Feuerprobe

Schweini – unser Schweinedrache blickt gespannt auf die Feuerprobe für Dominik.

Trübes Wetter, aber kein Regen, 7 Grad, kaum Wind. Das sind die Voraussetzungen für diesen Samstagslauf mit dem Lauftreff des SV Olewig. Wieder sind wir eine kleine Gruppe, weil Erkältung, Arbeit oder andere Termine die Teilnahme einiger Freunde verhindern. Aber es ist ein „Neuer“ da: Dominik, ein Student der Wirtschaftsmathematik, der erst vor kurzem von Saarburg nach Trier gezogen ist und nun auf der Suche nach einem für ihn passenden Lauftreff ist.

Christoph hatte ihn vorgewarnt, dass wir samstags in der Regel mindestens zwei Stunden laufen und durchaus anspruchsvolle Streckenprofile wählen. Das werde schon gehen, hat er signalisiert. Und tatsächlich hält er prima mit.

Wie sich herausstellt, hatte ich ihn vor zwei Jahren schon einmal beim Hochwald-Marathon getroffen. Und wer dessen Profil bewältigt, wenn auch „nur“ beim Halbmarathon, der muss vor nichts Angst haben.

Wiese zwischen Kernscheid und Franzenheim. Viel Wasser!

Es wird ein richtiger Quassellauf zu dritt. Er berichtet von Problemen bei seinem bisherigen Lauftreff, wo kaum mehr weiter als 10 Kilometer gelaufen werde. Wir versichern ihm, dass er bei uns solche Manngelerscheinungen nicht befürchten muss.

Dominik und Christoph „on the road“.

Wir laufen nach längerer Zeit mal wieder über Kernscheid nach Franzenheim, dort steil hinauf zur Höhe über Pluwig. Die Helligkeit reicht mal wieder nicht zu scharfen bewegten Fotos.

Korlingen und die Kumpels im Hintergrund.

Von dort geht es zurück bis auf Höhe Hockweiler und auf der anderen Seite der L143 auf die Korlinger Höhe. Eine kleine Extraschleife um die Windräder. Die Weitsicht ist trotz der Wolken wie immer beeindruckend. Bis nach Osburg reicht der Blick heute allerdings nicht.

Wegekreuz am Schellberg.

Oberhalb von Korlingen geht es noch einmal hinauf auf den Schellberg, wo der Hochnebel uns schluckt. Hinunter nach Tarforst, über den Unicampus und den Kleeburgerweg zum Sportplatz Olewig.

Hinunter geht’s nach Tarforst.

Super! Und Dominik hat tatsächlich ohne Probleme mitgehalten. Ich bin gespannt, ob er dabei bleibt. Er würde gut in unseren Samstagslauftreff passen.

Distanz: 23,28 km
Zeit: 2:09:42
Ø Pace: 5:34 min/km
Positiver Höhenunterschied: 393 m
Kalorien: 1.713 cal

http://connect.garmin.com/activity/258214393

 

Raus aus dem Nebel!

Nicht ganz leicht war es heute morgen, als um 7 Uhr der Wecker alle Träume beendete. Aber wenn samstags um 8 Uhr der Lauftreff ruft, gibt es keine Ausrede. Also: raus aus den Federn, zwei Tassen grünen Tee einverleiben, dazu eine Scheibe Brot, damit es beim Laufen nicht zu sehr im Magen plätschert. Langes Shirt als zweite Lage überziehen und los geht’s.

Mit Lauffreund und Lauftreffcoach Christoph bin ich schnell einig: Wir müssen hinauf zu Korlinger Höhe, der Sonne entgegen. Denn im Tal trübt der Nebel noch die Sicht auf den blauen Himmel.

Am Sportplatz warten Achim und Mario, die beide beim Frankfurt-Marathon starten werden. Sie haben sich etwas zum Trinken mitgenommen und wollen heute 30 Kilometer reißen. Ich habe das nicht vor, nichts Flüssiges dabei und freue mich, ohne Balast laufen zu können. Dass es am Ende dann für Christoph und mich doch 23 Kilometer und mehr als zwei Stunden werden, liegt weniger an mir.

Schön ist es trotzdem, vor allem, weil wir schnell in die von der Sonne beschienenen Teile der Landschaft laufen. Ein herrlicher Weitblick auf dem Weg zur Korlinger Höhe und ein schönes Tempo, um sich ohne Atemnot zu unterhalten.

Die Beine sind wieder locker, erst nach 18 Kilometern merke ich, dass ich mit diesen Trailschuhen vor einer Woche beim Marathon im Hochwald unterwegs war. Da melden sich Stellen, die ich in diesem Jahr noch nicht gespürt hatte. Kein Wunder, denn in den vergangenen Monaten war ich auf den langen Strecken immer mit den Lightweight-Schuhen unterwegs.

Der Herbst ist da. Das wird auch bei diesem Lauf deutlich. Das Laub hat sich innerhalb weniger Tage schon deutlich verfärbt. Goldener Herbst, sei willkommen.

Jetzt melde ich mich noch einmal für einige Tage ab: Herbstferien! Ich werde aus dem Berner Oberland hoffentlich mit vielen schönen Impressionen zurückkommen. Die Laufschuhe sind im Gepäck. Ein oder zwei Touren werde ich wohl machen. Aber die Wanderschuhe kommen deutlich häufiger zum Einsatz.

Allen Freunden und Gästen dieses Blogs eine gute Zeit!

 

(Sich) Regen bringt Segen

Alles nass! Das Ende dieser Samstagstour.

Am Anfang war der warme Regen ja noch sehr angenehm und ließ mich in dem Glauben, ich hätte die richtige Entscheidung getroffen. Denn zu diesem Samstagslauf blieb die Regenjacke zuhause, obwohl graue Wolken Ungemach versprachen.

Achim war ausnahmsweise von Pluwig zum Olewiger Sportplatz heruntergelaufen, hatte beim Start unserer Tour zu viert also bereits zehn Kilometer in den Beinen. Keine Frage also, dass wir ihn zunächst nach Haus bringen und den Rückweg auf anderer Strecke absolvieren wollten.

Bis auf die Höhe über Filsch, den Heidenkopf, war alles prima und die Laune sehr gut. Aber da hatten wir Rückenwind, was den nun zunehmenden Regen nicht so störend machte. Als wir dann rechts in Richtung Korlinger Höhe abbiegen mussten, war es aber schnell mit dem großen Spaß vorbei. Denn nun goss es in Strömen bei starkem Wind und kühler werdenden Temperaturen.

Als auch die Schuhe komplett durchnässt waren, hatte das zumindest den Vorteil, dass die Suche nach einem etwas trockenerem Pfad zwischen den Pfützen, Rinnen und auf den Fahrspuren des Feldwegs sprudelnden Bächleins ein Ende hatte. Ab dann ging es mittendurch. Das Quietschen meiner Schuhe begleitete ab nun das rhytmische Platschen der zügig strampelnden Männerbeine.

Ganz bis nach Pluwig schafften wir es dann doch nicht. Achim musste den letzten Kilometer nach Hause alleine die Pfützen durchpflügen. Das Resttrio suchte derweil den Weg auf asphaltierten Wegen und Straßen über Hockweiler und Irsch zurück nach Olewig.

„Heute sieht man sehr gut, wie Regenwasser Straßen erodieren kann.“ Dieser sachliche Kommentar meines landschaftsplanerisch aktiven Lauftreffcoaches auf der Strecke hinunter ins Tal spricht für sich.

Trotzdem haben wir die Trailpassage am Irscher Wasserwerk vorbei gesucht. Danach waren wir nicht nur pudelnass, sondern auch ordentlich versaut. Aber der Spaß war wieder da.

Die Tour wurde aus nachvollziehbaren Gründen „nur“ 18 Kilometer lang. Höhenmeter hatte sie dennoch reichlich, wie das Streckenprofil zeigt.

Meine Kamera hatte ich vergessen. Gut so, ob sie diese Fluten überstanden hätte?

Danach eine heiße Dusche, ein gemütlicher Brunch und ein Gefühl … Das Foto von unserer Glückskatze Jacky drückt das gut aus.

Allen, die heute noch unterwegs sind oder sein werden, wünsche ich weniger Regen und viel Spaß!

Morgen-Sonne-Höhe-Jubel-Lauf

Nach dem Sturm und Regen gestern war es spannend, wie das Wetter heute Morgen zu unserem Samstagslauftreff-Lauf sein würde. Um 8.30 Uhr zeigen sich große Lücken in der Wolkendecke. Da wird doch nicht bald die Sonne hinduchblinzeln?

Nur 90 Minuten Zeit, gebe ich vor, da in der Eifel heute ncoh das traditionelle Weihnachtsbaumschlagen ansteht. Christoph gibt dennoch unmissverständich die Richtung vor: Aufwärts. Hinauf zur Korlinger Höhe.

280 Höhenmeter wird meine Gamin messen. Teilweise steile Abschnitte, die eine flüssige Unterhaltung stocken lassen. Unterm Streich geht es aber leicht und locker auf dem direkten Weg über Unicampus und durch Tarforst hinauf.

Am Wegesrand zeigt sich auf dem Geisberg der erste Schnee, der hier gestern gefallen war.

Der Gipfelsturm ist immer ein Genuss, besonders, wenn der Horizont sich zeigt wie heute.

Aber es geht noch weiter. Dorthin, wo die Sonne auf uns wartet. Traumhaft.

Und dann steil hinunter zurück nach Olewig.

Genug Gesprächsstoff für die Weihnachtsfeier unseres Lauftreffs heute Abend. Und weil es bis dahin nicht mehr lange hin ist, wird dieser Eintrag nciht länger. Die Bilder sprechen eh für sich.

Allen ein schönes Wochenende!

Vor der Laufpause auf die Korlinger Höhe

So ganz erholt von den Strapazen im Hochwald ist mein Geläuf noch nicht. Deshalb steht für mich nach dem heutigen Samstagslauf fest: In der kommenden Woche bleiben die Laufschuhe im Regal. Das fällt deshalb nicht schwer, weil wir für eine Woche wieder unser Lieblingsdomizil im Schweizer Simmental beziehen. Auf 1500 Meter wird uns vermutlich Schnee erwarten. Aber ab Dienstag soll das Wetter besser werden.

Heute Morgen also der letzte Lauf vor der Pause, Mit Christoph und Rudi über Trimmelter Berg und Filsch auf die Koringer Höhe, wo auf der Schell in 425 Metern Höhe schon alles bereit ist für das Drachenfest.

Die winddichten Jacken dürfen also an diesem Tag zeigen, ob sie diese Bezeichnung verdient haben.

Meine leuchtend gelbes TV-bewegt-Kleidungsstück besteht diesen Test problemlos. Für die kurzen Tights sind die Temperaturen noch hoch genug, knapp unter zehn Grad.

Aber Kilometer 11 meldet mein linker Hüftbeuger wieder dezent aber zunehmend deutlich Protest an. Da hilft nichts. Eine gute Woche Laufpause wird hoffentlich ausreichen, um für Ruhe zu sorgen.

In den Bergen wird gewandert. Basta. Sofern das Wetter es erlaubt, stehen da einige schöne Gipfel zur Auswahl. Und die Wanderstöcke kommen mit, damit die Belastung im Rahmen bleibt.

Herbstliche Natur wird es zur genüge geben. Eine schöne Wanderung zu den Simmenfällen ist zudem berühmt für den „Indian Summer“, sofern es so etwas auch in Europa gibt. Bunten Laubwald gibt’s in jedem Fall.

Und noch etwas werde ich auf unserer Hütte im Fermeltal genießen: Kein Handyempfang. Das I-Phone bleibt aus.

Auch in diesem Blog wird es also in den kommenden Tagen ruhig werden.

All meinen Freunden und Gästen wünsche ich eine gute Zeit!

Traumlauf und Traumschleife

Heute ein gemütlicher Sonntag mit ausgiebigem Frühstück und Essenseinladung von Muttern. Genug Gelegenheit also, die gestern verbrannten Kalorien auszugleichen und – wenn auch im übertragenen Sinn – die Beine hochzulegen.

Der Samstag war da schon von anderem Kaliber. Am Morgen der obligatorische längere Lauf. Leider alleine, da alle Freunde vom Lauftreff abgesagt hatten und auch meine letzte Hoffnung auf einen Gemeinschaftslauf sich nicht erfüllt hatte.

Blick von der Korlinger Höhe auf Trier

Dann also 1,5 Stunden alleine, denn um 9.30 Uhr musste ich noch meinen Junior verabschieden, der für eine Woche zu einer Jugendfreizeit im Hunsrück abgereist ist. Der erste längere Aufenthalt in der Fremde ohne Eltern. Da jede Menge seiner Freunde auch dabei sind, wird uns Eltern die Woche vermutlich länger vorkommen als ihm. Davon lässt jedenfalls das strahlende Gesicht von Sohn#2 beim Abschied schließen.

Ich hatte mich davor von Olewig über Irsch, am Wasserwerk vorbei bis kurz vor Hockweiler auf die Höhe gekämpft, wo mich herrliche Morgensonne erwartete, die den Weizen in wunderbares Gelb tauchte. Über die Korlinger Höhe, offiziell „Kuppensteiner Wild“ , hinüber auf den Galgenberg und zum Schell, wo auf 425 Metern über dem Meeresspiegel im Herbst die Drachen am höchsten steigen. Dann ein wenig Querfeldein zum Heidenkopf (383m) und von dort nach Tarforst hinunter und zur Universität. Abschiedszeremonie zahlreicher Eltern „Im Treff“.

Aber das sollte an diesem Tag nicht alles gewesen sein. Wenn die Mama schon mal zu Gast ist, dann will ihr schließlich etwas geboten werden. Die geplante Eröffnungswanderung auf der neuen Traumschleife bei Hentern traute sie sich aufgrund der Beschreibung in unserer Tageszeitung Trierischer Volksfreund nicht zu. Und so ging es nach dem Duschen, einem großen Müsli und einiger elterlicher Überzeugungsarbeit für Sohn#1 nach Britten im nahen Saarland, wo der Einstieg in mindestens vier dieser wundervollen Rundtouren am Saar-Hunsrück-Steig möglich sind.

Impressionen vom Saarhölzbachpfad

Den Saarhölzbachpfad haben wir uns ausgesucht, ein Weg, der auch im Winter gut zu begehen ist. Start ist normalerweise in dem Örtchen an der Saar, nachdem der Pfad benannt ist. Ich glaube die Variante von Britten aus ist die bessere Variante, denn dann ist zunächst die weniger schöne Hälfte der Strecke zu meistern. Meist bergab geht es da bis zu dem Aussichtpunkt am Volgelsfelsen. Dort bietet sich ein tolles Panorama auf das Saartal.

Nach der Stärkung aus den gut bestückten Rucksäcken und einem Gläschen Wein lässt sich dann der kurze Abstieg bis fast auf Flusshöhe prima bewältigen. Und danach beginnt der wirklich tolle Teil der Strecke durch das Saarhölzbachtal hinauf nach Britten. Hier folgt diese Traumschleife auch zum Teil dem Saar-Hunsrück-Steig und dem Steinhauerweg, eine andere Traumschleife, die in Britten startet.

Der Pfad folgt zum Einen der ehemaligen Grenze zwischen dem französischen Saarland und der 1920 zu Losheim und damit Deutschland gehördenden Gemarkung. Auf den Grenzpfosten aus Sandstein ist deshalb auf der einen Seite ein D, auf der anderen ein S eingekerbt. Der Weg folgt aber auch dem Verlauf einer alten Wasserleitung, die von Britten nach Saarhölzbach führte und das Örtchen an der Saar noch in der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts  mit Trinkwasser aus dem Hochwald versorgte.

Was aber vor allem von dieser sehr schönen Strecke in Erinnerung bleibt, ist die große Stille in diesem Naturschutzgebiet. Naturbelassener Wald, riesige Ameisenhaufen, leise plätschernde Bächlein, keine Motorengeräusche, kein Müll. Herrlich.

Offiziell ist die Traumschleife zwölf Kilometer lang. Handvermessen sind es 14. Aber vielleicht bin ja das ein oder andere Mal Zickzack gegangen….

Sonne über dem Nebel

Wer im Moseltal angesichts des dichten Nebels noch unschlüssig ist, ob sich ein Lauf oder Spaziergang lohnt, kann sich hier vielleicht Motivation holen, den inneren Schweineelch zu überwinden. Denn auf der Höhe strahlt die Sonne von einem tiefblauen Himmel.

Und so haben wir heute Morgen bei der Samstagstour unseres Lauftreffs die Suche nach Licht nach etlichen Höhenmetern erfolgreich absolviert. Auf der Korlinger Höhe durften wir einem traumhaften Sonnenaufgang entgegenlaufen. Naturschönheit, die nahezu sprachlos macht und sich nur ansatzweise in Bildern festhalten lässt, vor allem wenn man mit einer kleinen Kamera unterwegs ist, die keine Spot-Memo-Taste für die Belichtungsmessung hat.

Aber wie gesagt, um einen hoffentlich motivierenden Eindruck zu bekommen, genügt es.