Schnee schnuppe(r)n

Der erste Tag, an dem ich das Gefühl habe, es wird besser. Weniger Schmerzmittel und dennoch weniger Schmerzen.

DSC00367Auch nach Trier ist der Winter noch einmal zurückgekommen und hat die Stadt am Morgen in ein weißes Kleid gehüllt. Der Himmel flockt den ganzen Tag aus. Allerdings taut in den hellen Stunden mehr als hinzukommt.

DSC00366Ein Spaziergang muss heute möglich sein. Das hatte ich mir schon gestern vorgenommen. Die Decke soll mir nicht auf den Kopf fallen.

DSC00372Am späteren Nachmittag ist es dann soweit. Meine bessere Hälfte war schon schwimmen und streikt angesichts der stetig fallenden Flocken. Also werfe ich mich in wetterfeste Montur – unter die gelbe Jacke einen dicken Fleece – und stiefle los.

DSC00369Fast automatisch biege ich in Richtung Weinberge und Petrisberg ab.

DSC00374Schon nach wenigen Höhenmetern präsentiert sich der erste Weg komplett schneebedeckt. Ich habe extra die Kontaktlinsen eingesetzt, um die weißen Flocken im Gesicht spüren zu können. Und in den Augen, ganz wie Volker, der ungefähr zur selben Zeit in Oldenburg unterwegs sein muss. Der Gute widmet mir seinen Lauf! Danke dafür! Dass es ihm Spaß gemacht hat, nehme ich mal als gutes Omen.

DSC00375Und nun freue ich mich über die vielen schönen Sinneseindrücke, die mich immer wieder meine kleine Kamera zücken lassen.

DSC00378Hinauf, am Turm Luxemburg vorbei.

DSC00379Für den Schneemann musste schon ganz schon reichlich das Umfeld abgekratzt werden.

DSC00381Das Wasserband präsentiert sich wie fast immer irgendwie surreal, fast wie aus dem Katalog für fleißige Bausparkassenkunden.

DSC00382Auf dem Panoramaweg vorbei an der Windharfe, dann wieder auf sich windenden Pfaden hinunter ins Tal.

DSC00383DSC00386DSC00380Das ist mein Laufrevier. Der Schnee zeichnet die vielen Varianten weiß in die Hänge.

DSC00387DSC00388Auch wenn schon eine Stunde vergangen ist. Ich kann nicht widerstehen und biege in meinen Lieblingstrail ab.

DSC00389Das schönste Naturkunstwerk des Tages präsentiert sich in Form einer von Schneeflaumen bedeckten Flechte.

DSC00391Und auch meine Lieblingseiche am Petrisberg präsentiert sich einmal mehr beeindruckend.

DSC00392Ein Spaziergang von 90 Minuten … Schön war’s! Hoffentlich nicht zu viel. Bald werde ich hier wieder flotter unterwegs sein.

 

Saftiger Sommer

Ein Hauch von Sommer verwöhnt heute das Trierer Land. Die Winzer beim Olewiger Weinfest können insgesammt doch einigermaßen mit dem Wetter zufrieden sein. Nach dem heftigen Gewitter gestern Mittag war der Abend angenehm warm und trocken, zumindest bis 24 Uhr. Und heute schaut immer wieder die Sonne zwischen den schönen Haufenwolken hindurch. Ein Idealer Nachmittag, um mit den Kindern den letzten Ferientag in Rheinland-Pfalz noch ein wenig zu verschönen.

Der vorsichtige Weingenuss gestern Abend zeigt keine negativen Nachwirkungen. Zwar habe ich Anne nicht getroffen, dennoch ein Glas hervorragenden Weißen Burgunder auf Margittas Wohl getrunken und dabei die ruhigen Klänge des hervorragend harmonierenden Trios  Jeanette Curta & Friends genossen.

Heute dann ein spätes und gemütliches Frühstück im Garten, Sonntagszeitung thematisch zwischen Bundesliga, Börsencrash und bunten Meldungen variiert. Dann ein gemütlicher Spaziergang zum Trimmelter Weg und durch die Weinberge.

Dieser Sommer ist ein saftiger. Selten habe ich im August die Natur so satt, grün, wuchernd, Früchte spendend, bunt und wunderbar erlebt. Und die Luft ist durch das reinigende Gewitter sauber gewaschen. Die Welt erstrahlt…

Jetzt ein wenig privaten Bürokram erledigen und dann nochmal zum Weinfest, Frauchen abholen, die dort heute Nachmittag Standdienst macht, und den Vorsatz verwirklichen, die Jungs rechtzeitig ins Bett zu bringen, damit der erste Schultag auch einigermaßen ausgeschlafen starten kann.

Sohn#2 wechselt auf die weiterführende Schule. Das wird spannend, nicht nur für ihn. Klar, dass ich dafür frei genommen habe. Ist schließlich eine einmalige Sache. Ich drücke ihm die Daumen, dass er in der IGS Trier Spaß hat und das pädagogische Konzept dort so umgesetzt wird, wie es beschrieben ist.

Frühlingsregen im Sommer

Ein warmer Mairegen. So ist zumindest das Gefühl heute in Trier. Beim Spaziergang auf den Petrisberg überrascht uns natürlich die graue Front, die aus der Eifel zügig heranzieht. Von Sommer kaum eine Spur. Lediglich die Brombeeren am Wegesrand, die noch etwas säuerlich aber durchaus lecker schmecken, euten darauf hin, dass wir uns mit großen Schritten dem August nähern. Und die nächsten Tage sollen nicht besser werden. Das wird zumindest den ersten Arbeitstag am Sonntag leichter machen.

Aber erst einmal abwarten, was die letzten beiden Urlaubstage so bringen werden. Morgen früh in jedem Fall einen 10er Lauf am Morgen. Im Anschluss warten frisch herausgebackene Pfannkuchen. Ich habe da so eine Einladung von zwei Jungs, die in ihrem gut ausgestatteten Geheimversteck übernachten…  🙂 Am späten Abend ein Konzert mit Jan Garbareck in der Konstantinbasilika, zu dem uns ein lieber Freund eingeladen hat.

Am Samstag dann eine schöne Morgentour mit den Jungs vom Lauftreff. Und der Nachmittag und abend gehört dem Hoffest im Weingut Von Nell. Auf all das freue ich ich mich schon.

Die Fotoreportage vom Frankreichurlaub schreibe ich dann irgendwann zwischen all diesen Vorhaben. Das ist die Gelegenheit, um drei Wochen Freizeit noch einmal aufzuarbeiten. Für den Neuanfang hilft das immer.