Der Letzte vor dem Fest – mit den Neuen

Viel Weihnachten morgen in unserer Zeitung. Muss auch so sein, schließlich muss das Blatt für drei Tage Unterhaltung und Besinnlichkeit ausreichen …

DSC04601Viel Lichterglanz heute über der Stadt, als ich zu früher Morgenstunde meine neuen Fujitrabuco zum erstenmal ausgeführt habe. Und wie es sich für wasserdichte Trailschuhe gehört, mussten sie ihr Profil durch reichlich Matsch fräsen.

DSC04609Rauf auf den Petrisberg also auf meinen Lieblingspfaden, die zu dieser Jahreszeit teilweise reichlich von Wildschweinen durchgepflügt werden. Aber das Schmatzen – nicht der Schweine, sondern – der Schuhsohlen, wenn sie versuchen, sich festzukrallen.

DSC04615Schön ist das. Auch die steile Rampe hoch zum Aussichtpunkt Sickingenstraße geht gut. Super Grip, würde man bei Reifen sagen. Und auf feuchtem Asphalt? Ausreichend. Aber richtig Spaß machen die bunten Treter in Matsch, auf feuchtem Blätterwerk und Gras.

DSC04618In der Stadt sind derweil schon die Lichter ausgeschaltet, obwohl es noch ziemlich düster ist. Dafür bietet der Morgenhimmel ein ziemliches Spektakel.

DSC04619Weinberge oder Unicampus? Mein Beine entscheiden sich für den Campus, um wieder hinunter ins Tal zu kommen. Ist auch immer wieder schön, der Skulpturenpark.

DSC04620Und die spiegelnde Oberfläche der Uniweiher ziehen bei Wolkenstimmung auch immer die Blicke an.

DSC04621Ein schöner Morgenlauf, der letzte vor Weihnachten. Die neuen Schuhe taugen.

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Allen Freunden und Gästen meines Blogs wünsche ich ein schönes Weihnachtsfest!

 

 

 

 

 

Fast wie Weihnachten

Gestern Abend erwartet mich zuhause ein Paket aus München. Inhalt: ein paar Asics Fujitrabuco GTX in interessanter Farbgestaltung. Vielen Dank an Moritz und Robert für das interessante Testmaterial. Ich freue mich schon auf die ersten Schneeläufe.

IMG_4614Heute Morgen bei der Tour zu den Mattheiser Weihern trage ich aber andere Schuhe: zum ersten Mal seit dem vermaledeiten Treppentraining im Frühjahr, bei dem ich mit die Fußsohle ruiniert hatte die Ascis DS Gel-Trainer 18. Denen hatte ich damals Mitschuld an den folgenden wochenlangen Problemen mit dem Mittelfuß gegeben und sie deshalb im Schuhschrank gelassen.

Heute … Keine Probleme. Ganz im Gegenteil. Die Schuhe fühlen sich ausgezeichnet an und machen Spaß. Leicht und schnell. Dass ich am Ende nicht so schnell bin, wie es sich anfühlt, liegt wohl eher an mir. Vor acht Monaten hätte ich eine Pace etwas über 5 Minuten jedenfalls nicht als schnell bezeichnet … Aber die Dinge ändern sich. Die flachen und leichten DS werde ich ab sofort jedenfalls regelmäßig nutzen.

Ach ja. Als Zugabe in dem Vorweihnachtspaket waren zwei Shirts. Die Aufschrift ist etwas zweideutig und ich muss erst einmal in der Firmenphilosophie von Keller-Sports nachlesen, was es damit auf sich hat:

Was von uns anfangs noch als doppeldeutige Catchphrase benutzt wurde, passt so gut zu unserer Firmenphilosophie, dass es in die Riege unserer Core Values aufgenommen wurde.

 

keller-sports.de ist anders. Wir heben uns von der Konkurrenz ab und beschreiten neue Wege. Deshalb scheuen wir uns nicht vor Herausforderungen, ganz im Gegenteil, diese spornen uns zusätzlich an. Seit dem Beginn der Firma wurden mutige Entscheidungen getroffen um Innovationen voran zu treiben, Geschäftspartner von uns zu überzeugen und den eigenen Ansprüchen gerecht zu werden.

 

Um uns in unserer Branche durchzusetzen, wollen wir unser Potential nicht einschränken, sondern durch Risikobereitschaft vom konventionellen Pfad abweichen. Unseren Kunden das gewisse Etwas zu bieten ist uns wichtig, weshalb wir uns nicht damit zufrieden geben immer auf Sicher zu spielen.

 

Lasst euch überraschen welche Neuerung keller-sports.de demnächst parat hat. Auf jeden Fall werden wir alle davon überzeugen: „We got balls!“

 

Ich weiß noch nicht, ob ich mich trotz dieser Erklärung mit den Teilen wirklich anfreunden werde …

Er sollte nicht so lang werden

Ich habe es getan. Ich muss gestehen. Ich habe gegen meine Grundsätze verstoßen, wirklich langsam Distanz und Zeit zu steigern. Aber irgendwie sollte es heute nicht sein.

Samstagslauf mit den Jungs vom Lauftreff. Christoph hat abgesagt. Mal gespannt, wer sich bei leichtem Regen und 3 Grad um 8 Uhr am Sportplatz einfinden wird … Es sind Marcel und Marc, die Unerschütterlichen.

Ich habe meine Mizuno-Straßensofas nicht ohne Hintergedanken angezogen. Es soll ein flacher Lauf an der Mosel werden. Vielleicht eine bisschen länger als in den vergangenen Wochen … Lost geht es also im gemütlichen Plaudertempo Richtung St. Matthias, um dort von der Konrad-Adenauer-Brücke zu einer klassischen 10-Kilometer-Brückenrunde anzusetzen.

DSC04550Erinnerungen an das Vorbereitungstraining für den Hamburg-Marathon werden wach, als ich hier bei Dunkelheit und Regen so manchen Tempodauerlauf und noch mehr Intervalleinheiten geschrubbt habe. Das Gefühl danach war immer Belohnung für die Überwindung und Quälerei. Und das ist auch heute unser Motto. Quälerei ist da zwar nichts. Aber meine Laufpartner gestehen, dass es ihnen heute nicht leicht gefallen sei, sich zum Laufen zu motvieren.

Als wir an der Kaiser-Wilhelm-Brücke sind, fragt mich Marcel, ob ich schon mit ins falsche Biewertal laufen könne. Und auch Marc meint, er würde gerne 25 Kilometer laufen. Für mich ist das definitiv zu viel. Ihren Vorschlag, mit mir zunächst zurückzulaufen und dann noch eine Schleife dranzuhängen, ehrt sie zwar. Aber ich will ihnen den Spaß nicht vermiesen. Also schlage ich vor, bis zur Eisenbahnbrücke Pfalzel weiter an der Mosel zu laufen. Ich würde mich dann über Kürenz auf den Rückweg machen, während die beiden Jungs noch eine Runde durch den Weißhauswald dranhängen könnten.

DSC04557Gesagt, getan. Erst mit der Zeit wird mir klar, dass ich die Entfernungen nicht mehr so recht im Gefühl habe. Denn an der Pfalzeler Brücke zeigt die Garmin schon 15 Kilometer an. Mindestens weitere sechs sind es bis nach Hause. Ob das gut geht?

DSC04553So schicke ich also die Jungs auf ihre Extra-Runde und mache mich auf den Heimweg … Was macht die Leiste? Bislang eigentlich unproblematisch. Hat der Besuch beim Osteopathen schon einen Effekt, der Hüfte und Schambein mit dreifach  heftigem Knacken in die angeblich wieder gerade Position gebracht hat.

DSC04559Die Mosel bietet ein friedliches Bild. Warum mitten auf der Brücke ein ans Geländer angeschlossene Mountainbike einen Kopfstand macht, bleibt mir verborgen. Ein Stilleben der besondern Art. Durch die teilentvölkerte Riverissiedlung wiet bis nach Kürenz. Kilometer 17.  Was macht die Leiste? Da ist doch etwas. Aber kein wirklicher Schmerz. Es ist wohl eher der Darm.

Durch Kürenz oder durch das Avelertal? Keine Frage. Lieber einige Höhenmeter mehr, dafür aber Natur. Der Weihnachtsbaummarkt versperrt mir zunächst den richtigen Weg hinauf nach Neu-Kürenz. Aber nach einem Hopser über den Bach bin ich auf dem bekannten Pfad. Kilometer 19. Die Beine fühlen sich schon etwas schwer an. Schließlich bin ich seit einigen Monaten nicht weiter als 15 Kilometer gelaufen. Es regent wieder stärker. Kein Problem. Kontaktlinsenwetter!

DSC04560 Den steilen Stich hinauf zur Keuneschule. Hinüber zum Unicampus. An den Weihern vorbei. Konzentrische Kreise vom Regen auf dem Wasser. Die Leiste? Na ja. Jetzt reicht es so langsam. Die Beine? Dito.

HInunter also durch den Kleeburgerweg nach Olewig. Die Garmin zeigt 22,8 Kilometer. Wow. So weit sollte es nicht werden. Jetzt ausführlich gedehnt. Und abwarten, was passiert. Zwei Tage Laufpause müssen jetzt in jedem Fall sein.

Strecke 141213

Euch allen ein schönes Wochenende. Entschuldigt den etwas zu lang geratenen Text. Aber „zu lang“ scheint ja heute mein Thema zu sein …

 

 

Nix Xaver – viel Nikolaus

Das sind sie, dieseTage vor den freien Tagen. Da ist immer so viel vorzubereiten, dass einem Zeifel kommen, ob es nicht doch besser wäre, weiter zu arbeiten. Aber ich will die kommende Woche und ich brauche sie auch, nachdem der Wochenstundenwahnsinn sich seit Sonntag fortgesetzt hat.

DSC04436Na gut, der Lauf heute früh, auf der Suche nach Xaver, hat mir einen guten Start in den Tag bereitet. Nix zu sehen oder spüren von dem großen Sturm, der das nördlich an uns vorübergezogen ist. In Gedanken an Margitta, Volker, und die anderen Freunde im Norden. Na gut, die Wolkenstimmung und der Wechsel zwischen Dunkelgrau und Sonnenschein ist auch in Trier dramatisch. Das wird aber eindeutig auf der positiven Seite verbucht.

DSC04441Und irgendwie komme ich mir heute trotz allem vor wie an Weihnachten. O.k., es ist Nikolaustag. Und wen der Kollege aus der Einkaufsabteilung sich in ein entsprechendes Dress gepakt hätte, bevor er mir meine neue Kamera auf den Schreibtisch gestellt hat, dann wäre das passend gewesen. Meinen neuen Rechner nehme ich auch gleich mit. Dann bin ich schon fast komplett ausgerüstet für mein neues Aufgabengebiet als Chefreporter.

DSC04438Dann werde ich sicher auch über einige Laufveranstaltungen mehr schreiben können. Zumindest im Vorfeld und wenn es um die von unserem Laufportal präsentierten Events geht. Als nächstes steht der Silvesterlauf an. Da werde ich wegen eines familiären Ereignisses in meiner Heimat zwar nicht teilnehmen können. Die Ausschreibung von 85 Freistarts mache ich aber gerne. Hier geht’s zur Bewerbung.

Allen Gästen meines Blogs ein schönes Wochenende!

 

 

 

 

 

Wege

Interessant, wie groß die Resonanz auf meine Kolumne zum Thema gelbe Jacken ist. Offenbar ist das Thema Laufbekleidung eines, das interessiert. Auch das geht mir heute früh bei meiner Morgenrunde durch den Kopf.

DSC04319Nach Nieselregen bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt ist es ganz schön frostig. Da reichen die dünnen Handschuhe fast nicht mehr aus, um die Finger warm zu halten. Und das Licht ist an diesem trüben Novembermorgen auch nicht das, was sich Fotografen mit lichtschwachen Kameras wünschen.

Also schön stillhalten beim Druck auf dne Auslöser. Den will ich eigentlich gar nicht oft betätigen. Aber es überkommt mich der Gedanke, Wege zu zeigen, die auf meiner Tiergartenrunde zu laufen sind. Hier das Ergebnis.

Ein kurzes aber schönes Erlebnis. Da konnte der Tag gar nicht schlecht werden.

 

 

Der Sonne entgegen

Ein wenig neidisch war ich doch, als ich gestern Annes Blogbeitrag gelesen bzw. die Fotos einer von der Sonne überfluteten Landschaft gesehen habe. Spätestens beim Anblick eine sternenklaren Himmels heute früh um kurz vor 7 war dann klar, dass ich eine Stunde später den Petrisberg erklimmen würde. Der Sonne entgegen.

DSC04288Frostig, dieser Morgen. Anders als am Samstag ist die Winterhose heute nicht zu warm. Handschuhe und Mütze erfüllen ebenfalls wunderbar ihren Zweck. Für die Eisweinlese fehlen aber trotzdem noch 6 Minusgrade.

DSC04291Einige Wolken sind inzwischen aufgezogen. Aber am Horizont verspricht der Schimmer der bald aufgehenden Sonne zumindest etwas direktes Licht. Das hält die Beine in Schwung, die sich heute ziemlich schwer anfühlen. Die Ausblicke beim hinaufmeandern  am Peter- und Geisberg entschädigen aber für die Anlaufprobleme.

DSC04292Die Sickingenstraße erspare ich mir heute. Stattdessen nehme ich die Diretissima hinauf zum Aussichtspunkt. Und just auf der Hälfte des Anstiegs empfangen mich die ersten Sonnenstrahlen. Die Stadt liegt noch im Schatten. Aber die Bundsandsteinfelsen auf der Eifelseite der Mosel leuchten bereits in morgendlichem Rot.

DSC04293Nun kann ich nicht anders. Mein Lauf entwickelt sich wieder einmal zu einem Stop-and-go Da wollen einfach zu viele Motive auf die Festplatte. Die Gesichter der Menschen, die mir begegnen sind heute so sonnig wie die Morgenstimmung.

DSC04294Auch auf dem Unicampus erreichen die ersten Strahlen unseres Tagessterns den Boden, als ich dort den Weg zurück nach Olewig nehme.

DSC04295Jetzt muss ich mich etwas sputen, sonst wird das mit Frühstück und Zeitungslektüre zu hektisch. Brutto 10 Kilometer in 1:06 Stunden, davon fast acht Minuten Fotografierpausen. Ein gemächlicher Drachenlauf.

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336

Gefühlt 3000, aber es waren real „nur“ 336 Höhenmeter, die mir heute bei unserem Samstagslauf die Beine schwer werden ließen. Da macht sich das wochenlange Aussetzen und vorsichtige Herantasten an alte Umfänge doch bemerkbar.

1-DSC04263Christophs Vorschlag, zum Weißhauswald zu laufen, musste ich noch ablehnen, da diese Runde zwar wunderschön, mit mindestens 22 Kilometern aber für mich noch definitiv zu lang ist. Einen erneuten gesundheitlichen Rückschlag will ich jedenfalls nicht riskieren. Und die etwas mehr als 17 Kilometer in 1:42 Stunden heute werden ja schon eine Steigerung um fast zwei Kilometern und zehn Minuten im Vergleich zum vergangenen Samstag sein.

2-DSC04264Birthe hatte gestern Abend noch gemailt, dass sie sich uns vielleicht mal wieder anschließen würde. Und tatsächlich steht sie um 8 Uhr gemeinsam mit Marc und Marcel am Sportplatz, um Christoph und mich zu empfangen. Wir laufen von unseren Haustüren immer die 300 Meter zum Treffpunkt.

Viermal gelb, einmal blau. So machen wir uns also noch etwas müde in der Morgendämmerung auf den Weg in Richtung Irsch. Denn wenn nicht Weißhauswald, dann soll es die Filscher Höhe sein, die wir uns auf der kürzeren Runde erkämpfen. Die 330 Meter hoch zum Heidkopf sind tatsächlich ein Kampf. Vor alllem, wenn wir sie wie heute fast komplett auf direktestem Weg angehen. Das ist selbst für Birthe ein Kracher. Allerdings nur, weil sie erst vor einer Woche den 51 Kilometer langen Obersauertrail gelaufen ist – und in der Damenwertung gewonnen hat.

3-DSC04267Es ist schön, mal wieder mit ihr zu reden. Auch wenn meine Form derzeit 35 Kilometer von ihrer entfernt ist. Angesichts dessen hätte ich auch auf die Winterhose verzichten und wie Marcel in kurz laufen können. Das Merinoshirt unter der Jacke wärmt auch ordentlich, obwohl die Morgendämmerung nicht so recht weichen will. Ein trüber Tag, der meine nicht sehr lichtstarke Kamera vor Herausforderungen stellt. Jetzt wird es doch mal Zeit, die GoPro mitzunehmen., die im Handling allerdings etwas komplizierter ist.

4-DSC04268Ein fotografischer Trick bei solchen Verhältnissen ist es, die Kamera in die Bewegungsrichtung der Läufer mitzuziehen. Wenn dann ein wichtiger Bereich des Bildes einigermaßen scharf ist, gelingt in der Regel eine dynamisch wirkende Aufnahme.

5-DSC04270Schön sind die Ausblick von da oben. Da lohnt sich der anstrengende Anstieg auf jeden Fall. Weniger anfreunden kann ich mich allerdings derzeit noch mit langen Gefällstrecken. Die bekommen meiner Leiste noch nicht wirklich.

6-DSC04273Hinunter also zur Domäne Avelsbach, hinauf nach Tarforst und über den Unicampus in Richtung Petrsiberg. Kurz nach dem Geozentrum verabschiede ich mich von den Anderen, die noch bei zum Aussichtpunkt an der Sickingenstraße laufen wollen. Das würde mir zu weit werden. Alleine also gemütlich die zwei Kilometer durch die Weinberge hinunter nach Hause.

8-DSC042809-DSC04285Ein schöner Lauf. Es geht voran. Ich freue mich auf den Winter!