Der Letzte im alten Jahr

Das war er also, der letzte Gemeinschaftslauf des Samstagslauftreffs Olewig . Und Zur Feier des Tages sind Marion und Bernd mit dabei. So eine Weihnachtsfeier am Vorabend motiviert also doch.

DSC04567Damit es nicht zu brutal wird, starten wir ausnahmsweise um 14 Uhr. Leider erreicht diese Info Michael nicht mehr rechtzeitig, der ebenfalls seit längerer Zeit mal wieder mit unserer Truppe unterwegs sein wollte. So dreht er um 8 Uhr alleine seine Runde, ist aber rechtzeitig zum Frühstück wieder bei der Familie.

DSC04566Wir einigen uns derweil, zunächst um die zwölf Kilometer zu laufen und danach mit der Kernmannschaft nochmal eine Runde im Tiergartental anzuhängen.

DSC04573Eine schön bunte Truppe sind wir. Besonders Marc hat sich farbenfroh herausgeputzt, als wollte er für eine arikanische oder südamerikanische Mannschaft Fußball spielen.

DSC04575DSC04577Hinauf also durch die Weinberge zum Unicampus, an der alten Eiche vorbei nach Irsch. DSC04586Dann an der Burg vorbei den Trail am Wasserwerk hinunter ins Tal und zurück zum Sportplatz. Dort verabschieden sich Marion und unser Senior.

DSC04590Zuviert dann also noch eine Runde im Tiergarten. Marcel fehlt heute, weil er im Weißhauswald mit dem Rad unterwegs ist.

DSC04593Das große Biest hinunter und dann noch die Waldrunde. Christoph bekommt die zweite Luft und legt gemiensam mit Dominik ein ziemlich flottes Tempo vor. Ich halte mich mit Marc etwas zurück und schließe erst am kleinen Biest wieder auf.

DSC04597Knapp 19 Kilometer und 306 positive Höhenmeter sind dann aber auch genug für diesen Tag. Schwere Beine. Das liegt vielleicht auch an dem leichten Infekt, der immer noch in mir steckt.

Das war es also mit den Samstagsläufen 2013. In der kommenden Woche werde ich schwänzen müssen. Und auch der Silvesterlauf findet in diesem Jahr ohne mich statt.

Das Laufen in Gemeinschaft ist für mich eine wichtige Sache. Das habe ich besonders während der vier Monate Laufpause deutlich empfunden. Aber jetzt werde ich hoffentlich wieder regelmäßig dabei sein. Danke an Christoph, unseren Coach, meinen lieben Freund und Nachbarn!

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Ein schönes Gruppenbild zum Abschluss des Laufjahres: Dominik, Marion, Bernd, Christoph, Marc und Grinsemann Rainer.

Das Wichtigste am Sonntag: Keine Nachwirkungen, weder in der Leiste, noch in Sachen Erkältung. 🙂  Wohnzimmer umgeräumt. Baum aufgestellt und geschmückt. Weihnachten kann kommen!

Er sollte nicht so lang werden

Ich habe es getan. Ich muss gestehen. Ich habe gegen meine Grundsätze verstoßen, wirklich langsam Distanz und Zeit zu steigern. Aber irgendwie sollte es heute nicht sein.

Samstagslauf mit den Jungs vom Lauftreff. Christoph hat abgesagt. Mal gespannt, wer sich bei leichtem Regen und 3 Grad um 8 Uhr am Sportplatz einfinden wird … Es sind Marcel und Marc, die Unerschütterlichen.

Ich habe meine Mizuno-Straßensofas nicht ohne Hintergedanken angezogen. Es soll ein flacher Lauf an der Mosel werden. Vielleicht eine bisschen länger als in den vergangenen Wochen … Lost geht es also im gemütlichen Plaudertempo Richtung St. Matthias, um dort von der Konrad-Adenauer-Brücke zu einer klassischen 10-Kilometer-Brückenrunde anzusetzen.

DSC04550Erinnerungen an das Vorbereitungstraining für den Hamburg-Marathon werden wach, als ich hier bei Dunkelheit und Regen so manchen Tempodauerlauf und noch mehr Intervalleinheiten geschrubbt habe. Das Gefühl danach war immer Belohnung für die Überwindung und Quälerei. Und das ist auch heute unser Motto. Quälerei ist da zwar nichts. Aber meine Laufpartner gestehen, dass es ihnen heute nicht leicht gefallen sei, sich zum Laufen zu motvieren.

Als wir an der Kaiser-Wilhelm-Brücke sind, fragt mich Marcel, ob ich schon mit ins falsche Biewertal laufen könne. Und auch Marc meint, er würde gerne 25 Kilometer laufen. Für mich ist das definitiv zu viel. Ihren Vorschlag, mit mir zunächst zurückzulaufen und dann noch eine Schleife dranzuhängen, ehrt sie zwar. Aber ich will ihnen den Spaß nicht vermiesen. Also schlage ich vor, bis zur Eisenbahnbrücke Pfalzel weiter an der Mosel zu laufen. Ich würde mich dann über Kürenz auf den Rückweg machen, während die beiden Jungs noch eine Runde durch den Weißhauswald dranhängen könnten.

DSC04557Gesagt, getan. Erst mit der Zeit wird mir klar, dass ich die Entfernungen nicht mehr so recht im Gefühl habe. Denn an der Pfalzeler Brücke zeigt die Garmin schon 15 Kilometer an. Mindestens weitere sechs sind es bis nach Hause. Ob das gut geht?

DSC04553So schicke ich also die Jungs auf ihre Extra-Runde und mache mich auf den Heimweg … Was macht die Leiste? Bislang eigentlich unproblematisch. Hat der Besuch beim Osteopathen schon einen Effekt, der Hüfte und Schambein mit dreifach  heftigem Knacken in die angeblich wieder gerade Position gebracht hat.

DSC04559Die Mosel bietet ein friedliches Bild. Warum mitten auf der Brücke ein ans Geländer angeschlossene Mountainbike einen Kopfstand macht, bleibt mir verborgen. Ein Stilleben der besondern Art. Durch die teilentvölkerte Riverissiedlung wiet bis nach Kürenz. Kilometer 17.  Was macht die Leiste? Da ist doch etwas. Aber kein wirklicher Schmerz. Es ist wohl eher der Darm.

Durch Kürenz oder durch das Avelertal? Keine Frage. Lieber einige Höhenmeter mehr, dafür aber Natur. Der Weihnachtsbaummarkt versperrt mir zunächst den richtigen Weg hinauf nach Neu-Kürenz. Aber nach einem Hopser über den Bach bin ich auf dem bekannten Pfad. Kilometer 19. Die Beine fühlen sich schon etwas schwer an. Schließlich bin ich seit einigen Monaten nicht weiter als 15 Kilometer gelaufen. Es regent wieder stärker. Kein Problem. Kontaktlinsenwetter!

DSC04560 Den steilen Stich hinauf zur Keuneschule. Hinüber zum Unicampus. An den Weihern vorbei. Konzentrische Kreise vom Regen auf dem Wasser. Die Leiste? Na ja. Jetzt reicht es so langsam. Die Beine? Dito.

HInunter also durch den Kleeburgerweg nach Olewig. Die Garmin zeigt 22,8 Kilometer. Wow. So weit sollte es nicht werden. Jetzt ausführlich gedehnt. Und abwarten, was passiert. Zwei Tage Laufpause müssen jetzt in jedem Fall sein.

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Euch allen ein schönes Wochenende. Entschuldigt den etwas zu lang geratenen Text. Aber „zu lang“ scheint ja heute mein Thema zu sein …

 

 

336

Gefühlt 3000, aber es waren real „nur“ 336 Höhenmeter, die mir heute bei unserem Samstagslauf die Beine schwer werden ließen. Da macht sich das wochenlange Aussetzen und vorsichtige Herantasten an alte Umfänge doch bemerkbar.

1-DSC04263Christophs Vorschlag, zum Weißhauswald zu laufen, musste ich noch ablehnen, da diese Runde zwar wunderschön, mit mindestens 22 Kilometern aber für mich noch definitiv zu lang ist. Einen erneuten gesundheitlichen Rückschlag will ich jedenfalls nicht riskieren. Und die etwas mehr als 17 Kilometer in 1:42 Stunden heute werden ja schon eine Steigerung um fast zwei Kilometern und zehn Minuten im Vergleich zum vergangenen Samstag sein.

2-DSC04264Birthe hatte gestern Abend noch gemailt, dass sie sich uns vielleicht mal wieder anschließen würde. Und tatsächlich steht sie um 8 Uhr gemeinsam mit Marc und Marcel am Sportplatz, um Christoph und mich zu empfangen. Wir laufen von unseren Haustüren immer die 300 Meter zum Treffpunkt.

Viermal gelb, einmal blau. So machen wir uns also noch etwas müde in der Morgendämmerung auf den Weg in Richtung Irsch. Denn wenn nicht Weißhauswald, dann soll es die Filscher Höhe sein, die wir uns auf der kürzeren Runde erkämpfen. Die 330 Meter hoch zum Heidkopf sind tatsächlich ein Kampf. Vor alllem, wenn wir sie wie heute fast komplett auf direktestem Weg angehen. Das ist selbst für Birthe ein Kracher. Allerdings nur, weil sie erst vor einer Woche den 51 Kilometer langen Obersauertrail gelaufen ist – und in der Damenwertung gewonnen hat.

3-DSC04267Es ist schön, mal wieder mit ihr zu reden. Auch wenn meine Form derzeit 35 Kilometer von ihrer entfernt ist. Angesichts dessen hätte ich auch auf die Winterhose verzichten und wie Marcel in kurz laufen können. Das Merinoshirt unter der Jacke wärmt auch ordentlich, obwohl die Morgendämmerung nicht so recht weichen will. Ein trüber Tag, der meine nicht sehr lichtstarke Kamera vor Herausforderungen stellt. Jetzt wird es doch mal Zeit, die GoPro mitzunehmen., die im Handling allerdings etwas komplizierter ist.

4-DSC04268Ein fotografischer Trick bei solchen Verhältnissen ist es, die Kamera in die Bewegungsrichtung der Läufer mitzuziehen. Wenn dann ein wichtiger Bereich des Bildes einigermaßen scharf ist, gelingt in der Regel eine dynamisch wirkende Aufnahme.

5-DSC04270Schön sind die Ausblick von da oben. Da lohnt sich der anstrengende Anstieg auf jeden Fall. Weniger anfreunden kann ich mich allerdings derzeit noch mit langen Gefällstrecken. Die bekommen meiner Leiste noch nicht wirklich.

6-DSC04273Hinunter also zur Domäne Avelsbach, hinauf nach Tarforst und über den Unicampus in Richtung Petrsiberg. Kurz nach dem Geozentrum verabschiede ich mich von den Anderen, die noch bei zum Aussichtpunkt an der Sickingenstraße laufen wollen. Das würde mir zu weit werden. Alleine also gemütlich die zwei Kilometer durch die Weinberge hinunter nach Hause.

8-DSC042809-DSC04285Ein schöner Lauf. Es geht voran. Ich freue mich auf den Winter!

Vier Monate

Es war am 20. Juli, als dieses schöne Foto entstanden ist. Fünf glückliche Männer die gemeinsam ihre Freude am Laufsport genießen.

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Viel ist seitdem passiert. Für mich haben die folgenden Wochen und Monate vor allem die längste Verletzungspause meiner Laufkarriere bedeutet. Beruflich war es dafür umso heftiger. Um so mehr fehlten mir in dieser Zeit die gemeinsamen Samstagsläufe und meine Morgenrunden unter der Woche.

Nun komme ich langsam wieder in Tritt. Und nach Wurzelweg- und Deuluxlauf an den vergangenen beiden Wochenenden war es heute, fast auf den Tag genau vier Monate nach dem letzten Mal, wieder so weit: Samstagslauf mit Freunden.

3-DSC04190Dass Rudi, Achim, Dominik und Marcel heute nicht dabei sind, ist natürlich schade. Aber da ich weiß, dass Rudi nach ebenfalls langer Verletzung auch wieder auf dem Weg der Besserung ist, wird er hoffentlich bald wieder dabei sein. Marcel und Dominik sind heute verhindert. Von Achim habe ich – leider – schon länger nichts mehr gehört. Aber Christoph – der „Vater“ des Samstagslauftreffs – ist dabei. Marc als noch relativ frisches Mitglied im Samstagsteam, habe ich in Konz und Langsur schon kennengelernt. Und Michael, der Gast aus Ludwigsburg, war auch schon einige Male mit dabei.

1-DSC04184Auf meine Bitte also heute eine Runde mit nicht mehr als 16 Kilometern. Tiergarten – Goldkäulchen – Mattheiser Wald – Mariahof – Olewig. Diese klassische Winterroute wird es heute sein, allerdings ohne Schnee, dafür mit viiiiel Matsch. Schön tief sind die Wege im Tal. Und irgendwie freue ich mich über jede Pfütze.

2-DSC04188Dass Christoph seine neuen Schuhe an hat … Die sehen nun jedenfalls nicht mehr so fabrikneu aus. Und die langen Steigungen nehmen mir auch noch ein wenig den Atem. Das liegt aber vielleicht auch ein wenig an der guten Unterhaltung mit den anderen Jungs. Nach gut zehn Kilometern glaube ich auch wieder ein leichtes Ziehen in der Leiste zu spüren. Bis ich auf Halbmarathon- bzw. Marathondistanz bin, wird es also noch einige Zeit dauern. Aber Ziele braucht der Mensch, und so suchen Christoph und ich den Luxemburg-Marathon am 31. Mai 2014 heute als Fixpunkt für das kommende halbe Jahr aus.

4-DSC04196Schön war’s! Der Samstag ist wieder fest gebucht. Durch den Winter kommen und dabei Form finden und Verletzung vergessen. So lautet das Motto.

5-DSC04198Euch allen ein schönes Wochenende!

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Den Wurzelweg gerockt

Ein wenig Bammel hatte ich schon vor diesem Lauf. Nach vier Monaten der erste Wettkampf. 15 profilierte Kilometer beim Wurzelweglauf in Konz. Ideal, weil angesichts des Profils eh keine schnellen Zeiten verlangt werden. Zudem ein Landschaftslauf erster Güte.

07-DSC04001Am Abend davor überrascht mich mein Schatz dann mit dem Satz: „Ich werde morgen auch starten.“ Zwar „nur“ auf der 5-Kilometer-Strecke, wie sie versichert. Aber ich freue mich natürlich dennoch darüber, nicht alleine in die zweitgrößte Stadt der Region zu fahren. Dort, am Waldrand beim Schulzentrum, startet einer der traditionsreichsten Volksläufe im Trierer Land.

03-DSC03982Wir wählen beide das schwarze Shirt des SV Olewig aus. Gut gemacht, so wird das ein schönes Gruppenfoto mit Marcel, Marc, Marion und Dominik nach dem gemeinsamen Einlaufen.

02-DSC03977Einlaufen würden die Shirts wohl an diesem Tag tatsächlich, wäre der Regen nur etwas wärmer. Besonders unmittelbar vor und beim Start öffnet der Himmel seine Schleusen. Nicht unbedingt zur Freude von Sylvia Büdinger, der Hauptverantwortlichen vom veranstaltenden Verein TG Konz.

04-DSC03984Wie ich, startet deshalb zum Beispiel auch Facebook-Dirk aus der Box, also aus dem überdachten Unterstand.

05-DSC03986Wie gut es doch tut, endlich mal wieder bei so einem Lauf dabei zu sein! Viele bekannte Gesichter, Leidensgeschichten, Wiedersehensfreude, Berichte von allerlei Dingen, die sich in den Monaten meiner Abstinenz in der Läuferwelt ereignet haben.

06-DSC03994Ich lasse es ruhig angehen, bin aber dennoch zumindest im hinteren Feld am Berg einer der Stärksten. Am steilen und enorm seifigen Wurzelweg bleibt mir deshalb so ziemlich alleine noch Luft, den ein oder anderen motivierenden Spruch herauszuplaudern.

08-DSC04010Als mir dann auf dem Roscheider Hof mein Zuhörer signalisiert, dass er nur spanisch kann und „ganz klein bisschen Deutsch“ weiß ich, zumindest die vergangenen fünf Minuten war das ein wohl doch eher einseitiges Gespräch …

Aber zumindest verstehen mich die Jungs, denen ich rate, sich an der Kuppe auf der Roscheider Höhe ein paar Körner aufzuheben. Denn diese Steigung scheint unendlich, auch wenn das zunächst nicht zu erkennen ist.

09-DSC04013Für kurze Zeit reißt nun sogar der Himmel auf. Ein wunderschöner Blick auf das Moseltal ist Belohnung für die Anstrengung hinauf. Dirk habe ich mittlerweile verloren, Dominik und Marcel sind meilenweit voraus. Marion ist an der Kreuzung für die 10-Kilometer-Strecke abgebogen. Und Marc, zu dem ich fast aufgelaufen bin. rennt mir an den nun folgenden Bergabpassagen einfach davon. Denn hier löse ich die Handbremse mit Blick auf meine Leiste nicht. So fliegt auch eine Frau an mir vorbei, die davor am Berg ihre Probleme hatte. Wir sehen uns auf diese Art und Weise noch einige Male und sind uns einig, dass wir heute mit der Bündelung unserer Stärken richtig schnell gewesen wären.

11-DSC04024Nach knapp elf Kilometern laufe ich im Wald auf einen langen Läufer auf. Die Aufschrift auf der Mütze kommt mir bekannt vor. Und tatsächlich ist es Sascha „Trailrunner’s dog“, der aus dem Raum Koblenz angereist ist, um nach einer Erkältung wieder seine Form zu testen.

12-DSC04026Es ist eh ein kleines Laufbloggertreffen hier: Birthe Trailfrosch („Ich habe mir nicht vorgenommen zu gewinnen, Hauptsache ich bin schneller als im vergangenen Jahr“) rockt natürlich die weibliche Konkurrenz Sie gewinnt mit neuer Bestzeit. Karina TriTeamDream ist heute nur Zuschauerin und freut sich auf den Einstieg in das achtmonatige Intensivtraining für den Start beim Triathlon in Roth. Schade, dass Anne Weinbergschnecke nicht auch da ist.

Es wird also in den anderen Blogs sicher noch einiges zu Lesen geben, vom Wurzelweglauf und anderen Dingen.

14-DSC04029Im Ziel dann große Freude. Es ist geschafft! Die Schuhe haben komplett ihre Farbe geändert, was erst die Wurzelbürstenbehandlung am Wasserzuber ändert. Die Schlammkruste auf den Waden lässt sich dank Kompressionstrümpfen einfach ausziehen.

13-DSC04027Duschen sind herrlich heiß. Der Kaffee auch, und das alkoholfreie Weizen sowieso lecker. Das Wichtigste aber: Die Leiste hat gehalten. Ein leichtes Ziehen auf den letzten vier Kilometern. Aber nicht wirklich schlimm. Ich bin auf dem Weg der Besserung.

15-DSC04030Nächste Woche dann ein entspannter Deuluxlauf zum Saisonausklang. Da werden wieder jede Menge Gesprächspartner mitlaufen. Vor allem Christoph, der in Konz pausiert hat. Für den muss ich auch kein Spanisch lernen. 😉

Vielleicht findet dieses Filmchen dann eine Fortsetzung:

Morgenwonne

Ein Freundschaftslauf ab 17 Uhr in Hasborn oder der Morgenlauf um 8 Uhr vor der Haustür? Das war die Frage für diesen Samstag. Da aber nur Marcel am Nachmittag Zeit hätte und zudem die Temperaturen dann gerade ihren Siedepunkt überschritten haben dürften. fiel die Entscheidung auf den frühen Lauf. Ein letztes Gemeinschaftserlebnis vor dem Urlaub mit den Jungs vom Lauftreff. Achim, Dominik, Marcel und – reichlich Euphorisch nach überstandenen Knieproblemen – Rudi, erstmals seit Wochen.

05-DSC02475Aber was soll ich viel schreiben … Die Runde auf den Schellberg mit der schattigen Fünf-Kilometer-Schleife oberhalb des Ruwertals entlang und an der Domäne Avelsbach zurück zum Sportplatz Olewig war ein geselliges Lauferlebnis erster Güte. Was hoffentlich auch in den Fotos dokumentiert ist, die eine prächtige Hochsommerlandschaft zeigen.

01-DSC02458 02-DSC02461 03-DSC02465 04-DSC02466 06-DSC02478 07-DSC02480 08-DSC02485 09-DSC02491 11-DSC02493 12-DSC02494 13-DSC02499

Die Grashalme aus Stahlrohr, die einmal die Verkehrsinsel bei Zerf im Hochwald zierten, sind nun Schmuck für diese Wand bei der Domäne Avelsbach. Als Kreiselkunst waren sie angeblich zu gefährlich für zu schnelle Motorradfahrer.

Die Grashalme aus Stahlrohr, die einmal die Verkehrsinsel bei Zerf im Hochwald zierten, sind nun Schmuck für diese Wand bei der Domäne Avelsbach. Als Kreiselkunst waren sie angeblich zu gefährlich für zu schnelle Motorradfahrer.

 

Vier Helden

1-DSC02336O.k., vielleicht ist der Titel etwas übertrieben. Aber ein wenig stolz sind wir vir schon, dass wir es nach längerer zeit endlich mal wieder geschafft haben, am frühen Samstagmorgen zu einem gemeinsamen Lauf aufzubrechen.

2-DSC02345Achim, Dominik, Marcel und meiner einer. Wie immer Treffpunkt am Sportplatz. Rudi kommt mit dem Rad, um zu verkünden, dass er mit seinem Besuch eine Stunde später und eher etwas kürzer laufen werden. So machen wir uns zu viert also auf den Weg. Es soll die 18er-Runde werden: Tiergarten-Goldkäulchen-Mariahof-Tiergarten. Nicht zu lang, nicht zu anspruchsvoll und doch mit einigen hübschen Steigungen, natürlichen Hindernissen  und Rampen.

3-DSC02347Schließlich bin ich noch Rekonvaleszent, Marcel laboriert noch etwas mit dem Knie, Achim ist eher in Halbmarathonform und Dominik … der muss halt etwas ruhiger machen. Beim Stadtlauf ist er eine sensationelle 1:25er Zeit gelaufen. Das ist auf unserer ruhigen Tour bei tollen Temperaturen und etwas Wind natürlich ebenso Thema wie der Hospizlauf, unsere gesundheitlichen Problemchen, Lauftechniken und die Projekte im Herbst und in weiterer Zukunft.

5-DSC02358Zu den Gruppenfotos benötigen wir einige Anläufe. Da sind wir ganz offensichtlich auch inzwischen etwas aus der Übung.

6-DSC023617-DSC02364Als wir nach knapp zwei Stunden wieder am Sportplatz ankommen, ist es für Achim und mich genug für heute. Dominik und Marcel laufen noch die gut 20 Minuten nach Hause. Für sie ist jeder Samstagslauf 40 Minuten länger als für mich.

8-DSC02372Schön war’s. Nächsten Samstag gerne wieder. Und dann … Urlaub!!!! Bis dahin wartet aber noch jede Menge Arbeit. Wobei ich daran heute eigentlich nicht denken wollte …

Danke fürs Lesen. Euch allen ein sonniges Wochenende!

Entscheidung – Vernunft – Wehmut

Die Entscheidung ist gefallen, ich werde nicht in Waxweiler starten. Schade, denn es wird bei prächtigem Wetter sicher ein tolles Erlebnis für alle Teilnehmer. So muss mein Laufkumpel Marcel eben den ersten offiziellen Ultra alleine durchstehen.

Das Christoph, mein bester Laufnachbar, sich kurzfristig für die Marathondistanz nachgemeldet hat, macht die Sache nicht leichter.  Ich kann beiden nur viel Glück wünschen und ein oder zwei Tränchen verdrücken.

So radle ich den dritten Tag in Folge zur Arbeit und zurück. Bewegung ist alles, auch wenn es schon große Unterschiede in der Qualität der sportlichen Betätigung gibt.

Die aktuelle Laufkolmune streift natürlich auch dieses Thema:

Ohne ist besser

Gleich zwei Veranstaltungen werden am Wochenende Läufer aus ganz Europa anlocken. In Luxemburg und einen Tag später in Waxweiler beim Eifelmarathon geht es für sie darum, die Königsdisziplin des Laufsports zu bewältigen.
Dabei ist es kein Geheimnis, dass viele Sportler nicht fit, mit Schmerzen oder mit der Angst an den Start gehen, es nicht zu schaffen. Da werden dann schnell mal vorsichtshalber Schmerzmittel geschluckt.

Unabhängige Studien haben ermittelt, dass teilweise mehr als die Hälfte aller Teilnehmer von Marathon-Veranstaltungen das tun. Sie gefährden erheblich ihre Gesundheit. Denn besonders bei intensiven Dauerbelastungen werde die inneren Organe anders versorgt. Ist deren Funktion durch Medikamente aber eh schon eingeschränkt, drohen Schäden, die im schlimmsten Fall zum Organausfalle führen.

Laufen und Schmerzmittel! Lasst das sein! Es lohnt nicht!

Unter Freunden

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Gruppenbild ohne Christoph: stehend von links: Michael, Volker, Birgit, Anne, Pia und Doris; knieend von links: Rainer, Christian, Gerd und Martin.

Nun ist wieder Ruhe eingekehrt. Ein langes Wochenende mit Freunden geht zu Ende. Läufer, Laufblogger und deren – nicht ganz ernst gemeint – leidgeprüfte Familien drei Tage beisammen. Ob das gut gehen wird, war die Frage, zumal einige von uns sich noch nie gesehen hatten. Die Anwort ist eindeutig: Es ist gut gegangen, sehr gut sogar!

DSC01371Mit Anne (Weinbergschnecke), Doris (adora) und Christian (DocRunner) am Donnerstag die erste gemeinsame Runde bei wunderbarem Wetter. Martin (Pfälzerwaldläufer) und Pia kommen am Abend zum Speisen und Palavern hinzu. Kein Problem: das Laufen verbindet, vereint uns in unserer Lebensphilosophie, egal ob wir aus Trier, Salzburg oder aus der Pfalz kommen.

02-DSC01386Natürlich ist nicht immer das Laufen Thema der Gespräche. Es geht auch um Kultur, Geschichte, Karl Marx, der in hundertfacher Ausführung als roter Gartenzwerg in Plastik gegossen vor und hinter der Porta Nigra derzeit dem alten Stadttor als Fotomotiv den Rang abläuft. Ein großes Happening, bei dem sich trefflich über Kunst diskutieren lässt.

01-DSC01382Als vor 21 Jahren nach Trier Zugereister weiß ich nicht wenig zu der Geschichte dieser schönen Stadt zu erzählen. Aber bevor es so richtig los geht, muss in der vollkommen überfüllten City erst einmal ein Parkplatz gefunden werden. Gerd (Diro-Sports), der am Marktkreuz wartet, hat also noch etwas mehr Zeit, dem babylonischen Sprachgewirr der Menschenmassen zu lauschen, die sich an diesem Brückentag Trier in einen Ameisenhaufen verwandeln.  Mit 2000 Schritten lässt sich zwar nicht ganz die römische Historie erkunden. Aber Dom, Liebfrauen, Konstantinbasilika, Kaiserthermen und Co. sind so sehenswert, dass sogar die Kinder – motiviert durch das ein oder andere Eis – nicht murren.

05-DSC01405Richtig spannend wird es dann am frühen Abend im Amphitheater, als Gladiator Valerius aus dem Grab steigt und den gebannten Besuchern seine Geschichte von Kampf, Freundschaft, Verrat und Schmerz miterleben lässt. 75 spannende Minuten, die vor römischer Kulisse in den Köpfen Bilder entstehen lassen davon, wie es gewesen sein könnte, als 20 000 johlende Zuschauer mit Brot, Blut und Spielen unterhalten wurden.

04-DSC01402Die Nerven beruhigen mit einem guten Schluck Wein. Im Tiergartental beim Weingut von Nell ist dafür ein guter Ort, zumal auch die Geschichte der Familie von Nell reichlich staunen lässt. Mit Volker (Dankvolker) ist die Laufbloggergemeinschaft nun komplett. Und nach dem guten Essen dann auch noch eine spontane Kellerführung mit Überraschungssekt. Herz, was willst Du mehr.

06-DSC01427Einziges Manko aus Sicht der Winzerfamilie: Läufer trinken nicht sooo viel, vor allem nicht, wenn am nächsten Morgen der Höhepunkt des Treffens ansteht – na klar, der gemeinsame Lauf!

08-DSC01442Zu dem schließen sich auch noch Christoph, Birgit und Michael vom Lauftreff Olewig an. Eine schön bunte und vor allem gut gelaunte Gruppe macht sich auf, um den schönsten Weg hinauf auf den Petrisberg zu erkunden.

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Gehen geht auch 😉

Denn es geht darum, schöne Ausblicke zu sammeln: auf das Olewiger Tal, auf Hunsrück, Eifel und das Moseltal. Das Tempo ist nicht hoch, es wird viel geplaudert, jeder läuft mal vorne, mal hinten, wechselt die Gesprächspartner und genießt die Natur.

10-DSC01448Nicht einmal ein Regenschauer und kühler Wind können die Festtagsstimmung trüben, als wir den Aussichtpunkt an der Sickingenstraße erreichen. Ein belgischer Tourist lässt sich überreden, in die Rolle des Fotografen zu schlüpfen, um die ganze Truppe abzulichten. Ein schönes Foto, das die Stimmung gut spiegelt.

12-DSC01457Weiter hinauf geht es zum Petrispark. Auch hier Geschichte auf Schritt und Tritt, die des französischen Militärs, des riesigen ehemaligen Kasernengeländes, das erst für die Landesgartenschau genutzt, erschlossen umgestaltet und inzwischen zu einem neuen Stadtteil mitsamt Erholungsgebiet geworden ist.

11-DSC01451„Schaut mal, was für ein interessantes Bild!“ – ruft einer aus der Runde beim Blick auf die Schuhe der zusammenstehenden Läuferschar.

14-DSC01464Und vor der Rostkulisse des Turms Luxemburg kommt auch die bunte Laufbekleidung so richtig zur Geltung.

13-DSC01460Für einen Schluck Wasser muss die Zeit sein, bevor es hinüber geht auf den Unicampus, wo so manches Kunstwerk die Blicke auf sich zieht und zu Späßen motiviert …

16-DSC0147217-DSC01474An den Uniweihern, nach knapp 90 Minuten, nimmt der größere Teil der Gruppe den Weg ins Tal. Martin, der in den vergangenen Wochen enorme Probleme mit der Ferse hatte, ist froh, diese zwölf Kilometer mit Spaß absolviert zu haben. 15-DSC01469Volker geht es ähnlich. Er freut sich als Oldenburger Flachländer über einen neuen persönlichen Höhenmeterrekord. Und Gerd lässt es derzeit eh etwas gemütlicher angehen. Kein Stress, bitte!

18-DSC01478Den hat auxh das Quartett nicht, das noch eine schöne lange Schleife dranhängt. Noch mehr Ausblicke, etwas mehr Tempo, Ruhe, Rapsfelder, Wald- und Wiesenwege.

19-DSC01480Allerdings auch reichlich betonharte Feldwege, wie mir auf dem Weg hinauf zu Heidkopf und Schellberg auffällt.

20-DSC01481Christian, der am liebsten schmale Trails läuft, wird am Ende zum Glück dennoch die Strecke loben.

21-DSC01490Als wir nach gut drei Stunden und 28 Kilometern unseren Panoramalauf beenden, sind die Beine reichlich schwer. Christoph hängt dennoch eine Tiergartenrunde an. Muss heute nicht sein, das hatte ich in der Woche davor.

22-DSC01495Und dann? Entspannen, Kaffee trinken, Grill anheizen, Wetterumschwung erleben. Sonnenpausen genießen, vor Regengüssen flüchten, Hagel beobachten, Gespräche genießen, Spaß haben, Kalorien auffüllen. Platz für viele Freunde ist auch im kleinsten Haus.

laufbloggerrunDort herrscht nun wieder Ruhe. Die Gäste Freunde sind auf dem Weg nach Hause. Viele Fotos erinnern an schöne Momente. Nicht alle sind für die Öffentlichkeit bestimmt.

Schön war’s! Danke für Eure Gesellschaft! Es wird nicht das einzige Treffen des Laufbloggerstammtischs bleiben. Und dann werden vielleicht auch die dabei sein, die bei der Premiere nicht konnten.

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