Der Letzte im alten Jahr

Das war er also, der letzte Gemeinschaftslauf des Samstagslauftreffs Olewig . Und Zur Feier des Tages sind Marion und Bernd mit dabei. So eine Weihnachtsfeier am Vorabend motiviert also doch.

DSC04567Damit es nicht zu brutal wird, starten wir ausnahmsweise um 14 Uhr. Leider erreicht diese Info Michael nicht mehr rechtzeitig, der ebenfalls seit längerer Zeit mal wieder mit unserer Truppe unterwegs sein wollte. So dreht er um 8 Uhr alleine seine Runde, ist aber rechtzeitig zum Frühstück wieder bei der Familie.

DSC04566Wir einigen uns derweil, zunächst um die zwölf Kilometer zu laufen und danach mit der Kernmannschaft nochmal eine Runde im Tiergartental anzuhängen.

DSC04573Eine schön bunte Truppe sind wir. Besonders Marc hat sich farbenfroh herausgeputzt, als wollte er für eine arikanische oder südamerikanische Mannschaft Fußball spielen.

DSC04575DSC04577Hinauf also durch die Weinberge zum Unicampus, an der alten Eiche vorbei nach Irsch. DSC04586Dann an der Burg vorbei den Trail am Wasserwerk hinunter ins Tal und zurück zum Sportplatz. Dort verabschieden sich Marion und unser Senior.

DSC04590Zuviert dann also noch eine Runde im Tiergarten. Marcel fehlt heute, weil er im Weißhauswald mit dem Rad unterwegs ist.

DSC04593Das große Biest hinunter und dann noch die Waldrunde. Christoph bekommt die zweite Luft und legt gemiensam mit Dominik ein ziemlich flottes Tempo vor. Ich halte mich mit Marc etwas zurück und schließe erst am kleinen Biest wieder auf.

DSC04597Knapp 19 Kilometer und 306 positive Höhenmeter sind dann aber auch genug für diesen Tag. Schwere Beine. Das liegt vielleicht auch an dem leichten Infekt, der immer noch in mir steckt.

Das war es also mit den Samstagsläufen 2013. In der kommenden Woche werde ich schwänzen müssen. Und auch der Silvesterlauf findet in diesem Jahr ohne mich statt.

Das Laufen in Gemeinschaft ist für mich eine wichtige Sache. Das habe ich besonders während der vier Monate Laufpause deutlich empfunden. Aber jetzt werde ich hoffentlich wieder regelmäßig dabei sein. Danke an Christoph, unseren Coach, meinen lieben Freund und Nachbarn!

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Ein schönes Gruppenbild zum Abschluss des Laufjahres: Dominik, Marion, Bernd, Christoph, Marc und Grinsemann Rainer.

Das Wichtigste am Sonntag: Keine Nachwirkungen, weder in der Leiste, noch in Sachen Erkältung. 🙂  Wohnzimmer umgeräumt. Baum aufgestellt und geschmückt. Weihnachten kann kommen!

Fotosafari mit der Neuen

02-IMG_4308Ein schöner Samstagslauf bei leichtem Niesel-Nebelregen zum Einstieg in die freie Woche. Die Fotos davon lasse ich heute erst einmal sein. Davor gibt es eine erste Kostprobe davon, was meine neue digitale SLR so drauf hat. Bei schlechtem Licht und ohne Blitz eine Fotosafari durch eine brechend volle Altstadt von Trier.

03-IMG_4313In die Bedienungsanleitung der Kamera habe ich mich noch nicht eingelesen. Deshalb ist der erste Einsatz innovativ und teilweise noch ein wenig hilflos, weil ich erst nachlesen muss, wie sich zum Beispiel schnell der Multispot-Autofokus auf einen zentralen Schärfepunkt umstellen lässt.

05-IMG_4315Das ist ganz einfach per Knopfdruck möglich, wie ich inzwischen weiß. Wie so manche andere Funktion auch. Vertraut ist einem die Canon auf den ersten Handgriff. Die wesentlichen Bedienungselemente sind noch immer dort, wo sie auch bei meiner analogen Spiegelreflex waren. Aber die neue kann viel mehr und hat deshalb auch eine ganze  Reihe mehr Knöpfchen, Wipp- und Drehelemente.

08-IMG_4318 09-IMG_4320Und dann noch dieses Objektiv! Allein Größe und Gewicht signalisieren: Profiteil. Feste Lichtstärke 1/4 bei einem Zoombereich 24-105 MM. Damit lässt sich schon etwas anfangen.

16-IMG_433717-IMG_4338Canon EOS 70D mit Canon Zoom EF 1/4 L IS USM. Das wird Spaß machen. Allerdings ist mein neuer Fotoporsche zu schwer und groß, um ihn beim Laufen mitzunehmen.

Hier weitere Impressionen von einem vorweihnachtichen Trier im Kaufrausch:

10-IMG_4321 12-IMG_4325 13-IMG_4326 14-IMG_4327 15-IMG_4336 18-IMG_4341 20-IMG_4348 19-IMG_4343 22-IMG_4359 21-IMG_4357 24-IMG_4329  04-IMG_4314 06-IMG_4316 07-IMG_431723-IMG_4361

 

 

336

Gefühlt 3000, aber es waren real „nur“ 336 Höhenmeter, die mir heute bei unserem Samstagslauf die Beine schwer werden ließen. Da macht sich das wochenlange Aussetzen und vorsichtige Herantasten an alte Umfänge doch bemerkbar.

1-DSC04263Christophs Vorschlag, zum Weißhauswald zu laufen, musste ich noch ablehnen, da diese Runde zwar wunderschön, mit mindestens 22 Kilometern aber für mich noch definitiv zu lang ist. Einen erneuten gesundheitlichen Rückschlag will ich jedenfalls nicht riskieren. Und die etwas mehr als 17 Kilometer in 1:42 Stunden heute werden ja schon eine Steigerung um fast zwei Kilometern und zehn Minuten im Vergleich zum vergangenen Samstag sein.

2-DSC04264Birthe hatte gestern Abend noch gemailt, dass sie sich uns vielleicht mal wieder anschließen würde. Und tatsächlich steht sie um 8 Uhr gemeinsam mit Marc und Marcel am Sportplatz, um Christoph und mich zu empfangen. Wir laufen von unseren Haustüren immer die 300 Meter zum Treffpunkt.

Viermal gelb, einmal blau. So machen wir uns also noch etwas müde in der Morgendämmerung auf den Weg in Richtung Irsch. Denn wenn nicht Weißhauswald, dann soll es die Filscher Höhe sein, die wir uns auf der kürzeren Runde erkämpfen. Die 330 Meter hoch zum Heidkopf sind tatsächlich ein Kampf. Vor alllem, wenn wir sie wie heute fast komplett auf direktestem Weg angehen. Das ist selbst für Birthe ein Kracher. Allerdings nur, weil sie erst vor einer Woche den 51 Kilometer langen Obersauertrail gelaufen ist – und in der Damenwertung gewonnen hat.

3-DSC04267Es ist schön, mal wieder mit ihr zu reden. Auch wenn meine Form derzeit 35 Kilometer von ihrer entfernt ist. Angesichts dessen hätte ich auch auf die Winterhose verzichten und wie Marcel in kurz laufen können. Das Merinoshirt unter der Jacke wärmt auch ordentlich, obwohl die Morgendämmerung nicht so recht weichen will. Ein trüber Tag, der meine nicht sehr lichtstarke Kamera vor Herausforderungen stellt. Jetzt wird es doch mal Zeit, die GoPro mitzunehmen., die im Handling allerdings etwas komplizierter ist.

4-DSC04268Ein fotografischer Trick bei solchen Verhältnissen ist es, die Kamera in die Bewegungsrichtung der Läufer mitzuziehen. Wenn dann ein wichtiger Bereich des Bildes einigermaßen scharf ist, gelingt in der Regel eine dynamisch wirkende Aufnahme.

5-DSC04270Schön sind die Ausblick von da oben. Da lohnt sich der anstrengende Anstieg auf jeden Fall. Weniger anfreunden kann ich mich allerdings derzeit noch mit langen Gefällstrecken. Die bekommen meiner Leiste noch nicht wirklich.

6-DSC04273Hinunter also zur Domäne Avelsbach, hinauf nach Tarforst und über den Unicampus in Richtung Petrsiberg. Kurz nach dem Geozentrum verabschiede ich mich von den Anderen, die noch bei zum Aussichtpunkt an der Sickingenstraße laufen wollen. Das würde mir zu weit werden. Alleine also gemütlich die zwei Kilometer durch die Weinberge hinunter nach Hause.

8-DSC042809-DSC04285Ein schöner Lauf. Es geht voran. Ich freue mich auf den Winter!

Vier Monate

Es war am 20. Juli, als dieses schöne Foto entstanden ist. Fünf glückliche Männer die gemeinsam ihre Freude am Laufsport genießen.

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Viel ist seitdem passiert. Für mich haben die folgenden Wochen und Monate vor allem die längste Verletzungspause meiner Laufkarriere bedeutet. Beruflich war es dafür umso heftiger. Um so mehr fehlten mir in dieser Zeit die gemeinsamen Samstagsläufe und meine Morgenrunden unter der Woche.

Nun komme ich langsam wieder in Tritt. Und nach Wurzelweg- und Deuluxlauf an den vergangenen beiden Wochenenden war es heute, fast auf den Tag genau vier Monate nach dem letzten Mal, wieder so weit: Samstagslauf mit Freunden.

3-DSC04190Dass Rudi, Achim, Dominik und Marcel heute nicht dabei sind, ist natürlich schade. Aber da ich weiß, dass Rudi nach ebenfalls langer Verletzung auch wieder auf dem Weg der Besserung ist, wird er hoffentlich bald wieder dabei sein. Marcel und Dominik sind heute verhindert. Von Achim habe ich – leider – schon länger nichts mehr gehört. Aber Christoph – der „Vater“ des Samstagslauftreffs – ist dabei. Marc als noch relativ frisches Mitglied im Samstagsteam, habe ich in Konz und Langsur schon kennengelernt. Und Michael, der Gast aus Ludwigsburg, war auch schon einige Male mit dabei.

1-DSC04184Auf meine Bitte also heute eine Runde mit nicht mehr als 16 Kilometern. Tiergarten – Goldkäulchen – Mattheiser Wald – Mariahof – Olewig. Diese klassische Winterroute wird es heute sein, allerdings ohne Schnee, dafür mit viiiiel Matsch. Schön tief sind die Wege im Tal. Und irgendwie freue ich mich über jede Pfütze.

2-DSC04188Dass Christoph seine neuen Schuhe an hat … Die sehen nun jedenfalls nicht mehr so fabrikneu aus. Und die langen Steigungen nehmen mir auch noch ein wenig den Atem. Das liegt aber vielleicht auch ein wenig an der guten Unterhaltung mit den anderen Jungs. Nach gut zehn Kilometern glaube ich auch wieder ein leichtes Ziehen in der Leiste zu spüren. Bis ich auf Halbmarathon- bzw. Marathondistanz bin, wird es also noch einige Zeit dauern. Aber Ziele braucht der Mensch, und so suchen Christoph und ich den Luxemburg-Marathon am 31. Mai 2014 heute als Fixpunkt für das kommende halbe Jahr aus.

4-DSC04196Schön war’s! Der Samstag ist wieder fest gebucht. Durch den Winter kommen und dabei Form finden und Verletzung vergessen. So lautet das Motto.

5-DSC04198Euch allen ein schönes Wochenende!

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Silberstreif

04-DSC03298Der Jauchzer hätte ein echtes Alpenecho verdient gehabt. So ließ der lautstarke Ausruf von Freude lediglich das Wild und vielleicht auch einige Spaziergänger aufschrecken, die an diesem späten Vormittag im Domherrenwald unterwegs waren.

10-DSC03281Es war kein beschwerdefreier Lauf. Aber zumindest war es seit Wochen die erste Runde, auf der ich zeitweise kein Ziehen in der Leiste gespürt habe. Ein überwältigendes Gefühl, als ich auf der Kernscheider Höhe angelangt war.

11-DSC03274 09-DSC03283 08-DSC03286Ich will nicht verschweigen, dass mir angesichts dieses etwas kräftigeren Silberstreifs am Horizont sogar ein paar Tränen über die Wangen liefen.

07-DSC03289Knapp sieben Kilometer mussten genügen. Ein Wiedersehen mit lieb gewonnenen Ausblicken und Landmarken. Und jetzt warte ich gespannt, wie der Körper reagiert. 06-DSC03292

05-DSC03293 Ich werde nichts übertreiben. Es scheint endlich eine Besserung in Sicht. All die guten Gedanken und das Daumendrücken meiner Lauffreundinnen und -freunde haben mit dazu beigetragen. Ich danke Euch dafür!

02-DSC03300 01-DSC03302Zu euphorisch will ich aber nicht werden ….

 

 

Morgenwonne

Ein Freundschaftslauf ab 17 Uhr in Hasborn oder der Morgenlauf um 8 Uhr vor der Haustür? Das war die Frage für diesen Samstag. Da aber nur Marcel am Nachmittag Zeit hätte und zudem die Temperaturen dann gerade ihren Siedepunkt überschritten haben dürften. fiel die Entscheidung auf den frühen Lauf. Ein letztes Gemeinschaftserlebnis vor dem Urlaub mit den Jungs vom Lauftreff. Achim, Dominik, Marcel und – reichlich Euphorisch nach überstandenen Knieproblemen – Rudi, erstmals seit Wochen.

05-DSC02475Aber was soll ich viel schreiben … Die Runde auf den Schellberg mit der schattigen Fünf-Kilometer-Schleife oberhalb des Ruwertals entlang und an der Domäne Avelsbach zurück zum Sportplatz Olewig war ein geselliges Lauferlebnis erster Güte. Was hoffentlich auch in den Fotos dokumentiert ist, die eine prächtige Hochsommerlandschaft zeigen.

01-DSC02458 02-DSC02461 03-DSC02465 04-DSC02466 06-DSC02478 07-DSC02480 08-DSC02485 09-DSC02491 11-DSC02493 12-DSC02494 13-DSC02499

Die Grashalme aus Stahlrohr, die einmal die Verkehrsinsel bei Zerf im Hochwald zierten, sind nun Schmuck für diese Wand bei der Domäne Avelsbach. Als Kreiselkunst waren sie angeblich zu gefährlich für zu schnelle Motorradfahrer.

Die Grashalme aus Stahlrohr, die einmal die Verkehrsinsel bei Zerf im Hochwald zierten, sind nun Schmuck für diese Wand bei der Domäne Avelsbach. Als Kreiselkunst waren sie angeblich zu gefährlich für zu schnelle Motorradfahrer.

 

Vier Helden

1-DSC02336O.k., vielleicht ist der Titel etwas übertrieben. Aber ein wenig stolz sind wir vir schon, dass wir es nach längerer zeit endlich mal wieder geschafft haben, am frühen Samstagmorgen zu einem gemeinsamen Lauf aufzubrechen.

2-DSC02345Achim, Dominik, Marcel und meiner einer. Wie immer Treffpunkt am Sportplatz. Rudi kommt mit dem Rad, um zu verkünden, dass er mit seinem Besuch eine Stunde später und eher etwas kürzer laufen werden. So machen wir uns zu viert also auf den Weg. Es soll die 18er-Runde werden: Tiergarten-Goldkäulchen-Mariahof-Tiergarten. Nicht zu lang, nicht zu anspruchsvoll und doch mit einigen hübschen Steigungen, natürlichen Hindernissen  und Rampen.

3-DSC02347Schließlich bin ich noch Rekonvaleszent, Marcel laboriert noch etwas mit dem Knie, Achim ist eher in Halbmarathonform und Dominik … der muss halt etwas ruhiger machen. Beim Stadtlauf ist er eine sensationelle 1:25er Zeit gelaufen. Das ist auf unserer ruhigen Tour bei tollen Temperaturen und etwas Wind natürlich ebenso Thema wie der Hospizlauf, unsere gesundheitlichen Problemchen, Lauftechniken und die Projekte im Herbst und in weiterer Zukunft.

5-DSC02358Zu den Gruppenfotos benötigen wir einige Anläufe. Da sind wir ganz offensichtlich auch inzwischen etwas aus der Übung.

6-DSC023617-DSC02364Als wir nach knapp zwei Stunden wieder am Sportplatz ankommen, ist es für Achim und mich genug für heute. Dominik und Marcel laufen noch die gut 20 Minuten nach Hause. Für sie ist jeder Samstagslauf 40 Minuten länger als für mich.

8-DSC02372Schön war’s. Nächsten Samstag gerne wieder. Und dann … Urlaub!!!! Bis dahin wartet aber noch jede Menge Arbeit. Wobei ich daran heute eigentlich nicht denken wollte …

Danke fürs Lesen. Euch allen ein sonniges Wochenende!

Auf der Höhe

Nach einigen Wochen mit flachen Strecken und weniger Kilometern heute also wieder ein Longjog in profiliertem Gelände. Schließlich steht in einer Woche ein Freundschaftslauf mit Gästen aus allen möglichen Ecken Deutschlands und sogar Österreich an.

DSC01304Denen wollen wir natürlich auch etwas von der Stadt und unserer schönen Landschaft zeigen. Und das geht bekanntlich am Besten von oben.

DSC01302Heute also erst einmal auf dem Saar-Hunsrück-Steig bis nach Filsch. Die Apfelbäume blühen so herrlich auf den Wiesen. Es ist ein Traum. Auch die 600 Jahre alte Eiche bei Filsch treibt neu aus.

Über den Heidenkopf hinauf auf den Schellberg. Immerhin 425 Meter ist der hoch. Aber allzuviele Panoramafotos will ich heute nicht zeigen. Die Gäste sollen das schließlich mit eigenen Augen bewundern.

DSC01307Die schönen Schleife zum Aussichtpunkt über Ruwer ist ein Muss. Der Wald mit seinem frischen Grün lässt sich kaum beschreiben. Dass einige extrem tiefe Stellen auf dem Weg verdichtet worden sind, ist ein kleiner Service für unseren Lauf.

DSC01309Vor lauter Gequatsche mit Christoph, Marcel und Michael verpassen wir eine Abzweigung, so dass die lange Bergaufgerade noch länger wird. Dafür geht es zum Heidenkopf umso länger bergab. Chrsitoph und michael wollen nur 2 Stunden unterwegs sein. So nehmen wir den Weg an der Domäne Avelsbach vorbei hinauf nach Neu-Kürenz und über das Unigelände zum Geisberg, wo die beiden sich von Marcel und mir verabschieden.

DSC01310Wir bleiben auf der Höhe und nehmen den Petrisberg in voller Länge bis zum Aussichtpunkt in der Sickingenstraße ins Visier.

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DSC01314Spätestens jetzt wird klar, dass der Weg länger wird als gedacht. Denn statt der vermuteten 25 Kilometer stehen am Sportplatz Olewig 28 auf der Garmin.

DSC01315Leider fehlen noch 15 Minuten für die angepeilten drei Stunden heute. Es bleibt uns also nichts anderes übrig, als noch eine kleine Waldrunde im Tiergartental zu drehen. Nochmal berauf, kleines Biest runter, kleines Bist hoch und wieder hinunter zum Sportplatz.

3:10 Stunden, 32 Kilometer, 600 Höhenmeter. Schwere Beine. Gutes Gefühl. Das ist die Bilanz am Ende. Aber das werde ich unseren Gästen sicher nicht zumuten abgesehen von dem guten Gefühl.

 

Longjog in der Regenpause

8 Uhr, 5 Grad, leichter Regen. Trinkgürtel mit zwei Fläschchen angeschnallt, Rosinen und Gel in der Tasche. Kompressionssocken. 3/4 Tight, Sportunterhemd, Halstuch und die gelbe TV-bewegt-Jacke. So die Eckdaten für den geplanten und ersehnten Longjog heute. Christoph ist ähnlich gut präpariert. Und sogar Marcel – der Hungerkünstler – hat eine Stärkung eingepackt.

01-DSC01198Wir einigen uns schnell auf die grobe Strecke: Zur Kyll in Ehrang und dann mal sehen. Drei Stunden Laufspaß sind das Ziel. Aber bitte möglichst erst mal zur Mosel und nicht den wenig schönen Weg durch Kürenz.

In der Kleingartenanlage „Tempelbezirk“ leuchtet uns die gelbe Jacke von Anne entgegen, die es auch geschafft hat, zu frühen Stunde unterwegs zu sein. Zu mehr als einem freudigen Hallo und Winken reicht es an diesem Morgen nicht. Wir wollen nicht nur an, sondern vor allem in den Fluss kommen, den „flow“, den Margitta in einem ihrer Blogeinträge in der vergangenen Woche so hübsch beschreiben hat.

02-DSC01200Über die Kaiser-Wilhelm-Brücke auf die andere Moselseite. Der Regen hat aufgehört, und die grauen Wolken geben ein imposantes Schauspiel über der glatten Mosel. Durch das falsche Biewertal läft es sich schöner als auf dem Moselradweg. Zudem lässt sich auf dem Weg dorthin der wunderschöne Blick auf Trier genießen.

03-DSC01201Alles grünt, blüht und duftet. Es ist ein Traum und eine Meisterleistung, wie sich die Welt in dieser Woche verändert hat. Eine riesige Magnolie zieht im bewohnten Teil des Tals unsere Blicke auf sich.

04-DSC01202Durch Biewer geht es auf den Moselradweg. Am Trierer Hafen beeindrucken die vielen Bauteile von Windrädern, die hier warten, um auf irgendwelche Höhen in der Region transportiert und dort montiert zu werden.

09-DSC01215Weiter geht es in das idyllische Pfalzel. Ein Stadtteil mit großer Geschichte und mächtigem Verteidigungswall. Da ob war ich noch nie, also nutzen wir die Chance und sind überrascht von den Dimensionen.

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07-DSC01207Gute Gelegenheit für einen Schluck aus der Pulle und ein Gruppenbild fürs Jahrbuch.

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Als die Autobahnbrücke bei Ehrang in Sicht kommt, ist Christoph überrascht, dass wir schon 1:45 Stunden unterwegs sind und 18 Kilometer in den Beinen haben. Es fühlt sich noch gar nicht so an. Dennoch wird es nichts mit dem Abstecher zur Burg Ramstein. Da hätten wir am Ende sonst fast 50 Kilometer auf dem imaginären Tacho …

10-DSC01216An der renaturierten Kyllmündung entlang – die Natur hat sich dieses nun wieder idyllische Stück Land zurückerobert – peilen wir den Aufgang zur Autobahnbrücke an. Der Weg auf die andere Flusseite ist nciht gerade der schönste und leiseste, dan man sich vorstellen kann. Aber die paar hundert Meter sind schnell vorbei und auf dem Radweg in Richtung Ruwer ist der Lärm schnell vergessen. Erinnerungen an den Hospizlauf leben auf.

13-DSC01224In Ruwer lassen wir uns von Jürgen anfeuern, der hier überraschenderweise unseren Weg kreuzt. Er hatte mit uns vor zwei Jahren in Stockholm den Marathon gefinisht. Unsere kleine Laufgruppe kann von wirklich vielen schönen Erinnerungen zehren, die auch lange Läufe kurzweilig werden lassen.

Durch die Riverisstraße geht es nach Kürenz, wo Marcel vorschlägt, durch das Avelertal hinauf nach Tarforst zu laufen. Ist schöner als durch den Stadtteil. Also gehen wir es an, obwohl wir schon 2:30 Stunden unterwegs sind. Einige Rosinen eingeworfen, noch ein Schluck Wasser. Das Halstuch ist längst in der Jackentasche verstaut. Christoph wird es unter der Laufkappe auch zu heiß.

11-DSC01220Hinauf – das zweite Gruppenfoto zeugt davon, dass wir noch nicht auf dem Zahnfleisch robben -, an der Domäne Avelsbach vorbei, dann noch einige Meter hoch und hinüber zum Unicampus. Der wurde am Donnerstag vom Bundesverband der Landschaftsarchitekten zu einem von 100 besonderen Orten in Deutschland ernannt. Zur Liste gehört beispielsweise auch der Olympiapark in München.

12-DSC01223Die vielen Kunstwerke auf dem Trierer Campus sind nun mit erklärenden Hinweisschildchen versehen. Laokoon 86 von Waldemar Otto musste für die Feierstunde die gehäkelten Hosen wieder runterlassen und streckt seinen bronzenen Bauch wie eh und jeh in Richtung Tal.

14-DSC01225Am Geozentrum nimmt Marcel schließlich den Weg in Richtung Petrisberg, um nach Hause zu kommen. Christoph und ich laufen durch die Weinberge hinunter nach Olewig. Der Ausblick auf blühende Büsche und ergrünende Hänge ist auch bei bedecktem Himmel ein Traum.

15-DSC01228Nach 3:10 Stunden und etwas über 33 Kilometern erreichen wir schließlich wieder unseren Startpunkt.

16-DSC01229Wir sind glücklich. Endorphine schwappen über. Heute hätten wir auch einen Marathon laufen können … Und die Sehne? Bei Kilometer zehn glaubte ich sie zu spüren – kleine Sorgen – dann war der psychosomatische (?) Anflug von Schmerz aber wieder weg und kam nicht wieder. Möge es so bleiben!!!!

P.S.: 30 Minuten nach dem Lauf setzt der Regen wieder ein 😉