Das letzte Training

DSC01985So geht die fünfte Auflage von „Der TV bewegt!“ dem Ende entgegen. Am Donnerstagabend das letzte gemeinsame Training.

DSC01987Und da Volker in diesem Jahr leider nicht greifbar ist, muss unser Fotograf ran, um all die Laufbegeisterten ins richtige Foto zu setzen.

DSC01986Ein Spielgerät für die erhöhte Position. Nach etwas Mühe, die Läuferschar zu etwas Posing zu überreden, kommt doch noch ein ganz hübsches Bild zustande.

TV Bewegt 2013. TV-Foto: Friedemann VetterDanach noch einmal Aufteilung in der Gruppen. Für die kommenden Halbmarathonis eine lockere Laufeinheit durch den Weißhauswald.

DSC01992Da Jens sich an die beiden etwas Langsameren orientiert, rennt die Spitze einfach mal so hoch bis Schusters Kreuz und wartet dort, um vom Trainer zu erfahren, dass er eigentlich gar nicht so viele Höhenmeter machen und eigentlich den Felsenpfad im Sinn hatte. Aber da das nun zu lange würde, läuft die plaudernde Meute eben wieder zurück zum Waldstadion.

DSC01997Dort noch einige Erläuterungen.

DSC01998Vier Steigerungsläufe im ehrwürdigen Oval.

DSC02002Dann sind Dehnübungen angesagt. So wie auch bei der großen Gruppe von Michi, der die Zehn-Kilometer-Läufer coacht.

DSC02005Nun wartet der Trierer Stadtlauf am Sonntag. Das Wetter soll gut werden. Nicht zu heiß. Gegen 9 Uhr, wenn der Halbmarathon startet um die 15 Grad, überwiegend bedeckter Himmel. So die aktuelle Wetterprognose. Das würde passen.

Ich werde locker laufen, nur nicht den Fuß überlasten. Und danach steht die Entscheidung an, wie viel ich mir am folgenden Wochenende bem Hospizlauf zumuten will. Aber das ist noch Zukunftsmusik.

 Allen Startern beim Stadtlauf wünsche ich viel Spaß und Freude!

 

 

184!

DSC01293Testweise mal wieder den Maximalpuls gemessen gestern beim TV-bewegt-Training: 800 Meter schnell und dann noch 200 Meter so schnell wie es geht…

Puls 181, drei Schläge mehr als vor einem Jahr.

„Da geht noch was“, meint Coach Jens und schickt uns nach kurzer Verschnaufpause noch einmal auf die Höllenrunden. Die Stimmung war übrigens prächtig wie das Foto oben beweist. Wieder hohes Tempo, mir fällt es leichter, Sprint ,,,

Puls 184, noch einmal drei Schläge mehr.

Bin ich nun weniger fit als vor einem Jahr, oder habe ich mich dieses Mal mehr verausgabt? Die passende Antwort suche ich mir aus.

Spaß macht es in jedem Fall auch mal, am Limit zu laufen, auch wenn mein Sprint als solcher eher nicht zu erkennen ist, zumindest nicht am Tempo 😉

Ich freue mich schon auf den langen Lauf am Samstagmorgen. Dann bestimmt nicht mit Puls 184! Werde mal die längere Route für einen Lauf mit Freunden eine Woche später erkunden. Es geht wieder ins Gelände!

Mehr zum TV-bewegt-Training gibt es übrigens auf meinem Blog Der TV bewegt

 

 

Länge ist relativ

Keine Stärkung, nichts zum Trinken. Damit ich nicht in Versuchung gerate, doch eine lange Tour zu machen, bleiben alle Stärkungen zu Hause. Gut so, denn mein Laufpartner Christoph ist für eine lange Kante ausgestattet, als ich ihn zu seiner Überraschung um 8 Uhr an seiner Haustür erwarte. Er hatte meine Mail nicht gelesen, dass ich beim Zweiseenlauf passe und mit Blick auf meine A-Sehne eine ruhige Samstagsrunde vorziehe.

DSC01077Um die Ecke kommt dann auch noch Rudi, der in den vergangenen Wochen nur sehr sporadisch unsere Samstagsgruppe mit seiner Anwesenheit bereicherte. Nur bitte nicht zu lang! So lautet auch seine Bitte. Gut für mich und jede Versuchung, doch mehr als die angepeilten maximal 20 Kilometer in flachem Gelände unterwegs zu sein.

Es ist so ein grauer Morgen. Noch wenig spürbare Vorboten der angeblich 20 Grad, die am Sonntag dem kalten Wetter hoffentlich den A-Tritt verpassen. Während des Verfassens dieser Zeilen bei offener Balkontür wird es übrigens gefühlt pro Minute ein Grad wärmer. Die Sonne scheint …

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Kürenz – Eisenbahnbrücke Pfalzel – Biewer – Falsches Biewertal – Innenstadt – Olewig. So lautet die Devise für unsere Runde, auf der uns immer wieder diese A-Herzen begegnen. Beim ersten und zweiten Mal war das ja noch witzig. Inzwischen „zieren“ diese rot-schwarzen Tags jede Menge Ecken, Abfallkörbe, Mauern und Baudenkmale. Lieber Sprayer: jetzt ist aber auch mal gut! Bitte!

Tempo gemächlich. Viel zu erzählen. Jeder von uns ist gesundheitlich ein wenig angeschlagen und versucht das in den Griff zu bekommen.

DSC01081Von der Eisenbahnbrücke freier Blick auf die breite Mosel, die durch den vielen Regen in den vergangenen Tagen reichlich Wasser führt. Zur Überflutung des Radwegs auf Pfalzeler Seite fehlt nicht mehr viel.

DSC01082Aber die Pflanzen freuen sich über den Regen. Und so wird das Falsche Biewertal nicht mehr lange ein so blattloses Bild bieten.

DSC01084Der Trail am Waldrand ist reichlich vermatscht. Macht nichts. Macht Spaß. Und bevor es wieder hinunter nach Trier geht, bietet das Drachenhaus immer wieder ein beeindruckendes Bild. Hier wohnt der Stadtförster von Trier. Ein wahrhaft förstliches Anwesen.

DSC01086Der Blick auf die Stadt ist immer schön. Bald gibt es den auch wieder in bunten Farben.

DSC01087Braun sind derweil die Fluten der Mosel an der Kaiser-Wilhelm-Brücke, die in diesem Jahr genau 100 Jahre steht.

DSC01089Die Römerbrücke hat einige hundert Jahre mehr auf den Steinen. Sie begründet die Geschichte Triers als älteste Stadt Deutschlands.

DSC01090Rudis körperliche Verfassung kommt diesem Attribut in leicht abgewandelter Form inzwischen sehr nahe. Er nimmt deshalb nun den direkten Weg nach Olewig. Ich schließe mich gerne an. Wir traben also noch etwas gemütlicher Richtung Heimat, während Christoph noch eine Extraschleife zur Schleuse bei Konz läuft.

Knapp 20 Kilometer stehen am Ende auf dem Tacho. Jetzt schön die Sehne kühlen, leichtes Dehnen. Ich bin gespannt, wie sich meine Schwachstelle zu diesem Testlauf äußern wird. In jedem Fall ist morgen Laufpause, vielleicht auch am Montag.

Und jetzt geht es erst einmal in die Stadt. Da sind noch einige Karten für eine Erlebnisführung im Amphitheater zu besorgen …

28 – 101

Wieder ein Zahlenspiel. 28 Kilometer heute und 101 Kilometer innerhalb einer Woche. So viel bin ich zuletzt innerhalb von sieben Tagen 2010 gelaufen, als alleine bei den 24 Stunden des Hospizlaufes 74 km zusammengekommen waren.

06-DSC00965Der Ruhetag gestern hat mir nach der heftigen Belastung vom Donnerstag gut getan. Und so ist heute früh beim Start zum Samstagslauf mit Christoph, Achim und Marcel das Laufwerk zwar etwas schwergängig. Keine Spur allerdings von Muskelkater, Gelenk- oder Sehnenproblemen.

01-DSC00955Mit Marcel habe ich mir 28 Kilometer vorgenommen. Eine Steigerung zu den 25 vom Bendersbachtallauf vor einer Woche muss sein. Achim und Christoph werden sich mit der Halbmarathondistanz zufrieden geben. Und ziemlich genau 21 Kilometer hat die Runde, die wir zunächst in Angriff nehmen.

02-DSC00956Die Runde zur Pfalzeler Brücke steht an. Heute in einer leicht modifizierten Variante. Zunächst also hinauf nach Tarforst und dann durch das Aveler Tal hinunter bis Kürenz.

03-DSC00959In der Riverisstraße grüßen die zum Teil baufälligen Häuser der Riverissiedlung. Hier lebt die Großfamilie Kling, die sich einst den Plänen der Stadt widersetzten, dieses „Problemgebiet“ zu räumen und einem benachbarten Unternehmen so Fläche für eine Erweiterung zur Verfügung zu stellen. Damals war ich noch schreibender Journalist und habe so manchen Bericht über den Kampf der Bewohner gegen die Verwaltung geschrieben. Ich erinnere mich an viele interessante Gespräche.

Das einst expansionslustige Unternehmen kam nicht zum Zug. Investiert wird in die alten Häuser aber auch nicht mehr. Und so bietet das Viertel einen traurigen Anblick.

04-DSC00960An der Kläranlage besteht die Möglichkeit, die Schienen zu unterqueren. Wir nehmen diesen Weg und laufen im Industriegebiet an allerlei Müll vorbei auf die Eisenbahnbrücke, die über die Mosel nach Pfalzel führt.

05-DSC00961Es ist diesig heute. Die Sonne eine helle Scheibe. Temperatur um den Gefrierpunkt. Da sind meine kurzen Tights reichlich optimistisch, wie ich auf der Höhe gespürt habe, wo auch noch leichter Wind kühlt. Aber wenigstens sind die Waden nicht kalt, angesichts der Kompressionsstrümpfe, die ich zur Feier des Tages übergezogen habe.

07-DSC00966Zurück geht es heute nicht an der Mosel entlang, sondern durch Biewer in den Weißhauswald. Immer wieder schön. Die Naturwege viel angenehmer als der Asphalt davor. Und die Ruhe ist eh ein Genuss.

08-DSC00969Ob Christoph und Achim das auch wahrnehmen, weiß ich nicht. Denn die beiden haben heute offenbar Quasselwasser zum Frühstück getrunken. Ohne Unterlass wird da gequatscht. So ist es, wenn ein Landschaftsplaner und ein Stadtentwickler zusammentrefffen, die auch noch einige Projekte gemeinsam betreuen.

09-DSC00971Ohne Ausblick vom Felsenpfad geht ein Ausflug durch den Weißhauswald natürlich gar nicht.

11-DSC00976Und so nehmen wir den Anstieg hinauf und genießen den Blick hinunter.

10-DSC00975Die Silhouette von Trier hat bei diesem Wetter einen eigenen Reiz.

12-DSC00978Hinunter geht es, dann über die Kaiser-Wilhelm-Brücke und moselaufwärts, wo der Herzhintern grüßt, den ich  gestern im Blog von Anne schon gesehen hatte.

13-DSC00979Durch die Hohenzollernstraße und die Kleingartenanlage Tempelbezirk führt der Weg nach Olewig. Wie mir Christoph am Donnerstag doziert hatte, hält dieses Gebiet weltweit den Rekord für hochwertige archäologische Funde auf so kleinem Areal.

21 Kilometer sind geschafft, als wir Achim und Christoph das Kleine Biest hinaufschicken. Marcel will heute drei Stunden laufen. Ich habe mir 28 Kilometer als Ziel gesetzt. Weiter also zu einer schönen Runde im Tiergartental. Der Wald wartet auf den Frühling. Es ist fast körperlich zu spüren. Auch mich dürstet, nicht nur nach wärmeren Temperaturen. Der Trinkgürtel leistet also gute Dienste. Und auch mein Begleiter ist froh über einige Schlucke Wasser, die ich ihm anbiete.

14-DSC00984Dann trennen sich unsere Wege. Marcel wird nochmal den Kleeburger Weg hochlaufen und von dort den Heimweg in die Güterstraße antreten. Ich stapfe das Große Biest hoch und genieße die Wärme, die der Schieferuntergrund sofort speichert. Dazu braucht es nur einige Sonnenstrahlen. Und die vergolden mir die bewusst erlebte Überschreitung der 100er Marke.

15-DSC00990Aber was ist das? Noch so ein Herzhintern! Na ja, am Fuße des historischen Kreuzes über dem Tiergarten brauche ich das nicht unbedingt.

16-DSC00992Noch ein guter Kilometer bis Nachhause. Jetzt reicht es dann aber auch. Ein schöner Lauf, eine schöne Woche!

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02:41:14
05:45 min/km
457 m

 

Felsenpfad

9-DSC00412Wie gerne würde ich diesen Weg laufend zurücklegen. Aber gemächlich spazierend ist es auch nicht schlecht. Vor allem in Begleitung von Karin.

5-DSC00418Der Felsenpfad am Rand der roten Sanststeinfelsen über dem Stadtteil Pallien ist wirklich ein Muss für alle, die nach Trier kommen.

1-DSC00425Einigermaßen schwindelfrei muss man sein. Passieren kann aber nichts, da alles gesichert ist.

4-DSC00419Besonders an sonnigen Tagen wie heute – ein Hauch von Frühling in der Luft. – ist der aussichtsreiche Pfad, der auch Teil des Eifelsteigs ist, eine tolle Sache.

8-DSC00414Und der Untergrund ist in wesentlich besserem Zustand als vermutet. Wenig Matsch. Alles schön weich. Der Sandsteinsandboden im Weißhauswald ist sowieso ein Genuss für jeden Läufer.

7-DSC00416Den Besuch im Weißhaus sparen wir uns. Lieber danach ein heißer Tee zuhause.

2-DSC00423Ich war heute einige Stunden auf den Beinen – natürlichnicht nur im Weißhauswald. Das ist dann aber auch genug. Jetzt wird es Zeit, die Beine hochzulegen.

3-DSC00421Euch allen einen schönen Sonntag!

 

Extratour

Klar, wenn mein Schatz laufen will und ihre Laufpartnerin kränkelt, dann mache ich gerne  noch eine Extratour, auch wenn ich am Vormittag schon zwei Stunden unterwegs war.

Also geht es am Nachmittag, nachdem wir Sohnemann an der Skaterhalle abgesetzt haben, noch auf eine schöen Runde durch den Weißhauswald. Ab März, wenn die Aktion Der TV bewegt 2013 beginnt, werde ich wieder häufiger hier sein.

Die Bäume, inzwischen fast blattlos, ermöglichen ungewohnte Weitblicke durch den Forst. Im Tal ist der Trail zum Teil zeimlich nass und matschig. Das ändert sich auf dem wunderbar weichen Weg auf der anderen Seite des falschen Biewerbachtals allerdings.

Am Rand sind Moose, Flechten und Farne in ihrem Element. Dieses fluoriszierende Grün ist ein toller Anblick, der sich in Fotos nur andeutungsweise zeigen lässt.

Trotz meiner Warnung will Frauchen die lange Steigung hinauf in Angriff nehmen. Sie stemmt das auch ganz gut, am Ende mit einigen Hundert Metern Gehen. Aber das ist kein Dilemma.

Belohnt werden wir von den Strahlen der untergehenden Sonne, die den Winterwald in goldenes Licht taucht.

Eine schöne Runde!

 

 

Halber mit Zugabe

Die längsten Nächte, die kürzesten Tage – November. Das ändert nichts daran, dass unser kleiner Samstagslauftreff wie immer um 8 Uhr startet.

Ein kühler, nebeliger Morgen ist das heute. Wir sind als Trio unterwegs. Christoph ist wieder gesund. Achim darf sich nach dem ersten Marathon unter 4 Stunden in Frankfurt gratulieren lassen. Ich habe noch etwas von der Regenschlacht in Langsur zu erzählen.

Leider ist Manuel, der mal wieder in der Stadt weilt, nicht gekommen. Vier Stunden Schlaf wären auch etwas zu wenig. Dafür habe ich Verständnis. Dabei hätte ich so gerne von ihm etwas zu seinen Erlebnissen beim Transalpinlauf in diesem Jahr erfahren. Das war eine gigantische Leistung, die er in seinem Blog Seidenraupen und auf Facebook vorbildlich dokumentiert hat.

Wenn er um 11 Uhr seinen Trierlauf startet, wird er einen ähnlichen Weg nehmen wie wir: Zur fertigen Bitburger Straße und in den Weißhauswald.

Uns führt zunächst der direkte Weg zur Mosel, dann über die Römerbrücke.

Wir machen, wie Christoph es formuliert „Trier-West unsere Aufwartung“, bevor wir die neu gestaltete Hauptverkehrsader aus der Eifel in die Stadt in Augenschein nehmen.

Der teure und aufwendige Ausbau zu jetzt zwei Bergabspuren soll die morgendlichen Staus deutlich reduzieren.

Noch nicht ganz fertig ist der neue Fuß- und Radweg, der zur Fachhochschule führt. Die liegt auf dem Schneidershof im Weißhauswald und hat eine nicht sehr angenehme Vergangenheit, weil in einigen Gebäuden die Nationalsozialisten vor mehr als 60 Jahren residierten und auch Gericht hielten.

Wir wählen die Natur, den Weg am Waldrand des falschen Biewertals bis nach Biewer. Trotz des trüben Wetters ist der Wald ein Traum in gedämpften Farben. Der Teppich aus gefallenen Blättern liebkost unsere Füße und Gelenke.

Bei Sonne würden wir nun rechts hoch den Felsenpfad mit seinem fantastischen Ausblick auf Trier nehmen. Ich überrede meine beiden Kumpel, links den langen Anstieg in Richtung Schusters Kreuz zu nehmen. Der hat es in sich und erfordert einige Kondition. Christoph erklärt derweil die heimische Flora, um ein wenig abzulenken.

Ganz hoch zu der Wegmarke laufen wir dann doch nicht, sondern nehmen den direkten Weg durch den Wald zum Wildgehege. Schon wieder Wildschweine … Dieses Mal allerdings hinter Zäunen.

Die idyllischen Treppen geht es hinunter nach Pallien, über die Kaiser-Wilhelm-Brücke, die im kommenden Jahr 100. Geburtstag feiert. Da wird es noch einiges zu berichten geben. Denn  weil zur Einweihung der Kaiser höchstpersönlich kam, wurde auch gleich der grüne Alleenring eingeweiht, der bis heute die Stadt prägt. Längst als Verkehrsring um die Altstadt.

Die durchquert unser Trio auf dem Weg zurück nach Olewig. Der Hauptmarkt zeigt  Anzeichen von vorweihnachtlichem Wandel: Die ersten Buden für den Weihnachtsmarkt stehen schon. Ab 26. November werden sich hier Kitsch, Kommerz und Völlerei im Glühweindunst vereinen, um Einheimische und Gäste aus der ganzen Welt zu verzaubern.

Die überdimensionale Weihnachtspyramide vor dem Dom ist Geschmacksache.

Die gerösteten Maronen, für die Christoph und Achim posieren, auch.

Jenseits alles Erträglichen sind allerdings die künstlichen Ziegen auf dem Hüttendach.

So wird also auch diese Tour wieder irgendwie tierisch. Am Ende ist der Halbmarathon geschafft. Ganz gemütlich in 2:10 Stunden. Schön war’s!

Langer Lauf mit Extraschleifchen

Traumhaftes Wetter. Sonne satt. Blauer Himmel. Kaum Wind. Und am Morgen angenehme 13 Grad. Ideale Voraussetzungen für einen gemeinschaftlichen Lauf am Wochenende. Alle ausgerüstet mit Trinkflaschen. O.k., das würde eine längere Tour werden.

Der Weißhauswald soll das Ziel sein. Also auf in Richtung Mosel. Im Kleingartenbereich Tempelbezirk fällt uns der neu hergerichtete Kreuzweg nach Heiligkreuz in den Blick. Diese Stufen müssen wir laufen…

So wird schon der Weg zur und an der Mosel etwas länger. Das macht aber nichts.

In Pallien biegen wir ab in die Bahngleisunterfühung und laufen hinauf zu neuen Bitburger, die nun zwei Fahrspuren bergab bietet und die Autofahrer auf eine weniger lange Geduldsprobe stellt.

Die Treppen hinauf in Richtung Fachhochschule und Drachenhaus. Die Aussicht auf Stadt udn Fluss ist von hier aus immer wieder grandios.

Auch im Weißhauswald gibt es eine Kleingartenanlage, die wir nun auf dem Weg ins Gillenbachtal. Die schöne Waldschleife auf der Sirzenicher Seite laufen wir heute erstmals in die andere Richtung. Oberhalb des Gillenbachtals warten reichlich Höhenmeter. Ein sehr schöne Variante. Die tief stehende Sonne verzaubert den Wald.

Zurück durch die Porta Nigra und die sich schon füllende Innenstadt. Heute lockt „Trier spielt“ mit zahlreichen Attraktionen vor allem die Familien mit Kindern zum Erlebniseinkauf.

Bei Kilometer 20 überrascht Achim mit der Ansage, er werde im Tiergarten noch einige Kilometer sammeln. Er wird beim Frankfurt-Marathon starten und ist bereits gut in Form.   Ich hatte eh mit dem Gedanken gespielt, noch etwas drauf zu packen …

So binden wir für unseren Wochenendlauf noch ein Extraschleifchen dran: Tiergartental, hoch nach Kernscheid und zurück zum Olewiger Sportplatz. Am Ende sind es 27 Kilometer mit 700 Höhenmetern und einem Durchschnittstempo von 5:44 Minuten/Kilometer. Marcel, der immer schon zu Fuß zum Lauftreffpunkt kommt, bringt es auf 31. Er wird mir in 14 Tagen beim Hochwald-Marathon vermutlich davonlaufen. Aber soll er mal…

 

 

Wieder daheim!

So schnell sind drei Wochen vorbei. Auf Facebook konnte ich zwar nicht ganz die Finger stillhalten. Es ist schon eine zu große Versuchung, wenn der Campingplatz kostenlos WLan anbietet und das Smartphone in Blickweite liegt…

Aber die Postings dort waren die Ausnahme. Und aus dem Blog habe ich mich wirklich herausgehalten. Schließlich war Urlaub angesagt, unter der Prämisse, wirklich den Alltag zu vergessen.

Meine Laufschuhe hatte ich natürlich dennoch dabei. Und so einige Kilometer haben sie unters Profil bekommen. Aber dazu morgen etwas mehr. Heute melde ich mich nur zurück. Standesgemäß nach einem schön langen Wochenendlauf.

Nachdem ich gestern Abend noch eine flotte 12er Runde über den Petrisberg gedreht hatte – staunend über die herrlich satt grün spießende Natur in und abseits der Weinberge – hatte ich mich für heute mit Christoph zu einem Sonntagslauf verabredet. Er konnte mir viel von seinem Urlaub in Schweden erzählen. Ich durfte vom Süden Frankreichs schwärmen.

Als wird dann nach 2.5 Stunden und knapp 27 Kilometern wieder zurück waren, waren die Beine doch ordentlich schwer. Allerdings wissen wir nun, dass die Mosel noch in ihrem Bett fließt, der Olewiger Bach ungewöhnlich viel Waser führt, der Baufortschritt an der gesperrten Bitburger Straße beträchtich ist, …

… der Weißhauswald vor Kraft nur so strotzt, das Trierer Land sowieso eine der schönsten Laufregionen ist, der Trampelpfad im falschen Biewertal noch immer gemeine Stolperfallen bereithält, die Einsbahnbrücke bei Pfalzel eine auch für Läufer gute Möglichkeit bietet, wieder auf die andere Moselseite zu kommen – und dass sich der Rückweg durch die Riverissiedlung und Kürenz ganz schön ziehen kann.

Jetzt Entspannung für den Restsonntag und heute Abend ein lecker Schwenksteak beim Hoffest im Weingut von Nell. Und dann? … Noch zwei freie Tage, bevor am Mittwoch wieder die Redaktion ruft. Ich werde sie genießen.

Allen einen schönen Restsonntag bzw. einen guten Start in die Woche!

 

Finale II

Darauf hatte ich mich in den vergangenen Tagen sehr gefreut: Der erste Lauf im Urlaub. Und wie kann der besser beginnen als in der Gesellschaft meiner Kumpels vom Lauftreff Olewig. Marcel war verhindert, so blieb es beim Quartett mit Achim, Christoph und Rudi.

Da Anne vor tiefem Geläuf gewarnt hatte, bot sich mal wieder ein Ausflug über die Mosel in den Weißhauswald an. Den direkten Weg durch die Stadt dorthin sind wie noch nie gelaufen, wie uns auffiel. Durchaus interessant.

Durch Palastgarten, über den Domfreihof, Hauptmarkt und Startbereich des Stadtlauf-Halbmarathons in der Franz-Ludwig-Straße zu Kaiser-Wilhelm-Brücke.

Der Blick über die Mosel auf die Felsen und den sich lichtenden Nebel verschlägt einem fast den Atem.

Auf der anderen Seite der „Trierer Berg“, wie die Bitburger Straße auch genannt wird. Dieses wichtigeste Einfalltor von der Eifel nach Trier ist in diesen Wochen gesperrt, weil im Engstellenbereich unterhalb der Fachhochschule ein zweite Bergabfahrspur gebaut wird. So soll der Dauerstau stadteinwärts gemildert werden.

Der schöne Buntsandsteinfels muss reichlich Substanz lassen. In drei Sprengungen wurden fünf Meter Raum gewonnen. Hier wird auch heute gearbeitet. so dass wir unterhalb der Napoleonsbrücke nach links ins Gillenbachtal abbiegen.

Einmal war ich vor einigen Wochen hier schon einmal gelaufen, beim Abendtrainign mit „Der TV bewegt“. Jetzt genieße ich gemeinsam mit den Lauftreff-Jungs die tolle Strecke, die schnell neben dem Bach an Höhe gewinnt.

Es ist ein Traum, in dieser prächtigen Natur zu laufen. Und auch einige umgestürzte bzw. gefällte Bäume, die über dem Weg liegen, trüben diese Freude nicht.

Christoph bremst mich ein, sonst wäre ich sicher unvernünftig gewesen und auch noch im Anschluss den Felsenpfad bis Biewer gelaufen. Das wäre am Ende aber bei dieser zunehmenden Schwüle definitiv heute zu weit gewesen. So laufen wir durch das Gelände der Fachhochschule und nehmen die idyllischen Treppen hinunter nach Pallien.

Ein Stück die Mosel entlang zurück bis zur Römerbrücke. Und von dort wieder auf kürzestem Weg nach Olewig. Das macht insgesamt 22 Kilometer, von denen die letzten doch ordentlich in die Beine gehen. Der schnelle Lauf vom Sonntag ist offenbar noch nicht ganz verkraftet. Aber egal. Es war toll und die richtige Einstimmung auf den Urlaub.

Meine Laufsachen nehme ich nach Südfrankreich natürlich mit, Trinkrucksack inklusive. Wie oft ich mich auf den Weg machen werde, weiß ich allerdings noch nicht. Entspannung ist angesagt.

Bei midlifecrisis wird also nun für einige Zeit Ruhe herrschen. Ich melde mich wieder in drei Wochen. Bis dahin wünsche ich allen meinen Freunden und Lesern einen schönen Sommer und viele schöne Läufe!