Atemlos auf dem Dach der Welt

Laufen geht noch immer nicht. Aber an so einem verregneten Tag lassen sich ja zumindest Texte schreiben, die sich um das Laufen drehen. Die Reportage, die in den nächsten Tagen in dieser oder in etwas gekürzter Form im Trierischen Volksfreund erscheinen wird, will ich den Freunden und Gästen meines Blogs nicht vorenthalten.

Morgenlauf mit Fernsicht.

Atemlos auf dem Dach der Welt

Der Panoramaberg Muottas Muragl bietet nicht nur für Wanderer ganz besondere Erlebnisse

Wie ist es, in einer Höhe über 2500 Metern zu laufen?  TV-Redakteur und Flachland-Läufer Rainer Neubert wollte die Antwort wissen. Er nutzte dazu einen Aufenthalt im Oberengadin in der Schweiz.

Die ungläubigen Worte meines Freundes klingen mir im Ohr, als mich mein Smartphone zur programmierten Zeit aus den Träumen von sonnenüberfluteten  Berggipfeln und tiefen Bergseen zerrt. „Du willst morgen früh tatsächlich hier oben laufen?“, hatte er mich am Abend gefragt.  Soll ich wirklich? Der innere Schweinehund macht sich kurz bemerkbar, hat aber keine Chance. Denn der Blick aus dem Fenster registriert wolkenlos blauen Himmel. Die Sonne ist noch nicht aufgegangen. Es ist der Beginn eines Prachttages

Zehn Minuten, zwei Kekse  und zwei Glas Wasser später stehe ich auf der Terrasse des Berghotels Muottas Muragl, das in dieser Nacht meine Unterkunft war. Es ist frisch, um die 10 Grad, windstill. Das Langarmshirt wird als Kälteschutz genügen. Über dem Tal mit seinen Seen liegt noch Frühnebel. Hier auf 2456 Metern Höhe, am Ende der 105 Jahre alten Standseilbahn, ist das kein Thema.

105 Jahre alt: Die Standseilbahn auf den Muottas Moragl.

Ich weiß, welche Tour ich in Angriff nehme. Während der Wanderung gestern und auf der Karte hatte ich mir das angeschaut. Da waren wir zu der 2700 Meter hoch gelegenen und nach dem dort 1899 verstorbenen Maler Giovanni Segantini  benannten Hütte aufgestiegen. Der Weg über die sauber verlegten Steinplatten durch ein mächtiges Geröllfeld ließe sich auch laufen. Susanne Bonaca und Angelo Baggenstos, sie bewirten die Hütte, bekommen dort in der Regel allerdings Besuch von Gästen in schweren Bergstiefeln. Für Läufer ist diese Höhe eine zu große Herausforderung.

Susanne Bonaca hat als Wirtin der Segantinihütte viel zu bieten: leckere Spezialitäten und immer gute Laune.

Von der Segantinihütte 400 Höhenmeter hinunter zur Alp Languard und auf dem Panoramaweg an der Bergflanke entlang zurück zum Muottas Muragl. Das war gestern im zügigen Wandertempo schon reichlich schweißtreibend. Als Laufrunde wäre das allerdings auch mehr als doppelt so lang als das, was ich mir für diesen Morgen vorgenommen habe: Vier Kilometer zum 2713 Meter hoch gelegenen Lej Muragl und wieder zurück. Der höchste Punkt der Strecke liegt auf 2750 Meter, also fast anstrengende 300 Meter höher als mein Ausgangspunkt. Das hat der Blick auf die Wanderkarte verraten.

Aber heute Morgen gibt es kein Kneifen: Auf dem Wanderschild, das den Weg weist, ist zu dem kleinen See eine Wanderzeit von 1,5 Stunden angegeben. Die Lauf-Uhr bleibt aus, soll nicht stören. Nur das Smartphone darf meine morgendliche Heldentat anhand der aufgezeichneten Stelliten-Daten dokumentieren…

Und los geht’s.  „Ich werde gehen, wenn es zu steil wird“, spreche ich mir Mut zu angesichts des Anstiegs, der das Aufwärmen zum Kinderspiel werden lässt. Was macht die Atmung? Geht schnell. Der Puls? Geht schneller. Einen Pulsgurt trage ich auch bei Läufen im Flachland und in den Weinbergen bei Trier nicht.  Hier in den Alpen käme er sicher an seine Belastungsgrenze. Also: Tempo rausnehmen und nicht ans Limit gehen. Apropos. Auf dem zweiten Kilometer wird es einfach zu steil zum Laufen. Flottes Schritttempo also, zumindest zügiges …

Murmeltiere pfeifen hell, huschen von den Hügeln am Hang links. Pfeifen die etwa den seltsamen Typen in schwarzen Laufklamotten aus?  „Warum läufst Du eigentlich im Schatten?“, fragt ich mich mein zweites Ich angesichts der zunehmend vom frühen Sonnenlicht überfluteten Hänge rechts von mir. Die Steine, Felsstufen und Tritte auf dem Weg vor mir liegen noch im Düstern. Endlich steigt der Pfad flacher an. Es geht sogar ein Stück bergab! Der Puls beruhigt sich. Ich wusste doch, dass Laufen auch in dieser Höhe Spaß macht!

Der Lej Moragl am frühen Morgen.

Und da ist endlich  das Blitzen der Sonne, die über den Bergkamm spitzt. Der See liegt vor mir, spiegelglatt reflektiert er die mächtigen Gipfel von Piz Languard und Piz Muragl. Ich bleibe stehen, staune, lausche der Stille. Atemlos. Jetzt nicht mehr nur wegen des Laufens.

Ein Flachlandläufer am Ziel seiner (Tor)Tour.

Natürlich habe ich wie immer meine kleine Kamera dabei. Diese Momente wollen dokumentiert werden … Der Weg zurück ist leicht. Denn was zuvor bergauf so schwer zu bezwingen war, führt nun bergab. Das Tal liegt vor mir. Die Sonne scheint. Welch ein Panorama! „Verliere nur nicht ganz den Blick für den Weg“, warnt meine innere Stimme vor möglicherweise fatalen Fehltritten. O.k. – ab und an lohnt es sich stehenzubleiben. Laufen auf dem Dach der Welt – was für ein Genuss!

Unvergleichliche Lage: Das Berghotel Muottas Morgal.

Nach 80 intensiven Minuten, acht Kilometern und insgesamt jeweils 720 Höhenmetern rauf und runter – auch ein Berglauf kann ganz schön wellig sein – stehe ich wieder auf der Terrasse des Berghotels. Der Nebel im Tal hat sich fast verzogen. „Du hast es tatsächlich getan!“, wird mich gleich mein Freund am Frühstückstisch begrüßen, sobald er mein Dauergrinsen sieht. Ja, ich habe es getan. Es wird nicht mein letzter Lauf in den Bergen gewesen sein.

 

Extra: Muottas Muragl

Der Muottas Muragl ist ein Ausflugsberg in  einer Höhe von 2453 Metern über dem Meer im Oberengadin, Schweiz. Er liegt auf dem Gemeindegebiet von Samedan und bietet einen weiten Ausblick über das Oberengadin mit der Engadiner Seenplatte (Silsersee, Silvaplanersee und St. Moritzsee).

Der Muottas Muragl ist zu Fuß oder mit der Standseilbahn von Punt Muragl (zwischen Samedan und Pontresina) aus erreichbar. Sie hat eine Streckenlänge von 2199 Metern und überwindet 709 Höhenmeter. Sie ist die älteste Bergbahn im Engadin.

Das 2010 komplett erneuerte Romantik Hotel Muottas Muragl wirbt damit, die schönste Aussicht des Oberengadins zu bieten. Quelle: Wikipedia

www.muottasmuragl.ch

Viel Ärger und schöne Erinnerungen

Was für ein Ärger! Ich meine Damit nicht meine Erkälting, die sich als ziemlich hartnäckig erweist. Viel schlimmer ist der Unfall gestern, der auch Ursache dafür war, dass ich hier wieder einen Tag ausgesetzt hatte. Unser schöner Mégane ist vermutlich „wirtschaftlicher Totalschaden“, weil so ein junger Raser auf seinem Motorrad die komplette Seite zerstört hat. Zu allem Unglück sieht es nun auch noch so aus, als wolle er meiner Frau eine Mitschuld an dem Crash geben. So nehmen wir zum ersten Mal unsere Rechtsschutzversicherung in Anspruch, um das zu klären.

Wir sind immer noch froh, dass dem jungen Mann nicht viel passiert ist. Sein übermütiger Fahrstil wird uns aber so oder so einige Tausend Euro kosten, weil wir ein neues Auto brauchen. Der Wiederbeschaffungswert wird vermutlich nicht so hoch sein, um dafür einen gleichwertigen Ersatz zu finden. Mir steigt die Galle hoch, während ich diese Zeilen schreibe. Das sind Dinge, die man absolut nicht braucht, weder Unfall noch zeitraubendes Nachspiel.

Eine ausgedehnte Lauftour würde mir jetzt gut tun, um ein wenig Frust abzubauen. Allein die Erkältung lässt es noch nicht zu. Und so versuche ich es mal mit Erinnerungen an die erste Oktoberwoche, diese wunderbaren Tage im Berner Oberland.

Das letzte Foto vom intakten Auto. 🙁

Ich nehme Euch mit auf eine 6,5 Stunden-Tour von der Iffigalm auf das Iffighorn, hinunter zum Iffigsee und zurück hinunter zum Ausgangspunkt.

Da in diesem Fall Bilder mehr sagen als Worte, halte ich mich nun also verbal zurück.

Nah am Fall

Einen optischen Appetithappen auf die Engstligenalp gab es ja schon gestern. Dieses vom Wildstrubel-Massiv abgeschlossene Hochplateau bei Adelboden ist ein wunderbarer Ort, um zu Wandern und die Seele baumeln zu lassen.

Um dorthin zu kommen, gibt es diverse Möglichkeiten. Für alle, die nicht mit Hubschrauber oder Fallschirm unterwegs sind bietet sich die Kabinenbahn von Unter dem Birg an. Die 460 Höhenmeter auf die 1964 Meter hoch gelegene Alp lassen sich aber auch prima erwandern, auf teils abenteuerlichen und uralten Steilpfaden. Oder man leiht sich an der Talstation eine Klettersteigset und begibt sich auf die als familientauglich ausgeschriebene Route Chäligang, die nur einen Steinwurf von dem mächtigen Wasserfall entfernt emporführt, der seine Wassermassen beeindruckend in die Tiefe schickt.

Für Familien gibt es das in Kombination mit einer Talfahrt zu einem etwas günstigeren Preis. Mit umgerechnet 92 Euro für zwei Erwachsene und zwei Kinder sollte die Gegenleistung dennoch mit nicht zu wenigen Erlebnispunkten aufwarten. Sie tut es!

20 Minuten bis zum Einstieg. Sohn#1 spuckt große Töne, dass es hoffentlich nicht zu leicht sein wird. Sohn#2 dagegen, sonst die große Sportskanone, ist angesichts der mächtigen Felswand vor uns eher leiser als sonst.

Vor uns rauscht also das Wasser aus gefühlt einem Kilometer Höhe herunter, als wir an einem großen Felsbrocken das korrekte Einklinken mit den beiden Sicherheitkarabinern üben. „Immer schön gegeneinander versetzt, damit nicht aus Versehen einmal beide Sicherungen gelöst werden und der letzte Halt verloren geht“, schärfe ich uns ein. Dann geht’s los. Ab in die Wand.

Da wir alle schon einige Wald-Klettergärten bewältigt haben, ist das Gefühl von Klettergurt und Sicherungsseilen nicht neu. Nur Sohn#2 sieht sich vor neuen Herausforderungen, war er bislang doch maximal in fünf Metern über dem Boden unterwegs.

So zittern ihm auch schon nach wenigen hundert Metern die Knie angesichts der zunehmend schwindelerregenden Höhe, die wir erklimmen. Einige beruhigende Worte und die Zusicherung, dass Papa direkt dahinter bleibt und im Zweifelsfall hilft, lässt die Beine aber wieder fest werden. Und fortan meistert Junior gerade die nicht wenigen etwas schwierigeren Stellen schnell und mit Bravour.

Dafür beginnt dort die Schwächelphase von Sohn#1. Von dem Klettersteig bei Mürren, dem mit der langen Seilbrücke in großer Höhe, ist fortan nicht mehr die Rede. Schwierigekeitsgrad 2 auf der Skala von 1 bis 6 genügt fürs Erste. Wobei einige Passagen tatsächlich mindestens im Bereich drei liegen, vor allem wegen der Nässe auf dem Fels und der wenigen Eisenklammern als Kletterhilfe.

An einigen Stellen klettern wir nur wenige Meter neben dem Wasserfall. Ein Traum, auch wegen des Wetters. Sonne und Wolken, einige Nebelfelder, die um die Gipfel ziehen, verwandeln die Landschaft in eine fast surreale Welt. Vor allem, als wir nach 3 Stunden das Kletterabenteuer überstanden und die Endorphine zum „Gipfelfoto“ freien Lauf haben.

Beim nächsten Mal werden wir im Gasthof mit dem wunderbaren Blick von der Terrasse in das sonnenlichtüberflutete Hochtal übernachten, dort am Abend in das warme Wasser des Jacuzzi steigen und das Alpenglühen über dem idyllischen Hochtal genießen.

Aber das wird dann eine neue Geschichte…

Wida dahoam!

So schnell vergeht eine Woche! Der Nussbaum im Garten hat ganz schön Blätter gelassen. Herbstzeit! Auch in den Lenker Alpen, wo die Kühe mittlerweile aus der Höhe in die erste Etage umgezogen sind. Die Sommerweiden dürfen nun noch einmal bis zur letzten Heuernte ruhen. Und dann wird der erste Schnee die schöne Bergwelt in eine weiße Wunderwelt verwandeln.

Fast surreal: die Engstligenalp

Glück hatten wir mit dem Wetter, das sich nur an zwei Tagen von der nicht so sonnigen Seite zeigte. Dass sich der Wetterumschwung zur neuen Woche mir starkem Wind ankündigte, hat mir allerdings leider eine kleine Erkältung beschert. Der Hals kratzt, und irgendwie wird mir heute nicht richtig warm. Der eigentlich geplante Montagslauf mit dem Lauftreff fällt also aus. Vielleicht klappt es ja am Mittwoch.

Ich darf diese Woche noch Zuhause bleiben. Herbstferien in Rheinland-Pfalz. Der Garten freut sich auf die Endvegetationsbehandlung. Und es gibt auch noch allerlei Schriftkram, der zu erledigen ist.

Kurzer Lauf im Färmeltal

Neben Wanderungen, Schwimmbad und Klettersteig hat es in der vergangenen Woche Aktivurlaub immerhin noch zu zwei Alpinläufen gereicht. In den Bergen ist jeder Lauf ein besonderes Erlebnis, der nicht im Tal bleibt. Prädikat: Unbedingt empfehlenswert!

Leider konnte ich nur den kurzen der beiden Läufe aufzeichnen. Wer sich also einen Eindruck vom Färmeltal machen will:

Färmeltallauf

 

An solchen Tagen …

  • regnet es in strömen
  • was nicht schlimm ist
  • die Beine wollen eh noch Ruhe
  • dann eben Rumpfstabi vor dem Fernseher
  • und Erinnerungen an ein paar tolle Tage
  • in der Schweiz…

Auf dem Dach der Welt

Wie läuft es sich in einer Höhe über 2500 Meter? Auf die Beantwortung dieser Frage warte ich schon lange. Zwar versprechen die Bilder und Berichte vieler virtuellen Lauffreunde viel. Es einmal selbst zu erleben, ist allerdings eine ganz andere Sache.

So bot es sich an, einen Kurzurlaub im Oberengadin nicht nur zu schönen Wanderungen zu nutzen. Die Trailschuhe waren vorsorglich mit im Gepäck und kamen auf dem Panoramaberg dieser herrlichen Landschaft zum Einsatz. Wobei nahezu alle Steinriesen, die dieses Hochtal umsäumen, dieses Prädikat verdienen.

Mit der 110 Jahre alten Standseilbahn geht es hinauf zu Muottas Muragl. Diese Bergstation mit dem 2010 komplett erneuerten Berghotel lockt mit einer grandiosen Blick auf die Seenlandschaft des Tales viele Gäste. Es ist der ideale Ausgangspunkt für schöne Wanderungen und mein Start und Ziel für mein Morgenlauf-Höhenabenteuer an der Flanke des Val Muragl.

Keine Menschenseele ist unterwegs. Lediglich das warnende Pfeifen von Murmeltieren „stört“ die Ruhe. Ab und an huscht eines dieser kleinen Pelztiere über die Hügel und Steine neben dem Weg. Der führt hinauf zum Lej Muragl, einem kleinen See, desen glatte Oberfläche auf 2713 Metern Höhe  die Gipfel von Las Sours (3038 Meter) und Piz Muragl (3157 Meter) spiegelt.

Der Weg ist steinig, natürlich, aber gut zu laufen. Besonders die Steigung zu Beginn lässt das Herz allerdings schnell Creszendo schlagen, nicht nur wegen der schönen Umgebung. So ist es ratsam, die steilsten Passagen zu gehen. Dann bleiben die flacheren Abschnitte und vor allem die abfallenden Wegstrecken ein Genuss.

Aber da ich an diesem Morgen für die knapp 9 Kilometer lange Strecke viel Zeit habe, ist das alles kein Problem und bietet die Möglichkeit, das Panorama immer wieder neu zu genießen.

Am Bergsee ein Schluck von dem köstlichen Wasser des Bächleins, das von hier den Weg ins Tal sucht. Und dann der pure Genuss zurück. Denn nun öffnet sich das Hochtal und gibt den Blick frei.

Nach einer Stunde und 20 Minuten ist das Alpenabenteuer beendet. Es wird lange nachwirken und war sicher nicht das letzte dieser Art. Auch wenn ich sicher nicht so schnell wieder in diesen Höhen unterwegs sein werde.

Hier die Details

Schnee, Spaß und Lichtblicke

 

Einige Tage Ruhe im Blog hatten nichts mit einem erneuten technischen Problem zu tun. Oder doch, eine wenig schon, da die Sendemöglichkeit aus der Schweiz doch deutlich eingeschränkt waren.

Die Spiezer Bucht am Thuner See

 

Fünf Tage ohne Lauf, das ist tatsächlich möglich. Aber nur, weil eine alternative sportliche Betätigung an frischer Luft möglich war. Und ich gestehe: die ist mir zeitweise sogar noch lieber als das Laufen.

Nette Jungs vom Skiservice

 

Ich bekenne, ich werde zum Skijunky, sobald ich mit Schnee und ausreichend langen und steilen Hängen in Kontakt komme. Im Berner Oberland durfte das für einige Tage endlich wieder einmal so sein: Skisafari mit den Stationen Adelboden, Zweisimmen und Grindelwald. Das Wetter war zwar nicht unbedingt das, was man als prächtige bezeichnet. Aber unterm Strich war es nicht übel.

Schlechte Sicht ist relativ

 

Herrlicher und tiefer Pulverschnee am ersten Tag. Da genügte am Waldrand die Sicht zu wahren Wonneabfahrten. Ein wenig Sturm machte da nicht so viel aus. Der Regen bis auf 1600 Metern Höhe am zweiten Tag war nicht unbedingt ein Spaßbringer. Aber zumindest kam die große Erwärmung erst am Nachmittag.

Das Ende eines Skischuhs
Zu viel Regen lässt auch einen Skicross-Eurocup nicht zu

 

Die Krönung war erwartungsgemäß dann Grindelwald. Riesige Schneemengen im Skigebiet First im Schatten der Eiger-Nordwand. Nicht alle Pisten geöffnet, weil die Lawinengefahr zu groß war.

Der Eiger mit seiner mächtigen Nordwand (links) schüttelt die Wolken ab.
Fotoshooting im Steilhang

 

Aber als sich die Viertausender Wetterhorn, Schreckhorn und Eiger am Nachmittag dann zunehmen von den Wolken befreiten und der Himmel immer blauer wurde, kam zum sportlichen Genuss auch noch der optische Höhepunkt und ein Glücksgefühl ohnegleichen. Runner’s high am Steilhang.

Uli und Eva im Glücksrausch nach einer prächtigen Talabfahrt

Untergebracht, ein wenig Werbung soll erlaubt sein, waren wir im Hotel Eden in Spiez am wunderschönen Thuner See. Ein ganz spannendes kleines Hotel, sehr hochwertig und ideal ausgelegt für Alleinreisende und Paare. Davon aber zu einer anderen Zeit mehr.

 

Das Hotel Eden in Spiez

 

Kleine Aufmerksamkeit des Hauses

Jetzt heißt es wieder Heimatluft schnuppern. Schneefrei und feucht. Am Dienstag nochmals ein freier Tag. Auf den Lauf freue ich mich schon, auch wenn mich die Bilder von Alpen und Schnee noch einige Zeit im Kopf begleiten werden.

Heidi ohne Peter – Simmentaler Alpen part V

Premiere im Herbst 2011: Zum ersten Mal herrschen bei einem Morgenlauf Minustemperaturen. Aber zumindest ist im Olewiger Tal kein Nebel zu sehen. So hat die Runde über den Panoramapfad im Tiergartental und dann auf der klassischen Runde im Tal einen besonderen Reiz, so etwas von Aufbruchstimmung.

Mütze, Handschuhe und Jacke tun ihre Dienste. Die kurze Tight geht noch ganz gut, das hält die Beine kühl 😉

Frisch ist es jetzt auch in den Simmentaler Alpen. Der Aufenthalt dort wirkt noch immer wohltuend nach. Udn wie versprochen gibt es nochmal einen Schwung von Impressionen aus der Schweiz. Endlich, mit beonderem Gruß an Volker, auch Heidi und Peter, oder zumindest Cousin und Cousine mitsamt Ziegen. Wobei… Peter hat sich wohl vor dem Fotografen versteckt. Dafür hat Heidi noch ihre Schwestern dabei:

Älplerfest in Lenk

Am Iffigsee

Lenker Seeli

Letzter Blick ins Fermeltal

So, das soll es erst einmal mit den Blicken in die Schweiz gewesen sein. Ich hoffe, ich habe nicht zu sehr gelangweilt.

Nebel

Das schöne Wetter kehrt zurück. Im Herbst müssen wir Frühaktiven allerdings nun an solchen Tagen mit dem Nebel leben. Zum Glück wird spätestens am Nachmittag die Sonne auch im Moseltal scheinen und alle Läufer und Spaziergänger verwöhnen. Als Zeitungsredakteur werde ich leider nicht zu ihnen gehören. Denn für unsere Berufsgruppe unterscheidet sich der Freitag im Bezug auf die Dauer des Arbeitstages nicht von anderen Wochentagen.

Es wird also längst dunkel sein, bevor wir aus der Redektion kommen. Aber genug vom Selbstmitleid. Ich habe ja noch einige schöne Fotos zum Thema Nebel, die ich vor einer Woche in der Schweiz geschossen habe. Bilder zum Träumen….

Panoramaläufe

Nach drei Tagen mit Geschichten und Bildern aus der Schweiz lege ich heute eine kleine Pause ein. Zumindest fast, denn auch in meiner Kolumne „Auf dem Laufenden“, die heute in unserer Tageszeitung Trierischer Volksfreund erscheint, spielt das schöne Ländchen mit den hohen Bergen ein Rolle, allerdings als Nebendarsteller.

Hier der Text:

Eine Woche bei prächtigem Wetter in den Schweizer Bergen. Das tut der Seele gut. Entschleunigung war angesagt: wandern statt laufen. Ich habe es nicht bereut, die wunderbare Bergwelt gemächlichen Schrittes zu genießen. Nur manchmal, ganz selten, kribbelte es in den Füßen bei dem Gedanken daran, wie es sein würde, diesen oder jenen Panoramatrail laufend zu bewältigen.
Zurück im Trierer Land habe ich es dann natürlich nicht lange ohne Auslauf ausgehalten. Mit einigen Freunden aus dem Lauftreff ging es am späten Nachmittag auf den Petrisberg. Der bietet zwar keinen Alpenblick, aber das Moseltal und die Höhenzüge von Eifel und Hunsrück sind keine schlechte Alternative.
Vom Aussichtspunkt an der Sickingenstraße ist der Blick auf Trier besonders schön. Um den genießen zu können, wollen allerdings zunächst einige Höhenmeter bewältigt werden.
Ob dies auch bei der neuen gelaufenen Stadtführung passieren wird, die am Wochenende erstmals von dem findigen Laufcoach Jens Nagel und der laufenden Stadtführerin Marita Kohl in Augusta Treverorum angeboten wird, kann ich nur vermuten. In jedem Fall werden die sportlichen Teilnehmer auf den acht Kilometern dieser besonderen Laufrunde zahlreiche römische Bauten zu Gesicht bekommen. Wobei das Tempo sicher moderat gewählt sein wird, damitauch die laufenden Führer noch genug Luft für Erläuterungen haben werden.
Wer aber sicher gehen will, dass der schöne Blick auf Trier Teil seiner Laufrunde ist, den lade ich am Samstag um 15.30 Uhr nach Olewig ein. Zum 90. Jubiläum des Sportvereins präsentiert sich auch der dazugehörige Lauftreff mit einer schönen Runde für alle, die Lust darauf haben: Geplant ist ein etwa acht Kilometer langer Panoramalauf auf den Petrisberg. Als Mitglied des SV-Lauftreffs führe ich dabei über eine meiner Lieblingsstrecken. Ich hoffe, wir sehen uns!