Sonne!!!!!

IMG_4551Was für ein Tag! Sonne satt. Aber ich war vernünftig und bin nicht schon wieder gelaufen. Auch wenn es in den Füßen juckte. Stattdessen ein schön langer Spaziergang. Natürlich mit der neuen Kamera. Wieder ein wenig ausprobiert. Nicht alle Experimente sind geglückt. Aber keine Sorge, hier zeige ich nur das, was die Vorauswahl überstanden hat.

IMG_4587Ich kann mit nicht überwinden, das in Briefmarkenform zu tun. Deshalb müsst Ihr eben mal wieder scrollen. Ich hoffe, es wird nicht zu viel. Wer sich all das mal selbst ansehen will: es ist der Start des Saar-Hunsrück-Steigs in Trier.

IMG_4552Wie es mir geht? Prächtig, mal abgesehen von dem leichten Kratzen im Hals und einem etwas schmerzenden Nagelbett am Großzeh. Aber … Die Leiste gibt Ruhe! Macht keinen Mucks, kein Störsignal, alles ruhig. Ich kann das gar nicht recht glauben nach dem ungeplant langen Lauf gestern. War tatsächlich eine verdrehte Hüfte Ursache für meine Probleme? Abwarten und weiter hoffen. Daumen drücken, bitte!

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Homeland

Gestern Abend leider vom Homeland-Fieber gepackt. Dank kompletter Staffel auf DVD wurde die Nacht ziemlich kurz. Seit langem mal wieder mit dem Gefühl aufgestanden, ich hätte noch eine Mütze Schlaf mehr vertragen können. Aber was soll’s. Frühstück für die Familie gemacht, Medikamente gechluckt – ja, immer noch -, Kinder in die Schule verabschiedet. Frau zu Arbeit und dann doch noch einige Schritte an der frischen Luft.

herbst 20131Das war schön und hat die Lebensgeister wirklich geweckt: Heimat statt Homeland. Und zur Belohnung gab’s auf dem ersten Kilometer des Saar-Hunsrück-Pfades sogar einige Sonnenstrahlen.

13 – 22 – 19

Schwere Beine, Dauergrinsen und die Freude über einen Tag selbst verordnete Laufpause. So lässt sich in aller Kürze mein Gemütszustand beschreiben nach drei Laufeinheiten in zwei Tagen. Meine Wochenilometerzahl liegt damit schon bei 74 – und wenn am Samstag wirklich nochmal 27 hinzukommen, werde ich wohl einen neuen persönlichen Rekord aufstellen.

13

Die Sonne strahlt an diesem Mittwochvormittag vom Himmel. Da steht außer Frage, dass nach einem Tag Sightseeing in Köln die Laufschuhe geschnürt sein wollen. Meine gelben Trabuco hatten sich so sehr über den Ausflug am Montag durch das Unterholz gefreut, dass sie fast automatisch wieder den Mattheiser Wald anpeilen.

01-DSC00903Da bis zum gemeinsamen Mittagessen mit der Familie nur 1,5 Stunden Zeit sind, verwerfe ich die Pläne für eine weite Runde über Konz-Roscheid und nehme am Weingut von Nell den Weg hoch in Richtung Heiligkreuz, am noch frostigen Anglerteich vorbei, weiter hinauf zum Hofgut Maria Hof.

02-DSC0090603-DSC00907Nach dem Hundesportplatz noch zwei Kilometer weiter und dann einen krassen Trail hinunter ins Goldkäulchen.

04-DSC0090805-DSC00911Zurück geht es diesmal nicht über die Kernscheider Höhe, sondern wieder hinunter in den Tiergarten, wo auf  Mountainbike-Fahrer zwei natürliche Wegesperren warten. Bitte nicht zu schnell also!

07-DSC0091508-DSC00916Ach ja, nach gefühlt Jahren laufe ich erstmals wieder zu Musik. Gar nicht so übel. Culcha Candela und die Fantastischen Vier sind meine Favoriten. Hip-Hop und deutscher Rap-Gesang. Das passt gut zum Laufen.

22

Meinem Schatz habe ich gerade angeboten, am späten Nachmittag nochmal eine ruhige Runde gemeinsam zu laufen, als Christoph anklopft. Ob ich nicht Lust habe, mit ihm vor dem Mittwochslauftreff ein Stündchen voranzustelllen und dann noch ganz ruhig mit der Gruppe zu laufen?

09-DSC00918Ja, wenn es nicht zu flott wird, höre ich mich sagen, obwohl ich schon ahne, dass das mit dem ruhigen Laufen nichts werden könnte. Und tatsächlich kommt es, wie es kommen muss: Herr Lauftreffleiter verschätzt sich bei der Runde über Tarforst, Avelertal – hier wird mit viel Aufwand der Aveler Bach renaturiert – und Kürenz erheblich. Ich gebe meine Bedenken nicht wirklich deutlich zur Kenntnis. Und schon werden die letzten fünf dieser zwölf statt zehn Kilometer zu einem Tempodauerlauf.

Dennoch ist die Lauftreffgruppe schon weg, als wir um zehn Minuten verspätet am Treffpunkt ankommen. Sie sind auf den Petrisberg gelaufen, wie ich später von meinem Schatz erfahre. Dumm nur, dass Christoph und ich den Trupp genau in der anderen Richtung vermuten, so dass wir bis zur Moselschleuse bei Konz laufen und am Fluss entlang zurück. 22,23 Kilometer sind es am Ende. Meine Beine, wer hat die einbetoniert?

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Dass ich heute mit meinem Arbeitskollegen Oliver eine Verabredung hatte, ließ sich nur schwer ändern. Aber da sich auch Dominik angekündigt hatte, kam das eh nicht in Betracht. Bedingung: keine schnelles Tempo bitte.

10-DSC00919Um 9 Uhr kommt also mein junger Lauffreund den Berg heraufgespurtet. Er hat immerhin schon mehr als drei Kilometer hinter sich, bevor wir gemeinsam weiterlaufen. Wieder hinauf nach Tarforst. wo wir 30 Minuten später mit Oliver verabredet sind. Oberhalb vom Weingut Schleimer werden Weinberge mit neuer Erde planiert.

Vor allem die Hüftbeuger zwicken nach den hügeligen 35 Kilometern vom Vortag ordentlich. Aber sobald die Muskulatur warm ist, geht es erstaunlich gut.

12-DSC00924Oliver ist sofort auf dem Sprung, als wir bei ihm klingeln. An so einem sonnigen Morgen müssen wir einfach hinauf auf den Heidenkopf und weiterhoch zur Schell.

13-DSC00925Eine wie immer traumhafte Aussicht belohnt für die verbrannten Kalorien.

11-DSC0092114-DSC00935Das ist auch bei der ehemaligen Fluchtburg auf Naumett so, wo wir uns eine kleine Pause gönnen, um über Waldrach und das Ruwertal zu blicken.

15-DSC0093716-DSC00938Vor 14 Tagen lag hier im Schatten noch reichlich Schnee. Der bewaldete Hang, an dem wir nun entlanglaufen, hat den interessanten Namen Gotterberg. Die gefrorenen Pfützen und skurrile Eiszapfen dokumentieren die Kälte, die auch unsere Nasen am Laufen hält.

17-DSC00944Diese fünf Kilometer lange Runde bis zum Wegekreuz des Saar-Hunsrück-Steigs, die uns Birthe im Herbst gezeigt hat, ist längst eine meiner Lieblingsstrecken. Auch wenn hier ordentlich Höhenmeter zu bewältigen sind. Faszinierend, wenn auf der einen Seite des Weges lichtdurchfluteter Laubwald die Augen verwöhnt, auf der anderen Seite der dunkle Nadelwald den Tieren Zuflucht bietet.

19-DSC00946Oliver schlägt sich tapfer. Für ihn ist das sicher eine herausfordernde Routenwahl. So schlägt er vor, nun den direkten Weg hinunter nach Tarforst zu suchen. Auf diesem Verbindungsstück zum Wanderweg war ich noch nie. Es bietet eine prächtige Aussicht. Und im Wald hält sich der letzte Flecken Schnee des Winterfrühlings.

18-DSC00945Nachdem wir unseren durchschwitzten Trainingsanzugträger bei ihm Zuhause abgeliefert haben, suchen wir für den Rückweg den Trail, dessen Einstieg wir auf dem Hinweg entdeckt hatten. Ein steiler Weg an einer wunderbar grün leuchtenden Natursteinmauer entlang führt hinunter ins Tal. Jetzt noch ein Kilometer auf dem Radweg, dann ist auch diese 19 Kilometer lange Tour bewältigt.

20-DSC00949Jetzt ist aber genug. Morgen gönne ich mir definitiv eine Laufpause. Und dennoch: Es fühlt sich gut an 😉

 

 

 

 

20 im Schnee

Heute versinken große Teil von Rheinland-Pfalz und Baden-Würtemberg im Eischaos. In Trier scheint nach dem Regen heute Morgen, der eine dicke Eiskruste auf den Schnee gezaubert hat,gerade mal wieder die Sonne. So wie gestern Nachmittag, als sich erstmals seit Woche, zumindest gefühlt war es so lange her, der blaue Himmel über eine wunderbaren Winterlandschaft zeigte.

DSC09902Am Morgen war das anders. Auch schön, aber ziemlich monochrom weiß, so dass der Kontrast in den Fotos von einem wunderschönen 20er über Petrisberg und Heidkopf.

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Wieder ein neuer Läufer lässt unser Quintett zum flotten 6er werden. Michael heißt er und kommt aus der Nähe von Offenburg wegen seiner Freundin alle paar Wochen nach Trier. Die Statur verrät, dass er der Fußballerfraktion angehört und das Laufen eher nicht zu seinen Hauptsportarten zählt.

Aber er ist gut drauf, sehr sympatisch und ziemlich flott. Christoph – heute erstmals in schön gelber Jacke -, der am Samstag in der Regel die Laufwege bestimmt, will derm Schwarzwälder die Region zeigen. Das bedeutet – ganz klar – wir dürfen in die Höhe. Besonders für Achim, der erstmals seit einer Erkältung wieder dabei ist, wird das eine Herausforderung.

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Also erst mal zum Aussichtpunkt in der Sickingenstraße. Die Gesellschaft des Gastes ermöglicht ein Gruppenbild ohne Selbstauslöser. Damit ist die Galerie für das geplante Fotobuch zum Laufjahr 2012 vollendet.

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Durch den Wald an Franzens Knüppchen vorbei durch den Petrispark. Im Weidengraben links hinunter ins Avelertal und von dort hoch auf den Heidkopf, wo der Wind deutlich eisiger über die weiten Flächen bläst.

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Der Blick über die Neubaugebiete auf der Tarforster Höhe motiviert, den Rückweg über den ersten Abschnitt des Saar-Hunsrück-Steiges zu wählen. Der Matsch der vergangenen Woche ist gefroren und mit einer weichen Schneeauflage gepolstert. Schön, auch der Gedanke an das Frühjahr, wenn dieser Weg entlang blühender Wiesen zu meinen Lieblingsstrecke zählt.

DSC09887DSC09892Die 400 Jahre alte Eiche bei Irsch ist wie zu jeder Zeit beeindruckend. Dann noch en Stück durch den Wald und an den Weinbergen entlang und hinunter ins Olewiger Tal. Achims Akku ist leer, er nimmt den direkten Weg ins Tal.

DSC09889Kurz vor dem Sportplatz meint Michael, er sei noch nie 20 Kilometer am Stück gelaufen. Die Garmin zeigt 19,2 Kilometer an. Also stapfen wir noch zwei Runden um den Sportplatz, damit unser Gast diese magische Marke durchbrechen kann.

DSC09897Ich bin gespannt. ob er in zwei oder drei Wochen wieder dabei sein wird. Bei Dominik, unserem Neumitglied, ist das keine Frage mehr. Er wird vermutlich im Frühjahr seinen ersten Marathon laufen.

DSC09899Am Nachmittag dann die Sonne. Ein Spaziergang musste noch sein. Und ein Foto zum direkten Vergleich mit dem Morgen gibt es auch noch.

DSC09903strecke samstagslauf 050112

 

Distanz: 20,50 km
Zeit:2:09:31
Ø Pace6:19 min/km
Kalorien:1.476 cal
Positiver Höhenunterschied: 324 m

 

 

 

 

Neuland

Der letzte Samstag des Jahres – der letzte Samstagslauf 2013 2012. Kein Kontakt zu Achim, Absage von Marcel, Christoph noch nicht wieder zurück aus dem Weihnachtsurlaub … Auf Rudi kann ich mich allerdings als Laufpartner verlassen. Und tatsächlich hat es auch Birthe endlich einmal geschafft.

Sie hatte mir gestern früh schon von einer besonders schönen Strecke erzählt, die auf der Höhe über Trier-Filsch von der „Schell“ …

zur ehemaligen Fluchtburg im „Naumett“ führt.

Dort bietet sich von einem Felsensporn ein sehr schöner Blick auf Waldrach.

Auf halber Höhe über dem Ruwertal geht es weiter bis zum Saar-Hunsrück-Steig im Gewann mit dem passenden Namen „Die Gott“.

Die Sonne spitzt inzwischen durch die laublosen Bäume und verwandelt den von Blättern bedeckten Boden und das phosphoriszierend aufleuchtende Moos in einen Zauberwald.

Von dort wieder etliche Höhenmeter auf wunderbar weichen Wegen hoch auf den „Heidenkopf“ …

und an der Domäne Avelsbach vorbei über den Petrisberg …

… zum Aussichtspunkt in der Sickingenstraße, wo sich ein wunderbarer Blick auf die Altstadt von Trier bietet.

Birthe hatte vorsorglich ihren Laufrucksack für Jacke und Getränk angeschnallt. Angesichts der ingesamt 2:20 Stunden, die wir unterwegs sind, keine schlechte Entscheidung. Ich habe lediglich eine Handvoll Rosinen in der Jackentasche (besondere Grüße an Margitta, die mir einmal diesen Tipp gegeben hat), allerdings nichts zu trinken.

Entsprechend schwer sind die Beine auf den letzten zwei von insgesamt 24 Kilometern vom Amphitheater zurück nach Olewig. Das ändert allerdings nichts an der Freude über diesen tollen Lauf, zumal sich die Sonne in voller Pracht zeigt, seit wir zurück auf der Höhe waren. Das alles bei 9 Grad und kaum Wind. Ein Traum!

Hier Details und Streckenverlauf

Danke Birthe, für die neue Streckenvariante! Wir werden sie nicht zum letzten Mal gelaufen sein. Es war ein gelungener Abschluss für die Samstagsläufe 2012. Der wirklich letzte Lauf in diesem Jahr wird am Montag der Silvesterlauf in Trier sein. Acht Kilometer mit viel Stimmung in der City. Wer das noch nicht erlebt hat, kann sich noch anmelden. Aber bitte hurtig. Es gibt nicht mehr viele Startplätze.

 

Quassel-Longjog

Anstieg zum Schellberg. Marcel ist übrigens nicht geschrumpft. Alles eine Frage der Perspektive.

Schön war er, dieser besondere Samstagslauf. Zwar blieb die Sonne hinter der grauen Wolkendecke verborgen und der Ausblick auf dieser Panoramatour war nicht so atemberaubend, wie er hätte sein können. Dennoch war es ein besonderer Spaß.

Denn:

  1. war es der Einstieg von uns Hamburg-Marathon-Startern in die wirklich langen Vorbereitungsläufe. Mit 26 Kilometern lagen wir am Ende sogar zwei Kilometer über den angepeilten 24.
  2. Hatte das damit zu tun, dass unsere Gäste, Yvonne und Dirk aus Schweich, unbedingt auch das „Große Biest“ kennenlernen wollten. Gegen Ende der Tour sind wir diesen giftigsten aller Anstiege im Tiergarten als angegangen. Atemraubend und endorphinausschüttend.
  3. Gönnte sich die ganze Truppe danach ein ausgedehntes spätes Frühstück, wobei es jede Menge Geschichten und Erlebnisse zu erzählen gab. Und sich wieder einmal bestätigte, dass Läufer einfach sympathische Menschen sind.

... der Beweis

Mit Yvonne und Dirk haben wir jedenfalls neue Freunde gefunden. Ihre Topplatzierungen in den Ergebnislisten der regionalen Läufe werde ich also in Zukunft noch interessierter verfolgen.

Die Tour hatte – so sind die Panoramaläufe an der Mosel eben – wieder reichlich Höhenmeter. Um auf die Korlinger Höhe zu kommen, nutzen wir den wunderbaren Einstieg zum Saar-Hunsrück-Steig und danach noch unbefestigte Wege, die sich mit wunderbar weichem Untergrund präsentierten.

Verschnaufpause

Bei Sonne wäre die Aussicht noch besser gewesen

Hinauf auf den Schellberg und über den Heidkopf zu den Weinbergen oberhalb der Domäne Avelsbach bis zu der burgähnlichen Ruine, die über das Tal wacht. Und von dort zur Domäne zurück, hoch nach Neu-Kürenz und auf den Petrisberg.

Hier ist es bereits wieder flach. Aber die Bezwingung des Großen Biests zaubert ein Lächeln in die Gesichter von Dirk und Yvonne.

Den Retzgrubenweg steil hinunter und dann zum Großen Biest im Tiergartental. Nach 2:40 Stunden sind wir wieder am Sportplatz Olewig. Mit schweren Beinen und voller Freude über einen tollen Lauf.

Christoph und Achim nehmen die Variante Kleines Biest...

Jetzt ist wieder Ruhe im Haus. Der Rest des Nachmittags wird gefaulenzt. Das haben wir uns verdient…

Traumschleife Ruwer-Hochwald: Natur mit voller Wucht

Mit 80 von 100 Erlebnispunkten gehört die neue Traumschleife Ruwer-Hochwald, die im idyllisch gelegenen Örtchen Hentern an den Saar-Hunsrück-Pfad grenzt, zu den am höchsten bewerteten Erlebnistouren in der Region Trier.

Bei bestem Wetter haben wir das als Familienausflug getestet. Die letzten drei der insgesamt 12,8 Kilometer voller phantastischer Natureindrücke haben wir nach vier Stunden Tour abgekürzt. Da die Jungs aber die Strecke fast doppelt gegangen sind, so sehr waren sie teilweise in Fahrt, und auch noch diverse Klettereinlagen dazugehörten, war das kein Dilemma und die Einkehr im örtlichen Gasthof hochverdient.

Wer eine passende Beschreibung zu der Strecke lesen will, findet den Bericht meines Kollegen Axel Munsteiner hier.

Ich beschränke mich auf eine Reihe optischer Appetitmacher. Viel Spaß damit!

… und das ist ein Ergebnis des letzten großen Hagelsturms….

Wadenbeißer im Hochwald

Wo hatten sich diese elendigen Wadenbeißer im schönen Hochwald nur versteckt? Ich habe sie nicht gesehen, sont wäre ich ihnen vielleicht entkommen. So aber schnappten sie zu, als die Ruwerquelle gerade zum zweiten Mal passiert war. Ende des Genusslaufs, Anfang von zwölf Kilometern Kampf und Krampf…

Aber zunächst einmal zum Positiven: Ich habe den kleinen Metallläufer, der auf alle Finisher des Hochwald-Marathons wartete. Er steht im Regal und wird mir eine schöne Erinnerung bleiben für einen schönen Lauf, der noch viel schöner hätte sein können.

Tolles Wetter, viele nette Leute, gute Gespräche, tolle Organisation durch den Spiridon Hochwald e.V. Eine landschaftlich phantastische Strecke über den Saar-Hunsrück-Steig, mit einigen wunderbaren Trailpassagen, die zum Teil mächtig steil waren. Vermutlich waren die es, in Kombination mit einem Mineraliendefizit, die mir die ganz große Freude an diesem Lauf vermiesten.

Denn das ständige aktive Überspringen von Wurzeln in Verbindung mit kräftigen Steigungen hat vermutlich meine Beine etwas zu stark gefordert. Ich analysiere mal so, dass ich in den vergangenen Wochen durch die Probleme mit der Achilleswade eher mit flacher Fußstellung gelaufen bin. Und nun wurde auf einem großen Teil der Strecke extremer Vorderfußlauf mit viel Schnellkraft erfordert.

Fotostopp beim ersten Mal über den Knüppeldamm. Da ging es noch gut.

Die gute Nachricht: Die Achillessehne gibt auch am Tag nach dem Marathon Ruhe. Die schlechte: Die Waden schmerzen noch ziemlich nach den Krämpfen, die sie am Vortag mehrfach steinhart werden ließen. Nur mit immer wieder eingebauten Dehnungspausen habe ich das letzte Viertel der Strecke geschafft. Dabei hat mir auch sehr geholfen, dass mein flotter Laufpartner auf mich gewartet hat. Danke Marcel!

Mit all den Pausen sind wir beide dann nach etwas mehr als vier Stunden ins Ziel gekommen. Meine Garmin hat auf der Strecke wohl einige Aussetzer gehabt, denn sie hat nur knapp 41 Kilometer gemessen, die bin ich aber offenbar in 3:45 Stunden gelaufen…

Wie auch immer: Ich habe nette Leute getroffen, zumindest am Anfang des Laufs gute Gesprächge geführt. Und so langsam macht sich auch der Stolz breit, den Lauf überstanden zu haben.

Heute Morgen dann virtuell mitgelaufen beim Berlin-Marathon. Hätten wir nur vergangenes Jahr so ein Wetter gehabt…. Phantastischer Weltrekord von Makau. Was mich aber emotional noch viel stärker berührt hat, war der Auftritt von Florian Neuschwander, der das scheinbar locker mit Paula Radcliff und danach mit Irina Mikitenko gelaufen ist.

Am Mittag dann ein kurzes, nicht ganz schmerzfreies  Auslaufen mit Sohn#2 im Tiergarten. Jetzt ist erst einmal Ruhe angesagt. Ich werde diesmal nicht den Fehler machen und zu schnell wieder intensiv trainieren.

Und den Wadenbeißern werde ich beim nächsten Mal ein Schnippchen schlagen. Die bekommen mich nicht mehr.

Trauriges und Traumschleife

Ende der Funkstille. Ein verlängertes Pfingswochenende geht dem Ende entgegen. Viele schöne und einige traurige Momente. Traurig besonders ein Krankenbesuch heute Nachmittag. Einer lieben Freundin werde ich in den nächsten Wochen ganz fest die Daumen drücken, dass nach der noch anstehenden Chemotherapie bei ihr alles wieder gesundheitlich ins Lot kommt. Sie und ihre Familie haben das einfach verdient!

Dann werden wir wieder gemeinsam wandern gehen. Zum Beispiel eine der schönen Traumschleifen des Saar-Hunsrück-Steigs. Am Pfingstsonntag war es der Grenzlandpfad Morscheid. 15 tolle Kilometer. Mit Oliver, seiner Familie und einer Freundin mit Sohn aus Berlin haben wir das zu einer Abenteuertour gemacht. Fünf Erwachsene und sechs Jungs auf traumhaften Pfaden mit abenteuerlichen Steigungen, Felsen, über weite Wiesen und Getreidefelder. Picknick mit leckerem Baguette, Käse und Wein (natürlich nur für die Erwachsenen), und — jede Menge Zecken.

Eine wahre Armada dieser Biester klammert sich an die Grashalme, um sich von arglosen Wanderern und Tieren abstreifen zu lassen. Rekord waren an diesem Tag 21 Stück an Jans Beinen. Aber alle wurden sorgfältig abgepflückt, bevor sie zubeißen konnten. Und am Abend kamen bei der Nachkontrolle vor dem Duschen auch keine weiteren Blutsauger zum Vorschein.

Zu den Traumschleifen insgesamt ist zu sagen: absolut empfehlenswert! Sie sind toll ausgeschildert und führen immer auf einem Rundkurs zurück zum Ausgangspunkt. In unserem Fall war das Sommerau, ein idyllisch gelegenes Dörflein an der Ruwer.

Wäre nicht jeweils eine Anfahrt mit dem Auto notwendig, dann hätte ich die ein oder andere Runde sicher schon im Laufschritt bewältigt. Aber das ist vielleicht ein Vorhaben, das sich noch verwirklichen lässt.

Der Alltag beginnt dann wieder am Dienstag. Und der wird wieder laufend begonnen. Nach einigen Tagen Pause, um die doch etwas strapazierte Wade zu schonen. Tiergartental, ich komme!

25 Kilometer Freude und Frühling

Allen Wettervorhersagen zum Trotz: An der Mosel setzt sich der Frühling mit voller Kraft durch. Die leichte Schleierbewölkung lässt die Sonne zwar nicht in voller Kraft scheinen. Es genügt aber, um die Menschen an diesem wichtigen Wahlsonntag bei Laune zu halten.

Auch am Samstag war das Wetter prima. Ideal für den langen Samstagslauf. Eine große Runde von Olewig, über den Kleeburger Weg zum Unicampus, nach Tarforst auf die Höhe und auf der Strecke des Saar-Hunrück-Steigs hinunter ins Ruwertal nach Kasel. Auf dem Ruwer-Radweg bis zur Mosel.

Weiter über die Einsbahnbrücke Pfalzel und auf dem Moselradweg zurück nach Trier. Kaiser-Wilhlem-Brücke, Hauptmarkt, Palastgarten und am Amphitheater vorbei zurück zum Sportplatz Olewig.

25 Kilometer voller Freude mit Freunden und einem mit aller Macht die Natur in seine Gewalt bringenden Frühling.

Jetzt ins Wahllokal, dann noch etwas essen und ab in die Redaktion. Da wird es angesichts der beidne Wahlen in rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg heute besonders spannend.