Lauf über dem Nebel

Dicker Nebel heute früh. Aber der Blick auf das Wetterradar verspricht wolkenlosen Himmel. Also erst einmal abwarten. In einer Urlaubswoche kein Problem. Und als die Suppe immer noch nicht weg ist, mache ich etwas, was ich sonst vermeide: Ich steige ins Auto und sammle erst einmal schnell Höhenmeter, um dem Nebel zu entfliehen.

DSC04451Schon in Tarforst schimmert blauer Himmel durch. Als Auto in Alt-Tarforst abstellen, lange Überhose aus. Garmin und Smartphone auf „go“ und los geht’s.

DSC04466Es wird ein Traumlauf über zwölf Kilometer. Unglaubliche Eindrücke. Die kleine Kamera – wie war doch diese witzige Beschreibung dafür  … der Flachmann – fühlt sich ungewohnt an, nach zwei Tagen mit der dicken SLR. Aber die Fotos sind auch ganz brauchbar.

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Seht selbst

 

Der Sonne entgegen

Ein wenig neidisch war ich doch, als ich gestern Annes Blogbeitrag gelesen bzw. die Fotos einer von der Sonne überfluteten Landschaft gesehen habe. Spätestens beim Anblick eine sternenklaren Himmels heute früh um kurz vor 7 war dann klar, dass ich eine Stunde später den Petrisberg erklimmen würde. Der Sonne entgegen.

DSC04288Frostig, dieser Morgen. Anders als am Samstag ist die Winterhose heute nicht zu warm. Handschuhe und Mütze erfüllen ebenfalls wunderbar ihren Zweck. Für die Eisweinlese fehlen aber trotzdem noch 6 Minusgrade.

DSC04291Einige Wolken sind inzwischen aufgezogen. Aber am Horizont verspricht der Schimmer der bald aufgehenden Sonne zumindest etwas direktes Licht. Das hält die Beine in Schwung, die sich heute ziemlich schwer anfühlen. Die Ausblicke beim hinaufmeandern  am Peter- und Geisberg entschädigen aber für die Anlaufprobleme.

DSC04292Die Sickingenstraße erspare ich mir heute. Stattdessen nehme ich die Diretissima hinauf zum Aussichtspunkt. Und just auf der Hälfte des Anstiegs empfangen mich die ersten Sonnenstrahlen. Die Stadt liegt noch im Schatten. Aber die Bundsandsteinfelsen auf der Eifelseite der Mosel leuchten bereits in morgendlichem Rot.

DSC04293Nun kann ich nicht anders. Mein Lauf entwickelt sich wieder einmal zu einem Stop-and-go Da wollen einfach zu viele Motive auf die Festplatte. Die Gesichter der Menschen, die mir begegnen sind heute so sonnig wie die Morgenstimmung.

DSC04294Auch auf dem Unicampus erreichen die ersten Strahlen unseres Tagessterns den Boden, als ich dort den Weg zurück nach Olewig nehme.

DSC04295Jetzt muss ich mich etwas sputen, sonst wird das mit Frühstück und Zeitungslektüre zu hektisch. Brutto 10 Kilometer in 1:06 Stunden, davon fast acht Minuten Fotografierpausen. Ein gemächlicher Drachenlauf.

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Genug ist nicht genug!

Genug ist nicht genug! Diese Zeile von Konstantin Wecker kommt mir gerade in den Sinn. Eine erlebnisreiche Woche im Norden der Republik bei lieben Freunden liegt hinter mir und meiner Familie. Viele Gespräche, Erlebnisse, Ausflüge, unzählige Schritte in Fußgängerzonen großer Städte. Keine verschwendete Stunde, über die Christian in seinem aktuellen Blogeintrag philosophiert, keine einzige.

21-DSC03728Damit dies auch für die Besucher und Freunde meines Blogs so bleibt, soll sollte dieser Eintrag nicht zu langatmig werden. Dabei könnte ich so viel erzählen und sooo viele Bilder zeigen.

01-DSC03642Da sich hier die Inhalte überwiegend mit Laufthemen befassen, beginne ich in Oldenburg, wo wir für ein Wochenende die grenzenlose Gastfreundschaft von Volker und Jens genießen durften. Die Herzlichkeit der Aufnahme hat uns zwar nicht überrascht, da Herr Deichläufer ja bereits einige Male in Trier unser Gast war und uns inzwischen eine echte Freundschaft verbindet. Dennoch haben wir die Harmonie und Offenheit in dem schmucken Häuschen am Rande der Stadt als höchst angenehm empfunden. Wir haben viel geklönt, gelacht  und beim Stadtrundgang und dem Tagesausflug nach Bremerhaven die vielen sachkundigen Erläuterungen unseres Gastgebers geschätzt.04-DSC03651Bevor es aber in die wirklich sehenswerte Hafenstadt an der Wesermündung geht, steht  natürlich ein Lauf an. Unbedingt will ich Volkers Hausstrecke kennenlernen, von der ich schon so viel gelesen habe. Dank des frühen Starts um 8 Uhr laufen ein noch müder aber prächtig aufgelegter Gastgeber und ein freudig aufgeregter Moselfranke also der Sonne entgegen.05-DSC03653Ich habe keine Laufuhr mitgenommen, passe mich im Tempo meinem Führer an. So glaube ich jedenfalls, bis der immer häufigere Blicke von Volker auf seine Uhr signalisiert, dass wir das Tempo vielleicht doch etwas reduzieren sollten. Am Ende der 16 Kilometer ist  es für meinen Begleiter wohl dennoch eine flotte Tour. Da unser Redefluss aber nicht wirklich ins Stocken geraten ist, glaube ich ihm einfach mal nicht, dass es zu schnell war.

Oldenburg-RundeInteressant ist das Oldenburger Polderland. Ganz anders als das Umland von Hannover, das lauftechnisch doch ziemlich monoton und bretteleben mit ausschließlich langen Geraden daherkommt. Ausprobiert habe ich das einige Tage davor – na ja, um dort regelmäßig zu laufen, ist dort schon ein erheblicher Bewegungsdrang notwendig …

14-DSC03693An der Huntestrecke dagegen gibt es etwas zu sehen: Schöne Häuser mit Reetdächern. Deiche und Schafe. Interessant unterteilte Polderflächen, die bald wieder geflutet werden, durch die aber leider keine Wege führen. Lange Geraden gibt es natürlich auch. Es gibt sogar Steigungen! Damit auch die Südländer diese bemerken wird dann schon mal ein Schild aufgestellt  – sorry Volker, der musste sein 😉

03-DSC03650Der große Bornhorster See. Fotostopps, Deiche, Fluss, Kühe, Schafe …

09-DSC0367607-DSC0366706-DSC03662Und dann liegt sie vor uns, die Horrortreppe unter der Autobahnbrücke …

08-DSC0367110-DSC03678Für Intervalle taugt die prima. Es macht richtig Spaß, da im Stakkato hinaufzuwieseln.

11-DSC03682Wir begnügen uns allerdings mit einem Aufstieg und genießen vom Balkon unter der Brücke den Blick in Richtung Oldenburg. Keine wirkliche Skyline, weil die Menschen dort überwiegend in Ein- und Zweifamilienhäusern leben, wie Volker erklärt. Das mächtige Silo am Hafen markiert aber weithin sichtbar, wo die Stadt beginnt. Sogar ein Tankschiff tut uns den Gefallen,  gerade rechtzeitig für ein schönes Foto den Fluss herunterzutuckern.

12-DSC03691Danach einen guten Kilometer am Autobahndamm entlang auf wunderbar weicher Erde. Rechter Hand: weites Land. Für mich ist es inzwischen die längste Tour seit drei Monaten. Die Beine werden langsam schwer.

13-DSC03692Da auch Volker nun etwas einsilbiger wird, genießen wir die letzten zwei Kilometer eher schweigend und freuen uns beide, als wir uns nach knapp zwei Stunden abklatschen und die Vorfreude auf ein ausgedehntes Frühstück kurz vor der Erfüllung steht.

Für Bremerhaven – leider ohne die Begleitung von Jens – ist danach die Zeit fast schon ein wenig kurz. Volker fährt die Panorama-Strecke, mit Weserüberquerung per Fähre.

15-DSC03699Was sich in Bremerhaven zwischen Fischerei- und Industriehafen in – wie uns berichtet wurde – den vergangenen fünf Jahren getan hat, ist beachtlich. Hochwertige Architektur, interessante Ausstellungen, eine mehrere Kilometer lange Strandpromenade mit hoher Aufenthaltsqualität.

16-DSC03703Wir entscheiden uns für eine Hafenrundfahrt, die uns interessante Einblicke in diesen riesigen Umschlagplatz für Fahrzeuge und Offshore-Windkraftanlagen bietet.

17-DSC03708Autotransporter-Ungetüme, die mit 7000 Neuwagen im Bauch vier Wochen nach Japan unterwegs sind und dabei am Tag 60000 Liter Treibstoff verbrauchen.

20-DSC03714Trockendocks, die sogar Marinefregatten aufnehmen. Oder Schwertransportschiffe, die ganze Fähren für Afrika geladen haben. Und an Land zehntausende Neuwagen, die auf ihre Verschiffung warten oder nach Europa kommen, um in Bremerhaven für die Zielländer umgerüstet zu werden.

19-DSC0371318-DSC03711Die sicher atemberaubende Aussicht vom Congressgebäude bleibt uns leider verwehrt, da die dafür vorgesehene Besucherplattform augerechnet kurz vor unserer Ankunft wegen Wartungsarbeiten geschlossen wird. Der Blick auf den Hochsee-Containerterminal, wo bis zu 400 Meter lange Schiffe beladen werden, ist also nicht möglich. Wir sehen nur in der Ferne die vielen Kran-Türme.

22-DSC03734So bleibt auch mit dem Auswandererhaus, dem Strandzoo und dem Klimahaus, Schifffahrtmuseum und so weiter noch viel Sehenswertes für den nächsten Besuch.

Denn es wird sicher nicht die letzte Reise in den hohen Norden gewesen sein. Und wenn Volker und Jens bei ihrer Einladung bleiben, werden wir auch gerne wieder bei ihnen vorbeischauen.

Danke noch einmal! Es war schön bei Euch.

 

 

 

Spontan – grandios

Ein wolkenloser Himmel, kein Nebel. Die Pläne für die Morgengymnastik sind schnell geändert. Bei so einem Prachtwetter muss es ein Spaziergang sein, auch wenn sich die Rumpfmuskulatur langsam etwas hängen lässt.  Laufen? Na ja, Seit Samstag sind es ja nur zwei Tage her. Und übertreiben will ich es nicht. Los ghet es also in Jogginghose und mit Fleecejacke über dem Sportshirt. 6 Grad. Trailschuhe sind auch zum Spazieren gut.

Aber die paar Meter bis in die Weinberge kann ich ja zumindest laufen … geht doch … kein Ziehen in der Leiste … na gut: noch ein paar Meter ….

DSC03306Herrliches Gras, weiche Erde, ein Laufgenuss … noch ein paar Meter … Die schräg stehende Sonne taucht den Petrisberg in zauberhaftes Licht. … noch ein paar Meter …

DSC03309Meinen Lieblingstrail bin ich schon so lange nicht mehr gelaufen … noch ein paar Meter …

DSC03312Und die kleine Schleife hoch an der Pferdekoppel vorbei … ein Traum … noch ein paar Meter ….

DSC03316Durch die Weinberge in Richtung Stadt … den Ausblick wiklich sehen … noch ein paar Meter ….

DSC03318Zum Aussichtspunkt steil hoch an die Sickingerstraße wird aber gegangen … ein toller Morgen …

DSC03320Trier erwacht … noch ein paar Meter … und die Leiste? War da nicht ein leichtes ziehen?

DSC03322Besser also den kürzeren Weg zurück … noch ein paar Meter

DSC03321Das Laub leuchtet bunt. Hier muss ich in den nächsten Tagen unbedingt nochmal hin.

DSC03325Dieser Jägerstand, da muss ich rauf, den Blick über die Streuobstwiese schweifen lassen.

DSC03328Noch ein paar Meter … und wenn mir mein Körper nichts in die Quere legt, werden es bald wieder noch ein paar Meter mehr.

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Unterm Kreuz

DSC03085Eine Weinlage im Trierer Tiergartental heißt Unterm Kreuz. Sie ist benannt nach dem Steinkreuz, an dem ich normalerweise mindestens zweimal wöchentlich vorbeilaufe und dabei jedesmal den tollen Weitblick bis in die Eifel genieße.

sommer 20131Na ja, mit Laufen ist es noch nichts. Aber der Weitblick ist dennoch schön, auch wenn wieder ein sonst kurzes Wegstück zur Stundensache wird. Und die Farben in der schräg stehenen Morgensonne sind einfach traumhaft. Die Natur stellt auf Herbstbetrieb um. Wobei es hier an der Mosel nochmal bis zu 30 Grad warm werden soll.

Ein Traum für alle, die in der Natur unterwegs sein können.

Im Frühtau …

Im Frühtau zu Berge wir zieh’n fallera … tirili tirilö …

DSC02061Dieses Volkslied kommt mir heute morgen in den Sinn bei der Runde über den Petrisberg. Seit Wochen erstmals wieder über die Trails … auf denen nun kniehoch das Gras gewachsen ist. Und da die Nachte an der Mosel noch immer recht kühl sind, sammelt sich an dem grünen Massenbewuchs reichlich Morgentau, der innerhalb kurzer Zeit zu nassen Füßen führt.

DSC02064Da ich mit hohem Gras gerechnet habe, zieren weiße Kompressionsstrümpfe meine Waden. Da lassen sich blutgierige Zecken sehr gut erkennen und entfernen. brennende Brennnesseln halten sie aber nur bedingt ab. Und so nutze ich auf einem Teil der Strecke einen Stock als Stumpfmachete, um die Nesseln zumindest einigermaßen von mir fern zu halten.

DSC02063Es ist dennoch ein prächtiger Lauf bei prächtigem Wetter. Die Kamera will angesichts solcher Bilder einfach nicht in der Gesäßtasche bleiben …

DSC02070 DSC02079 DSC02080 DSC02081 DSC02083 DSC02085 DSC02089Die Holzliegen locken. Leider keine Zeit. Ein arbeitsreicher Tag ruft.

 

Auf der Höhe

Nach einigen Wochen mit flachen Strecken und weniger Kilometern heute also wieder ein Longjog in profiliertem Gelände. Schließlich steht in einer Woche ein Freundschaftslauf mit Gästen aus allen möglichen Ecken Deutschlands und sogar Österreich an.

DSC01304Denen wollen wir natürlich auch etwas von der Stadt und unserer schönen Landschaft zeigen. Und das geht bekanntlich am Besten von oben.

DSC01302Heute also erst einmal auf dem Saar-Hunsrück-Steig bis nach Filsch. Die Apfelbäume blühen so herrlich auf den Wiesen. Es ist ein Traum. Auch die 600 Jahre alte Eiche bei Filsch treibt neu aus.

Über den Heidenkopf hinauf auf den Schellberg. Immerhin 425 Meter ist der hoch. Aber allzuviele Panoramafotos will ich heute nicht zeigen. Die Gäste sollen das schließlich mit eigenen Augen bewundern.

DSC01307Die schönen Schleife zum Aussichtpunkt über Ruwer ist ein Muss. Der Wald mit seinem frischen Grün lässt sich kaum beschreiben. Dass einige extrem tiefe Stellen auf dem Weg verdichtet worden sind, ist ein kleiner Service für unseren Lauf.

DSC01309Vor lauter Gequatsche mit Christoph, Marcel und Michael verpassen wir eine Abzweigung, so dass die lange Bergaufgerade noch länger wird. Dafür geht es zum Heidenkopf umso länger bergab. Chrsitoph und michael wollen nur 2 Stunden unterwegs sein. So nehmen wir den Weg an der Domäne Avelsbach vorbei hinauf nach Neu-Kürenz und über das Unigelände zum Geisberg, wo die beiden sich von Marcel und mir verabschieden.

DSC01310Wir bleiben auf der Höhe und nehmen den Petrisberg in voller Länge bis zum Aussichtpunkt in der Sickingenstraße ins Visier.

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DSC01314Spätestens jetzt wird klar, dass der Weg länger wird als gedacht. Denn statt der vermuteten 25 Kilometer stehen am Sportplatz Olewig 28 auf der Garmin.

DSC01315Leider fehlen noch 15 Minuten für die angepeilten drei Stunden heute. Es bleibt uns also nichts anderes übrig, als noch eine kleine Waldrunde im Tiergartental zu drehen. Nochmal berauf, kleines Biest runter, kleines Bist hoch und wieder hinunter zum Sportplatz.

3:10 Stunden, 32 Kilometer, 600 Höhenmeter. Schwere Beine. Gutes Gefühl. Das ist die Bilanz am Ende. Aber das werde ich unseren Gästen sicher nicht zumuten abgesehen von dem guten Gefühl.

 

Blütenträume

Nach zwei Tagen mit regnerischem und kühlem Wetter strahlt heute wieder die Sonne über der Mosel und ihren Nebentälern. Wegen der Sehnenprobleme war ich zwei Woche nicht mehr in den Weinbergen unterwegs. Was mich dort an vor Kraft strotzender Natur und Blütenpracht  erwartet hat, ist unbeschreiblich. Deshalb hat der elf Kilometer lange Morgenlauf etwas länger gedauert. Einen Teil der Ausbeute zeige ich hier.

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Möge die Solaranlage noch viel zu tun bekommen!

Die A-Sehne scheint sich wieder beruhigt zu haben. Ein beruhigendes Gefühl!

 

 

13 – 22 – 19

Schwere Beine, Dauergrinsen und die Freude über einen Tag selbst verordnete Laufpause. So lässt sich in aller Kürze mein Gemütszustand beschreiben nach drei Laufeinheiten in zwei Tagen. Meine Wochenilometerzahl liegt damit schon bei 74 – und wenn am Samstag wirklich nochmal 27 hinzukommen, werde ich wohl einen neuen persönlichen Rekord aufstellen.

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Die Sonne strahlt an diesem Mittwochvormittag vom Himmel. Da steht außer Frage, dass nach einem Tag Sightseeing in Köln die Laufschuhe geschnürt sein wollen. Meine gelben Trabuco hatten sich so sehr über den Ausflug am Montag durch das Unterholz gefreut, dass sie fast automatisch wieder den Mattheiser Wald anpeilen.

01-DSC00903Da bis zum gemeinsamen Mittagessen mit der Familie nur 1,5 Stunden Zeit sind, verwerfe ich die Pläne für eine weite Runde über Konz-Roscheid und nehme am Weingut von Nell den Weg hoch in Richtung Heiligkreuz, am noch frostigen Anglerteich vorbei, weiter hinauf zum Hofgut Maria Hof.

02-DSC0090603-DSC00907Nach dem Hundesportplatz noch zwei Kilometer weiter und dann einen krassen Trail hinunter ins Goldkäulchen.

04-DSC0090805-DSC00911Zurück geht es diesmal nicht über die Kernscheider Höhe, sondern wieder hinunter in den Tiergarten, wo auf  Mountainbike-Fahrer zwei natürliche Wegesperren warten. Bitte nicht zu schnell also!

07-DSC0091508-DSC00916Ach ja, nach gefühlt Jahren laufe ich erstmals wieder zu Musik. Gar nicht so übel. Culcha Candela und die Fantastischen Vier sind meine Favoriten. Hip-Hop und deutscher Rap-Gesang. Das passt gut zum Laufen.

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Meinem Schatz habe ich gerade angeboten, am späten Nachmittag nochmal eine ruhige Runde gemeinsam zu laufen, als Christoph anklopft. Ob ich nicht Lust habe, mit ihm vor dem Mittwochslauftreff ein Stündchen voranzustelllen und dann noch ganz ruhig mit der Gruppe zu laufen?

09-DSC00918Ja, wenn es nicht zu flott wird, höre ich mich sagen, obwohl ich schon ahne, dass das mit dem ruhigen Laufen nichts werden könnte. Und tatsächlich kommt es, wie es kommen muss: Herr Lauftreffleiter verschätzt sich bei der Runde über Tarforst, Avelertal – hier wird mit viel Aufwand der Aveler Bach renaturiert – und Kürenz erheblich. Ich gebe meine Bedenken nicht wirklich deutlich zur Kenntnis. Und schon werden die letzten fünf dieser zwölf statt zehn Kilometer zu einem Tempodauerlauf.

Dennoch ist die Lauftreffgruppe schon weg, als wir um zehn Minuten verspätet am Treffpunkt ankommen. Sie sind auf den Petrisberg gelaufen, wie ich später von meinem Schatz erfahre. Dumm nur, dass Christoph und ich den Trupp genau in der anderen Richtung vermuten, so dass wir bis zur Moselschleuse bei Konz laufen und am Fluss entlang zurück. 22,23 Kilometer sind es am Ende. Meine Beine, wer hat die einbetoniert?

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Dass ich heute mit meinem Arbeitskollegen Oliver eine Verabredung hatte, ließ sich nur schwer ändern. Aber da sich auch Dominik angekündigt hatte, kam das eh nicht in Betracht. Bedingung: keine schnelles Tempo bitte.

10-DSC00919Um 9 Uhr kommt also mein junger Lauffreund den Berg heraufgespurtet. Er hat immerhin schon mehr als drei Kilometer hinter sich, bevor wir gemeinsam weiterlaufen. Wieder hinauf nach Tarforst. wo wir 30 Minuten später mit Oliver verabredet sind. Oberhalb vom Weingut Schleimer werden Weinberge mit neuer Erde planiert.

Vor allem die Hüftbeuger zwicken nach den hügeligen 35 Kilometern vom Vortag ordentlich. Aber sobald die Muskulatur warm ist, geht es erstaunlich gut.

12-DSC00924Oliver ist sofort auf dem Sprung, als wir bei ihm klingeln. An so einem sonnigen Morgen müssen wir einfach hinauf auf den Heidenkopf und weiterhoch zur Schell.

13-DSC00925Eine wie immer traumhafte Aussicht belohnt für die verbrannten Kalorien.

11-DSC0092114-DSC00935Das ist auch bei der ehemaligen Fluchtburg auf Naumett so, wo wir uns eine kleine Pause gönnen, um über Waldrach und das Ruwertal zu blicken.

15-DSC0093716-DSC00938Vor 14 Tagen lag hier im Schatten noch reichlich Schnee. Der bewaldete Hang, an dem wir nun entlanglaufen, hat den interessanten Namen Gotterberg. Die gefrorenen Pfützen und skurrile Eiszapfen dokumentieren die Kälte, die auch unsere Nasen am Laufen hält.

17-DSC00944Diese fünf Kilometer lange Runde bis zum Wegekreuz des Saar-Hunsrück-Steigs, die uns Birthe im Herbst gezeigt hat, ist längst eine meiner Lieblingsstrecken. Auch wenn hier ordentlich Höhenmeter zu bewältigen sind. Faszinierend, wenn auf der einen Seite des Weges lichtdurchfluteter Laubwald die Augen verwöhnt, auf der anderen Seite der dunkle Nadelwald den Tieren Zuflucht bietet.

19-DSC00946Oliver schlägt sich tapfer. Für ihn ist das sicher eine herausfordernde Routenwahl. So schlägt er vor, nun den direkten Weg hinunter nach Tarforst zu suchen. Auf diesem Verbindungsstück zum Wanderweg war ich noch nie. Es bietet eine prächtige Aussicht. Und im Wald hält sich der letzte Flecken Schnee des Winterfrühlings.

18-DSC00945Nachdem wir unseren durchschwitzten Trainingsanzugträger bei ihm Zuhause abgeliefert haben, suchen wir für den Rückweg den Trail, dessen Einstieg wir auf dem Hinweg entdeckt hatten. Ein steiler Weg an einer wunderbar grün leuchtenden Natursteinmauer entlang führt hinunter ins Tal. Jetzt noch ein Kilometer auf dem Radweg, dann ist auch diese 19 Kilometer lange Tour bewältigt.

20-DSC00949Jetzt ist aber genug. Morgen gönne ich mir definitiv eine Laufpause. Und dennoch: Es fühlt sich gut an 😉