Hallo Alltag!

Noch immer muss ich immer wieder an das Laufbloggertreffen denken. Schöne Erinnerungen. Auch heute früh, als mich meine Morgenrunde bei leichtem Nieselregen auf die Strecke führt, die ich am Donnerstag mit Anne, Christian und Doris unterwegs war.

DSC01511Denen hatte ich von dem Matsch erzählt, der sich auf den Waldwegen im Tiergarten bei Regen bildet. Und dass sich der nur wirklich gut laufe, wenn die Läuferbeine ohne Rücksicht auf Schlamm und Dreck den Weg durch Pfützen und Co. nähmen.

DSC01517So war es dann also heute früh. Eine Audiospur wäre interessant: schmatz-matz-schmatz-platsch … Und auch der Weg auf der Kernscheider Höhe ist … interessant. Nur eine weitere Läuferin sehe ich von fern. Sonst nur Gassigeher, die sich allesamt aber wieder sehr vorbildlich verhalten.

DSC01519In der gelben Gore-Jacke wird es schon ziemlich warm.  Aber es sind ja nur elf Kilometer. Zu mehr fehlt die Zeit. Leider.

 

 

Kontaktlinsenwetter

15 Grad, Regen, Wind – da freut sich der Brillenträger, wenn er seine neue Errungenschaft einsetzen kann: Weiche Tageskontaklinsen.

2Reichlich Pfützen und Matsch in den Weinbergen. Da freut sich der Morgenläufer über griffige und wasserdichte Trailschuhe. Und die machen wirklich Spaß. Ich muss wirklich mal einen ausführlichen Testbericht zu den Asics Fuji-Trabuco schreiben.

Die klassischste meiner Petrisbergvarianten muss es heute sein. Exakt zehn Kilometer. Und wieder ist die Lust auf Tempo da. 🙂

3

Distanz 10.11 km

Dauer 00:51:01

Ø Pace 05:02 min/km

Ø Geschwindigkeit 11.9 km/h

Kalorien 597 kcal

Höhenmeter (aufwärts/abwärts) 180 m / 180 m

Zweistellig

… im Plus sind an diesem Morgen die Temperaturen in Trier. Elf Grad, leichter Nieselregen, böiger Wind. Eine gute Gelegenheit, mal wieder die leichten Straßenschuhe und eine 3/4-Tight anzuziehen. Unter der winddichten Jacke nur ein kurzes Shirt. Dennoch fast zu warm für diesen Frühlingseinbruch.

DSC00013Dieses subjektive Gefühl hat aber sicher auch mit dem Tempo zu tun. Die Beine freuen sich heute über die fast vergessene Leichtigkeit und wirbeln etwas flotter als in den vergangenen beiden Wochen.

DSC00014Der Untergrund ist auf der Runde Tempelbezirk, Heiligkreuz, Mattheiser Weiher,  Tiergartental überwiegend fest. Die Schlammschlacht spare ich mir für morgen.

DSC00015Im Tiergartental ist der offizielle Weg noch gesperrt. Einige Büsche an der Straße sind gerodet. Mit der Sanierung des unterspülten Durchlasses könnte also bald begonnen werden. Vielleicht war es aber auch nur für die Untersuchung des Schadens notwendig.

DSC00016Wirklich ungewohnt, so schneefreie Wege. Auch das kleine Biest hat seinen eisigen Panzer abgelegt. Sicher nicht zum letzten Mal in diesem Winter. Am Wochenende soll es schon wieder Minustemperaturen geben.

Distanz 9.41 km

Dauer 00:46:20

Ø Pace 04:55 min/km

Ø Geschwindigkeit 12.19 km/h

Kalorien 555 kcal

Höhenmeter (aufwärts/abwärts) 115 m / 115 m

Finale vor dem Fest

Heute früh der letzte Lauf in Trier vor den Weihnachtsfeiertagen. Die nächste Tour wird im Frankenland über selten gelaufenes Terrain führen.

Dunkel war’s heute morgen. Kein Morgenrot. Novemberwetter mit leichtem Regen. Deshalb wollte mal wieder die Variante Mattheiser Weiher gelaufen sein. In diesem Fall auf dem Hinweg die neue Treppenanlage nach Heiligkreuz hinauf.

Der Herrenweiher ist dank reichlich Niederschlag in den vergangenen Tagen wieder gut gefüllt. Die Sanierung ist abgeschlossen ist sieht nicht mehr so trist aus wie noch vor einer Woche. Richtig schön wird es dann im Frühjahr, wenn Blätter, Schilf und Seerosen wieder sprießen.

Zurück durch das Tiergartental und das kleine Biest hoch. Wie immer ist das Gefühl nach dem Lauf enfach gut.

Eckdaten des Laufs

Schnell höher

Ganz schnell noch ein Nachtrag von gestern. Ein 12er auf den Heidenkopf und an der Domaine Avelsbach zurück nach Olewig. Da ich bei Tageslicht laufen durfte, musste ich einfach auf die Höhe. Weil Sohnemann schon bald wieder abgeholt sein wollte, musste das Tempo etwas flotter sein als sonst.

Das hat Spaß gemacht. Und richtig zu schütten angefangen hat es erst auf den letzten 400 Metern.

Sieben Brücken + x

Als um 7.30 Uhr der Regen mächtig auf das Dachfenster trommelt, meldet sich nach langer Zeit mal wieder der Innere Schweinehund. „Du willst wirklich gleich laufen?“, säuselt er in mein Ohr. „Dabei ist es hier im Bett doch so kuschelig. Und draußen ist es nass und dunkel. Willst Du wirklich?“

Gut, dass Rudi mich am vergangenen Samstag dazu überredet hat, heute erst um 8.30 Uhr zu starten. Am kürzesten Samstag des Jahres. Denn um diese Zeit ist es dann doch schon hell. Keine Chance also für den kleinen Drecksack von Einflüsterer.

Rudi und Achim haben ihre kleinen Kämpfe ebenfalls gewonnen. Der Regen hat fast aufgehört, als wir in Richtung Mosel starten. Denn nach dem starken Regen gestern, der jegliche Schneereste in Wasser verwandelt hat, stehen heute eher befestigte Wege an.Sieben-Brücken-Tour lautet die Devise.

An der Mosel – von der Schleuse bei Konz geht es Flussabwärts – werden wir drei Ratschonkel von einer Läuferin überholt. Das passiert uns auch nicht zu oft. Die Dame mit dem unkonventionellen Laufstil hat es allerdings eilig.Wir wechseln über die Konrad-Adenauer-Brücke kurzerhand die Moselseite. Am Messepark bleibt Zeit, um interessante Graffities abzulichten.

Ganz so gerupft wie dieser Rabe kommen wir uns allerdings nicht vor.

Die nächste Brücke ist die bekannteste: Römerbrücke, uralt und mehr erhaltens- als sehenswert. Das soll ein Gestaltungswettbewerb ändern, dessen Ergebnisse am Freitag vorgestellt wurden. Gute Ideen, deren Realisierung allerdings angesichts der katastrophalen Finanzlage der Stadt Trier in ferner Zukunft liegen. Zuimndest einige Ideen werden die Herren und Damen im Rathaus hoffentlich aufgreifen.

Mild ist es heute, fast frühlingshaft. Da machen die Regenschauer zwischendurch gar nicht viel aus.

Die nächste Brücke ist die Kaiser-Wilhelm-Brücke. Sie wird im kommenden Jahr genau 100 Jahre alt und trägt auch jede Menge Verkehrslast. Die halbe Eifel fährt darüber in die Stadt. Auch heute Morgen ist schon viel los. Der samstägliche Einkaufsrausch kündigt sich mit vielen Autos an.

Der Weihnachtsmarkt in der Innenstadt erwacht gerade zum Leben, als wir über Hauptmarkt und Domfreihof laufen.

Es macht einfach Spaß!

Durch den Palastgarten zurück nach Olewig. Achim schlägt noch einen Abstecher durch den Tiergarten vor. Gerne! Dort sind reichlich Gassigeher unterwegs. Der Aufstieg am kleinen Biest ist ein Genuss. Schön weicher Untergrund, kein Eis. Da lässt sich der Puls nochmal richtig in die Höhe treiben.Und dann sind wir schon wieder am Sportplatz.

Eine sehr schöne Runde! Mit alle den kleinen Brücken über die Bäche auf dem Weg zur Mosel und zurück ließ sich die Vorgabe sieben Brücken allerdings nicht ganz einhalten. Es waren wohl neun, wenn ich mich nicht verzählt habe.

Und am Ende verabreden wir uns alle noch für den Silvesterlauf. Das wird ein stimmungsvoller Spaß!

 

 

Spaß im Regen – 1668 Mal Freude beim Deuluxlauf

Langsur und Berlin – was haben diese beiden Orte gemeinsam? Natürlich, ihre herausragenden Laufveranstaltungen. Das ist nicht vergleichbar? Doch, zumindest am Samstag. Die Situation vor dem Start des 21. Deulux-Laufes erinnerte mich sehr an den Berlin-Marathon 2010.

Auch damals hatte der Himmel alle Schleusen geöffnet. Auch damals war es nur eine Frage von Minuten, bis die Hightech-Laufbekleidung formlos vor den Wassermassen kapitulierte. Und die wärmende und sichtbare Dampfwolke, die so ein Knäuel von mehreren Hundert Menschen erzeugt,  kann an diesem nassen Tag auch an der Sauer beobachtet werden.

Mehr als 300 Starter, die gemeldet hatten, haben angesichts der Wetterprognose gekniffen. Dennoch absolvieren am Ende 1668 Läuferinnen und Läufer die Wasserschlacht 2012, den ersten verregneten Deuluxlauf überhaupt.

Einer der Absager ist leider auch mein Lauffreund Christoph, der sich eine dicke Erkältung eingefangen hat. So kutschiere ich also mit Anne und Rudi nach Langsur, als der Regen einsetzt. Obwohl die Veranstalter von der LG Langsur in Richtung Eifel einen P&R-Bus einsetzen, sind an einem solchen Tag alle nur erdenklichen Abstellmöglichkeiten für Autos sehr begehrt. Einige 100 Meter von Mehrzweckhalle und Ortskern  entfernt finden wir ein Plätzchen und machen uns gut gelaunt auf den Fußweg zum Herdenauftrieb.

Da ich schon am Vorabend für Anne und mich die Startnummern organisiert habe, ich musste einige Werbebanner für das Laufportal in die Halle bringen,  ersparen wir uns das Gedränge bei der Anmeldung und steuern direkt den Gemeindesaal an, der als Umkleide und zur Taschenaufbewahrung genutzt wird.

Auf dem Weg spricht uns Jens an, ein Mitglied der Laufbloggemeinde, der sich mit einem strengen Trainingsplan bereits jetzt auf einen Marathon im kommenden Frühjahr vorbreitet. Da ich eh als Tempomacher für Rudi  agieren will, biete ich ihm an, sich uns anzuschließen. Ziel: eine 43er-Zeit.

Rudi hat inzwischen auch seine Startnummer. Es gießt in Strömen, und so warten wir in dem Saal bis zehn Minuten vor dem Start. Zeit genug, um meinen neuen Laufchip einzufädeln. Meinen alten habe ich wohl in der Schweiz liegen lassen. Ärgerlich! Dann nutzen  wir die bekannten Schleichwege, um nicht zu weit hinten in dem riesigen Läuferfeld ins Rennen gehen zu müssen. Anne will es lieber gemächlich angehen. Sie macht ihre eigenen Beobachtungen und beschreibt diese in ihrem Blog Weinbergschnecke. Wir werden uns nach dem Lauf auf der Tribüne der Mehrzweckhalle treffen.

15 Uhr: Startschuss! Die ersten 500 Meter durch den Ort sind wie immer ein Hindernislauf. Warum sich immer so viele langsame Läufer so weit vorne in das Feld einordnen, bleibt ein ewiges Geheimnis.  Erst als wir aus dem Ort hinaus laufen wird es etwas besser.

Es ist zwar nass, aber dank Windstille nicht kalt. Die erste Verpflegungsstation lasse ich wie viele Läufer dank der hohen Luftfeuchtigkeit rechts liegen. Es geht zunächst auf deutscher Seite auf Radweg und Straße  flussaufwärts. In Mesenich wartet die erste Musikkapelle und macht dem Läufertross Beine. Trotz des Regens feuern viele Zuschauer die bemitleidenswert nassen Kreaturen an. Rudi hält gut Kontakt. Jens läuft etwas voraus. Wir treffen Mario aus Sirzenich und freuen uns auch, als wir Holger treffen, einem Gelegenheitsgast unseres Samstagslauftreffs.  Beide bleiben allerdings schnell zurück angesichts des Tempos zwischen 4:15 und 4:20, mit dem wir unterwegs sind.

Unter der Autobahnbrücke hindurch geht es weiter bis Metzdorf, wo der im Gleichschritt der Läufer schwingende Holzsteg den Wechsel auf die Luxemburger Seite markiert. Auf der rutschigen Brücke und der engen Kehre danach ist Vorsicht angesagt, aber zumindest im Läuferfeld um mich herum gibt es keine brenzligen Situationen.

Rudi hat inzwischen etwas abreißen lassen. Immer wieder blicke ich mich um, nehme etwas Tempo heraus. Als er bei Kilometer 6 nicht mehr zu sehen ist, halte ich an – auch auf einem 10er lassen sich Fotos machen – bis er herangelaufen ist. „Auf geht’s!“ All meine Motivationskünste versagen. Zu schnell, zu wenig Training. Er schickt mich nach vorne zu Jens.

Der hat nicht nachgelassen und natürlich inzwischen einen ordentlichen Vorsprung. Mal sehen was geht: Die weiteren Kilometer laufe ich im GA2-Bereich. An der Brücke nach Langsur, etwa 500 Meter vor dem Ziel, bin ich bis auf zehn Meter zu Jens aufgelaufen. Aber er zieht nun auch an. Offenbar wirkt sein Trainignsprogramm.  Er ist nicht einzuholen. Dennoch laufe ich noch an etlichen Startern vorbei. Das sieht auf den Fotos von Holger Teusch einigermaßen angestrengt aus. War es auch.

42:40 handgestoppt im Ziel. Offiziell 42:38. Meine Pacemaker-Funktion hätte ich wunderbar erfüllt, wenn …

Die Erlebnisdusche im Darkroomzelt der Feuerwehr wäre wieder einen eigenen Bericht wert. Noch heftiger ist das Gedränge von nackten und halbnackten Männern in der zum Umkleide umfunktionierten Feuerwehrgerätehaus. Wer hier überleben will, lässt die Kamera in der Tasche.

Und dann zum Finishersekt auf die Tribüne der Festhalle. Von dort lässt sich bald auch die lange Zeremonie der Siegerehrung für alle Altersklassen und auch noch für die Bitburger-Laufcupserie gut verfolgen, die das Siegerpodest einem Dauerbelastungstest unterzieht. Viele Freunde sind hier, Bekannte, Partner von anderen Läufen. Es gibt gute Nachrichten: Der Hochwald-Marathon wird auch 2013 stattfinden. Die LG Meulenwald plant eine neue Veranstaltung.  Und alle sind guter Laune.

Wir treffen Anne, die über ihre gute Zeit zu recht froh ist. Auch Marcel ist endlich da. Er war mit Bettina gelaufen, in einer für ihn kaum erwähnenswerten 52er Zeit. Immer wieder applaudieren wir den Siegern und Platzierten der einzelnen Altersklassen. Flo Neuschwander hat in einer unglaublichen Zeit von 30:51 gewonnen. Die junge Linda Betzler, eine meiner Lieblingsläuferinnen, hat bei den Frauen dominiert: 37:44. Die drei Männer, die in der M80-Klasse gelaufen sind, haben leider schon die Heimreise angetreten.

Der Deuluxlauf in Langsur hat einen eigenen Zauber. Das zeigt sich auch in diesem Jahr. Aber warum immer wieder so viele Frauen und Männer  an die Sauer kommen, ist schon ein Geheimnis. Ich vermute, weil es so etwas wie der Abschluss des Wettkampfjahres ist.

Der Silvesterlauf in Trier zählt da nicht. Der läuft außer Konkurrenz. Ein eigenes Happening.

 

Den offiziellen Bericht und viele tolle Bilder von Holger Teusch gibt es im Laufportal des Trierischen Volksfreunds

 

(Und jetzt habe ich auch die vielen Rechtschreibfehler korrigiert, sorry)

 

Schlammschlacht II

Warum der heutige Morgen im Zeichen der Rumpfgymnastik stand, ist leicht zu erklären. Der Allerheiligen-Feiertag ist zwar eine prima Möglichkeit, die Beine hochzulegen. Der konstante Regen lud auch nicht unbedingt nach draußen ein.

Am späten Nachmittag juckte es allerdings dann so in den Füßen, dass zumindest eine Stunde Bewegung sein musste. Mein Laufkumpel Christoph hatte denselben Gedanken und wollte gerade beim mir durchklingeln, als ich ihm damit zuvorkam.

Fünf Minuten später freuten sich zwei Läufer in gelben Jacken über ihren Entschluss, einen gemiensamen Lauf anzugehen. Eine kurze Lücke in der Wolkendecke ließ sogar einige Sonnenstrahlen durch. Und nach gut einem Kilometer hörte auch der Regen auf und machte genau für die Zeit Pause, in der wir zu den Mattheiser Weihern und durch das Tiergartental unterwegs waren.

Der obere der beiden ehemaligen Fischteiche der Abtei St. Matthias ist fast leer. Nicht der schönste Anblick aber notwendig, weil das Ufer mit Steinen befestigt wird, um das Unterspülen der dort stehenden Bäume zu verhindern. Einige hatten schon den Halt verloren und waren in den See gekippt.

Zum ersten Mal seit dem Winter kamen meine wasserdichten Crossschuhe zum Einsatz. Da machte jede Begegnung mit einer Pfütze Spaß. Und  weil wir eh schon eingesaut waren, haben wir den Schlammpfad nicht ausgelassen, in den sich die schöne Schleife durch den Wald bis zum Brückchen bei Regen verwandelt.

Größtes Hindernis an diesem Tag: ein ausgebüxtes Rind, das uns erst einmal keinen Platz machte und vor uns her spazierte. Der Spruch des Tages kam von einer  entgegenkommenden Gassigeherin, die offenbar Angst hatte, dass ihr halbgroßer Hund den Widerkäuer erlegt: „Ach die (Kuh) gehört nicht zu Ihnen?“ …

Am kleinen Biest haben wir dann noch Karin aufgegabelt, die sich nach uns auch zu einer kleinen Runde aufgemacht hatte. Der letzte Kilometer zu dritt.

Dass die Dusche danach bitter notwendig war, stand außer Zweifel. Zudem wartete die Sauna auf uns. So sieht richtige Entspannung aus.

 Hier die Details zum Lauf

Leuchtbojen

Nicht immer hat der goldene Oktober diesen Namen verdient. Zu viele Tage sind trüb, nass und grau. Wahre Läufer hindert das nicht daran, ihre Fitness zu verbessern. Auch nicht das abnehmende Tageslicht in den Morgen- und Abendstunden. Wer also nicht im Dunklen tappen will, muss aufrüsten. Stirnlampe, Reflektoren, Warnweste und ähnliche Dinge warten darauf, wieder aus dunklen Ecken an das schwindende Tageslicht geholt zu werden.
Niemand hat Angst vorm schwarzen Mann. Läufer werden zu Leuchtbojen. Wir erstrahlen, vornehmlich in Neongelb. Böse Zungen behaupten, wir würden das tun, um Aufmerksamkeit auf uns zu lenken, uns Willensstarke, die dem inneren Schweinehund mit Leuchtigkeit die kalte Schulter zeigen. Aber natürlich geht es Früh-, Spät- und Schlechtwetterläufern vor allem um Sicherheit. Wir blinken nur deshalb wie Schaufensterreklamen, um nicht unter die Räder zu kommen. Und die Leuchte am Stirnband soll außerdem Stolperfallen aufspüren. Hochschauen kommt vor dem Fall. Aber Vorsicht bei Gegenverkehr auf Lauf- und Radwegen! Nicht nur durch unterbeleuchtete Zeitgenossen droht Kollisionsgefahr. Wenn die Stirnleuchte zum Flakscheinwerfer mutiert, ist zu viel Blendwerk im Spiel. Und wenn ich deshalb noch einmal beim Lauf an der Mosel fast in den Fluss laufe, werde ich wirklich sauer.