Von der Rolle

Die Überschrift dieses Blogeintrags ist wirklich mehrdeutig gemeint. Bezogen auf meine läuferische Situation trifft sie zu, weil ich es noch immer nicht gewagt habe, wieder schneller als im Fußgängertempo unterwegs zu sein. Am Mittwoch soll sich das ändern. Dann startet der nächste Versuch.

FotoEin moderates Rumpfstabitraining gestern war jedenfalls schon mal möglich. Etwas Muskelkater zeugt heute von meiner Untätigkeit in den vergangenen beiden Wochen. Weitere Folgen hatte es nicht. Das stimmt mich positiv.

Zum Gymnastikprogramm gehört in der Regel auch der Einsatz der Blackroll. Die Lockerung der Waden und auch der Rückenmuskulatur mit der harten Styroporrolle tut wirklich gut.

Das meint auch meine Frau, die das Teil kurzerhand mal ihren Patientinnen und Kolleginnen in der Physiotherapie ihrer Klinik präsentiert hat. Ergebnis: Der Hersteller dürfte inzwischen ein sattes Verkaufsplus verbuchen. Das Mutterhaus der Borromäerinnen hat sich jedenfall mit Blackrolls eingedeckt. Und viel Patienten meiner Frau wohl auch. Die Welt sehnt sich nach Lockerheit, besonders wenn es um Muskeln und Faszien geht.

Alle von der Rolle also. Ich kann’s nachvollziehen.

An solchen Tagen …

  • regnet es in strömen
  • was nicht schlimm ist
  • die Beine wollen eh noch Ruhe
  • dann eben Rumpfstabi vor dem Fernseher
  • und Erinnerungen an ein paar tolle Tage
  • in der Schweiz…

Regenpause

Es schüttet hier im Westen, was das Zeug hält. Kommt mir gar nicht so ungelegen. Die Wade muckt noch immer ein wenig. So fällt es nicht schwer, auf das Laufen heute zu verzichten.

Als Alternative taugt das Turnen auf der Gymnastikmatte: Rumpfstabi-Übungen, das ist so etwas wie Yoga ohne fließende Übergänge.

Zweimal die Woche sollten Pflicht sein. Einmal hab‘ ich schon 😉

Blau und wackelig

Jetzt habe ich also auch eines. Die Zeit der doppelt gefalteten Isomatte ist vorbei. Ich bin Eigentümer eines Luxus-Stabi-Pads!

Immer schön auf die Fußaußenkanten. Das hilft bei Plattfüßen.

Heute morgen gleich ausprobiert. Ganz schön wackelig, die Halteübungen auf einem Bein. Und die doppelfüßigen Übungen sind anspruchsvoll. Für die Fußmuskulatur sollte das aber höchst effektiv sein. Erster Eindruck: absolut empfehlenswert.

Und danach gab’s noch Rumpf-Stabi-Übungen, Strecksprünge und Wadenlift (3×15 Wiederholungen je Seite), Stretching.

Morgen dann wieder auf der Piste. Vielleicht ist der morgendliche Hochnebel dann ja verschwunden. Und nicht erst um 12 Uhr.

Body and Soul

Nein, die Woche beginnt nicht mit einem Lauf. Ja, Rumpfstabi und Koordination auf Gymnastikmatte und Stabi Pad stehen an. Und wieder freue ich mich über einige neue Übungen. Wo das alles wohl noch hinführen wird?

Wobei ich mir bei der bekannten Übung Liegestütz gedacht habe, dass ich die wieder etwas regelmäßiger in das Training integrieren muss, so schwer wie sie mir gefallen sind.

Sonderbarerweise habe ich am Samstag beim einzigen dezent längeren Lauf der vergangenen Woche meine Achillessehne wieder gespürt. Und das in der Ruhewoche! Seitdem bin ich etwas irrtiert, woher das denn nun wieder kommt. Dieses Problem schien schließlich seit Monaten gelöst… Oder habe ich beim Nordic Walken einen Fehler gemacht? Mein Knie macht dagegen keinerlei Probleme mehr.

Wer hat eine Idee?

 

Dr. Sauna und die Alternative

Heute der Ruhetag in dieser Woche. Ganz ohne geht aber nicht. Ein wenig Rumpfstabi-Training wird nicht schaden. Auf der Gymnastikmatte vor dem Fernseher also wieder eine intensive Einheit. Dabei Konzentration auf Übungen für Bauch, Rücken, Schulter, Arme und Seiten (wie nennt sich eigentlich diese Muskulatur?).

Hier ist es nachts noch immer saukalt. -13 Grad am Morgen. Da fällt es auch nicht schwer, einmal auf den Morgenlauf zu verzichten 😉

Zum Thema Eiseskälte und Laufsport meine aktuelle Kolumne in der Regionalzeitung Trierischer Voksfreund:

Dr. Sauna und die Alternative

Bei zweistelligen Minustemperaturen zu laufen ist ein heißes Thema. Das zeigen die vielen Reaktionen auf die Kolumne der vergangenen Woche. Viele Sportärzte raten ab -10 Grad grundsätzlich von Sport im Freien ab, weil dann die Wahrscheinlichkeit, sich eine Erkältung oder noch Schlimmeres einzufangen, deutlich steige.
Andere Ärzte, vor allem jene, die selbst Sport treiben, empfehlen den Freiluftsport auch in diesen Tagen mit dem Hinweis, dass dies – die richtige Kleidung, Fitness und Vorsichtsmaßnahmen vorausgesetzt – das Immunsystem stärke. Erst recht, wenn sich das mit einem Saunabesuch verknüpfen ließe.
Dass ich eher ein Befürworter der Philosophie von Dr. Sauna bin, wird niemanden überraschen. Wichtig ist allerdings, die Atemluft nicht ungewärmt in die Bronchien zu lassen. Ein zweilagiger Buff – ein als Mundschutz verwendbares Halstuch mit Luftschlitzen, wie es im Sportfachhandel zu bekommen ist – erweist sich dazu als Hilfsmittel der Wahl. Seit ich den habe, bleibt die Sturmmütze im Schrank. In die Nähe von Bankfilialen traue ich mich in meinem derzeitigen Laufoutfit vorsichtshalber allerdings nicht.
Ein Freund von mir muss solche Vorsichtsmaßnahmen nicht treffen angesichts seiner konsequent umgesetzten Ankündigung, erst wieder zu laufen, wenn die Temperaturen die 10-Grad-Marke überschritten haben. Plusgrade wohlgemerkt.
Einfach wird es für ihn dann sicher nicht, um wieder in Tritt zu kommen.
Aber es gibt ja noch eine Alternative: das Laufband. Wer den Winter scheut und nur in sommerlichem Outfit läuft, kann dies dank Laufband auch in einem vor Wind und Wetter geschützten Raum tun.
Selbsttest. Kein Fernseher da und auch keine Musik dabei. Etwas monoton also. Der Schweiß rinnt dennoch in Strömen angesichts des gewählten Tempos. Wow. Neue Bestzeit über zehn Kilometer. Die Freude darüber hält sich allerdings in Grenzen. So flach (und eintönig) wie auf dem Band ist schließlich keine Strecke der Welt.
Weiter TV Kolumnen im Internet: www.volksfreund.de/laufen

Schnee, Rumpfstabi und Wadenpumpe

Koordination und Kraftraining lautet also das Motto für den zweiten Tag des Marathontrainings für Hamburg. Da ich in der Regel eh am Dienstag meinen Gymnastiktag habe, fällt mir das nicht besonders schwer.

10 Min.
einlaufen
+
3 x 10-12
WDH.
Wadenheben
pro Bein
+
30 Min.
Rumpfstabi
+
Stretching

Da im Plan aber auch noch zehn Minuten Einlaufen vermerkt ist, gehe ich zumindest für eine klitzekleine Runde am frühen Morgen raus in eine wunderbar weiße Winterlandschaft. Es sind zwar nur zwei bis drei Zentimeter Schnee, die da malerisch auf Büschen und Bäumen liegt. Um Nebenstraßen, Bürgersteige und Radweg stellenweise mächtig glatt werden zu lassen, genügt das aber.

Und weil gut zehn Minuten viel zu wenig sind, um ausreichen frische Luft zu tanken, mache ich die anschließenden Wadenpumpenübungen an der Treppe im Garten. Unter den amüsierten Blicken von Schweini, unseres Schweinedrachens.

Jetzt kommt an der Mosel die Sonne raus und ich freue mich schon auf das Programm vom Mittwoch: 15 Kilometer im Tempo 5:30. Das wird ein Genusslauf

 

Gymnastikstunde eines Sitzläufers

Noch immer angeschlagen. Deshalb heute mit Rücksicht auf die Gesundheit nicht gelaufen, sondern eine Gymnastikstunde eingelegt. Dabei waren einige neue Übungen einzubauen. Warum, das ist auch in meiner neuen Kolumne nachzulesen, die heute im Trierischen Volksfreund erschienen ist.

Alles im Blick: Jens Nagel analysiert den Lauf des Kolumnenautors.

 

Sitzläufer

 

Da bleibt nichts verborgen! Wer glaubt, er habe den perfekten Laufstil, dem empfehle ich eine Bewegungsanalyse. Nicht, dass ich grenzenlos von meiner Technik überzeugt wäre. Ganz schlecht kann sie aber nicht sein – dachte ich bislang angesichts der Kommentare ob meiner angeblichen Leichtigkeit.
Nun also die Probe auf das Exempel: zwei schweißtreibende Stunden, für 200 Euro nicht ganz billig, ausgefüllt mit Glieder-, Körperfett- und Blutdruckvermessung, Laufen auf dem Band – barfuß, mit leichten Straßenschuhen, mit Trailschuhen. Videoaufnahmen von vorn, von hinten, von der Seite.
Mit dem Vorsatz, dem Übungsleiter den besten aller Laufstile zu präsentieren, ist es spätestens bei der Ansage vorbei, man(n) müsse in einem Tempo von 11,5 Kilometer/Stunde laufen. „Dann kann niemand mehr seine wirklichen Bewegungsabläufe verbergen …“
Wie wahr das ist, weiß ich, als ich schweißtriefend vor dem Monitor stehe und mein nur mit einem Slip bekleidetes Ebenbild über das Laufband hetzen sehe. Auf den ersten Blick ganz okay, aber als TV-bewegt-Coach Jens Nagel mit der Analyse beginnt, ist es mit der Leichtigkeit vorbei: Ich laufe in leichter Sitzhaltung, bin ein Sitzer mit deutlich einseitigem Armschwung, der die linke Großzehe zu sehr und die Unterschenkel zu wenig anhebt. Gut, dass Jens gleich all die Übungen verrät, mit denen sich das verbessern lässt. Aber zumindest eine Erkenntnis ist erfreulich: Meine leicht gestützten Schuhe, die passen zu mir.

 

Zum Abheben

Rutschpartie in Waxweiler. Foto: Holger Teusch

Nach der Trockenheit kommt der Regen. Und davon gibt es seit dem Wochenende auch in der Region Trier genug. So werden die Läufe im Gelände zunehmend zu schönen Schlammfestivals. Bei Wettkämpfen, wie dem Crosslauf in Waxweiler, hält es da nicht mehr jeden auf den Beinen. Denn bei vollem Tempo können sich abschüssige Strecken in wahre Schleuderpisten verwandeln, besonders dann, wenn am Ende des Abhangs eine enge Kurve wartet.

Mir sind die Crosslaufwettkämpfe, wie sie derzeit in der Eifel sportliche Läufer anziehen zu kurz und zu heftig. Ich ziehe einen ruhigen Trailauf ohne Stampeed Stampede-Gefahr vor. Und wenn die Waden dann schön dreckig werden, ist das, wie Volker es beschreiben hat, in der Tat eine Art von Trophäe.

Heute habe ich darauf allerdings verzichtet, weil der virtuelle Wochenplan den Dienstagmorgen in der Regel für eine Stunde Rumpfstabi auf der Gymnastikmatte vorsieht.

Fast wie Schweini

So wie unser Gartenwächter „Schweini – der Schweinedrache“ habe ich mich heute gefühlt. So sehr rotiert, dass nicht einmal Zeit für einen vernünftigen Blogeintrag geblieben ist.

Aber morgen ist auch noch ein Tag. Anders als der meist für die Rumpfstabi reservierte Dienstag geht es dann im ersten Tageslicht wieder auf die Piste. Und danach … steht wieder ein Tag mit vielen Besprechungen an, unter anderem über die Laufprojekte 2012. Da tut sich einiges … Mehr dazu zu gegebener Zeit.