Gehen geht auch

DSC03117„Nicht laufen zu dürfen, das ist grausamer, als nicht laufen zu wollen.“ So hat Christian in meinem Blog kommentiert. Niemand wird widersprechen, der schon mal für längere Zeit verletzt war. Natürlich gibt es Alternativen: Radfahren, Gymnastik, Schwimmen. Wer noch stärker angeschlagen ist, kann zumindest spazieren gehen.
Wer läuft, kann auch gehen, lautet dann das Motto.
Die Bewegung in der Natur bei gemäßigtem Tempo schärft zwar den Blick für die Schönheit derselben. Auf der anderen Seite bringt die neue Langsamkeit den gewohnten Tagesablauf aber gehörig durcheinander. Da wird eine kurze Runde am Morgen schnell zu einer Sache von 70 Minuten und mehr.
Eine Veranstaltung nach der anderen wird also aus dem persönlichen Laufkalender gestrichen. Dazu gehört an diesem Samstag der legendäre Lauf über die Nordschleife des Nürburgrings. Und auch der Bitburger Stadtlauf am Sonntag ist für Verletzte keine Alternative. Allen Startern in der Eifel viel Spaß! Nicht laufen zu dürfen ist grausamer, als nicht laufen zu wollen. Definitiv.

herbst 2013

Hilfe! Lila!

So ist es, wenn IT-Admins eine Seite auf Vordermann bringen. Da bekommt die Homepage schnell einmal ein anderes Aussehen. In diesem Fall mein Laufportal

laufportal

Ist gut so, Jungs, aber warum Lila? Na ja, vielleicht lässt sich da noch etwas verändern.Blau geht nicht … Grün wäre doch auch nicht schlecht. Nur bitte kein Lila, sonst muss ich beim Laufen bald auch noch das Beten anfangen 😉

Der kleine Blonde mit dem großen Schuh

16-DSC01905Es war einmal ein Läufer. Er lief und lief: Erst dreimal, dann vier-, dann fünfmal in der Woche. Über Stock und Stein. Immer längere Strecken. Der Läufer – nicht mehr der Jüngste – war begeistert. Gut fühlte es sich an, nicht – wie früher – auf jeder Treppe außer Atem zu kommen. In der Mitte des Lebens glaubte er sich so fit wie vor 20 Jahren, fitter noch.
Da unser Läufer sich zunehmend auch für die Theorie interessierte, für Trainingspläne und für die vielfältigen Erzeugnisse der Sportindustrie, mauserte er sich zu dem, was gemeinhin als Experte bezeichnet wird. Er wusste darüber Bescheid, dass nicht jeder Laufschuh für jeden Läufer taugt. Er kannte den Unterschied zwischen Vorderfuß-, Mittelfuß und Fersenlauf, wusste über Normal-, Minimal-, Stabil- und Trailschuhe bescheid. Und schmerzhaft erfuhr er, wie es sein kann, zu viel zu laufen und das Trainieren von Muskeln zu vernachlässigen, die einen Läufer unmittelbar oder mittelbar in Form halten.
Als er wieder einmal eine Verletzung am Fuß fast überwunden hatte, kaufte sich unser Laufexperte neue Schuhe. Schön grün waren die, bequem, wunderbar. Das hatte er gerade all seinen Freunden verkündet, als ihn eine freundliche Schuhverkäuferin anrief: Ob er zwei unterschiedlich große Schuhe eingepackt habe? Undenkbar – meinte unser Laufexperte und blickte gelassen auf die Größenangaben seiner Treter … rechts 43, alles klar, und links … 45! Und wenn sie nicht gestorben sind, dann lästern sie (die „Freunde“) noch heute.

34 – 16 – 1 – 60 – 100 – Hospizlauf

Meine Energie reicht am Abend nur noch dazu, eine Pizza zu essen. Und dann ruft ganz früh das Bett. Aber bei einer knapper Stunde Schlaf innerhalb von 34 Stunden ist das ja auch kein Wunder. Schon gar nicht, wenn in dieser Zeit auch noch reichlichst Bewegung hinzukommt wie beim Hospizlauf 2013

80 Läufer waren am Freitag um 12 Uhr in Koblenz gestartet. Mit meinem Sohn Jan und dessen Freund Niklas sowie Ultraman und Exilbayer Martin im  Auto erreichen wir den Tross um 19.40 Uhr in Poltersdorf. Viele bekannte Gesichter. Großes Hallo. Martin ist sofort im Gespräch mit Mel und Frank.

008-DSC02105Ultraläufer sind schon eine eigene Kategorie unter all den Halbverrückten, die sich auf dem Parkplatz tummeln. Bevor allerdings Gepäckfragen und andere Dinge geklärt werden können, sind die Läufer schon wieder auf dem Weg. Zumindest Sohnemann und Freund schaffen mit ihren Rädern den Anschluss. Ihre Bikes werden sie erst 100 Kilometer und elf Stunden später wieder dem Radständer anvertrauen.

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Meine erste Etappe beginnt also um 20.30 Uhr in Bremm, unterhalb des Bremmer Calmont, dem steilsten Weinberg Deutschlands. Die örtliche Blaskapelle hat gerade am Haus am Rande des Haltpunkts geprobt und entschließt sich spontan, den Läufern den Marsch zu blasen.

020-DSC02124Die neuen Schuhe kommen noch nicht zum Einsatz. Erst einmal die vertrauten Lightweight-Trainer. Dennoch begehrt mein Fuß am Ende der zwölf Kilometer in sehr moderatem Tempo etwas auf, was mir einige Sorgen macht. Denn ab sofort gibt es bis zum Samstagmittag keine wirkliche Ausstiegsmöglichkeit.  Und auf 14 Stunden mit Autofahren und Warten habe ich so gar keine Lust.

023-DSC02132Also schnappe ich mir in Zell erst einmal ein Fahrrad und begleite die Läufer auf den nächsten 12 Kilometern per Velo. Während die Temperaturen für Läufer am späten Abend ideal sind, kommt man als Radler im Tempo 9 km/h nicht auf Temperatur. Ein Trainingshose wäre jetzt gut. Und die Waden signalisieren Krampfbereitschaft …

062-DSC02178Da hilft nichts: Zum Aufwärmen muss die nächste Etappe von Reil bis Traben-Trarbach wieder laufend absolviert werden. In den neuen Mizuno, schön rot. Die ersten Schritte … Was ist das denn? Es läuft sich auf hartem Asphalt plötzlich sehr weich. Und meine Sohle ist kein bisschen zu spüren. Ich kann es kaum glauben, aber dieses unbeschwerte Laufen wird sich auf den nun folgenden 50 Kilometern, die ich bis zur Ankunft beim Hospizhaus in weiteren drei Etappen addiere, nicht ändern.

024-DSC02133Schön, so ein Nachtlauf. Alles ruhig, entschleunigt. So richtig weiß man nicht, wo man sich gerade befindet. Aber Begleitfahrzeug und Radfahrer sichern den Weg, der zum Teil an der Straße entlangführt.

045-DSC02159Ankunft im schönen Traben-Trarbach um 1:05 Uhr. Wieder haben die fleißigen Helfer von den Stadtwerken Getränke und Buffet aufgebaut. Vor allem der Müslikuchen aus Kell schmeckt unglaublich gut. Nussig-zimtig, lecker. Von der flüssigen Götterspeise in Rot oder Grün lasse ich dagegen die Finger. Wasser genügt.

Da das Laufengelchen auf der Schulter dominiert, weil sich Teufelchen schon schlafen gelegt hat, nehme ich im Luxus-VW-Bus Platz, den mein Freund Helli und seine Kollegen von den Stadtwerken für das Laufabenteuer organisiert haben.

033-DSC02144Anders als vor drei Jahren, als ich selbst viel am Steuer saß, werde ich mich bei diesem Hospizlauf auf meine Rolle als Beifahrer begnügen dürfen. Martin O., der mit Heike, Kerstin und Martina bereits um 10 Uhr gestartet war, um den Start in Koblenz zu erleben, hat aber sichtlich Spaß daran, das Schiff auf Rädern zu steuern. Und da er schon mehr Kilometer als ich in den Beinen hat, ergibt es sich fast von selbst, dass ich mehr Laufe als fahre. So fühlt es sich wenigstens an 😉

029-DSC02140Kinheim-Kindel – Bernkastel-Kues. Dort eine knappe Stunde Dösen, bevor Jan und Niklas um 3:45 Uhr auf ihren Rädern die Ankunft der kleinen Läuferschar ankündigen. Derweil hat die fleißige Begleitcrew um die beiden Ralfs (H. und M.) es doch noch geschafft, die tiefgekühlte Suppe auf Temperatur zu bringen. Eine Wohltat zu dieser Stunde, denn es doch frischer als die 15 Grad, die von der Wetter-App angezeigt werden. Es fühlt sich jedenfalls kühler an. Liegt wohl an der hohen Luftfeuchtigkeit direkt an der Mosel.

037-DSC02149Von Martin J., der eigentlich hier auch wieder einsteigen wollte, ist nichts zu sehen. Das Wohnmobil mit den Ultraläufern fehlt in Bernkastel-Kues, als ein Tross von etwa 20 Frauen und Männern aufbricht, um auf dem Weg nach Wintrich in die Morgendämmerung zu laufen.

Diese Etappe ist für mich die schönste. Alles atmet Ruhe. Der monotone und fast synchrone Takt von Laufschuhen auf Asphalt. Gesprochen wird wenig. Als es über den Hügeln zu dämmern beginnt, setzten immer mehr Vögel mit ihrem Gezwitscher ein. Dann vertreiben auch Zikaden die Stille. Die Stirnlampen werden ausgeschaltet und nicht mehr benötigt, bis um 5:15 Uhr der Wohnmobilstellplatz bei Wintrich erreicht ist.

038-DSC02151Herrlich, wieder eine Stärkung. Und die Vorfreude auf den nächsten Stopp in Piesport, wo traditionell Kaffee und der beste Streuselkuchen der Welt warten. So wie zwei Väter, deren Söhne nicht auftauchen und erst ein Anruf Klarheit bringt, dass sie vorausgefahren waren und die falsche Abzweigung genommen haben. „Wir sind in so einem Ort an der Mosel und wissen nicht weiter“, nörgelt ein inzwischen reichlich müder Jan mir ins Ohr.

040-DSC02153So bleibt ihnen der leckere Kuchen verwehrt, während sie warten, bis die Läufer wieder in Sichtweite kommen bzw. ein Begleitfahrzeug ihnen signalisiert, dass sie bei Neumagen (6:50 Uhr) über die Brücke auf die andere Seite des Flusses wechseln müssen. Mel, Frank und Martin sind ab sofort auch wieder dabei.

044-DSC02158Nach Wintrich sind die Etappen alle nur noch 6 bis 8 Kilometer lang. Gerade richtig für immer mehr Läufer, die nun wieder hinzustoßen und ihre blauen Bändchen entgegen nehmen.

In Leiwen (7:33 Uhr) ist bereits bekanntes Gebiet erreicht. Wieder großes Hallo mit Albert Rosch und seinen Läufern von der LGM. Die roten Läufer aus Schweich, die grünen aus dem Meulenwald und die gelben aus Langsur gehören schon seit Beginn beständig zum Läufertrupp auf der Strecke, ebenso die Shirts der Hochwaldläufer aus Schillingen.

009-DSC02106Birthe, Marion, Wolfram, Norbert und all die anderen. Sie profitieren davon, dass die Sonne sich noch hinter eine dicken Schicht Morgennebels verbirgt. Heiß wird es früh genug.

065-DSC02181Das Schwarz-Gold meines Lauftreffs Olewig wird erst ab Detzem dabei sein. Und deshalb wechsle ich dort um halb neun zum dritten Mal auch mein Shirt. Gemeinsam mit Christoph, Achim und Marcel will ich den letzten Teil der Strecke angehen. Die Beine sind noch einigermaßen frisch. Und der Fuß macht immer noch keine Probleme.060-DSC02175071-DSC02190Als die nun schon zu einer beachtlichen Größe angewachsene Läuferschar um 8:40 Uhr in Richtung Mehring aufbricht, ist von meinen Kumpels aus Olewig noch nichts zu sehen. Egal. Foto gezückt und mal das Feld von vorn abgelichtet. Es ist schließlich wieder hell genug, um Bilder von bewegten Menschen zu machen, ohne Bewegungsunschärfe.073-DSC02194Jan und Niklas haben nach 100 tapfer absolvierten Kilometern den Kampf gegen den Inneren Schweinehund verloren. Sobald sie im Bus sitzen, bringt sie niemand mehr auf die Räder. Egal. Gut gemacht!!!

046-DSC02160Meine Kumpels kommen in erhöhtem Tempo von hinten herangerauscht, als ich gerade wieder mit einigen Bekannten ein Schwätzchen halte. Der Quassellauf erfüllt nun voll und ganz seinen Namen.

090-DSC02223Die Moselbrücke bei Mehring (9:20 Uhr) ist schnell erreicht. Nun hat die Sonne alle Dunstschleier besiegt. Es wird wärmer. Und wärmer. Und wärmer. Bei Longuich ermöglicht eine improvisierte Dusche Abkühlung. Martin O. und unseren Bus habe ich seit Detzem nicht mehr gesehen. Immer mehr Benefizläufer schließen sich an. Auch Wolfgang und Jürgen, liebe Freunde vom Lauftreff Schweich, sind jetzt dabei.

Holger, mein rasender Laufportalreporter, ist nun auch wieder zur Stelle. Er hat längst den ersten Bericht und die erste Fotostrecke ins Laufportal hochgeladen. Schon am späten Abend.

087-DSC02220In Schweich warten noch einmal mindestens 100 Läufer, darunter auch Anne, Harald, einige TV-bewegt-Finisher und weitere bekannte Gesichter. Hallo und so … Letzte Stärkung vor den beiden Schlussetappen, die um 10:30 Uhr angegangen werden.

Ich laufe jetzt durch bis zum Hospizhaus, das ist  klar. Denn in Ruwer wird die Situation so unübersichtlich, dass mein Begleitfahrzeug schwer zu finden sein wird. Wie sehr ich mit dieser Einschätzung doch recht behalten werde.099-DSC02242Aber wer kam eigentlich auf die blöde Idee, sein Shirt so nass zu machen? – fragen mich meine Brustwarzen, die das mittlerweile für ziemlich bescheuert finden. Aber egal, wird schon nicht so schlimm werden auf den verbleibenden paar Kilometern.

In Ruwer, dem letzten Halt vor dem triumphalen Zieleinlauf in Trier, ist die Masse der mit der Hitze kämpfenden Laufsportler kaum mehr zu überblicken. Und alle versuchen, die Geduld beim Warten auf einen Becher Wasser nicht zu verlieren. Kompliment an das sensationelle SWT-Team, wie es auch diese Situation gemeistert hat, auch wenn bei den letzten 50 Läufern statt Wasser halbwarmes Weißbier im Becher Schaum warf. Alkoholfrei natürlich.098-DSC02241

Wolfram überlässt mir eine Flasche Wasser aus seinen Privatbeständen. Danke für diese Überlebenshilfe an dieser Stelle! Gemeinsam mit Anne ist das wertvolle Nass schnell einverleibt, bevor die mindestens 350 Köpfe starke Läuferschar die letzten 6,5 Kilometer auf heißem Asphalt in Angriff nimmt.

45 Minuten sind für diese letzte Etappe vorgesehen. Das lange Seil, das in den Vorjahren meist ausreichte, um, getragen von einigen Läufern, die Breite des Läuferkorsos zu beschränken, ist bei der zehnten Auflage des Hospizlaufes mindestens um die Hälfte zu kurz. Aber alle sind sehr diszipliniert. Und auch die Autofahrer im Verteilerkreis Nord, in Paulin-, Christophstraße und Ostallee haben Verständnis.

104-DSC02261Meine Beine sind schwer wie Blei. Noch zwei Kilometer, noch einer. Das Hospizhaus ist nah. Dass sich inzwischen auch drei Bewohner dieser Einrichtung in Rollstühlen dem Tross angeschlossen haben, bekomme ich erst später mit. Dass Dutzende Beschäftigte des Brüderkrankenhauses in blauen Shirts einen Benefizbetriebsauslauf tätigen, lässt sich aber nicht ignorieren.

113-DSC0227711.55 Uhr: Ankunft beim Hospizhaus in Trier. Viel Applaus, Stolz, Freude. Im Garten gibt es allerlei Leckereien. Eine Geburtstagstorte. Livemusik. Noch einige Spendenübergaben.

Wer allerdings schon fünf, zehn, fünfzehn oder 24 Stunden auf den Beinen war, kann das nicht wirklich genießen. Aber zum Glück gibt es jede Menge Gäste, für die das noch ein schöner Nachmittag wird.

Ich bin froh, als ich endlich unter einer richtigen Dusche stehe und danach die Beine hochlegen kann. Allerdings ist der Platz in der Hängematte schon belegt.

120-DSC02290Herzlichen Dank an Ralf Haas und all die Anderen vom Organisationsteam. Es war eine grandiose Sache! Ich werde wieder dabei sein. Dann hoffentlich ab Koblenz.

Die Idee eine Laufbloggerstaffel geht mir übrigens nicht mehr aus dem Kopf …

 

 

 

 

 

 

Angefixt

Sehr schön war’s gestern Abend im Romikulum-Biergarten. Zum Nachtreffen der TV-bewegt-Aktion waren doch 30 Leute gekommen. Super Stimmung. Einige nach der Stadtlauf -Premiere total angefixt und auf der Suche nach weiteren schönen Laufveranstaltungen.

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Jens, Daniel und Michi, die hochgelobten Trainer, durften die Urkunden für die Teilnehmer verteilen. Ein Spaß für alle.

DSC02096In solchen Fällen verweise ich dannn natürlich auf unseren Laufterminkalender im Laufportal  Und gestern natürlich auch auf den Hospizlauf, der gleich in Koblenz startet und dann 24 Stunden und 200 Kilometer an der Mosel entlangführt. Jeder kann zu jeder Zeit einsteigen. Hier der Zeitplan:

Start: Deutsches Eck Koblenz (Freitag, 12 Uhr), Winningen (13.18 Uhr), Lehmen (14.30 Uhr), Moselkern (16.01 Uhr), Pommern (17.02 Uhr), Cochem (18.06 Uhr), Poltersdorf (19.38 Uhr), Bremm (21.04 Uhr), Zell (22.37 Uhr), Reil (rechte Moselseite, 23.54 Uhr), Traben-Trarbach (Samstag, 1.05 Uhr), Kinheim-Kindel (2.13 Uhr), Bernkastel-Kues (3.47 Uhr), Wintrich Wohnmobilstellplatz (5.14 Uhr), Piesport Turnhalle (6.01 Uhr), Neumagen Brücke Eifelseite (6.50 Uhr), Leiwen Ortseingang (7.33 Uhr), Detzem Staustufe (8.36 Uhr), Mehring Moselbrücke (9.20 Uhr), Schweich (10.18 Uhr), Ruwer (11.03 Uhr), Ziel: Trier Hospizhaus (12 Uhr)

Zudem gibt es einen Liveticker auf Twitter, bei dem der jeweilige Standort des Lauftrosses abgefragt werden kann.

Ich werde ab Poltersdorf dabei sein und dann einige Etappen mit Pausen dazwischen laufen. Je nachdem, was mein noch immer nicht ganz fittes Fußwerk dazu sagt.

So wie es aussieht, schaffen wir es doch eine gemischte Staffel aus Läufern und Radfahrern hinzubekommen. Heike, Kerstin, Martina und Martin sind ab Koblenz dabei, Helli meinereiner, unsere Jungs und Mädels (auf Rädern) werden um 19.30 Uhr dazustoßen. So wie es aussieht , ist dann auch Ultra-Martin aus Longuich dabei sein, den ich schon lange mal kennenlernen wollte. Und in Detzem wird dann spätestens der Lauftreff Olewig in Gestalt von Christoph, Achim und Marcel einsteigen. Anne läuft ab Schweich die letzten beiden Etappen. Es wäre doch gelacht, wenn nicht immer einer von uns auf der Strecke wäre. Einen Namen für die Staffel habe ich noch nicht. Hat jemand eine Idee?

hospizlauf 2010 (52)Ich werde gleich mal das Staffel-Shirt von 2010 heraussuchen. Eine gute Gelegenheit, es wieder zu tragen. So heiß wie damals wird es zum Glück nicht.

Ob dann auch der ein oder andere TV-Bewegte einen Teil der Strecke mitläuft, wird sich zeigen. Ich bin gespannt.

 

Benefizquasseln

hospizlauf 2010 (34)Nicht immer ist es die Hatz auf neue Bestzeiten, die Spaß macht. Wie ich es beim Trierer Stadtlauf erleben durfte, kann es als Läufer auch pure Freude sein, Gleichgesinnte als Schrittmacher ins Ziel zu führen. Zudem liebe ich Läufe in netter Gesellschaft, bei denen das Tempo so moderat ist, dass eine Unterhaltung nicht immer wieder durch Schnappatmung unterbrochen wird.
Das ist es auch, was Ultraläufer generell an ihrem Sport lieben: Laufen, ohne zu schnaufen. Ganz wörtlich darf dieses Motto zwar niemand nehmen. Aber nachweislich ist das Joggen bei moderat gesteigertem Puls die gesündeste Form der Bewegung auf zwei Beinen.
Eine ideale Gelegenheit dafür ist der Hospizlauf, der am Freitag um 12 Uhr in Koblenz startet und 24 Stunden und knapp 200 Kilometer später in Trier endet. Langstreckenläufer können auch bei der zehnten Auflage dieses Benefizlaufes für das Hospizhaus Trier beliebig lange Strecken unter die Schuhe nehmen. Da die einzelnen Etappen an der Mosel jeweils um die zehn Kilometer lang sind, bietet sich dieser Quassellauf bei 9?Kilometern pro Stunde aber auch für Gelegenheitsläufer an.
Einsteigen kann jeder zu jedem Zeitpunkt. Das garantiert Abwechslung. Auch bei den Gesprächspartnern. Ich hoffe, wir sehen uns!

Wer wissen will, wo sich der Läufertross befindet, kann hier anrufen: 0175-8215354. Einen Liveticker auf Twitter gibt es auch: https://twitter.com/hospizlauf.

Das letzte Training

DSC01985So geht die fünfte Auflage von „Der TV bewegt!“ dem Ende entgegen. Am Donnerstagabend das letzte gemeinsame Training.

DSC01987Und da Volker in diesem Jahr leider nicht greifbar ist, muss unser Fotograf ran, um all die Laufbegeisterten ins richtige Foto zu setzen.

DSC01986Ein Spielgerät für die erhöhte Position. Nach etwas Mühe, die Läuferschar zu etwas Posing zu überreden, kommt doch noch ein ganz hübsches Bild zustande.

TV Bewegt 2013. TV-Foto: Friedemann VetterDanach noch einmal Aufteilung in der Gruppen. Für die kommenden Halbmarathonis eine lockere Laufeinheit durch den Weißhauswald.

DSC01992Da Jens sich an die beiden etwas Langsameren orientiert, rennt die Spitze einfach mal so hoch bis Schusters Kreuz und wartet dort, um vom Trainer zu erfahren, dass er eigentlich gar nicht so viele Höhenmeter machen und eigentlich den Felsenpfad im Sinn hatte. Aber da das nun zu lange würde, läuft die plaudernde Meute eben wieder zurück zum Waldstadion.

DSC01997Dort noch einige Erläuterungen.

DSC01998Vier Steigerungsläufe im ehrwürdigen Oval.

DSC02002Dann sind Dehnübungen angesagt. So wie auch bei der großen Gruppe von Michi, der die Zehn-Kilometer-Läufer coacht.

DSC02005Nun wartet der Trierer Stadtlauf am Sonntag. Das Wetter soll gut werden. Nicht zu heiß. Gegen 9 Uhr, wenn der Halbmarathon startet um die 15 Grad, überwiegend bedeckter Himmel. So die aktuelle Wetterprognose. Das würde passen.

Ich werde locker laufen, nur nicht den Fuß überlasten. Und danach steht die Entscheidung an, wie viel ich mir am folgenden Wochenende bem Hospizlauf zumuten will. Aber das ist noch Zukunftsmusik.

 Allen Startern beim Stadtlauf wünsche ich viel Spaß und Freude!

 

 

Oben ohne?

Wie nackt darf es sein? Diese Frage hat das Runner’s World-Magazin seinen Lesern gestellt in der Hoffnung, kreative und witzige Antworten zu bekommen. Über die Qualität der Rückmeldungen lässt sich natürlich streiten. Zumindest behielt sich die Redaktion aber vor, alle Sprüche auszusortieren, die zu sehr unter die Gürtellinie zielten.

 
Oben ohne? Mehr als ein Drittel der Befragten toleriert das bei Männern. Nur jeder Zehnte will das bei laufenden Frauen sehen. Ganz anders ist es beim Thema bauchfrei: Da schauen Zwei Drittel der Läufer gerne hin – bei Frauen. Tops bei Männern wollen nur 15 von 100 Befragten sehen. Und wenn es um Sport- oder Badeslips geht, graut es sogar 91 von 100 vor männlichen Erscheinungen. Jeder Fünfte toleriert das aber bei Frauen.

 
Beim Mitternachtslauf in Kröv am vergangenen Samstag konnte die Theorie nun anhand der Praxis überprüft werden. Dort liefen die Jungs vom Evangelischen Jugendzentrum Altenkirchen wieder einmal „oben nackisch“, wie sie es seit über 20 Jahren tun. Die Protagonisten auf der Strecke sind inzwischen zwar andere. Kommentare und Blicke vom Streckenrand dürften sich aber im Laufe der Jahre nicht zu sehr verändert haben. Oft war bei den Männern auch ein wenig Neid herauszuhören. Denn nicht nur die Schnellsten der Oben-ohne-Läufer zeigten eine gute Figur, auch ohne den Bauch einziehen zu müssen.

 
Dass weniger Bekleidung schnell macht, bewiesen die freizügigen Altenkirchener übrigens auch: In der Einzelwertung mit den Plätzen eins und zwei. Spitze auch in der Mannschaftswertung. Die Damen des Jugendzentrums wurden in der Teamwertung der Frauen übrigens Siebte. Aber die liefen auch mit etwas mehr Stoff auf der Haut.

 
Wie auch immer. Angesichts der spätwinterlichen Temperaturen wird „oben ohne“ bei uns in den nächsten Tagen sicher kein Thema sein. Blau gefroren statt sonnengebräunt wird der trainierteste Oberkörper zur Spaßbremse.

 

Keine Bilder :(

Trotz des intensiven Intervalltrainings gestern Abend musste ich heute morgen an die frische Luft. Eine ganz entspannte Runde zu den wieder aufgefüllten Mtheiser Weihern. Das Tat gut, auch wenn ich meine Beine heute ordentlich spüre.

Fotos kann ich leider nicht zeigen, auch keine vom TV-bewegt-Training, das ich wie immer in meinem Parallel-Blog beschrieben habe.

Aber halt, es gibt ja noch Facebook. Das habe ich zumindest einige Matschlaufbilder hochgeladen.

Morgen dann also eine Doppeleinheit: zwei Stunden am Morgen. Und um Mitternacht der Lauf in Kröv. Drückt die Daumen, dass das Wetter hält und der REgen nicht die versprochenen 1500 Kerzen löscht.

Licht und Schatten

28. Kröver Mitternachtslauf

Eines meiner Lieblingsbilder vom Lauf 2012. Foto: Holger Teusch

„Wo viel Licht ist, ist starker Schatten.“ Eines der bekanntesten Zitate von Johann Wolfgang von Goethe lässt sich auch auf Sporttreibende anwenden. Nicht unbedingt im wörtlichen Sinne, angesichts der doch eher karg bemessenen Sonnenstunden in diesen Tagen.

Dennoch werfen einige Läufer aus der Region lange Schatten: Florian Neuschwander bei seinem Marathon-Sieg im Ruhrgebiet (2:25:57); Dietmar Bier mit Platz 9 (2:30:27) beim Mainz-Marathon. Birthe Helmes auf Platz 6 (3:05:20) in der Damenwertung desselben Laufs. Gigantische Zeiten für alle, die schon einmal einen Marathon gefinisht haben. Kaum vorstellbare Leistung für jene, die sich zum Ziel gesetzt haben, irgendwann vielleicht einmal selbst die Königsdistanz von 42 Kilometer in Angriff zu nehmen.

„Man muss nicht unbedingt das Licht des anderen ausblasen, um das eigene Licht leuchten zu lassen.“ Dieser Sinnspruch des belgischen Seelsorgers Phil Bosmans sollte auch für jene Läufer gelten, die nicht nach sportlichen Maximalleistungen streben. Wir halten es wie der chinesische Philosoph Konfuzius: „Es ist besser, ein einziges kleines Licht anzuzünden, als die Dunkelheit zu verfluchen.“

In dem schönen Moselort Kröv gilt das am Pfingstsamstag übrigens nicht nur für Läufer. Beim Mitternachtslauf werden Anwohner und Zuschauer mehr als 1500 Kerzen entzünden, um die Strecke zu erhellen. Viele Lichter – wenig Schatten.

Mehr zum Mitternachtslauf in Kröv hier