Vier Helden

1-DSC02336O.k., vielleicht ist der Titel etwas übertrieben. Aber ein wenig stolz sind wir vir schon, dass wir es nach längerer zeit endlich mal wieder geschafft haben, am frühen Samstagmorgen zu einem gemeinsamen Lauf aufzubrechen.

2-DSC02345Achim, Dominik, Marcel und meiner einer. Wie immer Treffpunkt am Sportplatz. Rudi kommt mit dem Rad, um zu verkünden, dass er mit seinem Besuch eine Stunde später und eher etwas kürzer laufen werden. So machen wir uns zu viert also auf den Weg. Es soll die 18er-Runde werden: Tiergarten-Goldkäulchen-Mariahof-Tiergarten. Nicht zu lang, nicht zu anspruchsvoll und doch mit einigen hübschen Steigungen, natürlichen Hindernissen  und Rampen.

3-DSC02347Schließlich bin ich noch Rekonvaleszent, Marcel laboriert noch etwas mit dem Knie, Achim ist eher in Halbmarathonform und Dominik … der muss halt etwas ruhiger machen. Beim Stadtlauf ist er eine sensationelle 1:25er Zeit gelaufen. Das ist auf unserer ruhigen Tour bei tollen Temperaturen und etwas Wind natürlich ebenso Thema wie der Hospizlauf, unsere gesundheitlichen Problemchen, Lauftechniken und die Projekte im Herbst und in weiterer Zukunft.

5-DSC02358Zu den Gruppenfotos benötigen wir einige Anläufe. Da sind wir ganz offensichtlich auch inzwischen etwas aus der Übung.

6-DSC023617-DSC02364Als wir nach knapp zwei Stunden wieder am Sportplatz ankommen, ist es für Achim und mich genug für heute. Dominik und Marcel laufen noch die gut 20 Minuten nach Hause. Für sie ist jeder Samstagslauf 40 Minuten länger als für mich.

8-DSC02372Schön war’s. Nächsten Samstag gerne wieder. Und dann … Urlaub!!!! Bis dahin wartet aber noch jede Menge Arbeit. Wobei ich daran heute eigentlich nicht denken wollte …

Danke fürs Lesen. Euch allen ein sonniges Wochenende!

Prächtig!

Wie gut es doch tut, wenn am Ende einer großen Laufaktion so viele glückliche Gesichter zu sehen sind. Der Trierer Stadtlauf war der Abschluss der fünften Auflage von „Der TV bewegt!“. Soweit ich das überblicken kann, hat es allen Spaß gemacht. Und lediglich vier der insgesamt 65 angemeldeten Läuferinnen und Läufer sind nicht gestartet.

01-DSC02008Sonntag, 7.30 Uhr. Als ich mit den drei Kisten Anmeldeunterlagen in den Stützpunkt TV-Pressecenter komme, warten bereits zwei Frühaufsteher. Nicole, die mir bei all dem organisatorischen Kram sehr geholfen hat, ist natürlich auch schon da. Danke an dieser stelle nochmal an sie.

03-DSC02011Um 9 Uhr startet der 10-Kilometer-Lauf, eine viertel Stunde später der Halbmarathon. Bis zu den beiden Gruppenfotos vergeht also noch eine Stunde. Immer mehr Frühaufsteher treffen ein, ziehen sich um. Wie immer ist eine erwartungsvolle Spannung förmlich greifbar vor dem Start.

02-DSC02014Michis Gruppe der 10er-Läufer ist wirklich groß. Heute sind alle da. Bei den Halbmarathonis ist man das Bild gewohnt. Sie waren wie in den vergangenen Jahren die verlässlichsten Trainingsteilnehmer, auch wenn einige sogar den nicht ganz kurzen Weg aus der Vulkaneifel nach Trier auf sich nehmen mussten.

04-DSC02015Während Michis Truppe – darunter auch die nach eigener Aussage leicht soziophobe Anne, die heute mit Spaß über ihren Schatten springt – bereits Richtung Start unterwegs ist, macht Jens den „Halben“ vor, wie man sich vernünfitg aufwärmt: Locker laufen, einige Anfersübungen, einige moderate Steigerungsläufe. Dann geht es auch schon in die Moselstraße, wo in diesem Jahr der Start für die längste Distanz beim Trierer Stadtlauf aufgebaut ist.

05-DSC02017Ich biete an, den Pacemaker für eine Zeit knapp unter 1:45 Stunden zu machen. Schließlich will ich meine Fuß testen und nicht am Limit laufen. Sylvio, Stefan und Lisa – eine Gastläuferin aus Ockfen – wollen es versuchen. Los geht es also im gemächlichen Tempo von 4:50 Minuten/Kilometer. Ich lasse mich nicht treiben und bremse die drei anderen, sich nicht zu sehr mitreißen zu lassen. Es geht hinunter bis auf die Nordallee, dann hinauf bis in Höhe Porta und links in die Paulinstraße.

08-DSC02021Eine neue Strecke zum 30. Trierer Stadtlauf. Zunächst in den Norden. Trier-West und Pallien werden dafür in diesem Jahr nicht tangiert. Angenehm ist der neue Asphalt in der Herzogenbuscher Straße zu laufen. Auf anderen Streckenpassagen lästern wir hingegen, dass der Stadtlauf bald als Crosslauf gelten kann, wenn die tiefen Löcher in der Straße nicht ausgebessert werden.

07-DSC02020Sylivio und Stefan ist das Tempo offensichtlich doch etwas zu hoch. Bei Kilometer acht fallen sie zurück. Ich nehme etwas Tempo raus. Sie verlieren dennoch den Anschluss. Auch eine taktisch klug gelegte BDBP (Blasendruckbefreiungspause) bringt sie nicht in Sicht. Lisa, die auch schon mal in früheren Jahren eine 1:35-Zeit gelaufen war, ist in der Zwischenzeit enteilt und fordert mir eine wirklich flotten Kilometer ab, um wieder aufzuschließen. Karina und Kessie frönen derweil in der Parkstraße am Straßenrand mit ihren Familien einem Frühstückshappening mit Sicht auf Läufermeute. Wir sehen uns. Hey ho! Und weiter geht’s.

Was der Strecke sowohl für die 10er- wie für die 21er-Variante geblieben ist: der lange Anstieg in der Ostallee, der mit dem Auto normalerweise gar nicht zu merken ist. Und die Unterführung an den Kaiserthermen mit der giftigen Rampe, die vielen Läufern den Atem nimmt. In der ersten Runde sind Christoph und Michael von meinem Lauftreff zu mir aufgelaufen. Ich habe sie ziehen lassen und bin meinen Pacemakeraufgaben treu geblieben (Bin ich nicht toll?).

09-DSC02023Sehr schön ist der Rückweg parallel zur Saarstraße durch die schmalen und idyllischen Wohnstraßen in Trier-Süd. Viele Zuschauer sind zwar nicht da. Aber es geht auch ohne ganz gut. Und auch der Abschnitt am Moselufer, für den ein Fahrstreifen gesperrt ist, hat etwas. Auch dass vor der Hauptwache der Berufsfeuerwehr die Getränke in Einsatzmontur angeboten werden.

10-DSC02027Lisa, die mich weiter begleitet, hat viel zu erzählen. Nett. Und flott ist sie auch. Allerdings nimmt die Zahl der Worte auf den letzten vier Kilometern deutlich ab. Nun kann ich meine Eigenschaften als Laufmotivator erproben … Nochmal die Südallee hinauf. Dort schließen wir zu Inge auf, die in ihrer Alterklasse Platz vier erreichen wird. Meine Motivationsversuche, es auf dem letzten Kilometer nochmal richtig krachen zu lassen, will sie aber nicht folgen. Lisl dagegen beißt. Schließlich geht es nun „nur noch“ die lange Gerade hinunter bis zu Porta. Und da sind noch einige Läufer vor uns, die überholt werden wollen.

19-DSC02054Tolle Stimmung in der Simeonstraße (Das Foto zeigt natürlich den Jugendlauf 😉 ). Jetzt noch mal Gas geben. In vollen Zügen den Zieleinlauf genießen. 1:42:12 – bei weitem keine Bestzeit, aber ein Lauf mit viel Spaß.

Und noch mehr Freude macht das Abklatschen mit all den TV-bewegt-Läufern, die bereits da sind oder in den folgenden Minuten ins Ziel kommen. Stefan, Sylvio, Marek, Yvonne, Birgit, die endlich die 2-Stunden unterbietet. Großes Hallo auch mit den anderen Bekannten und Freunden. Christof, Dominik, Jens, Marcel und, und, und …. Der Stadtlauf ist auch irgendwie ein Fest der regionalen Lauffamilie. Und über allem scheint die Sonne. Ein Prachtwetter für einen Prachtlauf.

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Den offiziellen Bericht vom 30. Trierer Stadtlauf, noch mehr Bilder und alle Ergebnisse gibt es natürlich auf dem TV-Laufportal

 

Schnell, flach, frei

 

DSC019833000 Anmeldungen sind es inzwischen für den Trierer Stadtlauf am Sonntag. Das haben mir Nicolas Klein und Andreas Rippinger vom Orga-Team heute morgen berichtet, als ich die Startunterlagen für die 60 TV-bewegt-Läufer abgeholt habe. Das Wetter wird bei der 30. Auflage des größten Laufs in der Region Trier so sein, wie es Läufer lieben: um die 20 Grad und trocken, vielleicht der ein oder andere Regentropfen.

Natürlich sind nicht nur die Läufer gespannt, wie die neue Strecke, die zur Hälfte durch den Trierer Norden führt, sein wird. Auch die Jungs vom Stadtlauf e.V. hoffen, dass alles gut klappt, die Stimmung gut ist und die Teilnehmer zufrieden sein werden.

Dass sich meine aktuelle Laufkolumne mit dem Stadtlauf befasst, ist sicher keine Überraschung. Voilà:

Schnell, flach, frei

Es tut sich etwas! Wenn sich auf den Wegen in Stadt und Land, in Parks und Stadien, auf Weinbergspfaden und im Wald Menschen in ungewöhnlich großer Zahl im Laufschritt tummeln, dann gibt es dafür nur eine mögliche Erklärung: Der Trierer Stadtlauf steht bevor und macht für einige Tage auch jenen Beine, die sonst nur selten ihre Laufschuhe dem eigentlichen Zweck entsprechend bewegen.
Zum 30. Mal steigt am Sonntag das größte Laufereignis der Region. Es fehlen nicht mehr viele Anmeldungen, um das Ziel der Veranstalter zu erreichen: 3000 Sportler sollen auf den Weg gebracht werden, darunter auch wieder 60 Frauen und Männer, die sich bei der Aktion „Der TV bewegt!“ für das Großereignis fit gemacht haben. Beim TV-Jugendlauf dürfen auch die jungen Lauftalente ran.
Zum Jubiläum lockt für die erwachsenen Starter eine neue Strecke. Die Brückenrunde über Trier-West und Pallien wird es in diesem Jahr nicht geben. Stattdessen dürfen die Läuferinnen und Läufer die Trierer Nordschleife über Paulin-, Herzogenbuscher-, Park-, Franz-Georg-, Schöndorfer Straße und Reichsabtei nehmen. Die Strecke wird also noch flacher und schneller. Aber egal, mit welchem Tempo die Leute laufen werden. Sie sollten es genießen, einmal ohne Stau in Trier unterwegs zu sein.

 

350!

Das ist die Zahl des Tages: 350! So viele Bewerbungen gibt es für „Der TV bewegt!“. 60 von ihnen werden sich ab dem 18. April unter professioneller Anleitung für den Trierer Stadtlauf am 30. Juni vorbereiten. Einmal wöchentlich in einer der drei Leistungsgruppen (Anfänger bis Halbmarathon). Für die anderen sechs Tage gibt es einen ausgefeilten Trainingsplan.

TV bewegt bildZudem werden die Teilnehmer kennenlernen und hoffentlich konsequent in ihr Trianing einbauen, was die meisten von ihnen nicht kennen oder vernachlässigen: Lauf-ABC und Dehnübungen.

Die Gewinner werden am Mittwoch ermittelt. Dann dürften einige Läufer in der Region Trier sehr glücklich sein – das hoffe ich zumindest. Ich freue mich jedenfalls darauf.

 

 

 

 

Der TV bewegt – Start frei für 2013

IMG_6496Schnee und gefrorene Erde, die unter den Sohlen knirschen. Zu Eis erstarrte Pfützen unter einer dünnen weißen Deckschicht … Wer in diesen Tagen im Wald oder auf der Flur unterwegs ist, muss aufmerksam sein, damit der gefrorene Matsch seine Knöchelbrecherqualität nicht unter Beweis stellen kann. Von Zerrungen und blauen Flecken ganz abgesehen, die auf teils ziemlich glatten Fahrrad- und Laufwegen allen drohen, die nicht vorsichtig sind.

Spaß macht vor allem der gelaufene Ausflug ins Gelände dennoch. Erst recht, wenn sich dann auch noch die zuletzt so sehr vermisste Sonne zeigt und den euphorisierten Hobbysportler dazu bringt, den eh schon langen Lauf ein wenig länger werden zu lassen.

Gelände, Eis und Matsch wird es am 30. Juni nicht geben, wenn der 30. Trierer Stadtlauf auf neuer Strecke startet. 5400, 10 000 und 21 097,5 Meter stehen für die Starter zur Wahl. Und da die Sonne an diesem Frühsommertag eh scheint, muss niemand fürchten, dass er nach einem flotten Rennen zusätzliche Kilometer anhängen will.

Zumindest für 60 der 3000 erwarteten Läuferinnen und Läufer wäre das konditionell sicher kein Problem. Der TV bewegt! Auch in diesem Jahr werden sich eben jene 60 Läufer in den Wochen vor dem Start unter professioneller Anleitung bestens auf die Herausforderung  vorbereiten, der sich jede/r von ihnen stellen will.

Wer teilnehmen kann? Alle Abonnenten unserer Zeitung Trierischer Volksfreund. Ab heute ist die Bewerbung auf www.volksfreund.de/laufen möglich. Sie sind noch kein Abonnent? Dann wird es Zeit! Den sicheren Platz im TV-bewegt-Team gibt es für Sie als Bonus.

Ich freue mich schon darauf, wieder mit vielen netten Menschen gemeinsam für den Stadtlauf trainieren zu dürfen. Sport und Spaß in Kombination – das ist Laufen. Wir werden Spaß haben. Viel Spaß. Versprochen!

 

Der TV bewegt wieder!

Alle Gespräche und Verhandlungen sind zwar noch nicht abgeschlossen. Aber zumindest scheint nun klar zu sein: Der TV bewegt! – auch 2013.

Jens Nagel und sein Trainerteam von getFit werden aller Voraussicht nach wieder mit im Boot sein. Es war ein gutes Gespräch heute.

Im kommenden Jahr wollen wir noch mehr Leser unserer Zeitung und unseres Laufportals mit ins Boot nehmen und etwas ganz Besonderes bieten. Dann wird der Start beim 30. Internationalen Trierer Stadtlauf am 30. Juni 2013 für alle Teilnehmer ein besonders tolles und erfolgreiches Erlebnis.

Ich freue mich schon auf viele neue Bekanntschaften beim Training, das wieder in drei Gruppen für Anfänger/Wiedereinsteiger, geübte Läufer und Halbmarathonis stattfinden soll.

Mehr will ich heute noch nicht verraten.

P.S.:

Heute war für mich Laufpause, dafür eine knappe Stunde Rumpfstabi. Das muss auch mal sein 😉

Nur Theorie

Meine läuferischen Aktivitäten beschränken sich heute darauf, ab und an einen Blick auf London zu werfen. Da hat Arne Gabius, der auch beim Silvesterlauf in Trier am Start war, leider das Finale über 5000 Meter verpasst. Der zweite Vorlauf war einfach zu schnell, so dass Platz 7 im ersten Lauf nicht genügte, um über die Zeitwertung in den Endlauf zu kommen.

Für mich ist Tapering angesagt. Heute  ein wenige Gymnastik, morgen ein Lauf mit einigen Höhenmetern. Dann am Samstag nochmal ein kurzer Rekomlauf. Die Wettervorhersage  für Sonntag ist prima. Nach dem Stand der Dinge werde ich doch am frühen Morgen nach Monschau fahren. Auf den so viel gelobten Lauf bin ich gespannt.

Ganz stimmt mein Eingangssatz allerdings doch nicht. Denn auch der Silvesterlauf 2012 und der Stadtlauf 2013 haben mich heute schon auf trab gehalten. Der Silvesterlauf, weil wir erstmals eine kleine Version von „Der TV bewegt!“ auflegen. 15 laufende Leserinnen und Leser unserer Zeitung bzw. Nutzer des TV-Laufportals haben die Chance, ein umfassendes Trianingspaket sowie kostenlose Start beim Flutlichtmeeting im September und beim Silvesterlauf zu gewinnen. Die Bewerbung ist noch bis Sonntagnacht möglich. hier

Für den Trierer Stadtlauf 2013 stand heute Vormittag ein wichtiges Gespräch statt. Wir werden die Jungendläufe wieder als Namenssponsor präsentieren. Und von Veranstalterseite gibt es auch wieder grünes Licht für Der TV bewegt!   In welcher Form dieses Vorbereitungstraining wieder angeboten werden kann, wird derweil noch diskutiert. Wer will, darf gerne die Daumen drücken, dass die entsprechenden Budgetverhandlungen zu einem guten Ergebnis kommen.

Der Stadtlauf 2013 wird übrigens auf einer neuen Strecke stattfinden. Der Trierer Norden löst Trier-West als Teilstück ab. Mehr dazu in den nächsten Tagen.

 

Finale II

Darauf hatte ich mich in den vergangenen Tagen sehr gefreut: Der erste Lauf im Urlaub. Und wie kann der besser beginnen als in der Gesellschaft meiner Kumpels vom Lauftreff Olewig. Marcel war verhindert, so blieb es beim Quartett mit Achim, Christoph und Rudi.

Da Anne vor tiefem Geläuf gewarnt hatte, bot sich mal wieder ein Ausflug über die Mosel in den Weißhauswald an. Den direkten Weg durch die Stadt dorthin sind wie noch nie gelaufen, wie uns auffiel. Durchaus interessant.

Durch Palastgarten, über den Domfreihof, Hauptmarkt und Startbereich des Stadtlauf-Halbmarathons in der Franz-Ludwig-Straße zu Kaiser-Wilhelm-Brücke.

Der Blick über die Mosel auf die Felsen und den sich lichtenden Nebel verschlägt einem fast den Atem.

Auf der anderen Seite der „Trierer Berg“, wie die Bitburger Straße auch genannt wird. Dieses wichtigeste Einfalltor von der Eifel nach Trier ist in diesen Wochen gesperrt, weil im Engstellenbereich unterhalb der Fachhochschule ein zweite Bergabfahrspur gebaut wird. So soll der Dauerstau stadteinwärts gemildert werden.

Der schöne Buntsandsteinfels muss reichlich Substanz lassen. In drei Sprengungen wurden fünf Meter Raum gewonnen. Hier wird auch heute gearbeitet. so dass wir unterhalb der Napoleonsbrücke nach links ins Gillenbachtal abbiegen.

Einmal war ich vor einigen Wochen hier schon einmal gelaufen, beim Abendtrainign mit „Der TV bewegt“. Jetzt genieße ich gemeinsam mit den Lauftreff-Jungs die tolle Strecke, die schnell neben dem Bach an Höhe gewinnt.

Es ist ein Traum, in dieser prächtigen Natur zu laufen. Und auch einige umgestürzte bzw. gefällte Bäume, die über dem Weg liegen, trüben diese Freude nicht.

Christoph bremst mich ein, sonst wäre ich sicher unvernünftig gewesen und auch noch im Anschluss den Felsenpfad bis Biewer gelaufen. Das wäre am Ende aber bei dieser zunehmenden Schwüle definitiv heute zu weit gewesen. So laufen wir durch das Gelände der Fachhochschule und nehmen die idyllischen Treppen hinunter nach Pallien.

Ein Stück die Mosel entlang zurück bis zur Römerbrücke. Und von dort wieder auf kürzestem Weg nach Olewig. Das macht insgesamt 22 Kilometer, von denen die letzten doch ordentlich in die Beine gehen. Der schnelle Lauf vom Sonntag ist offenbar noch nicht ganz verkraftet. Aber egal. Es war toll und die richtige Einstimmung auf den Urlaub.

Meine Laufsachen nehme ich nach Südfrankreich natürlich mit, Trinkrucksack inklusive. Wie oft ich mich auf den Weg machen werde, weiß ich allerdings noch nicht. Entspannung ist angesagt.

Bei midlifecrisis wird also nun für einige Zeit Ruhe herrschen. Ich melde mich wieder in drei Wochen. Bis dahin wünsche ich allen meinen Freunden und Lesern einen schönen Sommer und viele schöne Läufe!

 

Breitensport, Bambinis und Bodyguards

Als kleinen Nachschlag zum Trierer Stadtlauf hier noch die aktuelle Laufkolumne, die unter dem Titel „Auf dem Laufenden“ heute in der Regionalzeitung Trierischer Volksfreund erscheint.

Momentaufnahme vom Jugendlauf: Hier geht es gesittet zu.

Breitensport, Bambinis und Bodyguards

Läufer im Glück! Das galt am Sonntag für viele der 2700 Teilnehmer, die das Ziel beim Trierer Stadtlauf erreicht haben. Glück hatten sie mit dem nahezu idealen Wetter – der große Regen spülte erst am Nachmittag die Besucher aus der City. Glücklich waren sie – zumindest die meisten von ihnen –, dieses große Gemeinschaftserlebnis genießen zu dürfen, auch wenn auf der Strecke die Luft mal dünn wurde. Nervosität und Anspannung, vor dem Start greifbar, verwandelten sich spätestens beim von den Zuschauern bejubelten Zielsprint in Euphorie.

Doch nicht immer und nicht für alle gab es diesen erwünschten Überschuss an Glückshormonen, den Läufer gemeinhin als „Runner’s high“ bezeichnen. Die Teilnehmer an den Läufen über zehn und 21 Kilometer kamen sich auf weiten Strecken doch ziemlich einsam vor. Besonders im Westen der Stadt war die Begeisterung für Sportveranstaltung und Teilnehmer unterirdisch. Gut, dass es im kommenden Jahr nicht mehr nach Trier-West geht, sondern in den läuferisch aktiveren Norden.

Enttäuschender noch war für die Jüngsten, dass sie nach absolvierten 400 Metern statt Medaille eine Trinkflasche überreicht bekamen. Grund dafür – so hieß es: der außergewöhnlich starke Zuspruch beim Jugendlauf davor. Es waren alle Plaketten vergriffen. So mussten nicht wenige Erwachsene ihre selbst erlaufene Trophäe an den Nachwuchs weiterreichen, um Tränen zum Versiegen zu bringen.

Tatsächlich einen Preis verdient hätten die Ordnungskräfte im Zielbereich. Die verhinderten mit Engelsgeduld und am Ende auch körperlicher Präsenz, dass sorgenvolle Mütter, Omas und Opas die Zeitnehmerzone stürmen, um ihre kleinen Heldinnen und Helden in die Arme zu schließen.

Dieses Problem hatten jene Eltern nicht, die ihre Bambini auf der Strecke begleiteten. Dass sie teilweise dann allerdings selbst wegen rücksichtlos voranstürmender Erziehungsberechtigter Bodyguard für die eigenen Kinder spielen mussten, ist eine andere Geschichte …

 

On the trail again…

Wie entspannt und entspannend doch so ein Morgenlauf sein kann. Nach einem sehr schönen Nachtreffen zum Stadtlauf gestern Abend war das heute ein Genuss, auch wenn es nur ein kurzer Lauf war.

So kurz, wie mein Blogeintrag heute sein muss. Ich habe einfach vor dem Start in den Urlaub noch viel zu viel zu erledigen…