Er sollte nicht so lang werden

Ich habe es getan. Ich muss gestehen. Ich habe gegen meine Grundsätze verstoßen, wirklich langsam Distanz und Zeit zu steigern. Aber irgendwie sollte es heute nicht sein.

Samstagslauf mit den Jungs vom Lauftreff. Christoph hat abgesagt. Mal gespannt, wer sich bei leichtem Regen und 3 Grad um 8 Uhr am Sportplatz einfinden wird … Es sind Marcel und Marc, die Unerschütterlichen.

Ich habe meine Mizuno-Straßensofas nicht ohne Hintergedanken angezogen. Es soll ein flacher Lauf an der Mosel werden. Vielleicht eine bisschen länger als in den vergangenen Wochen … Lost geht es also im gemütlichen Plaudertempo Richtung St. Matthias, um dort von der Konrad-Adenauer-Brücke zu einer klassischen 10-Kilometer-Brückenrunde anzusetzen.

DSC04550Erinnerungen an das Vorbereitungstraining für den Hamburg-Marathon werden wach, als ich hier bei Dunkelheit und Regen so manchen Tempodauerlauf und noch mehr Intervalleinheiten geschrubbt habe. Das Gefühl danach war immer Belohnung für die Überwindung und Quälerei. Und das ist auch heute unser Motto. Quälerei ist da zwar nichts. Aber meine Laufpartner gestehen, dass es ihnen heute nicht leicht gefallen sei, sich zum Laufen zu motvieren.

Als wir an der Kaiser-Wilhelm-Brücke sind, fragt mich Marcel, ob ich schon mit ins falsche Biewertal laufen könne. Und auch Marc meint, er würde gerne 25 Kilometer laufen. Für mich ist das definitiv zu viel. Ihren Vorschlag, mit mir zunächst zurückzulaufen und dann noch eine Schleife dranzuhängen, ehrt sie zwar. Aber ich will ihnen den Spaß nicht vermiesen. Also schlage ich vor, bis zur Eisenbahnbrücke Pfalzel weiter an der Mosel zu laufen. Ich würde mich dann über Kürenz auf den Rückweg machen, während die beiden Jungs noch eine Runde durch den Weißhauswald dranhängen könnten.

DSC04557Gesagt, getan. Erst mit der Zeit wird mir klar, dass ich die Entfernungen nicht mehr so recht im Gefühl habe. Denn an der Pfalzeler Brücke zeigt die Garmin schon 15 Kilometer an. Mindestens weitere sechs sind es bis nach Hause. Ob das gut geht?

DSC04553So schicke ich also die Jungs auf ihre Extra-Runde und mache mich auf den Heimweg … Was macht die Leiste? Bislang eigentlich unproblematisch. Hat der Besuch beim Osteopathen schon einen Effekt, der Hüfte und Schambein mit dreifach  heftigem Knacken in die angeblich wieder gerade Position gebracht hat.

DSC04559Die Mosel bietet ein friedliches Bild. Warum mitten auf der Brücke ein ans Geländer angeschlossene Mountainbike einen Kopfstand macht, bleibt mir verborgen. Ein Stilleben der besondern Art. Durch die teilentvölkerte Riverissiedlung wiet bis nach Kürenz. Kilometer 17.  Was macht die Leiste? Da ist doch etwas. Aber kein wirklicher Schmerz. Es ist wohl eher der Darm.

Durch Kürenz oder durch das Avelertal? Keine Frage. Lieber einige Höhenmeter mehr, dafür aber Natur. Der Weihnachtsbaummarkt versperrt mir zunächst den richtigen Weg hinauf nach Neu-Kürenz. Aber nach einem Hopser über den Bach bin ich auf dem bekannten Pfad. Kilometer 19. Die Beine fühlen sich schon etwas schwer an. Schließlich bin ich seit einigen Monaten nicht weiter als 15 Kilometer gelaufen. Es regent wieder stärker. Kein Problem. Kontaktlinsenwetter!

DSC04560 Den steilen Stich hinauf zur Keuneschule. Hinüber zum Unicampus. An den Weihern vorbei. Konzentrische Kreise vom Regen auf dem Wasser. Die Leiste? Na ja. Jetzt reicht es so langsam. Die Beine? Dito.

HInunter also durch den Kleeburgerweg nach Olewig. Die Garmin zeigt 22,8 Kilometer. Wow. So weit sollte es nicht werden. Jetzt ausführlich gedehnt. Und abwarten, was passiert. Zwei Tage Laufpause müssen jetzt in jedem Fall sein.

Strecke 141213

Euch allen ein schönes Wochenende. Entschuldigt den etwas zu lang geratenen Text. Aber „zu lang“ scheint ja heute mein Thema zu sein …

 

 

34 – 16 – 1 – 60 – 100 – Hospizlauf

Meine Energie reicht am Abend nur noch dazu, eine Pizza zu essen. Und dann ruft ganz früh das Bett. Aber bei einer knapper Stunde Schlaf innerhalb von 34 Stunden ist das ja auch kein Wunder. Schon gar nicht, wenn in dieser Zeit auch noch reichlichst Bewegung hinzukommt wie beim Hospizlauf 2013

80 Läufer waren am Freitag um 12 Uhr in Koblenz gestartet. Mit meinem Sohn Jan und dessen Freund Niklas sowie Ultraman und Exilbayer Martin im  Auto erreichen wir den Tross um 19.40 Uhr in Poltersdorf. Viele bekannte Gesichter. Großes Hallo. Martin ist sofort im Gespräch mit Mel und Frank.

008-DSC02105Ultraläufer sind schon eine eigene Kategorie unter all den Halbverrückten, die sich auf dem Parkplatz tummeln. Bevor allerdings Gepäckfragen und andere Dinge geklärt werden können, sind die Läufer schon wieder auf dem Weg. Zumindest Sohnemann und Freund schaffen mit ihren Rädern den Anschluss. Ihre Bikes werden sie erst 100 Kilometer und elf Stunden später wieder dem Radständer anvertrauen.

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Meine erste Etappe beginnt also um 20.30 Uhr in Bremm, unterhalb des Bremmer Calmont, dem steilsten Weinberg Deutschlands. Die örtliche Blaskapelle hat gerade am Haus am Rande des Haltpunkts geprobt und entschließt sich spontan, den Läufern den Marsch zu blasen.

020-DSC02124Die neuen Schuhe kommen noch nicht zum Einsatz. Erst einmal die vertrauten Lightweight-Trainer. Dennoch begehrt mein Fuß am Ende der zwölf Kilometer in sehr moderatem Tempo etwas auf, was mir einige Sorgen macht. Denn ab sofort gibt es bis zum Samstagmittag keine wirkliche Ausstiegsmöglichkeit.  Und auf 14 Stunden mit Autofahren und Warten habe ich so gar keine Lust.

023-DSC02132Also schnappe ich mir in Zell erst einmal ein Fahrrad und begleite die Läufer auf den nächsten 12 Kilometern per Velo. Während die Temperaturen für Läufer am späten Abend ideal sind, kommt man als Radler im Tempo 9 km/h nicht auf Temperatur. Ein Trainingshose wäre jetzt gut. Und die Waden signalisieren Krampfbereitschaft …

062-DSC02178Da hilft nichts: Zum Aufwärmen muss die nächste Etappe von Reil bis Traben-Trarbach wieder laufend absolviert werden. In den neuen Mizuno, schön rot. Die ersten Schritte … Was ist das denn? Es läuft sich auf hartem Asphalt plötzlich sehr weich. Und meine Sohle ist kein bisschen zu spüren. Ich kann es kaum glauben, aber dieses unbeschwerte Laufen wird sich auf den nun folgenden 50 Kilometern, die ich bis zur Ankunft beim Hospizhaus in weiteren drei Etappen addiere, nicht ändern.

024-DSC02133Schön, so ein Nachtlauf. Alles ruhig, entschleunigt. So richtig weiß man nicht, wo man sich gerade befindet. Aber Begleitfahrzeug und Radfahrer sichern den Weg, der zum Teil an der Straße entlangführt.

045-DSC02159Ankunft im schönen Traben-Trarbach um 1:05 Uhr. Wieder haben die fleißigen Helfer von den Stadtwerken Getränke und Buffet aufgebaut. Vor allem der Müslikuchen aus Kell schmeckt unglaublich gut. Nussig-zimtig, lecker. Von der flüssigen Götterspeise in Rot oder Grün lasse ich dagegen die Finger. Wasser genügt.

Da das Laufengelchen auf der Schulter dominiert, weil sich Teufelchen schon schlafen gelegt hat, nehme ich im Luxus-VW-Bus Platz, den mein Freund Helli und seine Kollegen von den Stadtwerken für das Laufabenteuer organisiert haben.

033-DSC02144Anders als vor drei Jahren, als ich selbst viel am Steuer saß, werde ich mich bei diesem Hospizlauf auf meine Rolle als Beifahrer begnügen dürfen. Martin O., der mit Heike, Kerstin und Martina bereits um 10 Uhr gestartet war, um den Start in Koblenz zu erleben, hat aber sichtlich Spaß daran, das Schiff auf Rädern zu steuern. Und da er schon mehr Kilometer als ich in den Beinen hat, ergibt es sich fast von selbst, dass ich mehr Laufe als fahre. So fühlt es sich wenigstens an 😉

029-DSC02140Kinheim-Kindel – Bernkastel-Kues. Dort eine knappe Stunde Dösen, bevor Jan und Niklas um 3:45 Uhr auf ihren Rädern die Ankunft der kleinen Läuferschar ankündigen. Derweil hat die fleißige Begleitcrew um die beiden Ralfs (H. und M.) es doch noch geschafft, die tiefgekühlte Suppe auf Temperatur zu bringen. Eine Wohltat zu dieser Stunde, denn es doch frischer als die 15 Grad, die von der Wetter-App angezeigt werden. Es fühlt sich jedenfalls kühler an. Liegt wohl an der hohen Luftfeuchtigkeit direkt an der Mosel.

037-DSC02149Von Martin J., der eigentlich hier auch wieder einsteigen wollte, ist nichts zu sehen. Das Wohnmobil mit den Ultraläufern fehlt in Bernkastel-Kues, als ein Tross von etwa 20 Frauen und Männern aufbricht, um auf dem Weg nach Wintrich in die Morgendämmerung zu laufen.

Diese Etappe ist für mich die schönste. Alles atmet Ruhe. Der monotone und fast synchrone Takt von Laufschuhen auf Asphalt. Gesprochen wird wenig. Als es über den Hügeln zu dämmern beginnt, setzten immer mehr Vögel mit ihrem Gezwitscher ein. Dann vertreiben auch Zikaden die Stille. Die Stirnlampen werden ausgeschaltet und nicht mehr benötigt, bis um 5:15 Uhr der Wohnmobilstellplatz bei Wintrich erreicht ist.

038-DSC02151Herrlich, wieder eine Stärkung. Und die Vorfreude auf den nächsten Stopp in Piesport, wo traditionell Kaffee und der beste Streuselkuchen der Welt warten. So wie zwei Väter, deren Söhne nicht auftauchen und erst ein Anruf Klarheit bringt, dass sie vorausgefahren waren und die falsche Abzweigung genommen haben. „Wir sind in so einem Ort an der Mosel und wissen nicht weiter“, nörgelt ein inzwischen reichlich müder Jan mir ins Ohr.

040-DSC02153So bleibt ihnen der leckere Kuchen verwehrt, während sie warten, bis die Läufer wieder in Sichtweite kommen bzw. ein Begleitfahrzeug ihnen signalisiert, dass sie bei Neumagen (6:50 Uhr) über die Brücke auf die andere Seite des Flusses wechseln müssen. Mel, Frank und Martin sind ab sofort auch wieder dabei.

044-DSC02158Nach Wintrich sind die Etappen alle nur noch 6 bis 8 Kilometer lang. Gerade richtig für immer mehr Läufer, die nun wieder hinzustoßen und ihre blauen Bändchen entgegen nehmen.

In Leiwen (7:33 Uhr) ist bereits bekanntes Gebiet erreicht. Wieder großes Hallo mit Albert Rosch und seinen Läufern von der LGM. Die roten Läufer aus Schweich, die grünen aus dem Meulenwald und die gelben aus Langsur gehören schon seit Beginn beständig zum Läufertrupp auf der Strecke, ebenso die Shirts der Hochwaldläufer aus Schillingen.

009-DSC02106Birthe, Marion, Wolfram, Norbert und all die anderen. Sie profitieren davon, dass die Sonne sich noch hinter eine dicken Schicht Morgennebels verbirgt. Heiß wird es früh genug.

065-DSC02181Das Schwarz-Gold meines Lauftreffs Olewig wird erst ab Detzem dabei sein. Und deshalb wechsle ich dort um halb neun zum dritten Mal auch mein Shirt. Gemeinsam mit Christoph, Achim und Marcel will ich den letzten Teil der Strecke angehen. Die Beine sind noch einigermaßen frisch. Und der Fuß macht immer noch keine Probleme.060-DSC02175071-DSC02190Als die nun schon zu einer beachtlichen Größe angewachsene Läuferschar um 8:40 Uhr in Richtung Mehring aufbricht, ist von meinen Kumpels aus Olewig noch nichts zu sehen. Egal. Foto gezückt und mal das Feld von vorn abgelichtet. Es ist schließlich wieder hell genug, um Bilder von bewegten Menschen zu machen, ohne Bewegungsunschärfe.073-DSC02194Jan und Niklas haben nach 100 tapfer absolvierten Kilometern den Kampf gegen den Inneren Schweinehund verloren. Sobald sie im Bus sitzen, bringt sie niemand mehr auf die Räder. Egal. Gut gemacht!!!

046-DSC02160Meine Kumpels kommen in erhöhtem Tempo von hinten herangerauscht, als ich gerade wieder mit einigen Bekannten ein Schwätzchen halte. Der Quassellauf erfüllt nun voll und ganz seinen Namen.

090-DSC02223Die Moselbrücke bei Mehring (9:20 Uhr) ist schnell erreicht. Nun hat die Sonne alle Dunstschleier besiegt. Es wird wärmer. Und wärmer. Und wärmer. Bei Longuich ermöglicht eine improvisierte Dusche Abkühlung. Martin O. und unseren Bus habe ich seit Detzem nicht mehr gesehen. Immer mehr Benefizläufer schließen sich an. Auch Wolfgang und Jürgen, liebe Freunde vom Lauftreff Schweich, sind jetzt dabei.

Holger, mein rasender Laufportalreporter, ist nun auch wieder zur Stelle. Er hat längst den ersten Bericht und die erste Fotostrecke ins Laufportal hochgeladen. Schon am späten Abend.

087-DSC02220In Schweich warten noch einmal mindestens 100 Läufer, darunter auch Anne, Harald, einige TV-bewegt-Finisher und weitere bekannte Gesichter. Hallo und so … Letzte Stärkung vor den beiden Schlussetappen, die um 10:30 Uhr angegangen werden.

Ich laufe jetzt durch bis zum Hospizhaus, das ist  klar. Denn in Ruwer wird die Situation so unübersichtlich, dass mein Begleitfahrzeug schwer zu finden sein wird. Wie sehr ich mit dieser Einschätzung doch recht behalten werde.099-DSC02242Aber wer kam eigentlich auf die blöde Idee, sein Shirt so nass zu machen? – fragen mich meine Brustwarzen, die das mittlerweile für ziemlich bescheuert finden. Aber egal, wird schon nicht so schlimm werden auf den verbleibenden paar Kilometern.

In Ruwer, dem letzten Halt vor dem triumphalen Zieleinlauf in Trier, ist die Masse der mit der Hitze kämpfenden Laufsportler kaum mehr zu überblicken. Und alle versuchen, die Geduld beim Warten auf einen Becher Wasser nicht zu verlieren. Kompliment an das sensationelle SWT-Team, wie es auch diese Situation gemeistert hat, auch wenn bei den letzten 50 Läufern statt Wasser halbwarmes Weißbier im Becher Schaum warf. Alkoholfrei natürlich.098-DSC02241

Wolfram überlässt mir eine Flasche Wasser aus seinen Privatbeständen. Danke für diese Überlebenshilfe an dieser Stelle! Gemeinsam mit Anne ist das wertvolle Nass schnell einverleibt, bevor die mindestens 350 Köpfe starke Läuferschar die letzten 6,5 Kilometer auf heißem Asphalt in Angriff nimmt.

45 Minuten sind für diese letzte Etappe vorgesehen. Das lange Seil, das in den Vorjahren meist ausreichte, um, getragen von einigen Läufern, die Breite des Läuferkorsos zu beschränken, ist bei der zehnten Auflage des Hospizlaufes mindestens um die Hälfte zu kurz. Aber alle sind sehr diszipliniert. Und auch die Autofahrer im Verteilerkreis Nord, in Paulin-, Christophstraße und Ostallee haben Verständnis.

104-DSC02261Meine Beine sind schwer wie Blei. Noch zwei Kilometer, noch einer. Das Hospizhaus ist nah. Dass sich inzwischen auch drei Bewohner dieser Einrichtung in Rollstühlen dem Tross angeschlossen haben, bekomme ich erst später mit. Dass Dutzende Beschäftigte des Brüderkrankenhauses in blauen Shirts einen Benefizbetriebsauslauf tätigen, lässt sich aber nicht ignorieren.

113-DSC0227711.55 Uhr: Ankunft beim Hospizhaus in Trier. Viel Applaus, Stolz, Freude. Im Garten gibt es allerlei Leckereien. Eine Geburtstagstorte. Livemusik. Noch einige Spendenübergaben.

Wer allerdings schon fünf, zehn, fünfzehn oder 24 Stunden auf den Beinen war, kann das nicht wirklich genießen. Aber zum Glück gibt es jede Menge Gäste, für die das noch ein schöner Nachmittag wird.

Ich bin froh, als ich endlich unter einer richtigen Dusche stehe und danach die Beine hochlegen kann. Allerdings ist der Platz in der Hängematte schon belegt.

120-DSC02290Herzlichen Dank an Ralf Haas und all die Anderen vom Organisationsteam. Es war eine grandiose Sache! Ich werde wieder dabei sein. Dann hoffentlich ab Koblenz.

Die Idee eine Laufbloggerstaffel geht mir übrigens nicht mehr aus dem Kopf …

 

 

 

 

 

 

Angefixt

Sehr schön war’s gestern Abend im Romikulum-Biergarten. Zum Nachtreffen der TV-bewegt-Aktion waren doch 30 Leute gekommen. Super Stimmung. Einige nach der Stadtlauf -Premiere total angefixt und auf der Suche nach weiteren schönen Laufveranstaltungen.

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Jens, Daniel und Michi, die hochgelobten Trainer, durften die Urkunden für die Teilnehmer verteilen. Ein Spaß für alle.

DSC02096In solchen Fällen verweise ich dannn natürlich auf unseren Laufterminkalender im Laufportal  Und gestern natürlich auch auf den Hospizlauf, der gleich in Koblenz startet und dann 24 Stunden und 200 Kilometer an der Mosel entlangführt. Jeder kann zu jeder Zeit einsteigen. Hier der Zeitplan:

Start: Deutsches Eck Koblenz (Freitag, 12 Uhr), Winningen (13.18 Uhr), Lehmen (14.30 Uhr), Moselkern (16.01 Uhr), Pommern (17.02 Uhr), Cochem (18.06 Uhr), Poltersdorf (19.38 Uhr), Bremm (21.04 Uhr), Zell (22.37 Uhr), Reil (rechte Moselseite, 23.54 Uhr), Traben-Trarbach (Samstag, 1.05 Uhr), Kinheim-Kindel (2.13 Uhr), Bernkastel-Kues (3.47 Uhr), Wintrich Wohnmobilstellplatz (5.14 Uhr), Piesport Turnhalle (6.01 Uhr), Neumagen Brücke Eifelseite (6.50 Uhr), Leiwen Ortseingang (7.33 Uhr), Detzem Staustufe (8.36 Uhr), Mehring Moselbrücke (9.20 Uhr), Schweich (10.18 Uhr), Ruwer (11.03 Uhr), Ziel: Trier Hospizhaus (12 Uhr)

Zudem gibt es einen Liveticker auf Twitter, bei dem der jeweilige Standort des Lauftrosses abgefragt werden kann.

Ich werde ab Poltersdorf dabei sein und dann einige Etappen mit Pausen dazwischen laufen. Je nachdem, was mein noch immer nicht ganz fittes Fußwerk dazu sagt.

So wie es aussieht, schaffen wir es doch eine gemischte Staffel aus Läufern und Radfahrern hinzubekommen. Heike, Kerstin, Martina und Martin sind ab Koblenz dabei, Helli meinereiner, unsere Jungs und Mädels (auf Rädern) werden um 19.30 Uhr dazustoßen. So wie es aussieht , ist dann auch Ultra-Martin aus Longuich dabei sein, den ich schon lange mal kennenlernen wollte. Und in Detzem wird dann spätestens der Lauftreff Olewig in Gestalt von Christoph, Achim und Marcel einsteigen. Anne läuft ab Schweich die letzten beiden Etappen. Es wäre doch gelacht, wenn nicht immer einer von uns auf der Strecke wäre. Einen Namen für die Staffel habe ich noch nicht. Hat jemand eine Idee?

hospizlauf 2010 (52)Ich werde gleich mal das Staffel-Shirt von 2010 heraussuchen. Eine gute Gelegenheit, es wieder zu tragen. So heiß wie damals wird es zum Glück nicht.

Ob dann auch der ein oder andere TV-Bewegte einen Teil der Strecke mitläuft, wird sich zeigen. Ich bin gespannt.

 

Länge ist relativ

Keine Stärkung, nichts zum Trinken. Damit ich nicht in Versuchung gerate, doch eine lange Tour zu machen, bleiben alle Stärkungen zu Hause. Gut so, denn mein Laufpartner Christoph ist für eine lange Kante ausgestattet, als ich ihn zu seiner Überraschung um 8 Uhr an seiner Haustür erwarte. Er hatte meine Mail nicht gelesen, dass ich beim Zweiseenlauf passe und mit Blick auf meine A-Sehne eine ruhige Samstagsrunde vorziehe.

DSC01077Um die Ecke kommt dann auch noch Rudi, der in den vergangenen Wochen nur sehr sporadisch unsere Samstagsgruppe mit seiner Anwesenheit bereicherte. Nur bitte nicht zu lang! So lautet auch seine Bitte. Gut für mich und jede Versuchung, doch mehr als die angepeilten maximal 20 Kilometer in flachem Gelände unterwegs zu sein.

Es ist so ein grauer Morgen. Noch wenig spürbare Vorboten der angeblich 20 Grad, die am Sonntag dem kalten Wetter hoffentlich den A-Tritt verpassen. Während des Verfassens dieser Zeilen bei offener Balkontür wird es übrigens gefühlt pro Minute ein Grad wärmer. Die Sonne scheint …

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Kürenz – Eisenbahnbrücke Pfalzel – Biewer – Falsches Biewertal – Innenstadt – Olewig. So lautet die Devise für unsere Runde, auf der uns immer wieder diese A-Herzen begegnen. Beim ersten und zweiten Mal war das ja noch witzig. Inzwischen „zieren“ diese rot-schwarzen Tags jede Menge Ecken, Abfallkörbe, Mauern und Baudenkmale. Lieber Sprayer: jetzt ist aber auch mal gut! Bitte!

Tempo gemächlich. Viel zu erzählen. Jeder von uns ist gesundheitlich ein wenig angeschlagen und versucht das in den Griff zu bekommen.

DSC01081Von der Eisenbahnbrücke freier Blick auf die breite Mosel, die durch den vielen Regen in den vergangenen Tagen reichlich Wasser führt. Zur Überflutung des Radwegs auf Pfalzeler Seite fehlt nicht mehr viel.

DSC01082Aber die Pflanzen freuen sich über den Regen. Und so wird das Falsche Biewertal nicht mehr lange ein so blattloses Bild bieten.

DSC01084Der Trail am Waldrand ist reichlich vermatscht. Macht nichts. Macht Spaß. Und bevor es wieder hinunter nach Trier geht, bietet das Drachenhaus immer wieder ein beeindruckendes Bild. Hier wohnt der Stadtförster von Trier. Ein wahrhaft förstliches Anwesen.

DSC01086Der Blick auf die Stadt ist immer schön. Bald gibt es den auch wieder in bunten Farben.

DSC01087Braun sind derweil die Fluten der Mosel an der Kaiser-Wilhelm-Brücke, die in diesem Jahr genau 100 Jahre steht.

DSC01089Die Römerbrücke hat einige hundert Jahre mehr auf den Steinen. Sie begründet die Geschichte Triers als älteste Stadt Deutschlands.

DSC01090Rudis körperliche Verfassung kommt diesem Attribut in leicht abgewandelter Form inzwischen sehr nahe. Er nimmt deshalb nun den direkten Weg nach Olewig. Ich schließe mich gerne an. Wir traben also noch etwas gemütlicher Richtung Heimat, während Christoph noch eine Extraschleife zur Schleuse bei Konz läuft.

Knapp 20 Kilometer stehen am Ende auf dem Tacho. Jetzt schön die Sehne kühlen, leichtes Dehnen. Ich bin gespannt, wie sich meine Schwachstelle zu diesem Testlauf äußern wird. In jedem Fall ist morgen Laufpause, vielleicht auch am Montag.

Und jetzt geht es erst einmal in die Stadt. Da sind noch einige Karten für eine Erlebnisführung im Amphitheater zu besorgen …

Geduld

… zahlt sich aus, auch wenn es nicht unbedingt meine Stärke ist, zumindest wenn es ums Laufen geht. Heute also ein etwas mulmiges Gefühl, als ich meine Laufschuhe anziehe. Meine schwersten und stabilsten. Wird die Sehne halten?

DSC01046Gestern Abend – nach zwei Tagen Pause –  war von Schmerzen nichts mehr zu spüren. Und beim normalen Gehen hatte ich schon am Tag davor keine Probleme. Das Wetter? Da könnte ich wieder unkontrolliert fluchen, aber ich lasse das mal. Es ist grimmig kalt, so eine ekelige Kälte. Der Himmel grau, hohe Luftfeuchtigkeit, ein zwar nur leichter Wind, der allerdings Frosterqualität hat. Das Outfit ist also eher winterlich, 3/4 Hose und Kompressionsstrümpfe ersetzen die lange Tight. Das lange Shirt aus  Merino-Wolle ist das tollste Teil, das ich mir in diesem Winter zugelegt habe. Meine gelbe Lieblings-Gore-Jacke drüber. Handschuhe und … nein, keine Mütze, sondern eine Kappe. Schließlich könnte es laut Wetterbericht regnen oder sogar schneien.

Christoph kommt aus dem Haus, als ich nach dem Satelliten suche. Auch in Gelb, auch mit Sehnenproblemen, wie er erzählt. Auch er hat etwas zum Trinken auf die Hüften geschnallt. Wir werden also versuchen, zumindest um die 25 Kilometer zu laufen. Die Vorbereitung auf den Mittelrhein-Marathon muss schließlich fortgesetzt werden.

DSC01048Am Treffpunkt wartet Achim. Rudi, Marcel und Dominik haben andere  Verpflichtungen. Und so machen wir uns nach kurzer Absprache, wo es hingehen soll, zu dritt den Eselspfad hinauf auf die Hill und hinunter ins Tiergartental. Von dort durch das Goldkäulchen zur Pellinger und durch das Konzer Tälchen zurück in Richtung Trier. So ist der Plan.

Und? … Schon die ersten Schritte lassen mich aufatmen. Keine Schmerzen. Auch die Serpentinen hoch in Richtung Kernscheid sind problemlos möglich. Nach dem steilen Stück bergab ins Goldkäulchen – knapp fünf Kilometer sind vorbei – glaube ich ein leises Ziehen zu spüren. Also heißt es weiterhin, bewusst zu laufen, schön auf dem Mittelfuß, geruhsam.

DSC01050Das Ziehen verschwindet wieder, ist auch nicht zu spüren, als wir die Pellinger Straße überqueren und in das leider unter bleischwerem Himmel liegende Konzer Tälchen blicken. Vorsicht auch bei den abschüssigen Passagen hinunter nach Niedermennig. Eine sehr hübsch restaurierte Marienkapelle zieht unsere Blicke an. Kurzer Fotostopp. Jetzt geht es fast nur noch flach zurück nach Hause.

DSC01051Die Pfade, die rechts im Wald neben dem Radweg zu erkennen sind, werden beim nächsten Mal unsere Streckenwahl sein. Heute bleiben wir auf festem Untergrund. Auch in Konz. Eine einst von Eisenbahn und Industrie geprägte Stadt. Wenig hübsch, um mal etwas euphemistisch zu bleiben.

DSC01052Eine „interessante“ Bahnunterführung öffnet uns den Weg zur Mosel und auf die laaaange Gerade in Richtung Trier.

DSC01053Hier begegnen wir einigen anderen Läufern und Hundebesitzern. Rottweiler und Bullterrier werden aber zum Glück an der kurzen Leine geführt, so dass auch die beiden Schwäne nichts zu befürchten haben, die hier zwischen Fluss und Bahntrasse brüten.

DSC01054Zeit für eine Handvoll Rosinen. Etwas Wasser. so lassen sich auch die folgenden zehn Kilometer bis nach Olewig überstehen.

DSC01059Achim nimmt jetzt konsequent die Ideallinie. Er ist froh und sicher auch zufrieden, als wir nach 2 Stunden und 35 Minuten den Olewiger Sportplatz wieder erreichen. 26 Kilometer – und die Sehne hat gehalten! Auch Christoph ist glücklich, dass er keine größeren Probleme hatte. Unser gemeinsames Ziel Mittelrhein-Marathon ist also nicht gefährdet. Wen kümmert da noch das Wetter? 😉

 

28 – 101

Wieder ein Zahlenspiel. 28 Kilometer heute und 101 Kilometer innerhalb einer Woche. So viel bin ich zuletzt innerhalb von sieben Tagen 2010 gelaufen, als alleine bei den 24 Stunden des Hospizlaufes 74 km zusammengekommen waren.

06-DSC00965Der Ruhetag gestern hat mir nach der heftigen Belastung vom Donnerstag gut getan. Und so ist heute früh beim Start zum Samstagslauf mit Christoph, Achim und Marcel das Laufwerk zwar etwas schwergängig. Keine Spur allerdings von Muskelkater, Gelenk- oder Sehnenproblemen.

01-DSC00955Mit Marcel habe ich mir 28 Kilometer vorgenommen. Eine Steigerung zu den 25 vom Bendersbachtallauf vor einer Woche muss sein. Achim und Christoph werden sich mit der Halbmarathondistanz zufrieden geben. Und ziemlich genau 21 Kilometer hat die Runde, die wir zunächst in Angriff nehmen.

02-DSC00956Die Runde zur Pfalzeler Brücke steht an. Heute in einer leicht modifizierten Variante. Zunächst also hinauf nach Tarforst und dann durch das Aveler Tal hinunter bis Kürenz.

03-DSC00959In der Riverisstraße grüßen die zum Teil baufälligen Häuser der Riverissiedlung. Hier lebt die Großfamilie Kling, die sich einst den Plänen der Stadt widersetzten, dieses „Problemgebiet“ zu räumen und einem benachbarten Unternehmen so Fläche für eine Erweiterung zur Verfügung zu stellen. Damals war ich noch schreibender Journalist und habe so manchen Bericht über den Kampf der Bewohner gegen die Verwaltung geschrieben. Ich erinnere mich an viele interessante Gespräche.

Das einst expansionslustige Unternehmen kam nicht zum Zug. Investiert wird in die alten Häuser aber auch nicht mehr. Und so bietet das Viertel einen traurigen Anblick.

04-DSC00960An der Kläranlage besteht die Möglichkeit, die Schienen zu unterqueren. Wir nehmen diesen Weg und laufen im Industriegebiet an allerlei Müll vorbei auf die Eisenbahnbrücke, die über die Mosel nach Pfalzel führt.

05-DSC00961Es ist diesig heute. Die Sonne eine helle Scheibe. Temperatur um den Gefrierpunkt. Da sind meine kurzen Tights reichlich optimistisch, wie ich auf der Höhe gespürt habe, wo auch noch leichter Wind kühlt. Aber wenigstens sind die Waden nicht kalt, angesichts der Kompressionsstrümpfe, die ich zur Feier des Tages übergezogen habe.

07-DSC00966Zurück geht es heute nicht an der Mosel entlang, sondern durch Biewer in den Weißhauswald. Immer wieder schön. Die Naturwege viel angenehmer als der Asphalt davor. Und die Ruhe ist eh ein Genuss.

08-DSC00969Ob Christoph und Achim das auch wahrnehmen, weiß ich nicht. Denn die beiden haben heute offenbar Quasselwasser zum Frühstück getrunken. Ohne Unterlass wird da gequatscht. So ist es, wenn ein Landschaftsplaner und ein Stadtentwickler zusammentrefffen, die auch noch einige Projekte gemeinsam betreuen.

09-DSC00971Ohne Ausblick vom Felsenpfad geht ein Ausflug durch den Weißhauswald natürlich gar nicht.

11-DSC00976Und so nehmen wir den Anstieg hinauf und genießen den Blick hinunter.

10-DSC00975Die Silhouette von Trier hat bei diesem Wetter einen eigenen Reiz.

12-DSC00978Hinunter geht es, dann über die Kaiser-Wilhelm-Brücke und moselaufwärts, wo der Herzhintern grüßt, den ich  gestern im Blog von Anne schon gesehen hatte.

13-DSC00979Durch die Hohenzollernstraße und die Kleingartenanlage Tempelbezirk führt der Weg nach Olewig. Wie mir Christoph am Donnerstag doziert hatte, hält dieses Gebiet weltweit den Rekord für hochwertige archäologische Funde auf so kleinem Areal.

21 Kilometer sind geschafft, als wir Achim und Christoph das Kleine Biest hinaufschicken. Marcel will heute drei Stunden laufen. Ich habe mir 28 Kilometer als Ziel gesetzt. Weiter also zu einer schönen Runde im Tiergartental. Der Wald wartet auf den Frühling. Es ist fast körperlich zu spüren. Auch mich dürstet, nicht nur nach wärmeren Temperaturen. Der Trinkgürtel leistet also gute Dienste. Und auch mein Begleiter ist froh über einige Schlucke Wasser, die ich ihm anbiete.

14-DSC00984Dann trennen sich unsere Wege. Marcel wird nochmal den Kleeburger Weg hochlaufen und von dort den Heimweg in die Güterstraße antreten. Ich stapfe das Große Biest hoch und genieße die Wärme, die der Schieferuntergrund sofort speichert. Dazu braucht es nur einige Sonnenstrahlen. Und die vergolden mir die bewusst erlebte Überschreitung der 100er Marke.

15-DSC00990Aber was ist das? Noch so ein Herzhintern! Na ja, am Fuße des historischen Kreuzes über dem Tiergarten brauche ich das nicht unbedingt.

16-DSC00992Noch ein guter Kilometer bis Nachhause. Jetzt reicht es dann aber auch. Ein schöner Lauf, eine schöne Woche!

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02:41:14
05:45 min/km
457 m

 

Felsenpfad

9-DSC00412Wie gerne würde ich diesen Weg laufend zurücklegen. Aber gemächlich spazierend ist es auch nicht schlecht. Vor allem in Begleitung von Karin.

5-DSC00418Der Felsenpfad am Rand der roten Sanststeinfelsen über dem Stadtteil Pallien ist wirklich ein Muss für alle, die nach Trier kommen.

1-DSC00425Einigermaßen schwindelfrei muss man sein. Passieren kann aber nichts, da alles gesichert ist.

4-DSC00419Besonders an sonnigen Tagen wie heute – ein Hauch von Frühling in der Luft. – ist der aussichtsreiche Pfad, der auch Teil des Eifelsteigs ist, eine tolle Sache.

8-DSC00414Und der Untergrund ist in wesentlich besserem Zustand als vermutet. Wenig Matsch. Alles schön weich. Der Sandsteinsandboden im Weißhauswald ist sowieso ein Genuss für jeden Läufer.

7-DSC00416Den Besuch im Weißhaus sparen wir uns. Lieber danach ein heißer Tee zuhause.

2-DSC00423Ich war heute einige Stunden auf den Beinen – natürlichnicht nur im Weißhauswald. Das ist dann aber auch genug. Jetzt wird es Zeit, die Beine hochzulegen.

3-DSC00421Euch allen einen schönen Sonntag!

 

Noch nicht gut

DSC00405Es musste sein. Ein kleiner Testlauf. Ganz flach und langsam und vorsichtig an der Mosel. Ich habe mich sogar überholen lassen, von gemächlich laufenden Damen (Margitta schreibt jetzt bestimmt wieder einen Kommentar von Männern, denen das schwer fällt und so 😉 ) Allein das Gefühl beim Laufen war noch nicht prickelnd.

Ich werde noch einige Tage warten müssen, bevor ich wieder ohne Beschwerden unterwegs sein kann.

DSC00408Abwarten, das ist der Schlüssel zur Heilung. Die kleine Brückenrunde über fünf Kilometer hat das gezeigt. Wer aber den Schlüssel für dieses Schloss hat, wird ein Geheimnis bleiben. Jonathan muss jedenfalls ein Aufofan sein. Denn sein Wunsch steht auf der Rückseite …

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Run with the Flo

Wie zaubere ich einem Normalläufer den Angstschweiß auf die Stirn? Ganz einfach. Bringe zum Samstagslauf Florian Neuschwander mit.

2-DSC00338So ist es heute Achim ergangen – leider der einzige Wackere, der heute neben mir zum Samstagslauf erschienen ist -, als der Ausnahmeläufer der hiesigen Region am Olewiger Sportplatz auftauchte. Flo hat gerade mal locker die 50 Kilometer von Rodgau gewonnen. Und beim Berlin-Marathon war er mit Paula Radcliffe zeitgleich ins Ziel gekommen.

Rund-with-the-flow heißt sein noch ganz frischer Laufblog, der natürlich auch auf den folgenden acht Kilometern ein Thema war. Denn leider nur 45 Minuten hatte Flo Zeit, bevor er zur Arbeit musste. Acht Kilometer in 45 Minuten. Der flotte Gastflitzer kann also auch langsam. Ich wusste das von der Aktion der TV bewegt, wo er im vergangenen Jahr schon mal eine Trainingseinheit geleitet hatte.

3-DSC00345„Ich wollte doch mal wissen, wo das große Biest ist.“ Diesen Wunsch erfülle ich gerne. Wenn auch nicht bergauf, weil wir in Richtung Mattheiser Weiher unterwegs sind. Das Tiergartental kennt Florian bislang auch nur aus meinem und Annes Blogs. Er wird dort in Zukunft sicher häufiger unterwegs sein.

Auf den Wegen um die Weiher ist es teilweise noch ziemlich eisig. Die Aufmerksamkeit gilt deshalb nicht nur dem Gespräch. Ein Foto aus erhöhter Achimposition muss natürlich auch sein.

Am Hauptmarkt setzen wir Flo ab, den wir gerne wieder einmal mitnehmen. Davor wird er allerdings am kommenden Wochenende bei den Britischen Crosslaufmeisterschaften an den Start gehen. gemeinsam mit 2000! anderen, die sich auf 12 Kilometern eine Schlacht liefern werden.

4-DSC00346Eine flache Brückenrunde an der Mosel und zurück durch den ebenfalls teilweise noch eisigen Palastgarten machen für Achim und mich noch die 20 Kilometer komplett.

Gut war’s!

Zeit: 2:04:02
Zeit in Bewegung: 1:56:34
Elapsed Time: 2:04:02
Ø Pace: 6:01 min/km
Avg Moving Pace: 5:40 min/km
Beste Pace: 3:48 min/km