Angefixt

Sehr schön war’s gestern Abend im Romikulum-Biergarten. Zum Nachtreffen der TV-bewegt-Aktion waren doch 30 Leute gekommen. Super Stimmung. Einige nach der Stadtlauf -Premiere total angefixt und auf der Suche nach weiteren schönen Laufveranstaltungen.

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Jens, Daniel und Michi, die hochgelobten Trainer, durften die Urkunden für die Teilnehmer verteilen. Ein Spaß für alle.

DSC02096In solchen Fällen verweise ich dannn natürlich auf unseren Laufterminkalender im Laufportal  Und gestern natürlich auch auf den Hospizlauf, der gleich in Koblenz startet und dann 24 Stunden und 200 Kilometer an der Mosel entlangführt. Jeder kann zu jeder Zeit einsteigen. Hier der Zeitplan:

Start: Deutsches Eck Koblenz (Freitag, 12 Uhr), Winningen (13.18 Uhr), Lehmen (14.30 Uhr), Moselkern (16.01 Uhr), Pommern (17.02 Uhr), Cochem (18.06 Uhr), Poltersdorf (19.38 Uhr), Bremm (21.04 Uhr), Zell (22.37 Uhr), Reil (rechte Moselseite, 23.54 Uhr), Traben-Trarbach (Samstag, 1.05 Uhr), Kinheim-Kindel (2.13 Uhr), Bernkastel-Kues (3.47 Uhr), Wintrich Wohnmobilstellplatz (5.14 Uhr), Piesport Turnhalle (6.01 Uhr), Neumagen Brücke Eifelseite (6.50 Uhr), Leiwen Ortseingang (7.33 Uhr), Detzem Staustufe (8.36 Uhr), Mehring Moselbrücke (9.20 Uhr), Schweich (10.18 Uhr), Ruwer (11.03 Uhr), Ziel: Trier Hospizhaus (12 Uhr)

Zudem gibt es einen Liveticker auf Twitter, bei dem der jeweilige Standort des Lauftrosses abgefragt werden kann.

Ich werde ab Poltersdorf dabei sein und dann einige Etappen mit Pausen dazwischen laufen. Je nachdem, was mein noch immer nicht ganz fittes Fußwerk dazu sagt.

So wie es aussieht, schaffen wir es doch eine gemischte Staffel aus Läufern und Radfahrern hinzubekommen. Heike, Kerstin, Martina und Martin sind ab Koblenz dabei, Helli meinereiner, unsere Jungs und Mädels (auf Rädern) werden um 19.30 Uhr dazustoßen. So wie es aussieht , ist dann auch Ultra-Martin aus Longuich dabei sein, den ich schon lange mal kennenlernen wollte. Und in Detzem wird dann spätestens der Lauftreff Olewig in Gestalt von Christoph, Achim und Marcel einsteigen. Anne läuft ab Schweich die letzten beiden Etappen. Es wäre doch gelacht, wenn nicht immer einer von uns auf der Strecke wäre. Einen Namen für die Staffel habe ich noch nicht. Hat jemand eine Idee?

hospizlauf 2010 (52)Ich werde gleich mal das Staffel-Shirt von 2010 heraussuchen. Eine gute Gelegenheit, es wieder zu tragen. So heiß wie damals wird es zum Glück nicht.

Ob dann auch der ein oder andere TV-Bewegte einen Teil der Strecke mitläuft, wird sich zeigen. Ich bin gespannt.

 

Pudelnass glücklich in Koblenz

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Kein Kommentar.

Oweh, wie würde das werden beim Mittelrhein-Marathon in Koblenz: Dauerregen vorausgesagt, noch immer Nachwehen vom unvernünftigen Treppentraining am Donnerstag. Dezente Schmerzen vor allem in den Fußsohlen. Die neuen Schuhe Asics DS-Trainer belasten offenbar doch anders als das Vorgängermodell. Der Plan, mit den Neuen den Lauf am Rhein anzugehen, gebe ich also auf und lasse meine grünen Renner trotz der erheblichen Abnutzungspuren noch einmal auf die lange Strecke gehen.

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Die Tempoläufer machen sich fertig.

4:45 Uhr – wer ruft mich denn mitten in der Nacht an!? Ach nein, es ist der Smartphone-Alarm. Es wird schon hell, also nichts wie raus aus den Federn und noch in Ruhe Frühstücken, bevor das Taxi-Christoph ans Deutsche Eck abfährt. Das Einsetzen der Kontaktlinsen fällt um diese Uhrzeit noch etwas schwer. Aber es soll ja regnen. Ohne Brille laufen zu können, ist dann ein Genuss.

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Headquarter Tiefgarage.

6:20 Uhr – wir rollen auf der A602 in Richtung Autobahn-Dreieck Moseltal. Christoph am Steuer seiner neuen französischen Limousine – ein Auto zum Cruisen – Marcel ist noch mit an Bord. Und Dominik, der heute seinen ersten Marathon finishen wird. Die ersten Regentropfen, die auf das Panoramadach treffen, sind noch Anlass für vorsichtigen Optimismus. So lange der Regen nicht heftiger wird …

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Auf dem Weg zum Start: Gute Laune trotz des Wetters.

7:20 Uhr – „Willkommen in Koblenz!“ steht auf der Banderole am Gitter der Autobahnüberführung. Es regnet jetzt heftig. 7 Grad Lufttemperatur misst der Außenfühler des Autos. Na ja, vor zehn Minuten in der Eifel waren es noch 4 Grad. Der Regen wird wärmer!

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Wenn wir nur schon wieder da wären …

7:30 Uhr – In der Rhein-Mosel-Halle ist wenig los. Heute wird es sicher keinen Teilnehmerrekord geben … Die Tiefgarage ist leider zu. Aber zumindest einen Kurzparkplatz für das Abholen der Startunterlagen ist leicht zu finden. In der Anmeldehalle machen sich in grellem Grün die Tempoläufer mit ihren Ballons fertig. Die Stimmung ist … leicht angespannt. Es wird wenig gesprochen. Ich behalte die Bedenken wegen meiner Sohlen für mich. Wird schon … Das Auto stellen wir in der Tiefgarage in der City ab. Nur 500 Meter sind es von hier bis zum Start.

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Unterschlupf bei SOS-Kinderdörfer

8:15 Uhr – ganz in schwarz gekleidet stehen die vier Läufer aus Olewig am Deutschen Eck. Unter den strengen Augen des bronzenen Kaiser Wilhelm ist die Gruppe der Läufer, die sich gleich auf die Wendepunktstrecke am Rhein machen werden, überschaubar. Zuschauer … Wo sind die Zuschauer? Der Sprecher am Mikrofon versprüht dennoch Optimismus. Unter dem Zeltpavillon des Kinderhilfswerks SOS Kinderdörfer finden wir noch etwas Schutz. Durchnässt schon vor dem Start, das muss nicht sein. Der SOS-Helfer freut sich über die Unterhaltung aus Trier und macht gerne ein Foto von der tapferen Truppe.

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Nur Marcel wird ohne Regenschutz laufen.

8:29:50 Uhr – von zehn auf null zählen die 400 Marathonis, die sich vom Regen nicht beeindrucken lassen. Die meisten jedenfalls nicht. Einige werden die komplette Distanz in Mülltüten-Look absolvieren. Marcel („Ich habe keine Lust zu schwitzen“) hat sich der Fraktion der Kurz-Kurz-Träger angeschlossen. Ich lasse wie Christoph und Dominik die dünne Jacke an. Schließlich wollen wir locker laufen.

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Bunte Läufer“schar“

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Mit dem ADAC liefe es sich schneller …

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Autofreie Strecke

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Der erste Wechselpunkt für die Staffeln.

10:20 Uhr – der Wendepunkt in Bullay Boppard ist nach 1:50 Stunden erreicht. Vier reichlich nasse Olewiger laufen gemeinsam über die Zeitnahmematten. Da unsere Namen unter der Startnummer stehen, werden wir persönlich vom Sprecher auf den Rückweg nach Koblenz geschickt. Der Regen hat sich bislang einigermaßen ertragen lassen. Da es auch einen Staffelmarathon gibt, kommt zumindest an den Wechselstellen in den Dörfern so etwas wie Stimmung auf. Einige Fans halten allerdings an ihrem Plan eines Motivations-Jubel-Frühstücks am Rande der Strecke fest. Danke dafür! Was die Beine machen? Nach drei Kilometern ist von den Schmerzen nichts fast nichts mehr zu spüren. Und das wird so bleiben.

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Wer erkennt den Unterschied? … Die späteren Gewinner sind bei Kilometer 17 nur 6000 Meter vor uns. Wendepunktstrecken ermöglichen einen Blick auf die Sieger.

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Danke Dominik für dieses Foto!

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Wendepunkt für die Marathonis – Start für die Halbmarathonläufer.

10:40 Uhr – es läuft gut. Dominik zieht das Tempo an. Meine Garmin hatte übrigens ausgerechnet heute einen kompletten Hänger. Um 5:25 Uhr ist die Anzeige stehen geblieben und ließ sich nicht mehr dazu motivieren, den normalen Dienst aufzunehmen. So bin ich nur mit Stoppuhr unterwegs. Das i-Phone mit der Runtastic-Aufzeichnung bleibt in der Jacke verstaut. Bei der späteren Analyse der Zeiten zeigt sich: die ersten 21 Kilometer laufen wir nahezu konstant im Fünferschnitt. Auf der zweiten Streckenhälfte sind wir dann auf allen Kilometern unter fünf Minuten unterwegs.

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Die lange Kurve vor/nach dem Wendepunkt bei Bullay.

11:10 Uhr – Kilometer 32 wird angezeigt. Eine magische Marke. Jetzt regnet es heftig, was sich bis ins Ziel nicht mehr ändern wird. Egal, wer läuft, bleibt warm. Christoph und Marcel sind zurückgeblieben. Auf der ersten Streckenhälfte, hatten wir einige Male auf die beiden gewartet. Aber Dominik ist bei seiner Marathon-Premiere gut drauf. Also laufe ich mit ihm, er soll eine Zeit erreichen, mit der er zufrieden sein kann. Allerdings geht er es zu diesem Zeitpunkt etwas zu flott an. Ein typischer Premierenfehler. Ich bremse ein wenig. Der Mann mit dem Hammer soll auch heute keine Chance haben. Ein junger Läufer spricht uns an, will wissen, welche Zeit wir anstreben, weil es sei auch sein erster Marathon und er würde sich gerne an uns dranhängen. „So um die 3:35“, schätze ich, wenn wir in diesem Tempo weiterlaufen. Das sei Prima, meint der Student aus Köln und erzählt von seinen Plänen, im Herbst einen Triathlon zu finishen. Die Zeit zum Training müsste man haben …

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Eine von vielen Burgen an der Strecke.

4:36 – 4:47 – 4:37 – 4:40 – 4:44 – 4:41 – fünf Kilometer vor dem Ziel wird klar, dass wir vielleicht doch unter 3:30 Stunden bleiben können. Zeit für zwei Schluck Cola. Dann übernehme ich die Initiative. Dominik wird das packen, wenn er ein Zugpferd hat. Da bin ich mir sicher. Wir laufen schon im Stadtgebiet. 4:30 – 4:22 – der Atem wird lauter. Jetzt könnte ich gerne auf die Jacke verzichten. Dominik bleibt dran, der Student kann nicht mehr ganz folgen. Über Kopfsteinpflaster geht es hinunter auf dei Rheinpromenade, am Schloss vorbei. 4:21 – noch ein Kilometer. An der Seilbahn muss nochmal eine kleine Ecke gelaufen werden – nicht gut für die Muskulatur. Mein Lauffreund verzieht das Gesicht. Ein Krampf kündigt sich an. „Locker weiterlaufen“, spreche ich ihm gut zu. Ich glaube, etwas Tempo herauszunehmen, was der nachträgliche Blick auf die Statistik nicht bestätigt: 4:16 für den letzten von 42 nassen Kilometern.

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Warten am Ziel: Wann kommt der nächste Läufer.

11:58:50 Uhr – Hand in Hand laufen Dominik und ein pudelnasser Rainer ins Ziel. Medaille, Gratulation, Dauergrinsen. Alles so, wie es sein muss. Und eine tolle Premierenzeit für meinen schnellen Partner: 3:28:50 Stunden. Aber – es schüttet in Strömen. Das alkoholfreie Weizen muss sein. Nach den ersten Schlucken ist es allerdings irgendwie zu kalt. Und während wir auf die Ankunft von Christoph und Marcell warten, die zehn Minuten nach uns ankommen, ist auch unsere restliche Körperwärme komplett verbraucht.

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Christoph und Marcel mit zwei Lauffreunden aus Bielefeld beim Zieleinlauf.

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Geschafft und glücklich: Christoph, Dominik, Marcel und meiner einer.

Ich fange an zu schlottern. Alles nass und kalt. Schnell noch ein Gruppenbild und dann nichts wie ab in die warme Tiefgarage. Das Warten auf den Shuttelbus zu den Duschen sparen wir uns. Mit unserer Abtrocken- und Umkleidenummer im Parkhaus verursachen wir zum Glück keinen Unfall … Dann flott, wohlig warm eingepackt und voller Glückshormone, zurück nach Trier.

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Striptease im Basislager.27-DSC01706

28-DSC01708Es hat wieder Spaß gemacht! Etwas lockerer gelaufen wären auch zehn Kilometer mehr kein Problem gewesen. Gute Vorzeichen für den Eifelmarathon mit Ultrapremiere in zwei Wochen.

 

Bilder von der Buga

Was bietet die Bundesgartenschau bei Regen? Den Test durften wir gestern machen: Jede Menge Ausstellungen auf der Festung Ehrenbreitstein, eine kommunikationsfördernde Kunst-Installation in der Basilika St. Kastor. Und natürlich viel Natur, Blütenpracht, Nutzpflanzen und Menschen aus ganz Europa.

Zum Glück hat es nicht den ganzen Tag vom Himmel genässt, so dass auch der einmalige Blick aufs Deutsche Eck und über Koblenz wieder ein Genuss war. Und die Wasserspiele wurden auch bei Wasser von oben von den Kindern mit Begeisterung genutzt. Lediglich die Skaterbahn fristet bei diesem Wetter ein einsames Dasein. Aber da ist die in Trier eh viel besser.

Wer das alles sehen will, muss über eine gute Kondition verfügen. Dazu muss man nicht einmal im Laufschritt unterwegs sein.

Aber Bilder sagen mehr also Worte, deshalb hier eine Auswahl: