temperaturen stärkt die Abwehrkräfte des Körpers und schadet weder Lunge noch Muskulatur. Eine Studie aus den USA belegt, dass Läufer zu 20 Prozent seltener an Erkältungen erkranken als Nichtläufer.
Einige Regeln sind dabei allerdings zu beachten, denn Überanstrengung und lange Belastung wirken sich kontraproduktiv aus: Funktionelle sprich atmungsaktive Bekleidung ist wichtig, um eine schnelle Auskühlung durch Schweißnässe zu verhindern. Auch die ausgewogene Ernährung mit reichlich Vitaminen (besonders Vitamin C), Spurenelementen und Mineralstoffen ist im Winter besonders wichtig. Käse- und Milchprodukte enthalten Zink, das entzündungshemmend wirkt und den Aufbau von Antikörpern unterstützt.
Ein absolutes Muss nach einem Winterlauf – ich spreche da aus leidvoller Erfahrung – ist der schnelle Gang unter die heiße Dusche. Wenn die fehlt, oder der Körper danach nicht trocken und warm gehalten wird, sind Erkältungsviren Tür und Tor geöffnet. Und das legt den stärksten Läufer auf die Nase. Besonders gefährdet sind die Langstreckler, die auch bei Eiseskälte mehr als 75 Minuten unterwegs sind. Dann steigt das Risiko einer Infektion deutlich.
Gut beraten ist also, wer auf den inneren Schweinehund pfeift und die Laufschuhe schnürt, es aber nicht übertreibt.
Vielleicht begegnen wir uns ja!?

Später Unfall, früher Nebel

Holla, was für ein Tag! Arbeit bis zum Anschlag, und dann auch noch kurz vor Redaktionsschluss ein tödlicher Unfall, der zumindest noch vermeldet werden will. Schwierig, wenn sich dann bei der Polizei erst nach mehrfachen Versuchen der richtige Ansprechpartner findet… Aber zumindest für einige Ausgaben wird das noch hinhauen.

Dabei hatte der Tag so gut angefangen. Die Kinder rechtzeitig zum ersten Schultag nach den Herbstferien auf den Weg gebracht. Und den Jüngsten auch noch wie schon öfter laufend begleitet. Das hat den Vorteil, dass ich schon um 7.45 Uhr auf dem Weg und so morgens auch einen 10er laufen kann,  ohne beim anschließenden Frühstück mit Zeitungslektüre zu sehr in Zeitnot zu kommen.

Heut morgen also raus ins Halbdunkel und den Nebelschwaden entgegen, die sich just in dieser Zeit in das Tiergartental verirrten. Hübsch kalt, aber da Handschuhe und – erstmals seit Februar – auch wieder  Mütze ab sofort  zum Outfit gehören, stört das nicht wirklich. Und nach einer halben Stunde hat sich der Nebel dann schon wieder verkrochen und erstes Blau zeigt sich am Himmel. Jetzt noch ein Stündchen weiterlaufen… das wäre schön gewesen.