Das richtige Wasser

Mineralwasser ist nach wie vor der beste Durstlöscher. Entweder pur. Oder nach einem Lauf gerne auch mal als Schorle, mit einem Drittel Saft gemischt.

Nachdem ich von einem für Babynahrung bestens geeigneten Wässerchen auf ein besonders mineralreiches aus der Eifel umgestellt hatte, waren Wadenkrämpfe kein Thema mehr. Inzwischen trinkt die ganze Familie das „Mineralienwunder“, dessen Werbeabteilung auch mit dem selbst verliehenen Prädikat „Deutschlands Magensium-Meister“ auf Konsumentenfang geht.

1-logo_TVbewegt_nürburgquelleDa freut es mich natürlich, dass die Quelle mit der Nürburg im Namen ab diesem Monat mein Laufportal als Sponsor unterstützt. Die Aktion „Der TV bewegt!“ als intensive Gruppenvorbereitung auf den Trierer Stadtlauf sollte also in sicheren Tüchern sein. Und dafür dürfen die sogar auf das Logo.

Wie sind Eure Erfahrungen mit Mineralwassern?

Was trinkt ihr vor, bei und nach dem Laufen?

Doppelter Einsatz

Irgendwie macht es keinen wirklichen Spaß zu bloggen, wenn ich keine Bilder zeigen kann. Es funktioniert leider noch immer nicht. 🙁 Das ist dann leider der Nachteil, wenn der Blog über den Server des eigenen Verlagshauses angemeldet ist …

Nach einem Tag mit Traumwetter gestern verregnet es gerade den geplanten Sonntagsspaziergang. Vielleicht später noch ein paar Schritte…

Gelaufen wird heute nicht. Dafür hatte ich gestern den geplanten Doppelpack. Am Morgen mit Dominik und Marcel 25 Kilometer (Olewig – Moselschleuse Trier – Eisenbahnbrücke Pfalzel – Avelertal – Unicampus – Olewig). Irgendwie haben wir alle am Ende etwas gekämpft. Marcel nach seinen Magenproblemen, Dominik nach seiner Erkältung, ich nach den Intervallen vom Donnerstagabend und dem Morgenlauf am Freitag. Aber Spaß hat es trotzdem gemacht.

Und zwölf Stunden später ging es beim Mitternachtslauf in Kröv besser als gedacht. Gut, das Grillfleisch vom vorherigen Besuch bei lieben Freunden in Traben-Trarbach lag noch etwas im Magen. Aber da ich eh nicht am Anschlag laufen wollte, war es erträglich.

Die Temperaturen zum Laufen mit 14 Grad ideal. Langes Warten musste auch nicht sein, da wir die Anfahrt aus Traben-Trarbach sehr gut timen konnten. Die Startnummer hatte ich schon am Nachmittag besorgt. Nach einigen Minuten Einlaufen mit Harald waren es dann nur noch zehn Minuten bis zum Massenstart in Kröv. Viele bekannte Gesichter, einige fast neue – liebe Grüße an Medita an dieser Stelle – und ganz viel gute Laune, für die auch wie so oft die Laufmäuse aus dem Hochwald sorgten.

Zum ersten Mal starteten um 23.20 Uhr alle Alterklassen gemeinsam. Das bedeutete erst einmal mächtiges Gedränge in den engen Gassen von Kröv. Kein großes  Problem, ich wollte ja eh nur locker laufen. Unten an der Mosel entzerrte sich dann die Läuferschar. Und spätestens bei dem Doppelanstieg nach zwei Kilometern war genug Raum, um frei zu laufen. Dreieinhalb Runden waren notwendig, um auf die 9,4 Kilometer zu kommen, die dieser Lauf addiert.

Unglaublich, wie schwer vielen Läuferinnen und Läufern der Atem schon beim ersten Anstieg ging. Da hatte ich fast Skrupel, locker und ohne wirklich deutlich hörbares Schnaufen an ihnen vorbeizuziehen. Das wiederholte sich dann mit vielen anderen Teilnehmern noch zweimal. Besonders schön war danach jeweils der Abschnitt leicht abschüssig durch die Ortsmitte, wo viel Zuschauer sich mit Jubeln warm hielten. Darunter auch meine Familie.

Mit einer Durchschnittspace von 4:19 Minuten bin ich am Ende nur geringfügig schneller gelaufen als beim Hamburg-Marathon im vergangenen Jahr. Obwohl ich Punkt Mitternacht ziemlich locker ins Ziel kam, wäre eine Wiederholung der Zeit von damals über die lange Distanz derzeit nicht machbar. Aber das muss ja auch nicht sein.

Heute in einer Woche beim Mittelrhein-Marathon habe ich keine Zeit im Visier. Es soll ein lockerer Trainingslauf werden für den kleinen Ultra 14 Tage später beim Eifelmarathon. Der ist erst einmal mein Saisonziel. Die Sehne scheint zu halten. Das ist das Wichtigste!

Ein schönes Restpfingstfest allen, die gezielt oder per Zufall hier gelandet sind.

Präsentiert wurde der Mitternachtslauf Kröv vom Laufportal des Trierischen Volksfreunds, für das ich die Verantwortung trage. Dort sind demnächst auch Fotos, Ergebnislisten und der offizielle Bericht zu lesen.

Hier wieder ein Link zur Facebook-Galerie vom Mitternachtslauf

und hier zum Samstagslauf

Kein Durchblick

„Brite überlebt dank Kontaktlinsenflüssigkeit“ – das ist so eine Meldung, die müde Gehirnzellen richtig auf Trab bringt. Warum hatte der Mann bei seinem Lauf in der australischen Wildnis Kontaktlinsenflüssigkeit dabei?

Der als leidenschaftlicher Läufer bekannte Rucksacktourist war bei Temperaturen um die 40 Grad zu einer Joggingtour aufgebrochen. Dass er sich alleine und ohne Handy oder Smartphone in unbekanntes Terrain wagte, lässt vermuten, dass er nicht gerade überlegt handelte. Gut, wenn einen die Lust aufs Laufen packt, dann setzt manchmal das Hirn etwas aus. Und 18-Jährigen fehlt auch noch ein wenig Lebenserfahrung.

Aber warum in Gottes Namen hatte er Kontaktlinsenflüssigkeit dabei? Offenbar in nicht zu geringer Menge, wenn das Trinken dieser Lösung ihn vor dem Verdursten retten konnte. Na gut, sein eigener Urin half auch noch ein wenig. Fünf Kilometer vom Ausgangspunkt seines Irrweges wurde der vollkommen entkräftete und dehydrierte Brite in letzter Minute entdeckt.
Er ist nun um eine Erfahrung reicher. Ob er allerdings den Hubschrauber sehen konnte, dessen Besatzung ihn ausmachte, glaube ich nicht. Denn für den eigentlichen Zweck, die Kontaktlinsen feucht und geschmeidig zu halten, dürfte nicht genug Flüssigkeit übrig geblieben sein.
Wetten! Für den nächsten Landschaftslauf in der Fremde hat er gelernt! Hoffentlich nicht nur, dass er eine größere Flasche Kontaktlinsenflüssigkeit mitnehmen muss!
Nicht vor dem Verdursten fürchten müssen sich die Teilnehmer am 2. Bitburger-Fährturmlauf in Schweich am 9. März. Startplätze dafür gibt es unter www.volksfreund.de/laufen

 

Der TV bewegt – Start frei für 2013

IMG_6496Schnee und gefrorene Erde, die unter den Sohlen knirschen. Zu Eis erstarrte Pfützen unter einer dünnen weißen Deckschicht … Wer in diesen Tagen im Wald oder auf der Flur unterwegs ist, muss aufmerksam sein, damit der gefrorene Matsch seine Knöchelbrecherqualität nicht unter Beweis stellen kann. Von Zerrungen und blauen Flecken ganz abgesehen, die auf teils ziemlich glatten Fahrrad- und Laufwegen allen drohen, die nicht vorsichtig sind.

Spaß macht vor allem der gelaufene Ausflug ins Gelände dennoch. Erst recht, wenn sich dann auch noch die zuletzt so sehr vermisste Sonne zeigt und den euphorisierten Hobbysportler dazu bringt, den eh schon langen Lauf ein wenig länger werden zu lassen.

Gelände, Eis und Matsch wird es am 30. Juni nicht geben, wenn der 30. Trierer Stadtlauf auf neuer Strecke startet. 5400, 10 000 und 21 097,5 Meter stehen für die Starter zur Wahl. Und da die Sonne an diesem Frühsommertag eh scheint, muss niemand fürchten, dass er nach einem flotten Rennen zusätzliche Kilometer anhängen will.

Zumindest für 60 der 3000 erwarteten Läuferinnen und Läufer wäre das konditionell sicher kein Problem. Der TV bewegt! Auch in diesem Jahr werden sich eben jene 60 Läufer in den Wochen vor dem Start unter professioneller Anleitung bestens auf die Herausforderung  vorbereiten, der sich jede/r von ihnen stellen will.

Wer teilnehmen kann? Alle Abonnenten unserer Zeitung Trierischer Volksfreund. Ab heute ist die Bewerbung auf www.volksfreund.de/laufen möglich. Sie sind noch kein Abonnent? Dann wird es Zeit! Den sicheren Platz im TV-bewegt-Team gibt es für Sie als Bonus.

Ich freue mich schon darauf, wieder mit vielen netten Menschen gemeinsam für den Stadtlauf trainieren zu dürfen. Sport und Spaß in Kombination – das ist Laufen. Wir werden Spaß haben. Viel Spaß. Versprochen!

 

Der TV bewegt wieder!

Alle Gespräche und Verhandlungen sind zwar noch nicht abgeschlossen. Aber zumindest scheint nun klar zu sein: Der TV bewegt! – auch 2013.

Jens Nagel und sein Trainerteam von getFit werden aller Voraussicht nach wieder mit im Boot sein. Es war ein gutes Gespräch heute.

Im kommenden Jahr wollen wir noch mehr Leser unserer Zeitung und unseres Laufportals mit ins Boot nehmen und etwas ganz Besonderes bieten. Dann wird der Start beim 30. Internationalen Trierer Stadtlauf am 30. Juni 2013 für alle Teilnehmer ein besonders tolles und erfolgreiches Erlebnis.

Ich freue mich schon auf viele neue Bekanntschaften beim Training, das wieder in drei Gruppen für Anfänger/Wiedereinsteiger, geübte Läufer und Halbmarathonis stattfinden soll.

Mehr will ich heute noch nicht verraten.

P.S.:

Heute war für mich Laufpause, dafür eine knappe Stunde Rumpfstabi. Das muss auch mal sein 😉

Zauberhaft

Harry Potter ist kein guter Läufer. Wenn er schnell an einen anderen Ort kommen will, benutzt er seinen fliegenden Zauberbesen. Oder er „disappariert“, rauscht also entmaterialisiert durch Raum und Zeit wie einst Captain Kirk vom Raumschiff Enterprise.
Ich bin dazu nicht in der Lage; will das auch nicht. Zumal die mit dem Laufen verbrachte Zeit Erholung und Meditation bedeutet. Trotzdem habe ich etwas mit dem zaubernden Romanhelden gemeinsam!
Kennen Sie die „Karte des Rumtreibers“? Dieses magische Potter-Utensil zeigt auf wunderbare Weise, wo sich eine Person auf dem weitläufigen Schulgelände von Schloss Hogwarts befindet.
Als sich die Schriftstellerin Joanne K. Rowling das vor Jahren ausgedacht hat, waren Smart?phones noch Zukunftsmusik, ganz zu schweigen von den vielen kleinen Programmen, die es heute für iPhone und Co. gibt.
Einige dieser Apps genannten Applikationen sind speziell für Läufer gemacht. Und mein derzeitig liebstes Hosentaschenrechnerprogramm kann genau das, was die Karte für Rumtreiber kann: Sie zeigt bei Bedarf auf einer Karte live an, wo und wie schnell sich der sportliche Smartphoneträger fortbewegt.
Besser noch! Alle Freunde im sozialen Netzwerk können das verfolgen und unmittelbar motivierende Fanfarentöne, Händeklatschen, La-Ola-Wellen oder Sprüche an den Läufer schicken. Zauberhaft.
Bislang habe ich mir nur im Nachhinein angesehen, wer da wann und wie virtuell mit mir gelaufen ist. Eine spannende Sache. Wenn ich allerdings an den ein oder anderen nicht zitierfähigen Kommentar denke, der da schriftlich dokumentiert ist, dann werde ich wohl auch in Zukunft darauf verzichten, mir das während des Laufes mittels Kopfhörer ins Ohr rufen zu lassen. Das bewahrt mich ganz sicher vor dem Bedürfnis, sofort zu disapparieren.

Diese und weitere Laufkolumnen: www.volksfreund.de/laufen

Wer kommt zum Wurzelweglauf?

 

Ein sehr schöner Landschaftslauf im Spätherbst ist der Wurzelweglauf in Konz. Und seit er neben dem klassischen 10er auch eine an Höhenmeter reiche 15er Variante hat, ist das auch etwas für mich.

Das Erinnerungsbild an den Wurzelweglauf 2011

Am Sonntag, 4. November, 10 Uhr, ist es wieder so weit. Startschuss im Sportpark des Schulzentrums. Und weil der Lauf so viel Spaß macht und gut organisiert ist, sind der Trierische Volksfreund und das dazugehörige Laufportal Medienpartner.

So werde ich also einmal mehr nicht im Dress meines Vereins, sondern im „Der TV bewegt“-Outfit an den Start gehen. An der Verlosung der Startplätze darf ich mich nicht beteiligen. Wer will, ist allerdings eingeladen, sein Glück zu versuchen. Bis Donnerstag ist das Bewerbungsformular noch geschaltet.

Hier der offizielle Ausschreibungstext:

Der TV bewegt: Freistarts für den Wurzelweglauf

Einer der traditionsreichsten Läufe in der Region Trier geht am 4. November eine Neuauflage: Für den 37. Wurzelweglauf verlost der Trierische Volksfreund Freistarts. Hier geht es zum Formular.

Landschaftlich schön, aber anspruchsvoll. So lässt sich der Wurzelweglauf charakterisieren, der am 4. November vom Lauftreff der TG Konz bereits zum 37. Mal organisiert wird. Wie im vergangenen Jahr präsentiert der Trierische Volksfreund und sein Internet-Laufportal www.volksfreund.de/laufen die Veranstaltung. Neben dem traditionellen Lauf über zehn Kilometer wird es auch wieder die etwas längere Variante geben, die über 15 Kilometer führt und auf dem Weg zum Roscheider Hof einige zusätzliche Höhenmeter beinhaltet.

Für die Freunde kürzerer Strecken ist auch ein Jedermann-Lauf über fünf Kilometer sowie eine Walkingrunde (7,5 Kilometer) im Angebot. Ein besonderes Augenmerk legen die Macher um Silvia Büdinger von der TG Konz in diesem Jahr auf die Kinder- und Jugendläufe. Der Kinderlauf (U10/U12) führt über 1000 Meter. Die Strecke für den Jugendlauf (U14/U16) beträgt 2000 Meter. Der Start für alle Kinder und Jugendlichen ist frei. Alle jungen Teilnehmer erhalten im Ziel eine Überraschung. Start für alle Läufe ist um 10 Uhr im TG Sportpark beim Schulzentrum in Konz.

Der TV bewegt: Für die Läufe über 10 und 15 Kilometer verlost der Trierische Volksfreund gemeinsam mit dem TG Konz jeweils drei Startplätze. Teilnahmeschluss ist Donnerstag, 25. Oktober.

Weitere Informationen und Anmeldung zum 37. Wurzelweglauf in Konz: www.tgkonz

 

Vorletzter!

Sprüche auf Laufshirts: ein gutes Thema das bedichtet werden sollte. In meiner aktuellen Laufkolumne im Trierischen Volksfreund habe ich das getan. Der kurzfristig und kurze Aufruf über Facebook, mir solche Trikotsprüche zu nennen, hat schnell ziemlich viel Resonanz erzeugt und mir gestern einige lustige Momente beschert. Danke dafür an alle.

Und hier der Kolumnentext, in dem zumindest einige Anregungen genannt sind. Die Textbegrenzung verhinderte leider, noch mehr zu nennen.

Nur überleben!

„Laufen mit Herz“, so war auf dem Shirt eines Sportlers zu lesen, der beim Maare-Mosel-Lauf in der Reihe vor mir auf den Startschuss wartete. Vielleicht war er ja für eine Koronarsportgruppe dabei. Fragen konnte ich nicht. Er war zu schnell?…
Was da alles werbewirksam oder witzig auf den Synthetik?leibchen von Läufern prangt, ist wirklich beachtenswert. „Der TV bewegt!“ – na klar, dieses Wortspiel geht regelmäßig mit mir auf die Strecke. Sofern Sportler nicht ihrem Verein, einer Benefizaktion oder ihrem Sponsor huldigen, sind Finishershirts von erfolgreich überstandenen Wettläufen beliebt, je bunter, je länger und exotischer der Lauf, umso besser.
Mit humorvollen Sprüchen ließe sich derweil ein ganzes Buch füllen: „Quäl dich, Du Sau!“ ist ein Klassiker – „Eigentlich wollte ich nur Brötchen holen gehen …“ bei einem Marathon allerdings deutlich kreativer. „Zeit egal, überleben ist das Ziel“ zeugt von einer realistischen Selbsteinschätzung. „Wer nicht kotzt, läuft nicht am Limit“ ebenfalls, dokumentiert allerdings auch einen gewissen Leistungsdruck.
„Ich bin Dein schlechtes Gewissen“ als Trikotspruch ist wohl mehr für einen Lauf in bevorzugten Revieren behäbiger Gassigeher geeignet. „Überhol’ doch, Du Angeber!“, „Schnell kann jeder“ oder „Ich keuche nicht, das ist mein Turbo!“ spricht für einen gewissen Hang zur Ironie, „Man kann im Schweiß nicht ertrinken“ ebenso. Mein persönlicher Favorit unter den Trikotsprüchen? Der hat nur ein Wort: „Vorletzter!“

 

Und weil es hier keine Beschränkung gibt, noch einige Sprüche mehr:

  • Wer läuft, ist nur zu faul zum fahren!
  • Überhol doch, du Angeber!
  • Schnell kann jeder!
  • Aufgeben kann man bei der Post
  • Mach# es wie ein dummes Pferd: Denk nicht nach, laufe!
  • Hetz mich net
  • Wenn Du das liest, binich nicht Letzter!
  • Es gibt keine Verlierer, nur den langsamsten Gewinner!
  • Darüber nachenken, ob man laufen sollte, verbrennt genau 0 Kalorien!
  • Wenn Du das lesen kannst, läufst Du in die falsche Richtung! (Auf der Vorderseite des Shirts)
  • … running gag
  • Der Schmerz vergeht, der Stolz bleibt
  • running sucks
  • Das Wort Vegetarier kommt aus dem Indianischen und heißt: Zu blöd zum Jagen.
  • Irgendwer muss ja Letzter werden
  • Einige nennen mich uns Jogger … wenn die wüssten

 

to be continued…

 

 

 

 

 

 

 

Halbmarathon mit Vorspiel

Wer mir vor vierJahren gesagt hätte, dass ich einmal vor einem Halbmarathon 13 Kilometer bis zum Start laufen würde, den hätte ich damals für verrückt erklärt.

Heute müsste ich dieses Urteil revidieren. Und das Beste daran, ich hatte nicht einmal Zweifel daran, dass es klappen würde. Lediglich den Vorsatz, den eigentlichen Maare-Mosel-Lauf dann nicht zu flott anzugehen, habe ich nicht ganz umgesetzt… Aber der Reihe nach:

Zu Viert fahren wir am Samstag Nachmittag von Trier nach Gillenfeld. So lohnt sich die weite Anfahrt zu einem der schönsten Läufe in der Region – der in diesem Jahr vom Trierischen Volksfreund und seinem/meinem Laufportal präsentiert wird. Mit im Boot, äh, Auto sind Anne, Werner und Marcel.  Anne hat im Laufportal einen Start beim Gesundlandlauf gewonnen und wird die sieben Kilometer ohne Zeitnahme genießen und in ihrem Blog beschreiben. Werner nimmt die Zehn Kilometer von Schalkenmehren nach Gillenfeld in Angriff. Und mit Marcel hatte ich am Freitag verabredet, dass wir aus dem Halben einen richtig langen Lauf machen würden.

So machen wir uns also zu zweit nach der Verabschiedung unserer Begleiter auf den Weg nach Daun. „Wirklich? Dann lauft ich am besten auf dem Radweg“, empfiehlt uns etwas irritiert die Dame am Infopunkt im Zielbereich von Gillenfeld. 13 Kilometer sind es bis zum Start – neun davon stetig leicht bergauf.

Einige Kommentare müssen wir uns im Ort schon anhören, bis wir auf den Radweg einbiegen. Das Wetter ist toll. Ein „Seehimmel“, wie Anne formuliert hatte. Es könnte etwas kühler sein, aber ich habe ja zumindest eine Patrone Wasser im Gürtel, in dessen Tasche neben Smartphone, Pflaster und Taschentuch auch ein Gelbeutel verstaut ist, der mir auf dem Rückweg sehr helfen wird.

Es ist kurz nach 16 Uhr. Die Getränkestände werden gerade aufgebaut. „Wenn wir wiederkommen, muss aber alles fertig sein“, diesen Kommentar kann ich mir nicht verkneifen. Die Helfer der Feuerwehr nehmen mir das nicht übel.

Einige Radfahrer sind noch unterwegs. Sie werden an den Einmündungen zum Radweg auf laminierten Ausdrucken darauf hingewiesen, dass es ab 17 Uhr eng werden könnte. Dann startet der 10er. Bis die wohl 500 Teilnehmer des Halbmarathons auf die Strecke gelassen werden, wird eine weitere Stunde vergehen.

Wir sind gut in der Zeit, laufen am menschenleeren ehemaligen Bahnhof von Schalkenmehren vorbei.

Fotostopp am Tunnel. Na gut, das Bild gelingt nicht ganz, weil die Kamera beim Selbstauslösen den Wegebelag in den Fokus nimmt. Aber das Bild hat zumindest dokumentarischen Wert.

Hinter dem Tunnel fällt der Weg ab, verläuft nun im dichten und urtümlichen Wald. Ein sehr flotter Läufer kommt uns entgegen. Es ist Dietmar Bier, der wie im vergangenen Jahr gewinnen will – es wird diesmal der dritte Platz sein. Für mehr als einen Gruß hat er keine Zeit….

Auf dem Viadukt bei Daun zeigen zwei Fotos, dass vor 70 Jahren hier keine Bäume standen.

In Daun am Bahnhof laufen wir eine kleine Schleife in das Städtchen und auf einem sehr schönen Waldweg bis Boverath. Die Stimme des Streckensprechers ist von weit zu hören und führt uns zum Gelände von Techni-Sat, wo die Busse aus Gillenfeld ihre sportlich bekleidete Fracht abladen.

Großes Hallo hier und da. Startnummern geholt. Noch sind 40 Minuten Zeit bis 18 Uhr. Ich darf mir einige verbale Streicheleinheiten zum Laufportal und zu meinem Blog abholen. Der TV bewegt! Das tut gut.

Vom Lauftreff Schweich sind wenige Läufer hier. Spiridon Hochwald ist da schon stärker vertreten. Und das Grün der Flitzer aus dem Meulenwald ist auch zu sehen, allen voran natürlich Marion und Wolfram.

Yvonne Jungblut, die überaus sympatische Siegerin des Vorjahres ist auch da. Heute ohne Trainerbegleitung, aber mit dessen Anweisung, „nur“ einen Tempodauerlauf zu machen. „Was heißt das konkret bei Dir?“, will ich wissen. „So um die 1:28.“ Ups! Nun schweigt der Hobbyläufer und erinnert sich an seinen bislang schnellsten Halben in 1:29 in diesem Sommer. Da war die Strecke allerdings flach…

Endlich geht es los. Nicht ohne den Hinweis des Sprechers, dass niemand am Start drängeln müsse, da man ja erstmals mit Chipmessung ausgerüstet sei. Beeindruckend, diese Masse von gut gelaunten Sportlern, wie sie sich nach der ersten Spitzkehre auf dem Radweg aneinanderreiht.

Nicht ganz schnell, aber doch flott machen Marcel und ich sich auf den Weg zurück nach Gillenfeld. Aber wir wissen ja, dass es bis zum vier Kilometer entfernten Tunnel bergan geht. Die durchtrainierte Dame mit dem platinblonden Zopf weiß es ofenbar nicht, denn als wir an ihr vorbeilaufen klingen uns Laute ins Ohr, die eher an einen tierischen Zielsprint erinnern.

Holger Teusch ist natürlich als TV- und Laufportal-Berichterstatter an der Strecke. Er schafft es, mit seiner Kamera alle paar Kilometer wieder am Wegesrand aufzutauchen. 800 Meter vor dem Tunnel läuft er sogar ein ganzes Stück mit. Kurzer Plausch. Dann bleibt er zurück.

Schließlich wartet auf der anderen Seite sein Bruder, um die aus dem Finsteren stürmenden Läufer ins rechte Licht zu rücken.

Nicht lange danach biegt die Läuferschlange ab auf einen unbefestigten Feldweg. Hier beginnt die Schleife zum Schalkenmehrener Maar. Ich merke, dass mir dieses Tempo keinen Spaß mehr macht. Signal an Marcel: „Ich werde langsamer laufen.“ Mein junger Laufpartner vernimmt’s – und ist weg. Ich werde ihn erst wieder im Ziel sehen, wo er dann bereits vier Minuten auf mich gewartet haben wird.

Meine Beine fühlen sich zunehmend schwer an. Inklusive „Vorspiel“ haben sie ja immerhin schon 20 Kilometer „auf dem Buckel“, sofern das bei Beinen möglich ist. Zeit also für das Gel, das sich auch ohne Wasser gut schlucken lässt. Dann noch etwas langsamer und ab und an ein kurzer Fotostopp.

Der Anblick von Landschaft, Maar, Laufpfad und Sportlern lohnt das in jedem Fall.

Bevor es zum Vulkansee hinuntergeht treffe ich Birthe, die ebenfalls in Meulenwaldgrün unterwegs ist. Sie hat drei athletische Läufer im Schlepptau. „Und? Geht es schon wieder nach dem Monschau-Marathon?“, spricht mich einer von ihnen an. Aha, ein Laufportal- oder Blogleser. Wieder ein kurzer Plausch.

Mein Wohlfühltempo ist einen Tick schneller als das dieses Grüppchens. So laufe ich einige Meter vor ihnen, als Holger schon wieder auf den Auslöser drückt. Ein schönes Foto, dass er mir in meinem Facebook-Account postet.

Am alten Bahnhof von Schalkenmehren ist nun mehr los. Wir biegen links vom Radweg ab und schlagen uns in die Felder. Am nun folgenden langen Anstieg bin ich vor drei Jahren „gestorben“.

Heute machen die gut gelaunten Damen von der Sambatrommeltruppe leichte Beine.

Die Eifel ist wunderbares Abendlicht getaucht, als der letzte Anstieg darauf wartet, bewältigt zu werden. Dann verlaufen die verbleibenden fünf Kilometer fast nur noch in der Ebene, oder es geht hinunter. Ganz locker laufen die Beine nicht mehr. Wie war das doch, bei unserem Mentalcoach? Ich bin ein Vogel … oder so ähnlich …

Vier Kilometer noch, drei, zwei. Ächz. Jetzt nochmal Tempo. Gillenfeld kommt in Sicht. Ein Kilometer noch. Ein langbeiniger Riese trampelt von hinten heran. Der hat noch mehr Körner als ich. Kein Problem. Eine Kurve noch, da ist das Ziel. Viel Menschen. Ein gellender Schrei: „Raineeeeeer!!!!“ Der Nestwärme e.V. ist auch mit einem Team am Start. Und wer könnte da besser und lauter motivieren als Vorsitzende und Freundin Petra Moske?

Ich laufe mit einem Lachen ins Ziel. Handgestoppt 1:38:37 Stunden. Nicht schlecht. Jetzt reicht es aber auch. Unterm Strich 35 Kilometer. Wer mir das vor vier Jahren gesagt hätte…

Vielen Dank an Inge Umbach und ihr Team von den Vulkanläufern und der Laufschule „Schritt für Schritt“ für die hervorragende Organisation!

Nachtrag: Die offiziell gemessene Zeit ist 1:39:06. Da meine Garmin auf „Zeit in Bewegung“ eingestellt ist, weiß ich nun also, dass die Fotopausen gar nicht soooo lange waren.

Schnäppchen-Schläppchen

„Nur Frauen begeistern sich für Schuhe? Von wegen! Ich kenne nicht wenige Läufer, die wesentlich mehr Platz des heimischen Schuhregals in Anspruch nehmen als ihre modebewussten Partnerinnen. Ein Geständnis? Zugegeben – manchmal frage ich mich selbst, wie all diese Sporttreter in unseren Haushalt kommen.
Da sind die gelben Leichten, die haben schon so viele Kilometer unter den Sohlen, dass sie im Frühjahr ein grünes Brüderpaar bekommen haben. Und die bunten Trailschuhe sind fast zeitgleich hinzugekommen, als Nachfolger für die blaue Version derselben Marke. Die sind noch für die Gartenarbeit gut und lösten dort die inzwischen vollkommen aus dem Leim geratenen grauen Treter ab – in die Tonne damit.
Und dann sind da noch die ganz leichten, grellen, wenig getragenen Crossschuhe, die im Regal neben den noch leichteren, dunklen Schühchen stehen, deren Hersteller ein vollkommen freies Laufgefühl versprechen. Deren Vorgänger begeistern übrigens Sohn I, der zum Glück schon bald nicht mehr meine Schuhgröße haben wird. Bis dahin kann er aber noch die schweren weißen Stabilschuhe tragen, von denen ich ohnehin wenig begeistert war.
Im Keller seien all diese Schmuckstücke doch viel besser aufgehoben als in dem Regal im Flur, hat mir meine Liebste gestern vorgeschlagen. Ich weiß auch warum. Vermutlich will Sie ihre neuen Laufschuhe besser in Szene setzen, so schön mintgrün und neu, wie die sind.
Und die von Sohn II im Internet kunterbunt zusammengestellte Edelfußbekleidung käme dann auch besser zur Geltung. Bei dem Preis! Da fällt mir ein: Meine wasserdichten Geländeschuhe für den Winter sind inzwischen auch sehr in die Jahre gekommen. Mal sehen, ob es da nicht demnächst ein schön buntes Schnäppchen gibt?…“

Richtig vermutet: Das ist der Kolumnentext, der am Donnerstag in der Rubrik  „Auf dem Laufenden“ in der Regionalzeitung Trierischer Volksfreund erscheint.

P.S.: Noch stehen die Schuhe nicht im Keller 😉