13 – 22 – 19

Schwere Beine, Dauergrinsen und die Freude über einen Tag selbst verordnete Laufpause. So lässt sich in aller Kürze mein Gemütszustand beschreiben nach drei Laufeinheiten in zwei Tagen. Meine Wochenilometerzahl liegt damit schon bei 74 – und wenn am Samstag wirklich nochmal 27 hinzukommen, werde ich wohl einen neuen persönlichen Rekord aufstellen.

13

Die Sonne strahlt an diesem Mittwochvormittag vom Himmel. Da steht außer Frage, dass nach einem Tag Sightseeing in Köln die Laufschuhe geschnürt sein wollen. Meine gelben Trabuco hatten sich so sehr über den Ausflug am Montag durch das Unterholz gefreut, dass sie fast automatisch wieder den Mattheiser Wald anpeilen.

01-DSC00903Da bis zum gemeinsamen Mittagessen mit der Familie nur 1,5 Stunden Zeit sind, verwerfe ich die Pläne für eine weite Runde über Konz-Roscheid und nehme am Weingut von Nell den Weg hoch in Richtung Heiligkreuz, am noch frostigen Anglerteich vorbei, weiter hinauf zum Hofgut Maria Hof.

02-DSC0090603-DSC00907Nach dem Hundesportplatz noch zwei Kilometer weiter und dann einen krassen Trail hinunter ins Goldkäulchen.

04-DSC0090805-DSC00911Zurück geht es diesmal nicht über die Kernscheider Höhe, sondern wieder hinunter in den Tiergarten, wo auf  Mountainbike-Fahrer zwei natürliche Wegesperren warten. Bitte nicht zu schnell also!

07-DSC0091508-DSC00916Ach ja, nach gefühlt Jahren laufe ich erstmals wieder zu Musik. Gar nicht so übel. Culcha Candela und die Fantastischen Vier sind meine Favoriten. Hip-Hop und deutscher Rap-Gesang. Das passt gut zum Laufen.

22

Meinem Schatz habe ich gerade angeboten, am späten Nachmittag nochmal eine ruhige Runde gemeinsam zu laufen, als Christoph anklopft. Ob ich nicht Lust habe, mit ihm vor dem Mittwochslauftreff ein Stündchen voranzustelllen und dann noch ganz ruhig mit der Gruppe zu laufen?

09-DSC00918Ja, wenn es nicht zu flott wird, höre ich mich sagen, obwohl ich schon ahne, dass das mit dem ruhigen Laufen nichts werden könnte. Und tatsächlich kommt es, wie es kommen muss: Herr Lauftreffleiter verschätzt sich bei der Runde über Tarforst, Avelertal – hier wird mit viel Aufwand der Aveler Bach renaturiert – und Kürenz erheblich. Ich gebe meine Bedenken nicht wirklich deutlich zur Kenntnis. Und schon werden die letzten fünf dieser zwölf statt zehn Kilometer zu einem Tempodauerlauf.

Dennoch ist die Lauftreffgruppe schon weg, als wir um zehn Minuten verspätet am Treffpunkt ankommen. Sie sind auf den Petrisberg gelaufen, wie ich später von meinem Schatz erfahre. Dumm nur, dass Christoph und ich den Trupp genau in der anderen Richtung vermuten, so dass wir bis zur Moselschleuse bei Konz laufen und am Fluss entlang zurück. 22,23 Kilometer sind es am Ende. Meine Beine, wer hat die einbetoniert?

19

Dass ich heute mit meinem Arbeitskollegen Oliver eine Verabredung hatte, ließ sich nur schwer ändern. Aber da sich auch Dominik angekündigt hatte, kam das eh nicht in Betracht. Bedingung: keine schnelles Tempo bitte.

10-DSC00919Um 9 Uhr kommt also mein junger Lauffreund den Berg heraufgespurtet. Er hat immerhin schon mehr als drei Kilometer hinter sich, bevor wir gemeinsam weiterlaufen. Wieder hinauf nach Tarforst. wo wir 30 Minuten später mit Oliver verabredet sind. Oberhalb vom Weingut Schleimer werden Weinberge mit neuer Erde planiert.

Vor allem die Hüftbeuger zwicken nach den hügeligen 35 Kilometern vom Vortag ordentlich. Aber sobald die Muskulatur warm ist, geht es erstaunlich gut.

12-DSC00924Oliver ist sofort auf dem Sprung, als wir bei ihm klingeln. An so einem sonnigen Morgen müssen wir einfach hinauf auf den Heidenkopf und weiterhoch zur Schell.

13-DSC00925Eine wie immer traumhafte Aussicht belohnt für die verbrannten Kalorien.

11-DSC0092114-DSC00935Das ist auch bei der ehemaligen Fluchtburg auf Naumett so, wo wir uns eine kleine Pause gönnen, um über Waldrach und das Ruwertal zu blicken.

15-DSC0093716-DSC00938Vor 14 Tagen lag hier im Schatten noch reichlich Schnee. Der bewaldete Hang, an dem wir nun entlanglaufen, hat den interessanten Namen Gotterberg. Die gefrorenen Pfützen und skurrile Eiszapfen dokumentieren die Kälte, die auch unsere Nasen am Laufen hält.

17-DSC00944Diese fünf Kilometer lange Runde bis zum Wegekreuz des Saar-Hunsrück-Steigs, die uns Birthe im Herbst gezeigt hat, ist längst eine meiner Lieblingsstrecken. Auch wenn hier ordentlich Höhenmeter zu bewältigen sind. Faszinierend, wenn auf der einen Seite des Weges lichtdurchfluteter Laubwald die Augen verwöhnt, auf der anderen Seite der dunkle Nadelwald den Tieren Zuflucht bietet.

19-DSC00946Oliver schlägt sich tapfer. Für ihn ist das sicher eine herausfordernde Routenwahl. So schlägt er vor, nun den direkten Weg hinunter nach Tarforst zu suchen. Auf diesem Verbindungsstück zum Wanderweg war ich noch nie. Es bietet eine prächtige Aussicht. Und im Wald hält sich der letzte Flecken Schnee des Winterfrühlings.

18-DSC00945Nachdem wir unseren durchschwitzten Trainingsanzugträger bei ihm Zuhause abgeliefert haben, suchen wir für den Rückweg den Trail, dessen Einstieg wir auf dem Hinweg entdeckt hatten. Ein steiler Weg an einer wunderbar grün leuchtenden Natursteinmauer entlang führt hinunter ins Tal. Jetzt noch ein Kilometer auf dem Radweg, dann ist auch diese 19 Kilometer lange Tour bewältigt.

20-DSC00949Jetzt ist aber genug. Morgen gönne ich mir definitiv eine Laufpause. Und dennoch: Es fühlt sich gut an 😉

 

 

 

 

Ab ins Unterholz!

Einige freie Tage. Da lässt es sich genießen, nicht am frühen Morgen unterwegs sein zu müssen und abwarten zu können, bis die Sonne die Bewölkung aufgelöst hat.

01-DSC00777-001Ja, tatsächlich Sonne, auch wenn die Temperaturen noch sehr an Winter erinnern. Kein Vergleich zu den Minusgraden im Nordosten. Aber im Wald hält sich zumindest eine dünne Eisschicht auf schattig gelegenen Mega-Pfützen.

06-DSC00786-001Ich habe Zeit, und so darf ich mir auch mehr als die üblichen zehn bis zwölf Kilometer vornehmen. Die längere Runde durchs Goldkäulchen in „verkehrter“ Richtung habe ich mir vorgenommen. So um die 16 Kilometer mit einigen Anstiegen und viel Natur.

Zunächst also den Eselspfad am Sportplatz hoch und auf dem Panoramaweg oberhalb des Tiergartentals in Richtung Stadt, das Große Biest runter und oberhalb des Kandelbachs in Richtung Weingut von Nell. Dort zweigt der Weg hinauf nach Mariahof ab, den ich so gerne hinunterlaufe.

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An diesem Tag also bergauf. Eine schöne Laufmeditation. Und die geht weiter nach dem Stück Ringweg um Mariahof, auf dem langen Anstieg hinter den Hochhäusern, der das ehemalige militärische Übungsgelände der französischen Streitkräfte erschließt. Trier war bis vor 15 Jahren Frankreichs größte Garnisonsstadt außerhalb der eigenen Landesgrenzen. Entsprechend weitläufig erstreckten sich die militärischen Anlagen, die jahrzehntelang für die Öffentlichkeit tabu waren.

03-DSC00783Im Mattheiser Wald werden die dadurch entstandenen Biotope, in denen sich unter anderem seltene Amphibien wie die Gelbbauchunke wohl fühlen, teilweise weiterhin mit Panzern erhalten, die ab und an das Gelände planieren und so Senken und Tümpel bestehen lassen.

04-DSC00784-001Außerdem dient der Mattheiser Wald als Ausgleichfläche für die Airbase Spangdahlem in der Eifel, die als Mega-US-Militärflugplatz gigantische Flächen verbraucht. In dem unter Schutz gestellten Wald bei Trier wird die alte Holzwirtschaft des Mittelwaldes erhalten.

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Alle 20 Jahre wird ein Teil der Bäume „auf Stock gesetzt“, also so gefällt, dass ein Rest bleibt, der wieder neu austreiben kann. So entsteht eine ganz besondere Waldform, die durch nicht zu starke und vergleichsweise niedrige Bäume charakterisiert wird.

07-DSC00787Durch die kontinuierliche Bewirtschaftung gibt es jede Menge Nutzwege an den Hängen, die oft über Jahre nicht in Anspruch genommen werden und entsprechend halb zugewachsen sind und verwunschen wirken.

08-DSC00789-001Genau auf solchen Wegen bin ich bei der Erkundschaftung eines neuen Weges gelandet, der am Ende des Goldkäulchentals in Richtung Olewig rechts abzweigt.

10-DSC0079411-DSC00795-001Erst steil nach oben, dann auf einem frisch mit Schieferschotter planierten Feldweg über freies Gelände mit viel Weitsicht. Da ich mich aber nach rechts orientieren muss, damit ich mein Ziel nicht aus den Augen verliere, stürze ich mich in die nahezu unberührte Natur.

12-DSC00796Ein Reh flüchtet vor mir in graziösen Sprüngen. Ich muss angesichts der vielen Knüppel und Steine auf dem alten Weg vorsichtig sein. Irgendwann erreicht er eine idyllische Aue, in der das Wasser munter sprudelt, das einige Kilometer entfernt vermutlich den Olewiger Bach anschwellen lässt.

13-DSC00797-00114-DSC00798Ich suche mir einen Weg über die Wasseradern und schlage mich einige Hundert Meter durch das Unterholz, bis ich auf einen schmalen Pfad stoße, der wiederum auf einen breiteren Weg mündet. Jetzt weiß ich wieder, wo ich bin und folge dem Trail bis zur Einmündung auf den asphaltierten Sträßchen, das vom Goldkäulchen hinauf nach Kernscheid führt.

15-DSC00799-001Auf der Höhe ist der Wind eisig kalt. Hier war ich zuletzt, als der frische Schnee und das trübe Licht die Landschaft in eine einzige weiße Fläche verwandelt hatte. Wie schwierig das Laufen damals war, zeigt sich beim Anblick der tiefen Spurrillen, die Traktoren in den Boden gefräst haben.

17-DSC00801-00116-DSC00800Heute kein Fehltritt! Dafür wie immer das schöne Panorama auf den Petrisberg und die Hill. Und noch ist die Vegetation nicht so weit, dass sie den Blick in den hinteren Teil des Tiergartentals versperrt.

18-DSC0080219 zum Teil abenteuerliche Kilometer sind es am Ende geworden. Eine besondere Tour.

Distanz 19.02 km

Dauer  01:34:54

Pause  00:23:12

Ø Pace 04:59 min/km

Ø Geschwindigkeit 12.03 km/h

Höhenmeter (aufwärts/abwärts) 402 m / 401 m

Nur 90 Minuten

90 Minuten – mehr habe ich am Morgen nicht. Jedes Training, das länger dauert, bringt den Start in den Tag zu sehr durcheinander. Denn das Frühstück für die Familie bereitzustellen, gehört nun mal zu meinen häuslichen Pflichten. Und auf die wenigen gemeinsamen Minuten am Morgen will ich auch nicht verzichten. Ebenso nicht auf zumindest eine halbe Stunde zur Zeitungslektüre nach dem Lauf.

Von daher war das Programm heute Morgen grenzwertig.

  • 15 Min. Lauf-ABC
  • 15 Min. Laufkraft (Parkbankübung; 3×12 Strecksprünge; Seitstützhampelmann)
  • 14 km in 75 Minuten
  • Stretching und Black Roll

Ich gebe zu, ich habe das Lauf-ABC etwas verkürzt und bin einen Tick schneller gelaufen, um das in meinen Tagesablauf einzupassen.

Ein „Herbstfrühlingsmorgen“ war das: 8 Grad, Nebel. Die Sonne schaffte es erst um die Mittagszeit, den Dunst aufzulösen. Die Runde auf wunderbar weichen Waldwegen durch Tiergartental zur Pellinger hoch und durch den Mattheiser Wald zurück nach Mariahof und wieder ins Tiergartental war schön. Und schön anstrengend. Aber ich merke immer mehr, dass mir Berg-und-Tal-Läufe einfach mehr Spaß machen als flache Pisten.

Morgen ist nun wieder ein Ruhetag vorgesehen, damit Kniie und Co. auch halten, bevor am Samstag ein schön langer Landschaftslauf ansteht, mit Gästen aus Schweich.

Wer heute Nachmittag noch die Möglichkeit hat, sich die Laufschuhe zu schnüren, der sollte das tun. Der Frühling hat begonnen!

 

 

very much matsch

Vorbei sind die eisigen Zeiten. Die Wald- und Wiesenwege haben sich in wahre Matschpisten verwandelt. Ab und an hält sich noch eine Eisschicht, was besondere Vorsicht notwendig macht.

Nach dem Solo-Monsterlauf am vergangenen Samstag im Schwarzwald darf ich heute wieder mit den Jungs vom Lauftreff Olewig unterwegs sein. Start um 8:30 Uhr – ich weiß, das ist für ein Wochenende früh, muss aber sein, damit das Familienleben nicht zu sehr leidet – am Sportplatz in Olewig. Hinunter zur Mosel und flussaufwärts bis zum Estricher Hof.

Von dort den langen Anstieg bis fast nach Konz-Roscheid und linker Hand durch den Mattheiser Wald zurück in Richtung Mariahof. Auf extrem matschigem Pfad hinunter ins Kandelbachtal, den steilen Anstieg nach Kernscheid hoch und wieder hinunter in den Tiergarten.

Weil ich mir vorgenommen habe, 22 Kilometer zu laufen, lasse ich die Jungs die kürzere Variante nach Hause über das kleine Biest alleine bewältigen und nehme alleine die zwei Kilometer längere Schleife durch Tiergarten und am Olewiger Bach entlang bis nach Hause.

Die Beine waren nach dem schnellen Lauf am Tag davor ungewöhnlich schwer. Und mein Wetterfühliges Knie muckt zum ersten Mal seit längerer Zeit. Aber das beunruhigt mich nicht wirklich. Voltaren und etwas Ruhe werden helfen. Früher hatte ich solche Probleme ständig. Aber das war, bevor ich mit dem Laufen begonnen habe.

Allen Gästen und Freunden ein schönes Wochenende! Es muss ja nicht immer Karneval sein.

Nebel, Sonne, Longjog-Wonne

Drei Stunden, reichlich Höhenmeter. Das waren die Vorgaben für diesen Samstagslauf.

Am Start sind wir zu viert. Wie schon vor eine Woche besprochen, werden wir den Weg zur Pellinger nehmen, wo sich Achim und Rudi verabschieden, um die 16er Runde zu laufen. Mit Marcel haben wir da noch zwei Stunden vor uns.

Der Nebel hüllt noch das Tiergartental ein, als wir den Weg in Richtung Brubacher Hof nehmen.

Die hohe Luftfeuchtigkeit markiert eine Unzahl von Spinnennetzen am Wegesrand. Die fleißigen Tierchen haben jeden Busch, jeden Strauch, jeden größeren Stengel in Beschlag genommen, auf der Jagd nach Insekten. Mögen viele stechende Plagegeister zu ihnen finden.

Der Bach, dessen Verlauf wir folgen, ändert auf 10 Kilometern mehrfach seinen Namen. Als Altbach fließt er in die Mosel, davor nennt er sich Tiergartenbach, Kandelbach und Menscherbach. Dort geht es ein steiles Stück hoch zur B268. Hier lichtet sich endlich der Nebel.

Oberhalb des Konzer Tälchens erinnert das Panorama an die von mir so heiß geliebten Berge: Eine geschlossene Nebeldecke über dem Tal, strahlend blauer Himmel darüber.

Lediglich die Erhebungen von Hunsrück und Eifel entsprechen nicht so ganz dem Anspruch an ein hochalpines Gebirgsmassiv.

Meine Hoffnungen, auf dem Panoramaweg zum Roscheider Hof die Aussicht genießen zu können, versinken allerdings leider im Nebel, der aus dem Tal heraufzieht, schneller als die Sonne die Feuchtigkeit auflösen kann.

Die beschlagene Brille macht die Sicht nicht unbedingt besser. Erst im Mattheiser Wald wird die wieder klarer. Vielleicht nehmen wir auch deshalb eine falsche Abzweigung, die uns einige Höhenmeter zusätzlich beschert.

Nun also zurück in Richtung Mariahof. An der Abzweigung des Rundwegs II kommt Marcel auf die Idee, doch diese Variante zu laufen und über die uns beknnten schönen Trails zurück ins Kandelbachtal und von dort hoch nach Kernscheid.

Eine heftige Steigung, danach purer Genuss, weil hier die Sonne den Nebel vertrieben hat.  Noch einmal der steile Anstieg hoch nach Kernscheid. Die mitgenommenden Rosinen erweisen sich als Energiespender.

Jetzt noch den Höhenweg über dem Tiergartental. An der Olewiger Straße, bei knapp 30 absolvierten Kilometern, trennt sich mein Weg von dem meines Laufpartners. Beide haben wir nun noch etwas mehr als 1000 Meter nach Hause vor uns.

Das sind die Daten, die meine Garmin aufgezeichnet hat.

Am Tag danach: Keine Probleme mit der Wade. Das ist die wichtigste Erkenntnis. Ich freue mich auf den Hochwald-Marathon! 😀

Wonnelauf – ganz allein

Bevor ich mich nach einem Wochenende voller herrlicher Natureindrücke ins Bettchen zurückziehe und hoffentlich davon weiterträume, noch ein paar Zeilen gedichtet. Nicht von der Wanderung auf dem Felsenpfad bei Kastel-Staadt heute, einer ganz besonderen Geburtstagsparty für die beste aller Ehegattinnen. Dazu in den nächsten Tagen mehr.

Heute will ich noch von meinem Sololauf am Samstag berichten. Es musste ein langer Lauf sein, sofern das Ziel Herbstmarathon nicht geopfert werden sollte. Also: Zur Selbstmotivation das Finishershirt von Stockholm übergezogen. Kompressionsstutzen über die Waden. Und – eine Premiere für mich – Trinkrucksack statt Gürtel angeschnallt.

2,5 Stunden sollten es werden. Nach 26 Kilometern mit mehr als 400 Höhenmetern war das Ziel erreicht. Ein wunderbarer Lauf über Kernscheid, hinunter ins Kandelbachtal und dort hoch bis zur Pellinger Straße. Auf der anderen Seite führt ein schöner Weg mit herrlichen Ausblicken auf das Konzer Tälchen über die Höhe von Oberemmel. Immer der Nase nach, dann trifft der Weg auf die Kreisstraße, die von der Bundesstraße 268 (Pellinger) hinunterführt nach Niedermennig. 500 Meter auf dem Sträßchen bergauf. dann links ab und weiter auf dem wunderbaren Trail über die Höhe bis nach Konz-Roscheid.

Herrliche Ausblicke auf die Eifel, über Saar und Mosel hinweg, bieten sich hier. Und wenn an einem solchen Tag das Wetter so schnell wechselt, mal Sonne, mal Regen, ist das Wolkenspiel grandios. Der Weg stößt auf die Straße am Löllberg, die zum Estricher Hof hinunterführt. Doch ich empfehle den zunächst parallel verlaufenden Weg oberhalb, der sich bald in den Mattheiser Wald windet.

Der kreuzt nach etwa zwei Kilometern wieder die Pellinger und führt bis nach Mariahof. Rechts in den Rundweg und nach etwa einem Kilometer den schmalen Trail rechts ab, der hinunter in den Tiergarten führt. An diesem Tag bei strömendem Regen, was aber nicht weiter stört, wenn der Laufrhythmus erst einmal gefunden ist.

Weil für die 2:30 Stunden noch 20 Minuten fehlen, darf ich noch eine halbe Tiergartenrunde und nach dem kleinen Biest, das nach 23 Kilometern doch etwas in den Beinen kneift, den Höhenweg anschließen, bevor es hinunter zum Olewiger Sportplatz geht.

Analyse:

  • Die Kondition ist noch gut
  • Auch alleine wird es bei einem solch langen Lauf nicht langweilig
  • Zu wenig gefrühstückt: Nach 16 Kilometern wurden die Beine schwer. Nach einer kleinen Stärkung war das vergessen.
  • Mit Trinkrucksack laufen ist keine schlechte Sache.
  • Die Wade hat gehalten, toi, toi, toi
  • Das Ziel Hochwaldmarathon wird weiter angestrebt

Weitblick auf der Konzer Höhe

Angenehme 15 Grad. Die Sonne verbirgt sich hinter grauen Wolken, ab und zu eine Andeutung, dass dahinter das lange ersehnte Blau eines Sommerhimmels liegt. Das sind die äußeren Voraussetzungen für diesen Samstagslauf. Rudi hatte versprochen, diesmal zum Start um 8 Uhr da zu sein, nachdem die Verhinderung der Abwendung eines Computergaus am vergangenen Samstag seine ganze Energie forderte und meinen Lauf zu einem Solo werden ließ.

Alles in Ordnung mit Festplatten und Co. dieses Mal. Und so machen wir uns als Duo auf. Die anderen Freunde unseres kleinen Lauftreffs befinden sich noch im Urlaub, regenerieren nach einer Operation, sind körperlich-mental noch nicht in der Lage, mit Spaß zwei Stunden unterwegs zu sein oder haben berufliche Verpflichungen.

Eine schöne Runde haben wir uns vorgenommen, die wir so noch nicht gelaufen sind. 20 Kilometer plus X.

Die ersten zehn kennen wir. Sie sind wie im Flug bewältigt bei all dem, was wir uns zu sagen haben. Ja, es gibt auch Männer, die Kommunikation nicht auf maximal fünf Silben pro Satz beschränken. Und so lenkt sich unsere Aufmerksamkeit erst wieder auf die Strecke, als wir die Pellinger straße erreicht haben. Den Höhenabschnitt müssen wir finden, dem wir auch beim Wurzelweglauf in Konz genommen haben. Aber natürlich ist real alles nicht ganz so einfach wie die Routensuche zuhause auf der Stadtkarte vermuten ließ.

So lassen wir uns zunächst einfach auf die schönsten Abzweigungen ein, die in etwas der richtigen Richtung folgen. Der Untergrund ist auch in den Weinbergen und im Wald feucht, kein Matsch, alles wunderbar zu laufen.

Erst als wir auf die Straße stoßen, die von der Bundesstraße hinunter in Richtung Saar führt. Eine wichtige Verbindung, wie die regelmäßig herunterbrausenden Autos dokumentieren, muss mal wieder der Blick aufs Smartphone helfen, den richtigen Weg zu finden. 500 Meter bergauf also und dann links ab.

Jetzt sind wir auf der richtigen Strecke, die über die Höhe in Richtung Moseltal führt. Auch bei bedecktem Himmel bieten sich hier ganz wunderbare Weitblicke über Moseltal und Eifel. Im Neubaugebiet bei Roscheid wird sich den Neubürgern ein prächtiges Panorama bieten.

Angesichts eines verlockenden Weges, der kurz vor der Einmündung auf die Straße Löllberg abzweigt, werfen wir die ursprünglich geplante Route hinunter zur Mosel und an den Mattheiser Weihern vorbei über den Haufen und lassen und in Richtung Mattheiser Wald traben. Wunderbar.

Unterhalb des Schießstandes treffen wir wieder auf die Pellinger Straße, wie die B 268 in Trier genannt wird. Schnell über die wegen der trotz vieler Kurven rasenden Fahrzeuge nicht ungefährlichen Straße und wieder hinein in den Wald. Die folgenden fünf Kilometer sind vertrautes Terrain. Bis zum Hundesportplatz bei Mariahof und dann am Hofgut vorbei auf den Rundweg und von dort den Trail hinunter ins Tiergartental.

Zeit genug, um sich über Kondition, – angesichts der beiden roten Flecken auf Rudis T-Shirt – die Qualität von Laufshirts und andere Dinge zu unterhalten, die hier nicht thematisiert werden sollen.

22 Kilometer zeigt die Garmin am Ende. Zwei Stunden dafür zeugen von einem insgesamt gemütlichen Tempo. Aber so sollte es sein: zwei Stunden Laufgenuss am Samstagmorgen.

Auf ein Neues in einer Woche.

Unbekannte Pfade

Es gibt sie noch, die unbekannten Pfade im Mattheiser Wald. Mit der Mittwochsgruppe vom Lauftreff SV Olewig gab es heute zumindest auf einigen Kilometern Trailrunning in bislang unbekanntem Gelände. Schön und spannend. Die Laune war entsprechend gut.

Zurück in der abendichen Sonne dieses frühsommerlichen Frühlingstages an der Mosel. Wie kann ein Urlaubstag besser enden?

Und morgen, nein heute dann wieder mit der TV-bewegt-Truppe im Weißhauswald. Wenn das so weitergeht, werde ich noch zum Mannschaftsläufer… Aber spätestens in der kommenden Woche, wenn mich der Schreibtisch wieder zu der üblichen Zehn-Stunden-Schicht ruft, werde ich wieder morgens unterwegs sein (müssen), alleine meditierend über Gott und die Welt. Aber auch das hat seine schönen Seiten.

Matsch macht Spaß

Ordentlich nass ist der Boden im Mattheiser Wald. Das durften wir heute bei unserem langen Samstagslauf erleben. 19 anspruchsvolle Kilometer Olewig-Tiergarten-Mariahof-Mattheiser Wald-Tiergarten-Olewig.

Die leichten Laufschuhe, die ich in Erwartung eines eher trockenen Untergrunds ausgewählt hatte, mussten ihre Farbe grundlegend ändern von weiß in braun. Aber das ist nicht schimm.

Die wichtigsten Erkenntnisse aus diesem Lauf:

1. Noch ist der Frühling nicht da

2. Christophs Schienbeinreizung scheint nicht so schlimm zu sein

3. 19 Kilometer sind für einen Samstagslauf eher zu kurz

4. Die Familie freut sich, wenn ich weniger als zwei Stunden unterwegs bin.

Aber da ich am Nachmittag noch ein wenig Rad fahren musste, um die Strecke für den X-Duathlon Mitte März kennenzulernen, war das schon in Ordnung. Dazu morgen mehr, auch auf dem Laufportal.