Silberstreif

04-DSC03298Der Jauchzer hätte ein echtes Alpenecho verdient gehabt. So ließ der lautstarke Ausruf von Freude lediglich das Wild und vielleicht auch einige Spaziergänger aufschrecken, die an diesem späten Vormittag im Domherrenwald unterwegs waren.

10-DSC03281Es war kein beschwerdefreier Lauf. Aber zumindest war es seit Wochen die erste Runde, auf der ich zeitweise kein Ziehen in der Leiste gespürt habe. Ein überwältigendes Gefühl, als ich auf der Kernscheider Höhe angelangt war.

11-DSC03274 09-DSC03283 08-DSC03286Ich will nicht verschweigen, dass mir angesichts dieses etwas kräftigeren Silberstreifs am Horizont sogar ein paar Tränen über die Wangen liefen.

07-DSC03289Knapp sieben Kilometer mussten genügen. Ein Wiedersehen mit lieb gewonnenen Ausblicken und Landmarken. Und jetzt warte ich gespannt, wie der Körper reagiert. 06-DSC03292

05-DSC03293 Ich werde nichts übertreiben. Es scheint endlich eine Besserung in Sicht. All die guten Gedanken und das Daumendrücken meiner Lauffreundinnen und -freunde haben mit dazu beigetragen. Ich danke Euch dafür!

02-DSC03300 01-DSC03302Zu euphorisch will ich aber nicht werden ….

 

 

Rumpeltest

Meine besten Laufblogfreunde wussten es: Nach fünf Wochen komplett ohne Laufen sollte an diesem Wochenende ein moderater Text Aufschluss darüber bringen, ob ich wieder langsam daran denken kann, meine geliebten Morgenrunden zu drehen.

3-DSC03260Interessant, wie sehr alleine der Gedanke daran meine Gefühlswelt durcheinander wirbelt. Laufen ist wohl doch eine Sucht. Nach den Entzugserscheinungen der vergangenen Wochen glaube ich das wirklich. Und alleine die Aussicht auf einen Lauf nach dieser langen Zeit und die damit verbundene Sorge, dass es nicht funktionieren würde, hat mich doch sehr in eine innere Unruhe versetzt, vor allem am Morgen, in der Aufwachphase nach einer zum Glück ungestörten Nacht.

1-DSC03257Dass meine Leiste am Samstag schon nach dem Aufstehen zwickte, ist vielleicht auch ein Ergebnis dieser Angst vor dem misslungenen Neustart. Also kein Lauf am Samstag. Neuer Anlauf am Sonntag. Nur vorsichtig, Nur nicht zu lang. Und immer das Radar ganz nach innen gestellt.

Geliebter Tiergarten. Weiche Wege nach dem Regen. Üppige Natur.

2-DSC03259Nur fünf Kilometer. Nicht beschwerdefrei. Die Leiste zwickt merklich, mal links, dann auf beiden Seiten, dann wieder nicht. Bergauf geht gut. Die Kondition ist auch noch da, zumindest reicht es locker für das kleine Biest. Bergab mit besonders viel Vorsicht.

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Keine Überteibung. Locker gedehnt.

Fazit: Es geht noch nicht beschwerdefrei. Aber richtig schmerzhaft ist es auch nicht. Der Orthopäde wird mich in den nächsten Tagen wieder sehen, der Urologe hoffentlich nicht. Abwarten.

Jetzt wählen und dann ab in die Redaktion. Ein langer Abend. Es wird spannend, in mehrfacher Hinsicht.

Ich kann fliegen!

Wie herrlich es ist, den Füßen freien Lauf lassen zu können. Auf abschüssigem Terrain ist das fast wie Fliegen! So wie heute, auf den letzten beiden von insgesamt zwölf Kilometern in vertrautem und geliebtem Terrain!

Aber von vorn: Samstag, 6.45 Uhr. Jetzt wäre die richtige Zeit, um aufzustehen und sich für den Samstagslauftreff fertig zu machen … „Du könntest ja nach einer Stunde aufhören“, flüstert Laufteufelchen vom Kopkissen. „Tu’s nicht“, ruft Laufengelchen in das andere Ohr. „Du schaffst das ja eh nicht. Und seit dem letzten Lauf am Donnerstagabend sind noch keine 48 Stunden vergangen. Sei vorsichtig!“ Engelchen gewinnt, und so drehe ich mich nochmal um und zwinge mich, bis 8 Uhr keinen Fuß aus dem Bett zu wagen. 1-DSC01946An der Garage muss ja eh noch die Außenbeleuchtung installiert werden. Das Tagesprojekt.

01-DSC01948Sonntag, 8 Uhr. „Los, raus mit Dir!“, lärmt Laufteufelchen. Und da Engelchen lächelt und nicht widerspricht, soll es also sein. Die Runde durch Tiergarten und über Kernscheid zurück habe ich mir zu diesem Testlauf ausgesucht. Einige Höhenmeter, aber nicht so viel wie auf einer derr Petrisbergrunden. Der Blick auf die Sohlen meiner geliebten Gel-Trainer DS 17 bezeugt, was im Sporthomedicum analysiert wurde: Diese Asics sind definitiv durch.

16-DSC01905Und da ich das Nachfolgemodell für meine derzeitigen Probleme mit verantwortlich mache, kommen die neuen Saucony Mirage II zum Einsatz. Ein relativ leichter Straßenschuh mit leichter Stütze, die ich ja nach intensiver Laufanalyse definitiv auf Anraten meines Sportmediziners brauche.

14-DSC01908Nach so viel Laufpause so wenigen Läufen in den vergangenen Wochen kommen mir meine Beine erst einmal ziemlich eingerostet vor. Also zunächst ruhig warmlaufen, einige Zwischenpassagen mit Anfersübungen. So langsam läuft es sich besser. Aber ist da nicht dieser Druck links an der Sohle? Nein. Oder doch? Wer kennt es nicht, dieses in sich hineinhören, das nach eine Verletzung richtig nerven kann.

13-DSC01910Die wunderbare Landschaft lenkt ab. Alles ist gewachsen und üppig grün. Auch die Weinberge tragen inzwischen ihr grünes Kleid.

12-DSC01911Das große Biest hinunter. Die Saucony geben überraschend auch im sehr steilen Gelände Halt, obwohl die Sohle das gar nicht vermuten lässt. Prima!

11-DSC01914Im Tiergarten bin ich neugierig und spähe durch den Zaun um zu sehen, was auf dem ehemaligen Gelände von Blumen-Pit passiert ist, das nun wieder (?) zum Weingut von Nell gehört. Dabei stoße ich auf einen Pfad, den ich bislang nicht kannte. Also hinauf … bis zur Wiese unterhalb von Mariahof.

10-DSC01915Ein prächtiger Fuchs schnüffelt neugierig vermutlich an Ausgängen von Mäuse- oder Maulwurfbauten. Leider kommt das Tele meiner kleinen Kamera hier an ihre Grenzen. Und als ich mich vorsichtig heranpirschen will, ist Rotbart schnell wieder im Unterholz verschwunden.

09-DSC01917Es geht also wieder hinunter in Tiergartental und weiter auf die Waldrunde. Zwei Joggerinnen plaudern fröhlich. Sie nehmen den gleichen Weg und lassen sich von dem freundlich grüßenden Wiedereinsteiger nicht stören, der sie nach vorherigem Anti-Erschreck-Ruf überholt.

08-DSC01920Auf dem Waldboden fühlt sich alles gut an. Keine Schmerrzen, kein Anflug davon. Schön ist das sehr schön! Der Weg hinauf nach Kernscheid. So vertraut. Die Beine fühlen sich gut an.

05-DSC01931Oben emfängt mich der Himmel über meinem Lieblingsbaum mit dramatischem Wolkenspiel. Auf dem Feldweg dokumentieren noch immer tiefe Reifenpfützen, dass es in den vergangenen Tagen viel geregnet hat.

03-DSC01939Das alte Fuhrwerk ist wie immer ein Foto wert. Ach ja, was macht der Fuß? Nichts! Die Achillessehne, war da nicht ein Zwicken? Jetzt ist aber gut!

02-DSC01945Zeckenalarm! Ich bin eindeutig zu wenig gelaufen in den vergangenen Wochen. Sonst wäre der Weg hinunter nach Olewig sicher nicht so zugewuchert. So nehme ich mir vor, später genauer zu schauen, dass sich keines der kleinen Biester an meine Beine geheftet hat.

Wie schön das ist! Ich kann fliegen! Lasse den Beinen freien Lauf. Wunderbar!!! Ungebremster Genuss auch auf dem Eselspfad hinunter zum Sportplatz. Von dort sind es nur 500 Meter bis Zuhause. Knapp 12 Kilometer in 70 Minuten. Viele Fotostopps – und auf der zweiten Hälfte purer Genuss. Wieder ein Lichtblick! Der Start beim Stadtlauf am kommenden Sonntag wird realistischer. Jetzt aber erst mal wieder zwei Tage Pause.

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Fehltritt

DSC00579Ein Fehltritt des Winters. Jede Menge Schnee Mitte März im Moseltal. Das ist schon ungewöhnlich. So kommen die Yaktrax noch einmal zu einem späten Einsatz für einen hochwinterlichen Lauf im Frühling.

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DSC00589Beinahe wäre der allerdings dramatisch verlaufen. Auf der Kernscheider Höhe ist die Sicht so diffus, dass ungespurte Wege konturlos werden. Unter dem Schnee verbergen sich jedoch an manchen Stellen tiefe Furchen von Traktorreifen. Und gerade, als ich diese Wegpassage hinter mir wähne fährt der Schmerz in mein Fußgelenk. Fehltritt!

Vorsichtiges Auftreten. Einige Schritte. Der Schmerz beruhigt sich. Ich kann weiterlaufen. Nach dem Lauf Kühlung. Da ist irgend etwas zumindest leicht gezerrt oder gedehnt. Nicht dramatisch, denke ich. Vermutlich hat jahrelanges Laufen und Trainieren mich vor einer schlimmen Verletzung bewahrt.

Der Lauf im Schnee war dennoch schön:

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Schneislauf

Den Titel Schneelauf bekommt dieser Samstagslauf nicht. Dafür gibt es einfach zu viele eisige Stellen. Also: Schneislauf!

Meine Frage, ob Christoph seine Yaktrax eingepackt hat, erwidert er mit einem Kopfschütteln. „Das haben die Anderen sicher auch nicht, das wäre dann doch unfair.“ Na ja, ich lasse meine also zunächst mal in der Jackentasche verstaut und mache auch auf fairer Sportsmann …

DSC09951Axel, unser Langer, wartet am Sportplatz schon auf uns. Und Jürgen ist nach mehrmonatiger Pause auch da. Wir waren gemeinsam 2011 den Stockholmmarathon gelaufen. Im vergangenen Jahr hinderten ihn gesundheitliche Probleme, viel Arbeit und der Innere Schweinehund daran, unsere Samstagsgruppe zu verstärken. Jetzt will er wieder „angreifen“. Der Mittelrhein-Marathon am 26. Mai steht als Projekt an. Für mich soll das der längste Vorbereitungslauf für den Eifel-Marathon am 6. Juni werden, bei dem ich mit Marcel die erstmals angebotene 50er Strecke in Angriff nehmen werden.

DSC09955Jürgen ist wirklich eine Bereicherung und bringt immer gute Stimmung in das Team. Unerschütterlich scheint seine gute Laune, selbst wenn er einmal schlecht drauf ist. Und heute nimmt er natürlich seine eigene Form zum Thema seiner Späße.

Wir nehmen also die in Sachen Höhenmeter etwas moderatere Runde durchs Goldkäulchen zur Pellinger Straße und zurück durch den Mattheiser Wald und übre Mariahof in Angriff. Dazu müssen wir erst einmal hinunter ins Tiergartental. Das kleine Biest, total vereist. Aber alle kommen heil unten an. Meine Fuji-Trabuco haben wirklich auch bei Schnee und Eis einen sehr guten Grip. Meine Schneeketten bekommt deshalb Jürgen, der mit den Sommerstraßenlaufschuhen doch eine ziemlich Rutschpartie zeigt – fortan aber zu den Yaktrax-Fans gehört.

DSC09959Schön ist es im Wald, auch wenn sich die Sonne gegen 9 Uhr noch nicht zeigt. Sie kämpft sich erst gegen 13 Uhr durch die Wolken. Wo auf den Wegen eine feste Schneedecke die Auflage bildet, ist der Lauf unbeschwert. An den eisigen Abschnitten empfiehlt es sich, durch den tiefen Schnee am Rand zu laufen. Und auf den steilen Bergabstücken macht das sowieso den meisten Spaß.

DSC09985Im Mattheiser Wald fragt Christoph ab, ob alle noch eine Extraschleife mitlaufen. Kein Widerspruch, deshalb biegen wir nach links ab. Ein Teil der Schliefe wird allerdings zum Schnürsenkel, weil Waldarbeiter am Tag davor Baum-Mikado gespielt haben. Kein Durchkommen, deshalb laufen wir diese Abzweigung wieder zurück.

DSC09969Ich genieße noch einmal die weiße Winterpracht in vollen Zügen. Morgen soll es Eisregen geben. Und am Montag dann schon +7 Grad. Zur Mitte der Woche gar +14 Grad. Da werden sich alle unbefestigten Pfade in Schlammpfuhle verwandeln. Und vermutlich wird der dichte Nebel Tal und Hügel verhüllen.

DSC09986Auf dem Panoramaweg um den Stadtteil Mariahof ist die Auflge blankes Eis. Kein Spaß, außer für Jürgen. Hinunter in den Tiergarten und zurück duch den Ort bis zum Sportplatz. 20 Kilometer kommen am Ende zusammen.

DSC09989Das Tempo teilweise sehr gemütlich, so dass ich mit Christoph immer mal wieder einige hundert Meter vor- und wieder zurückgelaufen sind, um warm zu bleiben. Macht nichts, hat Spaß gemacht.

DSC09990Heute Nachmittag dann noch ein Ausflug nach Traben-Trarbach. Ich bin schon gespannt, wie sich die Mittelmosel präsentieren wird. Wenn die Sonne noch ein wenig länger scheint, wird der Spaß groß.

strecke 260113

Distanz: 20,08 km
Zeit: 2:10:44
Ø Pace: 6:31 min/km
Positiver Höhenunterschied: 345 m
Kalorien: 1.452 cal

Wintertraum

Zweiter Einsatz für meine Yaktrax in diesem Winter. Knapp zehn Zentimeter Schnee lassen das Läuferherz höher schlagen. Also: Kontaktlinsen reinfrimeln, Zwiebeloutfit an angelegt, die Schneeketten auf die Schuhe gespannt, und los geht’s.

DSC09832Schon die ersten Schritte auf der schneebedeckten Straße machen klar, dass es eine gute Wahl war, die Ketten anzuziehen. Kein Rutschen, keine Behinderung. Spätestens ab  dem Eselspfad hoch auf die Hill wird dieser frühe Lauf zum puren Spaß.

DSC09802Tiergarten Höhenweg

DSC09805Tiergarten

DSC09807DSC09808DSC09810DSC09811Verschneite Waldstrecke und danach weiter hinauf in Richtung Kernscheid.

DSC09814Mein Lieblingsbaum im Winter

DSC09823Gute Laune auf der Strecke

DSC09828Idylle pur mit altem Ackergerät

DSC09830DSC09829Zurück Richtung Olewig

DSC09831Hinunter zur Hill

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Das war’s.

SCHÖÖÖÖÖN!!!!

 

 

Sieben Brücken + x

Als um 7.30 Uhr der Regen mächtig auf das Dachfenster trommelt, meldet sich nach langer Zeit mal wieder der Innere Schweinehund. „Du willst wirklich gleich laufen?“, säuselt er in mein Ohr. „Dabei ist es hier im Bett doch so kuschelig. Und draußen ist es nass und dunkel. Willst Du wirklich?“

Gut, dass Rudi mich am vergangenen Samstag dazu überredet hat, heute erst um 8.30 Uhr zu starten. Am kürzesten Samstag des Jahres. Denn um diese Zeit ist es dann doch schon hell. Keine Chance also für den kleinen Drecksack von Einflüsterer.

Rudi und Achim haben ihre kleinen Kämpfe ebenfalls gewonnen. Der Regen hat fast aufgehört, als wir in Richtung Mosel starten. Denn nach dem starken Regen gestern, der jegliche Schneereste in Wasser verwandelt hat, stehen heute eher befestigte Wege an.Sieben-Brücken-Tour lautet die Devise.

An der Mosel – von der Schleuse bei Konz geht es Flussabwärts – werden wir drei Ratschonkel von einer Läuferin überholt. Das passiert uns auch nicht zu oft. Die Dame mit dem unkonventionellen Laufstil hat es allerdings eilig.Wir wechseln über die Konrad-Adenauer-Brücke kurzerhand die Moselseite. Am Messepark bleibt Zeit, um interessante Graffities abzulichten.

Ganz so gerupft wie dieser Rabe kommen wir uns allerdings nicht vor.

Die nächste Brücke ist die bekannteste: Römerbrücke, uralt und mehr erhaltens- als sehenswert. Das soll ein Gestaltungswettbewerb ändern, dessen Ergebnisse am Freitag vorgestellt wurden. Gute Ideen, deren Realisierung allerdings angesichts der katastrophalen Finanzlage der Stadt Trier in ferner Zukunft liegen. Zuimndest einige Ideen werden die Herren und Damen im Rathaus hoffentlich aufgreifen.

Mild ist es heute, fast frühlingshaft. Da machen die Regenschauer zwischendurch gar nicht viel aus.

Die nächste Brücke ist die Kaiser-Wilhelm-Brücke. Sie wird im kommenden Jahr genau 100 Jahre alt und trägt auch jede Menge Verkehrslast. Die halbe Eifel fährt darüber in die Stadt. Auch heute Morgen ist schon viel los. Der samstägliche Einkaufsrausch kündigt sich mit vielen Autos an.

Der Weihnachtsmarkt in der Innenstadt erwacht gerade zum Leben, als wir über Hauptmarkt und Domfreihof laufen.

Es macht einfach Spaß!

Durch den Palastgarten zurück nach Olewig. Achim schlägt noch einen Abstecher durch den Tiergarten vor. Gerne! Dort sind reichlich Gassigeher unterwegs. Der Aufstieg am kleinen Biest ist ein Genuss. Schön weicher Untergrund, kein Eis. Da lässt sich der Puls nochmal richtig in die Höhe treiben.Und dann sind wir schon wieder am Sportplatz.

Eine sehr schöne Runde! Mit alle den kleinen Brücken über die Bäche auf dem Weg zur Mosel und zurück ließ sich die Vorgabe sieben Brücken allerdings nicht ganz einhalten. Es waren wohl neun, wenn ich mich nicht verzählt habe.

Und am Ende verabreden wir uns alle noch für den Silvesterlauf. Das wird ein stimmungsvoller Spaß!

 

 

Und wieder Sonne!

Auf dem Carport und hinter dem Haus liegt noch ordentlich viel Holz, das heute verarbeitet sein will. Aber nach der Laufpause gestern musste ich den Tag heute mit einer schönen Tour beginnen.

Mit Nebel hatte ich gerechnet. Aber als sich die Sonne zwischen den Nebelschwaden zeigte, wurde aus den zunächst geplanten zehn Kilometern doch etwas mehr. Und auch mehr Höhenmeter addierten sich da.

Großes Biest runter – rauf nach Mariahof – rauf bis zur Pellinger – runter ins Kandelbachtal – rauf nach Kernscheid und zurück nach Olewig.

So haben sich 17 Kilometer gesammelt, mit 309/311 Höhenmetern. Wieder Wildschweine gesehen. Diesmal Frischlinge, die allerdings nicht für ein Foto posieren wollten. An der Pellinger Straße hat sich dann auch eine Horde Jäger bereit gemacht. Ob die Ferkel und ihre Mutter den Tag wohl überstehen werden?

Viel Sonne, Matsch und Spaß. Und jetzt greife ich zur Spaltaxt …

Wenn sich 14 Beine treffen

Mit besonderer Widmung an Anne die aktuelle Laufkolumne:

Läufer und Tierwelt. Das passt gut zusammen. Nicht nur, weil der Mensch streng wissenschaftlich gesehen die Tiergattung ist, die am weitesten laufen kann und nur dadurch im Laufe der Evolution seine außergewöhnliche Position auf diesem Planeten einnehmen konnte. Wer das nicht glaubt, sei an die ungleichen Wettrennen „Läufer gegen Pferd“ erinnert, die immer wieder für Schlagzeilen sorgen. Scheinbar überraschend gewinnt der Zweibeiner fast sicher, wenn die Distanz mehr als 30 Kilometer beträgt.
Da unsereins aber normalerweise nicht die Gelegenheit bekommt, in einem solchen Wettbewerb zu starten, konzentriert sich unser läuferischer Kontakt zur Tierwelt häufig auf die Begegnung mit Hunden. Manchmal auch mit Kühen. Das glauben Sie nicht? Als ich vor einigen Tagen gemeinsam mit einem Freund auf meiner Lieblingsstrecke im – nomen est omen – Tiergartental unterwegs war, stand plötzlich so ein Rindvieh vor uns und versperrte gemächlich grasend den Weg. Das Vieh hatte offenbar ein Gatter der benachbarten Wiese überwunden.
Nun war der Ort unserer Begegnung so eng, dass wir nicht an dem Tier vorbeikamen. So trabte die Hornträgerin träge vor uns hin, statt Platz zu machen. Nach einiger Zeit kam eine Frau mit ihrem Hund entgegen. Die erschrak sich offenbar heftig und nahm ihren nicht sehr großen Bello an die kurze Leine, als wolle sie verhindern, dass sich dieser auf das Fleckvieh stürzt. „Gehört die nicht zu Ihnen?“, rief sie uns zu, die wir just in diesem Moment an dem Rind vorbei kamen. Die eigentlich passende Antwort ist uns in diesem Moment leider nicht eingefallen: „Keine Angst, die will doch nur spielen!“ …
Weder Hunde noch Pferde noch Kühe werden uns hoffentlich am Samstag beim Deuluxlauf in Langsur begegnen. Auf den inoffiziellen Abschluss der Wettkampfsaison freue ich mich dennoch – tierisch!

Schlammschlacht II

Warum der heutige Morgen im Zeichen der Rumpfgymnastik stand, ist leicht zu erklären. Der Allerheiligen-Feiertag ist zwar eine prima Möglichkeit, die Beine hochzulegen. Der konstante Regen lud auch nicht unbedingt nach draußen ein.

Am späten Nachmittag juckte es allerdings dann so in den Füßen, dass zumindest eine Stunde Bewegung sein musste. Mein Laufkumpel Christoph hatte denselben Gedanken und wollte gerade beim mir durchklingeln, als ich ihm damit zuvorkam.

Fünf Minuten später freuten sich zwei Läufer in gelben Jacken über ihren Entschluss, einen gemiensamen Lauf anzugehen. Eine kurze Lücke in der Wolkendecke ließ sogar einige Sonnenstrahlen durch. Und nach gut einem Kilometer hörte auch der Regen auf und machte genau für die Zeit Pause, in der wir zu den Mattheiser Weihern und durch das Tiergartental unterwegs waren.

Der obere der beiden ehemaligen Fischteiche der Abtei St. Matthias ist fast leer. Nicht der schönste Anblick aber notwendig, weil das Ufer mit Steinen befestigt wird, um das Unterspülen der dort stehenden Bäume zu verhindern. Einige hatten schon den Halt verloren und waren in den See gekippt.

Zum ersten Mal seit dem Winter kamen meine wasserdichten Crossschuhe zum Einsatz. Da machte jede Begegnung mit einer Pfütze Spaß. Und  weil wir eh schon eingesaut waren, haben wir den Schlammpfad nicht ausgelassen, in den sich die schöne Schleife durch den Wald bis zum Brückchen bei Regen verwandelt.

Größtes Hindernis an diesem Tag: ein ausgebüxtes Rind, das uns erst einmal keinen Platz machte und vor uns her spazierte. Der Spruch des Tages kam von einer  entgegenkommenden Gassigeherin, die offenbar Angst hatte, dass ihr halbgroßer Hund den Widerkäuer erlegt: „Ach die (Kuh) gehört nicht zu Ihnen?“ …

Am kleinen Biest haben wir dann noch Karin aufgegabelt, die sich nach uns auch zu einer kleinen Runde aufgemacht hatte. Der letzte Kilometer zu dritt.

Dass die Dusche danach bitter notwendig war, stand außer Zweifel. Zudem wartete die Sauna auf uns. So sieht richtige Entspannung aus.

 Hier die Details zum Lauf