Schneelauf für Menschen in Not

Zwar gibt es Stimmen, die Aktionen wie den „Run for the Philippines“ kritisch betrachten. Den Vorwurf, man wolle damit seine eigene Leistung als Läufer und Spender in den Vordergrund stellen, anstatt in aller Stille etwas gegen die Not zu tun, kann ich nicht teilen. Denn was zählt, ist die Mobilisierung möglichst vieler Menschen für die gute Sache. Und wenn es dann viele Läufer sind, die Gutes tun, um so besser.

DSC04253Meinen Morgenspendenlauf heute musste ich jedenfalls nicht allein machen. Dominik hatte gestern Abend noch angekündigt, mich zu begleiten. Und so machten sich heute um 7.45 Uhr zwei gelb bekleidete Männer im Schneeregen auf den Weg zu den Mattheiser Weihern.

DSC04256Auf den Höhen des Petrisbergs kündete ein Hauch von weiß davon, dass es in Eifel und Hunsrück heute mehr schnee gegeben haben muss. Und das ein oder andere Auto mit zehn Zentimeter weiße Pracht auf dem Dach bestätigte diese Annahme.

DSC04259Es wurde ein schöner Lauf. Gut elf Kilometer für mich, 16 Kilometer für Dominik, der in Trier-Nord gestartet war. Wir werden spenden, für jeden Kilometer. Und wenn mich nicht alles täuscht, wird da in ganz Deutschland viel Geld zusammenkommen, um den armen Menschen auf den Philippinen zu helfen.

DSC04262Wer es uns nachtun will: Hier geht’s zum gemeinsamen Spendenkonto: https://www.aktion-deutschland-hilft.de/de/aktiv-helfen/interaktiv-helfen/starte-deine-spendenaktion/?hptitle=run-for-the-philippines

 

 

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Premierenglück

Der Schädel brummt noch etwas von Sekt und Rotwein am Vorabend. Aber die Füße kribbeln dennoch heute früh. Und das Bedürfnis nach möglichst viel frischer Luft ist überwältigend. Also auf zum ersten Morgenlauf im Alter von 48 Jahren.

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Zur Feier des Tages kommen mal wieder Kontaktlinsen zum Einsatz, der sich nur beim linken Auge angesichts der Ungeübtheit nach mehr als einem Viertel Jahr als etwas schwierig erweist. Aber im vierten Versuch flutscht auch diese Tageslinse auf die Hornhaut … ein ungewohntes Gefühl. Und als sich die Augen neu fokusiert haben, frage ich mich, warum ich die Brille in den vergangenen Monaten so selten zuhause gelassen habe.

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Eine schön flache Runde zu den Mattheiser Weihern steht auf der Agenda. Mal spüren, was die Leiste meint, die am Samstag am Ende der 16 hügeligen Kilometer doch wieder ganz schön mürrisch war. An den Füßen die bequemsten Aspahlttreter aus dem Schuhregal geht es also los.

Heute könnte ich doch mal zunächst rechts der Straße auf dem untersten Weinbergspfad laufen, kommt mir in den Sinn … noch eine Premiere. Ein schöner Wiesenweg, der wegen heftiger Wildschweinwühlarbeiten zeitweise viel Aufmerksamkeit fordert. Aber das ist durchaus eine schöne Alternative zum schlecht gepfalsterten Radweg entlang des kanalisierten Olewiger Bachs.

03-DSC04210Durch die Kleingärten im Tempelbezirk geht es weiter in Richtung Stadt. Es fühlt sich gut an. Die Luft ist herrlich. Keine Warnsignale aus der Mitte des Seins. Die neue Kreuzwegtreppe hoch nach Heiligkreuz. Für ausgiebige Kniehubübungen etwas zu kurz, aber immerhin.

04-DSC04212Die Mattheiser Weiher sind wie immer ein Traum. Da ich eine Stunde später unterwegs bin als sonst, tummeln sich für mein Gefühl ungewöhnlich viele Spaziergänger, Gassigeher und Läufer auf den Pfaden um die beiden Fischteiche. Keine Chance, ich zwinge alle freundlich dazu, meinen Guten Morgen-Gruß zu erwidern. Bei mir läuft’s. Und es gibt so wunderbare Megablätterhaufen …

05-DSC04224Weiter also Richtung Tiergarten, nicht ohne bei einem der Autohändler auf dem Weg kurz die Gebrauchten zu sichten. Im Dezember stellt sich der TÜV zwischen unseren kleinen Corsa und Karin. Angesichts der vielen notwendigen Taxidienste für unsere Jungs werden wir ohne günstigen Zweitwagen wohl nicht auskommen.

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Im Tiergarten kommt mir dann die Idee, einige Videomitschnitte zu machen. Schließlich habe ich mir zum Geburtstag eine hoffentlich gute Bearbeitungssoftware gegönnt. Das Ergebnis der ersten Videoversuche gibt’s dann hier demnächst.

06-DSC04228Da meine Garmin schon an den Weihern die letzte Energie ausgehaucht hat, laufe ich längst ohne Blick auf Zeit und Distanz. Es fühlt sich alles gut an. Besonders die wunderbar weichen Singeltrails und Pfade auf der Waldrunde.

09-DSC04236Noch das Kleine Biest hoch. Immer wieder muss ich daran denken, welch ein großes Ziel es vor acht Jahren war,  hier mal ohne Pause hochzulaufen …

10-DSC04237Inwischen ist sogar etwas blauer Himmel und ein Hauch von Sonne zu sehen. Sie wird ihre Versprechen nicht einlösen und sich schon wenig später für den Rest des Tages verhüllen.

11-DSC04238Es stehen wieder graue Tage an. Schneeregen bis in die Täler ist vorhergesagt. Und in Hunsrück und Eifel könnte sogar der erste Schnee fallen.

12-DSC0423913-DSC0424114-DSC04244Da freut sich das Auge über die verbliebenen Farbtupfer auf dem Weg und im Garten. Und unser Schweinedrache – befreit von allem Sichtschutz des Sommers – blickt verwundert: Wie sich die Natur doch verändert hat!

15-DSC04247 17-DSC04249 16-DSC0424812 Kilometer in 75 Minuten. Gemütlich war’s. Vor allem aber: Keine Probleme mit der Leiste. Eine gelungene Premiere mit 48.

 

Unvernünftig

… bin ich heute nicht. Ich habe zwar sehr große Lust auf einen Morgenlauf und mache mich auch auf den Weg. Es wird aber das kürzeste aller Ründchen. Schließlich will ich morgen zum ersten Mal seit dem Sommer wieder mit den Jungs vom Samstagslauftreff unterwegs sein.  Das wird dann für mich keine ganz lange Tour. Aber 15 Kilometer sollten  kein Problem sein. Und das wäre ja genau die Goldkäulchen-Runde. Ich freue mich mächtig darauf.

DSC04183Die kurze Runde heute nutze ich als nochmaligen Test für die Mizuno Wave Ascent 8, ein leichter und sehr griffiger Trailschuh. Der Bericht zum Schuh folgt.

 

Nebel kann so schön sein

Ich wollte nur kurz unterwegs sein heute Morgen. War ich im Prinzip auch. Nur knappe 9 Kilometer. Dass ich dafür brutto 1:02 Stunden gebraucht habe, war nicht geplant.

DSC04143Aber …

1. habe ich auf dem Höhenpfad im Tiergartental im Nebel einen Hauch von blauem Himmel entdeckt. Statt auf die Runde im Tal ging es also …

DSC041442. die komplette Sickingenstraße hoch bis auf den Petrisberg. Und auf dem Weg sind mir …

DSC041463. so viele Fotomotive begegnet, dass ich nicht anders konnte, als die Kamera zu zücken.

DSC041484. immer wieder. Die Ergebnisse gefallen Euch hoffentlich.

DSC04155 DSC04156 DSC04161 DSC04162 DSC04163 DSC04164 DSC04165 DSC04166 DSC04170 DSC04171Fazit: Nebel kann so schön sein.

Handschuhwetter

Premiere in diesem Herbst: Als ich die Zeitung ins Haus hole, bringt der Testwischer über die Autoscheibe die Erkenntnis, dass es wirklich kalt ist. Zum ersten Mal in diesem Herbst sind die Scheiben gefroren. HANDSCHUHWETTER!

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Nach einem Tag Ruhe muss ich aber wieder raus. Eine flache 9er Runde inklusive Mattheiser-Weiher-Umrundung steht an. Hier war ich schon lange nicht mehr.

DSC04035Ich nehme also den Radweg bis in die Stadt und nutze die Treppen an dem kleinen Kreuzweg nach Heiligkreuz hoch. Dort sind inzwischen Buchs- und andere Bäume gepflanzt. Die bequemen und weich gedämpften Mizuno sind die wichtige Wahl für diese Strecke mit überwiegend asphaltiertem Untergrund.

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An den Mattheiser Weihern – einem wirklichen Kleinod der Natur in Trier –  ist das natürlich anders. Von Matsch allerdings auch dort kaum eine Spur. Dann zurück durch den Tiergarten, das kleine Biest hoch und den Eselspfad hinunter nach Olewig.

Die gut 9 Kilometer im 5:45er Schnitt genügen mir heute. Der Wurzelweglauf steckt mir wohl tatsächlich noch etwas in den Knochen. Aber … es fühlt sich gut an. Zehn Kilometer kann ich offenbar tatsächlich wieder ohne Probleme laufen. Ich freue mich schon auf einen entspannten Deuluxlauf am Samstag.

 

 

 

 

 

Vernebelt

Der November steht vor der Tür. Das Wetter heute Morgen passte dazu: 2 Grad und dicke Nebelsuppe über der Mosel und den Seitentälern. Jetzt beginnt wieder die Zeit, in der ich alle beneide, die 200 Höhenmeter mehr zu den geografischen Daten ihres Wohnortes addieren dürfen.Dort scheint an solchen Tagen die Sonne.

DSC03919Aber egal. Zum ersten mal seit dem Winter Mütze statt Käppi, gelbe Jacke an. Für die kurzes Leggin ist es noch nicht zu kühl. Handschuhe? Hätten nicht geschadet.

DracheEs wird die klassische Petrisbergrunde – die Drachenrunde -, wegen des einem solchen Fabeltier ähnlichen Wegdiagramms.   Einige steile Passagen dabei. Mein Test für den Wurzelweglauf am Sonntag.

DSC0392310,6 profilierte Kilometer. Keine Probleme. Die 4.4 Kilometer zusätzlich sollten keine zu große Herausforderung sein, sofern ich nicht unvorsichtig werde. Vor allem bergab muss ich vorsichtig sein, damit die Leiste nicht wieder anfängt zu mucken.

DSC03925Schön kann so ein Nebellauf sein. Meditativ. Dass am frühen Nachmittag der Nebel verschwunden ist und die Sonne die herbstliche Natur in wunderbare Licht getaucht hat, erwähne ich hier nicht, nein, von Neid auf Nachmittagsläufer keine Spur, fast keine. Eine klitzekleine, vielleicht …

Ach ja, Anne habe ich getroffen. Das war natürlich eine wirklicher Lichtblick 🙂

Vorzeichen

Wieder so ein Tag …

DSC03917Zum Glück war ich heute früh zumindest Laufen.

  • Dass meine Garmin schlappe 15 Minuten gebraucht hat, bis sie einen Sateliten gefunden hat, war ein Omen. Ich habe natürlich nicht gewartet, sondern bin  losgelaufen.
  • Dass keine Speicherkarte in meiner Kamera war. Die steckte noch im Laptop zuhause, Egal, einige Bilder auf dem internen Speicher der Cam mussten eben genügen.
  • DSC03910Dass der Stau an der Olewiger Straße besonders zäh war. Noch ein Zeichen. Egal, die 15 Minuten Verspätung hole ich wieder auf, hatte ich gedacht.

Mehr schreibe ich hier nicht. Nur, dass mir das Laufen mit meinen schnellsten Trailflitzern durch den Matsch im Tiergartental so richtig Spaß gemacht hat. Und keine Nachwehen. Das ist noch besser.

DSC03912Ich bin gespannt auf den Wurzelweglauf am Sonntag. 15 Kilometer mit viel natürlichem Untergrund. Aber natürlich nicht auf der Jagd nach einer Bestzeit.  Locker durchlaufen wird die Devise sein.

Wer läuft mit?

 

 

 

Bergauf

Ja, ich soll mich weiter schonen. Schritt für Schritt. Aber um Fortschritte zu machen, müssen zumindest kleine Steigerungen möglich sein.

DSC03424Heute früh also auf den Petrisberg. Meine Lieblingsroute. Zwei überraschte Rehe machen sich mit eleganten Sprüngen in die Weinberge davon. Die Sonnenblumen lassen angesichts des Hochnebels den Kopf hängen.

DSC03417Dort kommt die Weinlese in Gang. Zumindest die blauenTrauben sind reif. Überall tuckern die Traktoren mit ihren noch leeren Anhängern heran.

DSC03422Wenig Licht, gedämpfte Farben. Auch das kann schön sein. Hallo Herbst! DSC03428Spontan entschließe ich mich, nach etlichen Wochen erstmals wieder die steile Sickinger Straße hochzulaufen.

DSC03430Da oben am Hang wird tatsächlich noch gebaut. Vermutlich eines der teueresten Bauprojekte derzeit in Trier.

DSC03434Dann ab in den Wald zu Franzens Knüppchen und von Dort hoch zum Wasserturm. Ich will schließlich die zunehmend bunten Buchen sehen. Wer zwei Stunden später hier unterwegs ist, als die Sonne herauskommt, wird prächtiges Leuchten erlebt haben.

DSC03438Vorbei am Turm Luxemburg und dann auf dem schnelleren Weg durch die Weinberge hinunter nach Olewig.

DSC03439An der Panorama-Wegekreuzung bietet sich ein schauerliches Bild. Wieder einmal haben Leute die Natur und die schöne Aussicht genossen, um bei einem Picknick schöne Stnden zu verbringen. Und dann lassen sie sämtichen Müll liegen. Inklusive einer großen Tragetasche, in der sie das Zeug auf den Berg geschleppt hatten.

… Jetzt ist der Platz wieder sauber …

9,5 Kilometer mit viel bergauf. Das war sicher schon wieder etwas grenzwertig. Ich muss werde mir mehr Zeit geben.

 

Kurz und gut

Wenig Zeit am Morgen. Vielleicht ist das auch gut, denn mit neuen Schuhen sollte man erst einmal vorsichtig sein. Die leichten Mizuno Wave Ascend 8 durften auf den ersten sechs Laufkilometern ihres noch jungen Schuhlebens gleich den Matsch im Tiergartental spüren. Als Trailschuhe fühlten sie sich da in ihrem Element. Sehr griffig auf dieser nicht zu schweren Trailstrecke. Und die kurzen Abschnitte auf Asphalt störten auch nicht. Mal sehen, wie das bei nasser Straße sein wird.

DSC03412Zum ersten Einsatz kam die neue Adizero Climaproof Jacke. Ein nichts von Schutzmembran. Super leicht und bei 9 Grad sehr angenehm. Das wärmt nicht wirklich, hält aber Wind und Wetter ab von der Haut. Die Optik ist natürlich gewöhnungsbedürftig. Viel Form ist da nicht. Auch für dieses Teil wird der erste echte Regeneinsatz zur Bewährungsprobe. Eines ist allerdings schon jetzt klar: Das Teil trocknet wie nix.

DSC03407Morgen früh habe ich also nochmal einen Termin beim Doc. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass es nun gar nicht mehr wirklich sein müsste. Aber egal. Ich hoffe mal auf Tipps. wie ich Leistenprobleme in Zukunft vermeiden kann.

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Nummer 3

Auf den Weg in die läuferische Normalität … Der dritte Lauf in dieser Woche: die 7,5 Kilometer lange Runde durch den Tiergarten. Ich merke nun doch, dass meine Fitness deutlich gelitten hat in der wochenlangen Veretzungspause.

DSC03367Jedenfalls fühlen sich danach die Beine an wie sonst nach einer 11 oder 12 Kilometer langen Morgenrunde. Ist aber nicht schlimm. Ich weiß, dass die Fitness fast von alleine kommen wird, sofern ich weiterhin regelmäßig unterwegs sein kann.

DSC03368Der Sonnenaufgang bei dichter Bewölkung war ein Erlebnis. Im Wald ist mir dann ein Läufer entgegen gekommen, der mir in seinen schwarzen Tights, der gelben Jacke und der weißen Mütze wie ein Doppelgänger vorkam. Da wir in entgegengesetzter Richtung die Runde drehten, begegneten wir uns sogar ein zweites Mal und mussten beide ob dieser Doppelerscheinung lachen.

DSC03373Jetzt wieder zwei Tage Ruhe, nur nichts übertreiben. Und am Montag geht es dann wieder auf die Strecke. Dann soll ja auch das Wetter wieder besser werden und das Fest der Farben eine Fortsetzung bekommen.

DSC03377Euch allen ein schönes Wochenende!